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TobiasK

Arbeitgeber hat die Reduzierung der Arbeitszeit abgelehnt

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Gast
vor 15 Minuten, der_alex schrieb:

Deine Idee halte ich für nicht gut und für den Fragesteller für gefährlich, falls er das so umsetzen sollte. Pistole auf der Brust mag kein Arbeitgeber gerne, du doch auch nicht? 

 

Ich verhalte mich auch nicht so meinen Mitarbeitern gegenüber. 

 

Ein Angestelltenverhältnis ist eine Geschäftsbeziehung auf Gegenseitigkeit, die ständig neu verhandelt werden muss. Das Unternehmen interessiert sich nicht primär für euch als Menschen, nur für eure Arbeitskraft. Und wenn's dem Unternehmen schlecht geht, oder ihr keine ausreichende Leistung mehr bringt, werdet ihr entlassen. So einfach ist das. Im Finanzbereich nennt man so etwas auch ein Klumpenrisiko.

 

Was ist, wenn der Worst Case in x Jahren eintritt – ist dann das Unternehmen daran Schuld, dass man nicht studiert und sich eine bessere Zukunft aufgebaut hat? Eher nicht. Diese Entscheidungen haben wir alle selbst in der Hand.

 

(Das ist alles etwas überspitzt formuliert. Ich sehe Parallelen zu Menschen, die ich kenne, und die vollkommen irrational an ihren Unternehmen hängen, egal wie schlecht sie behandelt werden. Das macht für mich keinen Sinn. Wir haben nur dieses eine Leben.)

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@Roland78 Ich bin bei deinem Gedanken ganz bei dir. Trotzdem sehe ich hier kein Sinn darin dem Arbeitgeber die Pistole auf die Brust zu setzen. Ich würde dieses Feedback schlicht weg für mich selbst verarbeiten. Das zeigt mir "OK, Unternehmen ist nicht an meiner Weiterbildung/Karriere interessiert."  Dann lege ich mir die Karten.  Passt das Unternehmen dennoch noch zu meinen Zielen und ich fange das Studium privat an, oder suche ich mir was Neues. Aber irgendwelches Pokern ist mir in dem Zusammenhang zu wider. Das Unternehmen ist wie es ist. Und wenn es dann nur aus Not so agiert, ernsthaft? Wer will in so einer Firma noch motiviert arbeiten? Da habe ich schon gar kein Interesse mehr, mich dann noch irgendwie weiter zu binden.

 

Am Ende ist es ein Geben und Nehmen. Wenn dann nur genommen wird...see you.

Bearbeitet von Muddlehead

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vor 1 Minute, Muddlehead schrieb:

Da habe ich schon gar kein Interesse mehr, mich dann noch irgendwie weiter zu binden.

Genau das ist es. 

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Gast
vor 5 Minuten, Muddlehead schrieb:

Wer will in so einer Firma noch motiviert arbeiten? Da habe ich schon gar kein Interesse mehr, mich dann noch irgendwie weiter zu binden.

 

Dann wäre es konsequent zu kündigen und sich einen neuen Job zu suchen. Will man das Studium auch noch durchziehen, sind das zwei Belastungen auf einmal. Das könnte auch Plan 1B sein. Denn was ist hier schon noch das Risiko, wenn die Kündigung innerlich sowieso schon ausgesprochen ist? 1A: Bauch rein, Brust raus und einfordern, was man haben möchte. Wenn man es bekommt, hat man neben der Chance, Eindruck zu machen, vor allem auch die Möglichkeit "in Ruhe" neben dem gewohnten Job zu studieren. Wenn es schiefgeht, greift 1B.

 

Aber wie ich eingangs geschrieben hatte: Ich denke nicht, dass der Threadersteller das machen würde, nach allem, was ich zwischen den Zeilen lese. Insofern ist das müßige Kaffeesatzleserei ;)

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Ich sehe da keine 2 Belastungen, wenn man einfach seinen derzeitigen Job weiter ausführt und paralell das Studium anfängt bzw. dort beendet, dann wechselt. Ein neuen Job zu suchen, die Probezeit zu überstehen oder auch nicht - das ist eine Belastung. Des weiteren führt es zu weiterer Verzögerung. Hier weiß der TE was er an der Firma hat und wie sie zu einem steht. Daraus erfolgt die vertragsgemäße fair ausgeführte Arbeit. Aber die Firma bräuchte nicht mehr mit Sonderaufträgen oder besonderer Flexibilität rechnen. Eine Karriere winkt ja scheinbar eh nicht.

 

Für mich macht das kein Sinn. Den Respekt und die darin investierte Kraft hol ich mir lieber in anderen Themen.

Bearbeitet von Muddlehead

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Gast
vor 1 Minute, Muddlehead schrieb:

Ich sehe da keine 2 Belastungen, wenn man einfach seinen derzeitigen Job weiter ausführt und paralell das Studium anfängt bzw. dort beendet, dann wechselt. Ein neuen Job zu suchen, die Probezeit zu überstehen oder auch nicht - das ist eine Belastung.

 

Schrieb ich ja auch. Den Eingangsposts habe ich entnommen, dass es mit dem Job nur zeitlich nicht machbar scheint, "nebenbei" noch zu studieren. Es geht (oder ging?) ja um die Reduzierung der Arbeitszeit. Was aus meiner Erfahrung übrigens wirklich sinnvoll ist. Ich habe meine Stunden auch reduziert und weiß nicht, ob ich noch dabei wäre, hätte ich mir die Zeit nicht nehmen können.

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vor 4 Stunden, Muddlehead schrieb:

Ich sehe da keine 2 Belastungen, wenn man einfach seinen derzeitigen Job weiter ausführt und paralell das Studium anfängt bzw. dort beendet, dann wechselt.

Warum sollte das denn keine Belastung sein? Wenn der Arbeitgeber deinen Wunsch nach Weiterbildung nicht respektiert und wie ich zwischen den Zeilen lesen kann haben die sowieso einen Fachkräftemangel dann kannst du dir ausmalen was passiert wenn es knapp wird mit der Zeit - dann bleibst du länger und Überstunden werden dann die Regel. Aus diesem unangenehmen Arbeitsklima zu "entkommen" in Form von einer Weiterbildung oder eines Studiums erscheint da als logische Konsequenz, jetzt hast du aber nunmal einen Job der dir eine Menge Zeit kostet, der dir einiges abverlangt, indem du offenbar in Rufbereitschaft arbeitest, quasi 24 Stunden lang einsatzbereit bist, den Job aber eigentlich garnicht mehr machen willst, im Kopf schon mit der Kündigung spekulierst weil dir dein Arbeitgeber auch 0 entgegen kommt aber einfach keine Wahl hast weil du das Geld brauchst dann sehe ich darin eine gewaltige doppelbelastung und zwar eine psychische und ich finde es kommt auch besonders auf die Eigenmotivation an. Wenn du schon geknickt von einem Arbeitstag nach Hause kommst wie willst du dich dann noch motiviert hinter den Rechner oder hinter die Bücher klemmen und lernen? Klar geht das vielleicht, aber es ist eine enorme doppel Belastung.

 

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Warum muss ich bei einem Fachkräftemangel Überstunden schieben? Wenn wir schon davon sprechen "sich Respekt" zu verschaffen, dann wäre genau sowas der richtige Zeitpunkt noch mal den eigenen Arbeitsvertrag und das Arbeitszeitgesetz zu studieren. In dem Fall kann man gerne mit Kündigung drohen. Wenn wirklich Fachkräftemangel herrscht, wird sich das Unternehmen hüten den Mitarbeiter zu verlieren. Nix zu verlieren, an der Stelle.

 

Außerdem hat der TE nichts von solchen Erfahrungen geschrieben. Es scheint mir du projezierst da gerade _deine_ Situation in dieses Thema rein. Das ist nicht fair, weil darauf meine Beiträge nicht basieren.

Bearbeitet von Muddlehead

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Warum? Was sagt das Gesetz denn?

 

Zitat

Die Arbeitszeit kann über 10 Stunden ausgeweitet werden, wenn regelmäßig und in erheblichem Umfang Arbeitsbereitschaft/Bereitschaftsdienst anfällt (§7 (1) ArbZG)

Der Ausgleichzeitraum von 24 Wochen kann auf ein Jahr verlängert werden (§7 (1) und §7 (8) ArbZG).

Der Arbeitgeber sitzt am  längeren Hebel und kann, wenn er will, so argumentieren dass er seine Interessen durchsetzt. Bist du einer anderen Meinung musst du das vor Gericht klären. Ist das hier in diesem Beispiel sinnvoll vor Gericht zu ziehen? Ich denke nicht.

Ein Fachkräftemangel bedeutet nicht dass du als Fachkraft dir rausnehmen kannst was du willst. In vielen Berufen wird einfach die Bereitschaft zur Mehrarbeit und Überstunden vorausgesetzt.  Der Fragesteller schrieb, dass bevor er in diese Abteilung kam nur 4 Mann in der Bereitschaft eingeteilt waren. Das ist absolutes Minimum, normalerweiße sagt man, es müssen 6 Mann sein. Was sieht der Arbeitgeber? Er sieht einen unmotivierten Arbeitnehmer der den roten Faden vom Lebenslauf verlässt um in einer Art midlifecrysis irgendwelchen verrückten Jugendträumen hinterher zu jagen und was sieht er noch? Er sieht auch dass es mit 4 Leuten auch geklappt hat und die Arbeit erledigt wurde.  Die Arbeit die durch fehlende Männer entsteht muss eben auf die 4 anderen verteilt werden. Man weiß von der Mehrbelastung der einzelnen AN's, man weiß das es nicht allzu toll ist, aber er schrieb ja auch das alles runter rationalisiert wurde, Personal eingespart wurde, man möchte am liebsten die Produktion voll automatisch laufen lassen mit einem minimum an Belegschaft um möglichst günstig zu produzieren. Das ist eigentlich ein normaler Zustand und wenn jemand sich nicht mit dreht dann muss dieser jemand gehen, denn man weiß ja, zur Not klappt es auch mit 4.
Es wird erst gehandelt wenn die Produktion tatsächlich in Gefahr ist,  wenn mal irgendjemand irgendeinen Fehler baut und mal so richtig was gegen die Wand fährt und ein wirtschaftlicher Schaden entsteht. Erst dann kann man etwas machen. Solange die Mehrheit der Fachkräfte kompromisslos ist und "ein dickes Fell" hat passiert nichts. Da hat der Fragesteller meiner Erfahrung nach wenig Chancen.

Ich kenne viele Beispiele wo die Wege sich an diesem Punkt getrennt haben und nur einmal hat sich was geändert weil  die Fluktuationsrate so hoch war und die Messwerte vom altbestand völlig andere Werte hatte als die neuen dass die Vorgesetzten der höheren Führungsebene wussten "da läuft etwas ganz schief". 

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