Springe zum Inhalt
KanzlerCoaching

Die Sache mit den Transferleistungen

Empfohlene Beiträge

vor 13 Stunden, KanzlerCoaching schrieb:

Wie sehen Sie das? Bin ich mit meiner Einstellung völlig daneben? Es geht mir übrigens nicht darum, hier Präsenzstudium gegen ein Fernstudium gegeneinander abzuwägen!

 

Was ist denn die Motivation für den Thread? (Ich hab's noch nicht verstanden.)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Anzeige: (wird für registrierte Benutzer ausgeblendet)

Meine Erfahrung: Basiscurriculum (wenig bis gar kein Transfer) -> danach kontinuierliche Zunahme. Ebenso steigende Anforderungen an Selbständigkeit und Komplexität der Fragestellungen. Wenn dem nicht so ist, läuft definitiv etwas verkehrt.

 

An der FUH steigen die Anforderungen und der Transferanteil z.B. in WIWI ab den B-Modulen sehr deutlich. In einigen Prüfungen habe ich mich nach erstem Sichten öfters gefragt ob ich in der richtigen Prüfung sitze.

 

Aktuelles Beispiel die Klausur multivariate Verfahren vor 2 Wochen. Mathematische Beweise waren weder in den Unterlagen, in den Übungsaufgaben oder in Altklausuren ein Schwerpunkt. 3/4 der jetzigen Klausur bestand aus z.T. sehr knackigen Beweisen. Die Klausur fiel dann dementsprechend aus .... 👍

 

Inwieweit ein Bachelor eine vollwertige akademische Ausbildung darstellt, ist noch eine andere Frage.

Bearbeitet von beijing

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 10 Stunden, thb schrieb:

 

Was ist denn die Motivation für den Thread? (Ich hab's noch nicht verstanden.)

 

Meine Motivation? Ich lese hier regelmäßig von "Abfrageklausuren" und Verärgerung, dass man nicht mehr Punkte und damit eine bessere Note bekommen hat. Und ich lese von Fragen in Klausuren, die so vorher nicht "drangekommen" sind und wozu man wenig bis nichts in den Skripten findet.

 

Beides hat für mich wenig mit "Studieren" zu tun. "Studieren" heißt für mich natürlich, Wissen zu erwerben, also zu lernen. Gleichzeitig heißt es aber auch, sich mit diesem Gelernten auseinander zu setzen und auch konkrete Fragestellungen zu übertragen. Und das von Anfang an.

 

Genau das wollte ich hier thematisieren.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich finde diese Diskussion wirklich spannend. In einem Betrag ging es auch um den Punkt „Im Beruf geht es ja gar nicht ohne Transferwissen.“ (Jenny89)

 

Dem stimme ich zu – falls ein Studium (bzw. auch eine Weiterbildung im subakademischen Bereich) auf ein eng umgrenztes Berufsbild hin ausgerichtet ist. Bei „uns“ haben wir schon in der Planung und Konzeptionsphase darauf geachtet: Wer DozentIn in der Erwachsenenbildung werden will, sollte dies nach der Teilnahme an unserem Fernlehrgang auch tatsächlich können. Dem angehenden Dozenten hilft es im Unterricht wenig, wenn er Kapitel 5 des Lehrheftes 3 runterrattern kann...  ;)

 

Wie steht es aber mit dem Transfer des Gelernten bei vielen geisteswissenschaftlichen Fächern? Wer Philosophie studiert und weder LehrerIn werden will und auch in der Wissenschaft keinen Platz findet, wird wohl kaum an sein Türschild „Philosoph“ schreiben können - und "Kunden" bekommen.

 

Was hier gebraucht würde als Transferwissen, wäre eher, wie sich dieser „Philosoph“ seine eigene Berufstätigkeit aufbauen kann, mit der er seine Brötchen verdient. Also Transferwissen eher im Bereich Berufsberatung, Coaching, Aufbau eines Businessplans (bei Selbstständigen), Praktika, Berechnung von Honoraren, Netzwerken und und und. Das gibt es zwar an einigen Unis schon, aber eben nicht überall und meist auf freiwilliger Basis.

 

Anne Oppermann

 

Fernstudienakademie

 

@Markus: Ich hoffe, ich darf als Anbieterin mitdiskutieren? Sonst einfach löschen...

 

Bearbeitet von Fernstudienakademie

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 14 Minuten, Fernstudienakademie schrieb:

Was hier gebraucht würde als Transferwissen, wäre eher, wie sich dieser „Philosoph“ seine eigene Berufstätigkeit aufbauen kann, mit der er seine Brötchen verdient. Also Transferwissen eher im Bereich Berufsberatung, Coaching, Aufbau eines Businessplans (bei Selbstständigen), Praktika, Berechnung von Honoraren, Netzwerken und und und. Das gibt es zwar an einigen Unis schon, aber eben nicht überall und meist auf freiwilliger Basis.

 

Anne Oppermann

 

Fernstudienakademie

 

Anne, was Du beschreibst halte ich weniger für Transferwissen, sondern für ergänzende Qualifikationen. Das meinte ich mit meiner Ausgangsfrage aber nicht.

 

Aber ich könnte mir vorstellen, dass der angehende Philosoph in einer Klausur gefragt wird, welche Bedeutung der Kant'sche Imperativ im Projektmanagement eines Unternehmens haben könnte und welchen Beitrag ein Philosoph dazu in der Personalentwicklung leisten könnte.

 

Oder so ähnlich!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor einer Stunde, KanzlerCoaching schrieb:

Aber ich könnte mir vorstellen, dass der angehende Philosoph in einer Klausur gefragt wird, welche Bedeutung der Kant'sche Imperativ im Projektmanagement eines Unternehmens haben könnte und welchen Beitrag ein Philosoph dazu in der Personalentwicklung leisten könnte.

 

Bei solchen Fragen in Klausuren sehe ich schon ein paar Probleme.

- Die Studenten müssten sich mit Projektmanagement auskennen. Es müsste also auch im Studium vorkommen, aber es hat per se eigentlich nichts mit Philosophie zu tun.

- Das Thema muss einen Anwendungsbezug haben. Ich habe selbst ein geisteswissenschaftliches Studium abgeschlossen und behaupte einfach mal, dass viele Themen sehr anwendungsfern sind. Das müssen sie m.E. auch nicht in einem wissenschaftlichen Studiengang. Dieses Beispiel kommt mir schon ziemlich gewollt vor.

- Wenn es in einer Klausur vorkommt, müsste es ja eine Musterlösung geben, was voraussetzt, dass es so etwas wie eine richtige Lösung gibt. Vielleicht kann man auch abstraktere Kriterien anlegen, aber es gibt da doch Grenzen, wenn es justiziabel sein soll.

 

Der Transfer im geisteswissenschaftlichen Studium besteht eher darin, dass man eigenständig Fragestellungen bearbeitet, vor allem in Hausarbeiten und Projektarbeiten. Das können natürlich auch mal anwendungsbezogene Fragen sein, aber der Fokus liegt in einem wissenschaftlichen Studium eben auf wissenschaftlichen Fragestellungen.

Bearbeitet von ClarissaD

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich wollte das jetzt eigentlich auch nicht konkret nur auf dieses Beispiel beziehen, sondern generell auf den Versuch, in Klausuren in geisteswissenschaftlichen Studiengängen so was wie einen Anwendungsbezug herzustellen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Schon klar! Ich denke aber schon, dass auch bei geisteswissenschaftlichen Fächern beispielsweise nach der gesellschaftlichen Relevanz einer bestimmten Fragestellung gefragt werden könnte.

 

Natürlich gibt es für solche Fragen kein Richtig oder Falsch und in diesem Sinne auch keine Musterlösung. Aber man kann in einer Klausur Kriterien aufstellen, welche Anforderungen an die Argumentation gestellt werden. Sozusagen im Sinne einer Prozessbeschreibung, wie Antworten gegeben werden.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Kostenlos ein neues Benutzerkonto erstellen.

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden



×
×
  • Neu erstellen...