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GerhardIskariot

Studium oder eine andere Ausbildung?

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Grüße liebe Forum User, 

 

ich schreibe kurz etwas zu mir. Ich war schon immer etwas leidenschaftlich in Sachen Computern und PCs. Das ganze konkretisieren kann ich leider nicht da es immer Situationsabhängig war. 

 

Mein pc war zu alt - wie rüste ich ihn auf? Wie baue ich einen pc? 

Ich wollte einfach eine Homepage haben- 

wie macht meine eine hp? Was ist html? Was ist php? Wofür brauche ich es? 

 

So ging das immer so weiter, irgendwann dann auch über Roms und das Smartphone ausgedehnt und darüber auch zur Programmierung von Apps. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen was speziell mich interessiert sondern grundsätzlich interessiert mich das am meisten woran ich gerade selbst beschäftigt bin. Allgemein muss ich sagen, ich finde die ganze Palette spannend. Netzwerke, Internet Protokoll und co aber auch Programmierung, Steuerung etc. 

 

Ich habe eine Ausbildung zum Einzelhändler gemacht. Ich arbeite jetzt mein viertes Jahr im Ausbildungsbetrieb und ich möchte mich beruflich umorientieren. Ich stehe nun vor der Frage ob ich eine andere Ausbildung mache oder ob ich ein Studium machen soll. Und genau hier ist das Problem. 

 

Auf der suche nach Informationen habe ich das Internet zu Rate gezogen und mir auch mal das modulhandbuch der normalen Informatik schicken lassen. Es gibt viele Themen die mir nichts sagen. Darunter soviel wie: zb rechenarchitektur. Darstellung von kombinatorischen Schaltungen, sequenzielle Schaltungen, halbleiterspeicher. Darunter kann ich mir nicht wirklich etwas vorstellen. Weiter phasenmodelle, semantische datenmodellierung, Software Ergonomie. 

ich kann mir unter diesen Wörtern nichts konkretes vorstellen. Insbesondere bei Software ergonomie denke ich an irgendwelche ergonomisch geformten Bürostühle. 

 

Als ich weiter im internet nach antworten suchte stieß ich oft auf Sätze wie Informatik !=Computer. 

Was ich so aus den Zeilen lesen konnte war dass sich die Informatik eher mit Mathematik beschäftigt und auch zum Teil mit Physik. Das sei auch der Grund warum es in diesem Fach viele Studienabbrecher gibt. Viele wären enttäuscht vom Studium aufgrund falscher Erwartungshaltung. 

 

Jetzt wären wir wieder bei der Software ergonomie... ich weiß auch nicht was mich erwarten würde. Da ich immer ein Interesse rund um pc und alles was man irgendwie programmieren kann hatte wollte ich da gerne tiefer einsteigen. Das für die Informatik Mathematik notwendig ist verstehe ich, auf ein reines Mathematik Studium allerdings hätte ich keine Lust. Ich möchte wirklich primär alles über Betriebssystem, Server, Netzwerke, Programmierung, Protokolle, Datenbanken und speichertypen wissen. Da ist für mich Mathe eher mittel zum Zweck. Der Fokus soll schon beim Computer sein. 

 

 

Die zweite Überlegung war eine Ausbildung zum Fachinformatiker in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung. Hier befürchte ich aber dass es vielleicht nicht so umfangreich ist sondern ein teilwissen vermittelt wird. Eben nur das was man braucht um in Firma x y gut seinen Job zu erledigen. Aber es darf schon ein bisschen mehr als das nötigste sein finde ich. 

 

Vielleicht kann mir hier jemand einen Tipp oder Ratschlag geben. War der mathematische Teil wirklich so überwiegend?

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Das errinnert mich an den Berufswunsch "irgendwas mit Menschen". 

Mein Rat wäre informier dich doch noch ein bischen mehr.

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Also vom Lesen deines Beitrags ausgehend würde ich sagen: So eine Ausbildung kann schon Sinn machen. Vielleicht schaust du dir auch noch die beiden unterschiedlichen Fachrichtungen an.

 

Natürlich wirst du über eine duale IHK-Ausbildung nicht im Ansatz so viel Theorie vermittelt bekommen, wie durch ein Studium. Dafür hast du aber einen wesentlichen praktischen Anteil, der in der IT sowieso elementar wichtig ist. Wenn du dann während der Ausbildung merkst, dass du dein Ding gefunden hast, kannst du immer noch ein (berufsbegleitendes) Studium draufsatteln.

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Geschrieben (bearbeitet)

Warum nicht die Ausbildung Fachinformatiker mit Schwerpunkt Systemintegration? Das klingt mehr nach dem, was ich aus deinem Beitrag herauslese.

 

Ich denke, da du dir selbst noch sehr unsicher über die viele Theorie bist, wäre ein Studium zum jetzigen Zeitpunkt das falsche 

Bearbeitet von N-rg

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Systemintegration war garnicht mein Fall gewesen. Bevor ich die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gemacht habe hatte ich ein Praktikum. Wir haben Server eingerichtet und auch verlegt, es war viel Kabelarbeit und viel, ich nenn es mal „handwerkliches“. Drucker einbinden, Wartung und Instandhaltung. Eher typisches bürobedarf ermitteln. 

Das Interesse was ich dahingehend verfolge ist eher rein theoretischer Natur. Was ich jedoch aktiv gerne mache ist Programmieren. Mir ausdenken wie kann ich was umsetzen. Deswegen habe ich mich für den Anwendungsentwicklung entschieden. 

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Vielleicht findest du einen Betrieb, der ein duales Studium im Bereich Informatik anbietet? - Dann hättest du die Praxis, kombiniert mit dem vertieften theoretischen Wissen.

 

Wie alt bist du denn? Und hast du Abi?

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Ich bin 27 Jahre. Kein Abitur vorhanden, deswegen weiß ich garnicht ob ein dualer Studiengang für mich überhaupt geht. 

 

Ich würde mich zu einem fern oder Abendstudium entscheiden. Einfach aus dem Grund weil ich meine unbefristete Arbeitsstelle dadurch nicht verliere und auch bei einer Bruchlandung eben trotzdem einen Arbeitgeber habe bei dem ich relativ zufrieden bin. Eine Ausbildung zu bestehen, da habe ich keine Zweifel. Das traue ich mir doch schon zu. Da sehe ich kein Risiko. 

 

Ein Studium... da bin ich mir nicht sicher. Da ich eben keine wirkliche Ahnung habe welche konkreten Aufgabenstellungen dran kommen, was konkret von einem erwartet wird, was man mitbringen muss, weil ich wirklich so garkeine vorstellung habe wie das vom Niveau her ist halte ich ein scheitern für durchaus möglich. 

 

 

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Ich hab ja von dem Gebiet nicht so viel Ahnung außer 4 Jahre Informatik-Unterricht im Gymnasium, und ich kann aus deinem Beitrag jetzt auch nicht so gut rauslesen, was du jetzt wirklich willst und was nicht. Du könntest dich ja einfach mal an der Fernuni Hagen im Akademiestudium anmelden, die Kosten halten sich in Grenzen, und das Akademiestudium ist ja als Schnupperstudium gedacht, wo du ein oder zwei (oder egal wie viele) Module ausprobieren kannst und auch die Prüfung schreiben kannst, ohne aber direkt in einen ganzen Studiengang eingeschrieben zu sein. Abi ist für das Akademiestudium nicht nötig. Ob du dich in den "echten" Studiengang einschreiben kann ohne Abi weiß ich nicht, da gibts spezielle Regeln von denen ich keine Ahnung hab, da mich das nicht betroffen hat. Aber falls ja, können die bestandenen Module aus dem Akademiestudium auch in den tatsächlichen Studiengang übernommen werden. Je nach dem wie dir diese Module gefallen, siehst du ja dann ob es was für dich ist oder nicht. Die Einschreibefrist geht nur noch bis zum 31. Juli, also falls dich das interessiert, trödel nicht zu lange.

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Die Ausbildung zum Fachinformatiker halte ich für solide. Die meisten meiner Kommilitonen haben vor ihrem FH Studium diese Ausbildung gemacht. Inhaltlich hätte das auch für mich interessant sein können, aber in meiner Lebenssituation kam nur ein berufsbegleitendes Studium in Frage.

 

Die meisten berufsbegleitenden Studiengänge in Informatik sind an FHs. Der dort vermittelte Stoff ist meist anwendungsbezogener, auch in Mathematik. Auch die Fernuni Hagen bietet ein Studium der Informatik. Der Lehrplan kommt mir etwas theoretischer vor. So, wie Du Dich schilderst, würde ich vermuten, dass Dir eher ein FH-Studium gefallen würde.

 

Ausgangspunkt für eine Recherche könnten Modulhandbücher sein. Dort werden die Inhalte der einzelnen Module eines Studiums mehr oder weniger detailliert beschrieben. So kannst Du erkunden, ob das für Dich interessant sein könnte. Gute Modulhandbücher haben z.B. die Anbieter OnCampus, Springer Campus und die Fernuni Hagen. An der Fernuni Hagen kann man zu vielen Modulen auch Leseproben herunterladen. (Ich finde, an denen merkt man schon, dass es an der Uni ein bisschen theoretischer zugeht.)

 

Ebenfalls empfehlen kann ich, einmal ein einführendes Lehrbuch der Informatik zu lesen. Gut finde ich z.B. "Informatik - Eine praktische Einführung mit Bash und Python" von Tobias Häberlein. Programmieren kannst Du ja schon, aber dieses Buch geht am Beispiel der Sprache Python durch verschiedene grundlegende Themen der Informatik. Es vermittelt also einen gewissen Überblick davon, was Gegenstand eines Informatikstudiums ist. Ebenfalls empfehlen möchte ich "Algorithmen kapieren" von Aditya Y Bhargava. Beide Bücher sind nicht sehr dick, also schnell zu lesen. Wenn Du das interessant findest, könnte ein Studium der Informatik etwas für Dich sein.

 

Zur Mathematik: In meinem Studiengang waren es 4 Module a 5 ECTS. Ein Bachelor hat 180-210 ECTS. Mathematik spielt also eine Rolle, steht aber - zumindest an FHs - nicht im Mittelpunkt. Falls Du kein Abitur hast, musst Du damit rechnen, für Mathematik mehr Zeit und Mühe aufzuwenden, weil Dir die sehr nützliche Grundlage der Oberstufenmathematik fehlt. Ich habe aber viele Kommilitonen ohne Abitur, die Mathematik trotzdem geschafft haben.

 

Ich studiere seit 2015 Web- und Medieninformatik bei Springer Campus und führe hier im Fernstudienforum einen Blog mit Beschreibungen aller Module. Da ich inzwischen scheinfrei bin und "nur noch" an meiner Bachelorarbeit schreibe, zeigt der Blog inzwischen fast einen vollständigen Studienverlauf. Du könntest dort also mal schauen, wie ein Modul "Rechnerarchitektur" oder auch die Mathematik-Module aus Teilnehmerperspektive aussehen.

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