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Woran bemessen sich Qualität und Ansehen eines (Fern-)Studiums?


Gast
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In meinem Studiengang hat funktionale Programmierung kaum eine Rolle gespielt, aber das Thema hat mich interessiert. Ich will ebenfalls in meiner Bachelorarbeit etwas dazu machen und freue mich, einen Betreuer gefunden zu haben, der für dieses Thema offen war.

 

Ob ich einen Master machen will, weiß ich noch nicht. Ich will erst mal sehen, ob ich mit dem Bachelor einen Einstieg finden kann. Falls nicht, dürfte mir ein Master wohl auch nicht weiterhelfen 

 

Aber falls ich einen Master mache, wird mir wahrscheinlich die inhaltliche Ausrichtung wichtiger sein als die Frage Uni oder FH. Letztlich ist es wichtig, nach einem Arbeitstag noch hinreichend Studienmotivation aufbauen zu können. Das funktioniert für mich besser, wenn mich die Studieninhalte (zumindest überwiegend) interessieren.

 

Ich würde also darauf setzen, dass ein Studium bei einem weniger renommierten Anbieter, das dich fachlich interessiert und das du deshalb abschließt, mehr Ansehen genießt als ein abgebrochenes Studium an einer Hochschule mit erstklassigem Ruf.

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Gast Falkenkind

Ich will mal wieder auf die Kernfrage zurück kommen, nämlich:

 

Woran bemessen sich Qualität und Ansehen eines (Fern-)Studiums?

 

Mir ist schon mehrfach zugetragen worden, dass es Studienanbieter gibt, die einerseits ihr Wissen entsprechend den Fächern zwar vermitteln, andererseits aber ist diese Vermittlung dermaßen schlecht, so dass der Student / die Studentin nicht in der Lage war, die entsprechenden Hausarbeiten zu beantworten. Hier musste dann in Eigenrecherche das "halbe Netz" durchforstet werden, damit man mal eine Antwort geben kann. Ich denke mal, das kann aber wohl auch nicht "das Gelbe vom Ei" sei, oder wie seht Ihr das ?

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vor einer Stunde, Falkenkind schrieb:

Mir ist schon mehrfach zugetragen worden, dass es Studienanbieter gibt, die einerseits ihr Wissen entsprechend den Fächern zwar vermitteln, andererseits aber ist diese Vermittlung dermaßen schlecht, so dass der Student / die Studentin nicht in der Lage war, die entsprechenden Hausarbeiten zu beantworten. Hier musste dann in Eigenrecherche das "halbe Netz" durchforstet werden, damit man mal eine Antwort geben kann. Ich denke mal, das kann aber wohl auch nicht "das Gelbe vom Ei" sei, oder wie seht Ihr das ?

 

Ich habe für mich festgestellt, dass ich meine Lebenszeit nicht mit schlechter Didaktik verbringen möchte. Die Rede vom wissenschaftlichen Schreiben ist diesbezüglich in meinen Augen auch nur ein Euphemismus, der die Unfähigkeit oder den Unwillen im jeweiligen Fall kaschieren soll, Inhalte angemessen zu vermitteln. Das ist bekanntermaßen auch gar nicht so leicht – Dinge "einfach" erscheinen zu lassen, ist oft ziemlich kompliziert. Es erfordert viel Aufwand und ein professionelles Vorgehen.

 

Insofern "erkaufe" ich mir diesen Luxus auch an meiner privaten Hochschule, mein eigener Anspruch an die Materialien ist entsprechend hoch. Und so war auch mein Unmut, als ich dann mal Module zu bearbeiten hatte, bei denen die wesentlichen Informationen aus den Texten geradezu herausgefiltert werden mussten. Ich habe das schlussendlich für mich als Herausforderung angesehen und die Dinger auch mit viel Beharrlichkeit "geknackt". Aber ich bin fest davon überzeugt, dass mehr bei mir hätte hängenbleiben können, wenn man sich einfach etwas mehr Mühe gegeben hätte.

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Gast Falkenkind

Ja ja, das will ich glauben. Also man hat mir diesbezüglich Erfahrungen geschildert, da stellen sich alle Nackenhaare auf. Sind diverse Autoren (die den wissenschaftlichen Stoff an Fernhochschulen bearbeiten) so schlecht, dass sie noch nicht einmal die einfachsten Dinge in schriftlicher Form erklären können ?!

 

Ich kann nicht von einem Teilnehmer / Student verlangen, dass er mir erklärt, warum ein Auto an einer roten Ampel stehen bleiben muss wenn er noch nicht einmal weiß, was eine Verkehrsampel eigentlich ist.

 

Manchmal sind es wirklich sehr einfache Dinge. Ich erinnere mich an eine Geschichte aus dem Bereich "gewerblicher Rechtsschutz"

Da ging es um folgende Hausaufgabe die eingesendet werden sollte.

 

Der Sondermaschinenbauhersteller "B" hat eine neue Spannvorrichtung entwickelt, diese er aber noch nicht zur Patentanmeldung dem DPMA vorgelegt hat. Der Fachbuchverleger "V" will in einem seiner neuen Bücher genau diese Spannvorrichtung vorstellen. Er begründet sein Vorhaben damit, dass er das dürfte, weil "B" diesbezüglich  noch keine Anmeldung getätigt hat. Ist "V" im Recht ?

 

Diese Frage wurde von mehreren Teilnehmern falsch beantwortet, weil diese nämlich auch glaubten, dass "V" im Recht sei. Und das alles nur, weil in dem Studienheft zu diesem Thema folgender Punkt fehlte.

Zeichnungen (auch technische) gelten als Werke und unterliegen somit dem Urheberrecht. Ob Anmeldung, oder nicht, "V" darf die Zeichnung nicht benutzen weil er damit gegen das Urheberrecht verstoßen würde.

Und eben dieser Punkt wurde in dem Studienbrief NICHT erwähnt.

Ich denke mal, wenn das ein permanenter Zustand wird, dann hat sich die Sache Fernstudium schneller erledigt, als wie sie angefangen hat.

Gruß aus Frankenthal.

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vor 29 Minuten, Falkenkind schrieb:

Ich denke mal, wenn das ein permanenter Zustand wird, dann hat sich die Sache Fernstudium schneller erledigt, als wie sie angefangen hat.

 

Jetzt wird's ein bisschen albern, findest du nicht?

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vor 25 Minuten, thb schrieb:

Jetzt wird's ein bisschen albern, findest du nicht?

 

Das sehe ich genauso. Albern, beschreibt es treffend. Immerhin gibt es das Modell des Fernunterrichts in unterschiedlichster Form schon seit über 100 Jahren. Die Fernuni Hagen hat bereits 1975 als erste staatliche Uni mit dem Fernstudium begonnen, das ist nun auch schon 44 Jahre her. Andere Hochschulen wie die AKAD oder HFH zogen in den 80‘ern nach, was nun auch bereits mit bis zu 40 Jahren Geschichte ist. 

Bearbeitet von Matthias2021
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vor 4 Stunden, Falkenkind schrieb:

Mir ist schon mehrfach zugetragen worden, dass es Studienanbieter gibt, die einerseits ihr Wissen entsprechend den Fächern zwar vermitteln, andererseits aber ist diese Vermittlung dermaßen schlecht, so dass der Student / die Studentin nicht in der Lage war, die entsprechenden Hausarbeiten zu beantworten. Hier musste dann in Eigenrecherche das "halbe Netz" durchforstet werden, damit man mal eine Antwort geben kann

Also sorry aber da muss ich mich echt fragen was einige von einem Studium erwarten. Ist es nicht vollkommen normal für eine Hausarbeit das halbe Netz zu durchforsten? Wie sonst findet man Quellen? Für die o.g. Fragestellung ist es doch sowieso erforderlich anhand entsprechender Gesetzestexte ein Gutachten zu verfassen (habe keine Ahnung von Jura)? Im späteren Beruf wirst du ja auch nicht sagen können, dass das so nicht im Skript stand. Es ist auch vollkommen normal bei der Bearbeitung einer Hausarbeit/Abschlussarbeit das Thema nicht sofort komplett zu verstehen, oder sich immer wieder im Laufe des Schreibprozesses zu fragen ob man die Fragestellung richtig beantwortet.

 

Selbständigkeit, Organisationsfähigkeit und eigenverantwortliches Arbeiten sollte man von einem Akademiker schon erwarten können. Auch das Suchen, Lesen und kritische Bewerten von Papern/Fachbüchern sind Kompetenzen die geschult werden müssen. Das reine durchkauen von vorgefertigten Skripten mit anschließendem Facebookgruppen Altfragen Auswendiglernen ist da jetzt nicht grade erstrebenswert. 

 

Interessant ist, dass die Qualität der Lehre und das Ansehen der Hochschule hier gleichgesetzt werden. Das Ansehen der Hochschule hängt von diversen, hier auch schon genannten, Faktoren ab (Lehrstuhl, Forschungsleistung, Exzellenzcluster, Preise/Auszeichnungen usw.). Ebenso ist es sicher hilfreich, wenn die Hochschule und der Studiengang schon länger etabliert sind und sich die Absolventen am Arbeitsmarkt bereits bewährt haben. Es mag für die Qualität der Lehre sprechen, wenn man langsam an komplexe Sachverhalte herangeführt wird. Am Ende wird aber oft nur das Zählen was man für Kompetenzen erworben hat. Wie diese erworben wurden spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

 

vor 4 Stunden, thb schrieb:

Insofern "erkaufe" ich mir diesen Luxus auch an meiner privaten Hochschule, mein eigener Anspruch an die Materialien ist entsprechend hoch.

Das sich die Qualität der Unterlagen an den privaten jetzt durchweg auf einem höheren Niveau bewegt, wage ich zu bezweifeln. Dafür hängt dies viel zu stark vom Autor ab. Auf dieser Seite gibt es auch täglich Werbung für neue Studiengänge/Richtungen. Auch mit sehr sorgfältiger Prüfung wird man bei neuen Modulen eine hohe Fehlerquote nicht vermeiden können.

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vor 4 Stunden, beijing schrieb:

Das sich die Qualität der Unterlagen an den privaten jetzt durchweg auf einem höheren Niveau bewegt, wage ich zu bezweifeln. Dafür hängt dies viel zu stark vom Autor ab. Auf dieser Seite gibt es auch täglich Werbung für neue Studiengänge/Richtungen. Auch mit sehr sorgfältiger Prüfung wird man bei neuen Modulen eine hohe Fehlerquote nicht vermeiden können.

 

Wenn du für etwas 10.000-50.000 Euro zahlst, hast du eine andere Anspruchshaltung, als wenn du nur das Semesterticket mitfinanzieren musst. Gleiches gilt für die Seite der Hochschule. Die ist als privater Dienstleister in der Situation, liefern zu müssen. Die FUH muss gar nichts. Darin liegt der Unterschied.

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Durch die Testzeiträume habe ich mir das Material verschiedener Hochschulen angeschaut. Natürlich schwankt die Qualität grundsätzlich von Verfasser zu Verfasser. Meiner Meinung nach waren die Studienhefte der privaten Hochschule verständlicher geschrieben und moderner aufgebaut. Entwicklungen im didaktischen Bereich gibt es inzwischen zahlreiche. Gerade durch die technische Durchdringung. Die FernUni ist sehr groß, was die Abläufe nicht einfacher und vielleicht eben auch etwas träger macht. Ich studiere inzwischen an einer kleinen privaten Hochschule, organisatorisch klappt hier vieles auch nicht. Die FernUni Hagen ist eine Universität, womit der Schwerpunkt eben nicht auf der Praxis, sondern auf der Forschung liegt. Ob der Stoff damit nun schwerer ist, mag ich nicht zu beurteilen, eine höhere Theorieausrichtung ist aber wahrscheinlich. Ich kann mich thb nur anschließen, die privaten Hochschulen bekommen eine Menge Geld für ihre Dienstleistung. Eine geringe Abbruchquote liegt im eigenen Interesse. Eine Zwickmühle zwischen Qualitätsanspruch und Umsatzmaximierung. Unterschiedliche Leistungsanforderungen gibt es zwischen normalen Hochschulen / Universitäten jedoch auch. Exzellenzinitiative, Eliteuni.. Letztendlich kommt der Begriff Studium vom lateinischen studere, was streben oder sich bemühen bedeutet. Man muss demnach durchaus was dafür tun und es sollte nicht zu einfach sein. 

 

Ich habe beruflich verschiedenes Feedback erhalten. Mein Umfeld ist stark akademisiert, die meisten mit Promotion. Für einige ist nur wichtig, dass man studiert hat. Andere wiederum werden nicht müde darauf hinzuweisen, dass ihr normales Studium ja nun viel umfangreicher und schwieriger gewesen wäre. Die 15 Jahren Berufserfahrung wiegen in meinen Augen immer noch deutlich höher.

 

Zu der verlinkten Dame: Physik ist jetzt kein Fach, das man als "light" Version studieren kann. Cambridge ist dazu eine renommierte Universität. Ich würde sagen, die gute Frau ist einfach nur sehr gut. 😂

 

Kann man mit einem 180 ECTS Bachelor überhaupt einen 60 ECTS Master machen?

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