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Muddlehead

Berufsunfähigkeitsversicherung

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Spannendes Thema! Ich habe mich letztes Jahr sehr intensiv damit beschäftigt. Auf die Lebensspanne gesehen hätte ich ca. 40.000€ an Beitrag eingezahlt bis zu meinem 67. Lebensjahr, wenn ich letztes Jahr angefangen hätte. Ziemlich viel soweit. Wenn der Bedarfsfall allerdings eintritt, dann wäre das nicht mal 1 Jahresgehalt. Heißt, wenn ich die 40.000 einspare, könnte ich davon 1 Jahr Leben und wäre dann ziemlich gelackmeiert. Habe sie dann aber doch nicht abgeschlossen. Mir sind die Hintertürchen zu risikoreich. Am Ende finden sie irgendwo doch Unterlagen über ein Zahnwehwehchen und verweigern mir die Zahlungen. Und auf ewige Rechtsstreite, wenn ich schon berufsunfähig bin, habe ich dann wohl auch keine Lust. Ein neuer Job findet sich dann schon. Wenn man natürlich ALS oder Krebs oder sonstiges bekommt und gar nichts mehr machen kann, dann habe ich eh andere Sorgen als mir meine BU zu erstreiten.

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vor 31 Minuten, unrockbar schrieb:

Wenn man natürlich ALS oder Krebs oder sonstiges bekommt und gar nichts mehr machen kann, dann habe ich eh andere Sorgen als mir meine BU zu erstreiten.

 

Welche andere Sorgen? Und für 50 % BU muss ich nicht den Zustand "nichts mehr machen können" haben.

Sorgen ohne BU:  Krankheit + Finanzen   , wie soll man sich da erholen?

Sorgen mit BU:  Krankheit + ggf. BU Rechtsstreit, aber die Chance auf finanziellen Rückhalt.

 

Ich finde das gibt sich nicht viel, außer die Chance dass du mit BU evtl. keinen Stress hast

 

Ich finde meinen Vertrag ziemlich verständlich nach entsprechender Beratung. Die Gesundheitshistorie aufzuarbeiten war aufwendig, aber nicht unmöglich. 10 Jahre nach Abschluß ist es dann sowieso "egal".

 

Danke für die Antworten, ich beiß in den sauren Apfel und behalt ihn ;). Der Aspekt "in die Zukunft" schauen ist halt nicht beantwortbar. Das fuchst mich, da ich ein Planungsmensch bin und alles kalkuliert haben möchte ;). Ist für mich eben eine delikate Versicherung durch die hohen Kosten. Man will natürlich nicht BU werden, auf an der anderen Seite ist eine nette Summe weg. Wohl fühlen werde ich mich nie mit dem "Ding", aber ohne dastehen ist zumindest für mich "schlimmer", solange mich die Beiträge finanziell nicht einschränken.

Bearbeitet von Muddlehead

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Ist tatsächlich eine zwiespältige Sache. Ohne Bedarfsfall ist man viel Geld "umsonst" los, aber dass der Fall eintritt will man natürlich auch nicht.

ALs ist übrigens nicht heilbar und bei Krebs bin ich in meinem Kopf auch von einer eher schwierig überlebbaren Variante ausgegangen. In dem Sinne ist mir die BU und der Rechtsstreit echt bumms, wenn ich mir meine letzten Tage gestalten soll. Um Erholung ginge es da auch nicht.

 

Wenn es eine heilbare Krankheit ist, dann bin ich doch erstmal über den Arbeitgeber und später über Krankengeld der Krankenkasse abgesichert und trete nach Heilung den Job wieder an. Geht das nicht, wird es ein anderer Job. Zumindest bin ich nach fast einjähriger Überlegung dazu gekommen, dass ich darauf verzichte. Mag naiv sein, aber mein Misstrauen ist da sehr groß, am Ende über den Tisch gezogen zu werden.

Bei mir kommt aber noch hinzu, dass ich nicht mit "muss Familie versorgen" plane. Da ist das womöglich nochmal eine andere Sichtweise, wenn man das zu berücksichtigen hat.

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Deine Überlegungen sind nachvollziehbar. Krankengeld geht aber nur 1 1/2 Jahre und sind nur 70% vom Brutto Gehalt. BU zahlt auch paralell bei guten Verträgen. Ich sehe die BU auch viel mehr als "Status"-Absicherung. Wenn ich nicht mehr ganztags arbeiten kann wegen kaputten Rücken z.B. . (nicht so unwahrscheinlich), kann ich vielleicht nur noch Teilzeit arbeiten oder muss auf Jobs mit weniger Gehalt ausweichen. Habe ich da überhaupt Bock drauf?! Ich muss also überall Einschnitte ertragen, Zeitweise auch meine Familie, und das bis zum Ende meines Lebens. Machbar ist das alles, aber will ich das wirklich? Ich glaube, wenn es dazu kommt, ist es halt ziemlicher Mist. Mit dem Alter steigt ggf. auch der Bedarf an Sicherheit, Gewohnheit & Komfort. Vor 10 Jahren habe ich die Welt anders gesehen, und in 10 Jahren dürfte sich wieder einiges ändern. Dann ist die BU unbezahlbar.

 

Aber ich denke, man kann da ewig drüber diskutieren.

Bearbeitet von Muddlehead

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Ich würde eine BU-Versicherung vor allem so lange halten, wie ich jemanden oder irgendetwas versorgen muss: Kinder, Kredit fürs Wohneigentum etc.

 

Wenn die Kinder aus dem Haus sind bzw. die Schule beendet haben, dann würde ich kündigen.

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