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Seit gestern steht auf der Startseite eines Unternehmens die Ankündigung einer Veranstaltung: "DIGITALISIERUNG WEITERDEN".
Das soll ganz offenbar "weiterdenken" heißen und noch offenbarer hat da jemand die restlichen drei Buchstaben vergessen.
Kann passieren. Passiert jedem von uns mal. Was mich allerdings erstaunt: Keiner der Mitarbeiter des Unternehmens merkt es.
Ich überlege jetzt, ob das ein allgemeiner Trend, eine allgemeine Verschlechterung der Wahrnehmung ist. Und ich überlege weiter, ob man sich wirklich beim Verfassen der Bewerbungsunterlagen oder Prüfungsarbeiten noch so viel Mühe mit der Fehlerlosigkeit geben muss. Oder können wir uns vielleicht drauf verlassen, dass der Empfänger (Dozenten, Prüfungskorrektoren, HR, Fachvorgesetzter) unsere Fehler und Auslassungen gar nicht bemerkt?
Bearbeitet von KanzlerCoaching
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Es gibt nach meiner Beobachtung "schon immer" zwei Gruppen: Die eine schert sich nicht um Ausdruck, Grammatik, oder Rechtschreibung. Grüße an Uschi's Haarsalon oder den XYZ Aktions Tag!!! Der anderen Gruppe stehen bei solchen Sachen die Haare zu Berge.

 

Ich denke nicht, dass sich hier etwas geändert hat.

 

Ich habe gestern übrigens in einem der wichtigsten Teile meiner Thesis, der Zusammenfassung, ebenfalls fehlende Buchstaben entdeckt. Meine Ausrede: Am Ende keine Lust mehr und eine "buchstäblich" auseinanderfallende Tastatur am Ende. Ärgert mich trotzdem ;-).

Bearbeitet von Gast
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Ich habe den Eindruck, dass derartige Fehler auch in klassischen Druckmedien wie Zeitungen, Zeitschriften oder sogar Büchern häufiger werden. Meine Vermutung ist, dass das auch daran liegen könnte, dass heute ein Text vom Verfassen bis zum Druck durch weniger Hände geht und von weniger Augen gesehen wird.

 

Man sollte meinen, dass eine automatische Rechtschreibkorrektur hilft, trotzdem ein hohes Qualitätsniveau zu halten. Aber anscheinend reicht das nicht. Es gibt auch kostenpflichtige Dienste wie Language Tool oder Duden Korrektor, die viele Fehler finden, die eine normale Autokorrektur übersieht. Für ein Unternehmen, das Inhalte im Internet publiziert, wäre es meiner Meinung nach sehr empfehlenswert, solche Werkzeuge zu nutzen. Wenn offensichtliche Fehler an prominenter Stelle auf der Homepage landen, kann das einen Eindruck mangelnder Sorgfalt vermitteln.

 

Die Virtuelle Hochschule Bayern (VHB) bietet ein Modul "Schlüsselkompetenz Rechtschreibung". Das richtet sich an Studierende, die ihre Rechtschreibung verbessern wollen. Im Rahmen der Plattform OpenVHB  steht es inzwischen nicht mehr nur Studierenden sondern jedem Interessierten offen. Als darüber kürzlich bei heise online berichtet wurde, gab es für dieses Modul Spott. Rechtschreibung solle nicht an Hochschulen vermittelt werden, konnte man dort in den Kommentaren lesen.

 

Beispiele wie das von Ihnen angesprochene bestärken mich in meiner Ansicht, dass solch ein Angebot auch an Hochschulen sinnvoll ist. Man sollte sich nicht darauf verlassen, dass vor Jahrzehnten an der Schule erworbene Kenntnisse in Rechtschreibung für ein ganzes Berufsleben reichen. Ich glaube jedenfalls, dass mir so ein Kurs nicht schaden würde. Als Erwachsener möchte man vielleicht auch nicht mit Lernhilfen für die Primar- und Sekundarstufe üben. Warum also nicht ein Angebot an den Hochschulen, bei dem der Stoff auf einem anderen Abstraktionsniveau und in einem anderen Tempo vermittelt wird, als das zu Schulzeiten möglich war?

 

Ich denke jedenfalls, dass es sich lohnen würde, dem Thema regelgerechtes Schreiben Aufmerksamkeit zu widmen.

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Zitat

Die Virtuelle Hochschule Bayern (VHB) bietet ein Modul "Schlüsselkompetenz Rechtschreibung". Das richtet sich an Studierende, die ihre Rechtschreibung verbessern wollen. Im Rahmen der Plattform OpenVHB  steht es inzwischen nicht mehr nur Studierenden sondern jedem Interessierten offen.

Ich finde das ehrlich gesagt eine großartige Idee. Ich z.B. sollte eigentlich die deutsche Rechtschreibung mit all ihren Feinheiten perfekt beherrschen, bin ja schließlich lange genug in die Schule gegangen, habe eine Ausbildung abgeschlossen und im Rahmen dieser auch mit Schriftverkehr zu tun gehabt. Trotzdem merke ich, dass nach allen Rechtschreibreformen die zwischen meiner Grundschulzeit und meinem jetzigen Studium liegen, immer wieder Unsicherheiten bei mir auftreten. Viele meiner Rechtschreibfehler resultieren sicherlich auch aus Flüchtigkeit, einfach weil ich Dinge mal zwischendurch schreibe während drei Kinder um mich herumtanzen, aber bei einigen Dingen wäre so ein Kurs für mich sicherlich auch was. 👍🏼

Was das eigentliche Thema dieses Threads angeht:  ich glaube in vielen Unternehmen gilt die Devise: „Online ist wichtig, das müssen wir jetzt mal angehen!“, aber es fehlt halt wirklich das Hintergrundwissen um es vernünftig zu tun. Zusätzlich wird es dann zeitlich noch im Eiltempo durch gezogen, und solche Fauxpas auf der Homepage sind dann das Ergebnis. („Wir machen das mit den Fähnchen.“) 

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vor 17 Minuten, Silberpfeil schrieb:

Ich hätte es ehrlich gesagt für Absicht gehalten. 

Als Wortspiel, weil es (das Wort) eben nicht weiter geht (weil jemand nicht weiter geschrieben hat), und als „Hingucker“. 

Vermutlich bin ich aber zu leichtgläubig. 😉

 

Diese "Lösung" hat mir jemand anders auch schon angeboten … Ist ein bisschen wie weiland Verona Feldbusch "Da werden Sie geholfen"!

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Ist wahrscheinlich wirklich Absicht, da man das Ende des Wortes selbst ‚weiterdenken‘ muss.

 

Ich wäre ohne Hilfe gar nicht drauf gekommen, zumindest nicht so schnell wie beabsichtigt. Bin erstmal drüber gestolpert, nach dem Motto, was soll das denn und wäre dann eher bei Weiterreden oder so - was allerdings überhaupt keinen bzw. weniger Sinn ergeben hätte...

 

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Es gab mal eine Plakatwerbung für eine Fluggesellschaft. Da drauf waren die Buchstaben des Alphabets und der Name der Fluggesellschaft. Das Plakat betrachteten Flugreisende, die beim Check-in in der Schlange standen. Und die fragten sich natürlich, was das sollte.

 

Es fehlte der Buchstabe Q. Die Aussage war also: No queue. Bei uns geht der Check-in schnell. Man muss nicht anstehen.

 

Das ist natürlich auch irgendwo von hinten durch die Brust ins Auge.

Bearbeitet von kurtchen
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