Springe zum Inhalt
KanzlerCoaching

Professionelle Beratung: Gesetzt den Fall, Sie haben ein Problem ...

Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)
vor 5 Stunden, Azurit schrieb:

Hallo!

Ich sehe das tatsächlich anders, die fachliche Kompetenz steht bei mir erst an zweiter Stelle. An erster Stelle steht für mich, dass mein Berater Empathie mitbringt und mich versteht. Das mag daran liegen, dass ich nicht so richtig in die Gesellschaft passe. Zudem benötigt mein Berater Kreativität, da gewohnte Konzepte (z.B. Vollzeit-Arbeit im Angestelltenverhältnis) absolut nichts für mich sind, genauso sieht es auch in anderen Bereichen aus.

Dann kommt die fachliche Kompetenz. Mein Berater sollte sich in dem Bereich sehr gut auskennen, zu dem er mich beraten möchte. Je nach Fachgebiet reicht hier das theoretische Wissen aus oder er sollte auch Berufserfahrung (im fachlichen Sinn) haben.

Und dann folgt noch die Beratungskompetenz. Die Theorie dahinter ist natürlich wichtig, aber in erster Linie zählt die Praxis und da würde ich auch auf Referenzen schauen.

 

Hi,

 

ich "werfe" meinen Gedankengang auch mal dazu, denn da gibt es eine Sache, die oft nicht beachtet und ziemlich unterschätzt wird: Empathie bedeutet für viele in erster Instanz AUCH, dass man sie tätschelt und dieses Tätscheln steht dann eher im Vordergrund, als die Lösungsfindung an sich.

Man darf nicht vergessen, dass ein rational inkompetenter Mensch (und damit meine ich nicht die klassische Ausbildung in dem Bereich an sich), nicht in der Lage sein wird, die Situation gemäß analysieren zu können. Da kann man so viel Empathie an den Tag legen wie man will - spricht man die Wahrheit aus, rennen nun mal viele davon!

Jeder schreit, dass er ernst genommen und ehrlich behandelt werden will, tut man dies aber, ist es erfahrungsgemäß so, dass solche Menschen dann lieber die Flucht ergreifen, nachdem sie Energie entzogen haben und suchen sich den nächsten "empathischen" Menschen, der tätschelt. Man appelliert nie an den Intellekt, sondern IMMER an den Willen.

Empathie ist schön und gut. Erfahrungsgemäß aus dem Leben ist mir persönlich aber jemand lieber, der kanallhart die Wahrheit ausspricht, denn nur so habe ich gelernt, was wirkliche Disziplin bedeutet.

 

Empathie hört für mich da auf, wo jemand versucht, mich für blöd zu verkaufen, sei es unbewusst oder nicht. Bei manchen Menschen kann man nichts Falscheres an den Tag legen als Empathie. Versuche mal, einem "Junky" mit Empathie zu begegnen! Das wird dir teuer zu stehen kommen, denn im schlimmsten Falle überlebt man das nicht. Es gilt also immer, abzuwägen. Es gibt nicht DIE eine EPMATHIE, pauschal gesehen. Bei manchen kommt man genau damit gar nicht weiter.

 

 

Was die klassischen Ausbildungen in Therapie, Beratung und sonst wo angeht: Ich bin noch nie so vielen innerlich verbitterten Menschen begegnet wie im medizinischen/psychologischen Bereich. Eine Ausbildung bedeutet rein gar nichts, es ist für die meisten nur eine Bestätigung für ihr Ego und nichts als Selbstbetrug, der so noch weiter aufrecht erhalten wird (denken sie).

In der Praxis habe ich etliche mit Dr.-Titel versagen sehen, wo jemand ohne Abschluss es geschafft hat, Menschen, die suizidar waren, dabei zu helfen, sich selbst zu helfen.

 

Diese deutsche Arroganz in Bezug auf Titeln werde ich niemals verstehen.

 

Liebe Grüße, Zwostein

 

 

Bearbeitet von Zwostein

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Anzeige: (wird für registrierte Benutzer ausgeblendet)

Danke für deine interessante Antwort auf meinen Beitrag! In der Tat sollte der Berater natürlich auch rational sein. Ich habe auch tatsächlich nichts dagegen, wenn mir ein (Berufs-)Berater sagt, dass er mir nur helfen kann, wenn ich ein Ziel habe. Nun, mein Ziel ist aber, möglichst Vieles auf einmal zu machen! Wenn ich daran denke, dass ich 40 Stunden die Woche den gleichen Job mache, kriege ich die Krise - tatsächlich auch schon bei 20 Stunden... Und da ist es in unserer Gesellschaft eben echt schwer, einen Berater zu finden, der damit umgehen kann.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Für die Berufsberatung gehen Sie aber vermutlich zur Arbeitsagentur, nicht wahr? Die Wahlmöglichkeiten, sich einen Berater auszusuchen, sind dort ja sehr eingeschränkt. Und wenn Sie dort im Leistungsbezug sind, dann ist das auch keine ergebnisoffene Beratung, die Sie dort bekommen.

 

So eine Art Beratung hatte ich bei der Threaderstellung nicht im Auge. Mir ging es um die Fälle, in denen Person A ein Problem hat und sich dafür einen Berater sucht und den auch ggf. bezahlt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich habe nebenberuflich mit der Agentur für Arbeit zu tun, das reicht mir - in eine Beratung dort würde ich ganz sicher nicht gehen. Und Leistungen bekomme ich als Vollzeit-Student natürlich auch nicht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo....

 

@AzuritIch finde es "gefährlich" wenn man sich seinen Berater nur bzw. überwiegend nach Empathie aussucht. Es gibt Personen, die allein deshalb, weil sie gelernt haben sich gut zu verkaufen und überzeugend zu reden höchst beliebt sind. Der Inhalt hinter dem Gesagten ist dabei egal. 

Was nützt es mir wenn ich mich von Jemandem beraten lasse der zwar empathisch ist aber nicht weiß was er da tut? 

Für mich sollte ein Berater fachliche Kompetenz und Empathie besitzen. Außerdem sollte er mir nicht nach dem Mund reden sondern darf auch mal "unangenehm" werden um vielleicht meinen Blick über den Tellerrand zu ermöglichen. Mich aus meiner Komfort Zone herauslocken. Er sollte meine Wünsche/Absichten wahrnehmen aber auch Grenzen des Möglichen aufzeigen.

Letztendlich sollte er aber ein BERATER bleiben und mir Möglichkeiten aufzeigen  und mich begleiten und kein ENTSCHEIDER , der für mich Probleme löst und/oder mir das Denken abnimmt.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Bevor man über Empathie diskutiert, sollte man sich vielleicht verständigen, was man damit meint.

Ein paar Ansichten hier dazu finde ich seltsam. Empathie heißt einfach nur, dass man verstehen bzw. "nachfühlen" kann, wie jemand fühlt oder denkt. In dem Junkie-Beispiel heißt es z.B., dass man nachvollziehen kann, warum der Mensch sich so verhält, wie er sich verhält, wie er so geworden ist.

Das ist aus meiner Sicht tatsächlich eine Grundvoraussetzung für Beratung. Wie will ich jemanden beraten, wenn ich mir nicht vorstellen kann, wie die Welt aus seiner Sicht aussieht?

Was man dann daraus macht, ist etwas völlig anderes. Empathie bedeutet nicht, jemandem nach dem Mund zu reden, ihn in Watte zu packen oder zu bemitleiden. Vielmehr kann man erst auf Basis von Empathie einschätzen, was jemand wohl gerade brauchen könnte: positives Zureden, eine knallharte Gegenperspektive oder nur ein offenes Ohr? Empathie bedeutet auch, einschätzen zu können, wie man "die Wahrheit" am besten verpacken muss, damit sie bei jemandem ankommt, welche Vorschläge jemand vermutlich gut umsetzen kann und welche ihm schwerfallen usw.

Ein Berater, der grundsätzlich immer auf "die ungeschönte Wahrheit" setzt, ist für einige Leute vielleicht genau das richtige. Jemand, der möglichst viele Klienten haben will, tut aber gut daran, verschiedene Dinge im Repertoire zu haben. Und einzuschätzen, wann was angebracht ist, womit wir wieder bei der Empathie wären.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 16 Stunden, Azurit schrieb:

Danke für deine interessante Antwort auf meinen Beitrag! In der Tat sollte der Berater natürlich auch rational sein. Ich habe auch tatsächlich nichts dagegen, wenn mir ein (Berufs-)Berater sagt, dass er mir nur helfen kann, wenn ich ein Ziel habe. Nun, mein Ziel ist aber, möglichst Vieles auf einmal zu machen! Wenn ich daran denke, dass ich 40 Stunden die Woche den gleichen Job mache, kriege ich die Krise - tatsächlich auch schon bei 20 Stunden... Und da ist es in unserer Gesellschaft eben echt schwer, einen Berater zu finden, der damit umgehen kann.

 

Mahlzeit! :11_blush:

 

Erstmal: Berater beim Arbeitsamt? Sorry, aber die, die dort sitzen sind meistens selbst umgeschult und sitzen auch nur auf ihrem Bürostuhl herum, um die Zeit totzuschlagen.

Das mit der 40-Stunden-Woche ist ein interessanter Ansatz, den ich sehr gut nachvolziehen kann.

Und weisst du auch warum? Weil ich jeden Tag Menschen sehe, die für andere arbeiten und ihre Lebenszeit verschwenden, statt ihre Lebenskraft in sich selbst zu investieren.

Ist dasselbe Thema wie bereits eine Statement davor - Die Menschen regen sich auf, wenn sie im Stau stehen, aber opfern 45 Jahre lang damit, ihre Lebenszeit und -energie zu verschwenden. Aber nicht mal an diesen Punkt kommen sie, um darüber nachzudenken.

Ich lese hier im Thread auch mehrmals etwas von Erfahrung. Ja? Was sagt Erfahrung denn aus? Zwangsläufig erst mal gar nichts, denn man kann eine Sache auch 45 Jahre lang falsch machen, was wiederum die Aussage komplett widerlegt.

Arbeit, die einen mental und nicht weiter bringt, ist Zeitverschwendung. Jemand, der seiner Passion nachgeht, empfindet es automatisch nicht als Arbeit.

 

Leider hadern zu viele mit dem "System" an sich und damit herum, dass sie immer wieder Ausreden finden.

Und weil die Gesellschaft so indoktriniert ist, ist es die Norm und Gang und Gäbe. Ist aber falsch und nur die toten schwimmen mit dem Strom! ;) 

 

Einen wunderschönen Tag wünsche ich.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Geschrieben (bearbeitet)

Jeder ist sein Glückes Schmied - wem das 40h Konzept nicht schmeckt, kann doch Freelancer werden, x-verschiedene Kundenaufträge paralell bearbeiten, 10 Ziele gleichzeitig  verfolgen und Freigeist sein. Oder noch besser, ein Unternehmen gründen und ein neues wirtschaftlich tragbares Konzept erarbeiten. Wenn es die Wirtschaft annimmt, ist doch super.

Bearbeitet von Muddlehead

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Am 16.7.2019 um 12:23 , Muddlehead schrieb:

Jeder ist sein Glückes Schmied - wem das 40h Konzept nicht schmeckt, kann doch Freelancer werden, x-verschiedene Kundenaufträge paralell bearbeiten, 10 Ziele gleichzeitig  verfolgen und Freigeist sein. Oder noch besser, ein Unternehmen gründen und ein neues wirtschaftlich tragbares Konzept erarbeiten. Wenn es die Wirtschaft annimmt, ist doch super.

Wenn das mal so einfach wäre... Was ich tun will, sind leider alles keine Sachen für die Wirtschaft :D Tiere (hauptsächlich Zierfische und Schlangen), Menschen (vor allem Jugendliche), Landwirtschaft (vor allem mit Maschinen), Backen usw., daraus bräuchte ich eine Mischung. Also die perfekte Woche wäre quasi einen Tag Kuchen backen, einen Tag Schlepper fahren, einen Tag nur um Tiere kümmern, einen Tag als Fahrlehrer unterwegs sein etc. :D Aber hier gehts nicht um mich, sondern um Berater ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Kostenlos ein neues Benutzerkonto erstellen.

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden



×
×
  • Neu erstellen...