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bryy

Fernabitur oder Ausbildung... Große Lücke im Lebenslauf

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vor 15 Minuten, bryy schrieb:

Die Finanzierung des Fernabiturs kann ich mir noch leisten

 

Und Sie sind krankenversichert etc.?

 

Ich bin mir übrigens nicht sicher, dass bei einem Zeitrahmen von 1 1/2 Jahren zwei Stunden Lernen am Tag genügen werden.

 

Aber egal. Was halten Sie von der Idee, dass Sie sich einen Plan machen, wie Sie die Zeit einteilen wollen, um zum Ziel zu kommen. Und zwar ganz präzise, was Sie bis wann erledigt haben wollen.

 

In vier oder fünf Monaten schauen Sie sich an, ob Sie im Plan sind, wie Ihre Leistungen sind und wie Sie mit der ganzen Situation zurecht kommen. Klappt es gut, sind Sie im Plan, dann machen Sie weiter. Zeigt sich, dass Sie Probleme haben, dann suchen Sie sich zum Sommer einen betrieblichen Ausbildungsplatz und machen parallel dazu - natürlich langsamer - mit den Abiturvorbereitungen weiter. 

 

Dann haben Sie im besten Fall nach der Ausbildung Abitur und eine berufliche Qualifikation und können dann anschließend ein Studium beginnen. Wenn Sie gerne Lehrer werden wollen, dann böte sich ja eine Erzieherausbildung an.

Bearbeitet von KanzlerCoaching

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vor 2 Stunden, bryy schrieb:

Also als ich motiviert war, habe ich mich schon 2 Stunden hingesetzt und gelernt

 

Oh, zwei Stunden sind nicht wirklich viel......

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Hallo,


ich finde das Fernabi vom Konzept auch sehr, sehr schwierig. Da vor allem zu Beginn ja noch nicht eingegrenzt wird, fühlt es sich oft an, als würde man 8 Fächer (oder mehr, je nachdem, wie viel du belegst) studieren. Ich habe den Abi-Lehrgang beim ILS auch gemacht und fand ihn schwieriger als mein Psychologiestudium, obwohl ich sehr motiviert und wissbegierig war. Warum?


Insbesondere deswegen: 
- Fehlende Reife meinerseits als Person. Keine Ahnung von Stoffeinteilung, Planung oder Lernkonzepten. Schwieriges unter den Tisch fallen lassen und immer mehr Defizite im Lernstoff angehäuft. Manchmal wochenlang gar nichts gemacht. 
- Mangelnde Übersicht über Dinge, die wirklich wichtig sind - ich fand das aus den Lernheften nur sehr schwer zu greifen. Einiges wird ja ewig vertieft, obwohl es überhaupt nicht relevant ist. Allerdings geht's beim Abi nicht nur um Prüfungsrelevanz. Da den Mittelweg zu finden, war schwierig. 
- Das ganze Ding aus falschen Beweggründen angegangen 
- Es ist unfassbar viel Stoff. Ein roter Faden fehlte.
- Insbesondere die Mathehefte waren katastrophal schlecht. 
- Komplett unterschätzt, wie weit weg der Stoff vom Realschulwissen war. Es gab überhaupt keine Verknüpfung oder Anknüpfpunkt, gefühlt fehlten mir irgendwie 2 Schuljahre dazwischen. Daher musste ich viel nachholen, das kostete Zeit.
- Spott und Häme, die ich leider persönlich genommen haben (das war allerdings in sofern relevant, als dass meine Arbeitgeber zum Ende hin kein Verständnis hatten, dass ich keine Überstunden schieben konnte, weil ich am WE mal für die Probeklausuren lernen musste). 
- Kaum einer hat das gemacht, quasi null Austausch zu anderen (das kann heute sehr anders sein!)
- Unreifer Umgang mit Prüfungs- und Versagensängsten 
- Finanziell eine Riesenbelastung, wenn man die Prüfungen zum Teil in einem Zeitraum von 2-3 Wochen in HH ablegt (war damals so beim ILS, kann heute anders sein, außerdem kann man auch Glück haben, dass alles hintereinander passiert! Auch vom Anbieter abhängig!!!). Kommt natürlich auf Einkommensverhältnisse an. Ich war damals nur Nebenjobber, mein Mann noch Student :D Schrieb man aber im eigenen Bundesland, konnte ein komplett anderer Lernstoff drankommen, der niemals durchgenommen worden war. 
- Alles, wirklich alles, hängt von dieser einen einzigen Prüfung ab, die du in allen 8 Fächern schreibst. 

- Es gab am Ende große Diskrepanzen zwischen angeblichen Prüfungsstoff (mitgeteilt vom Institut) und dem tatsächlichen Prüfungsstoff. 
- Die Prüfungsnoten wurden nur selten dem Lernaufwand gerecht. Vieles verstehe ich bis heute nicht.

Das sind die Gründe, weswegen ich es nicht geschenkt nochmal machen würde. Ich bin allerdings der Meinung, dass man es schaffen kann, wenn man nicht allzu unreif ist und sich gut disziplinieren kann :thumbup: Man sollte eher der koordinierte Typ sein und sich gut selbst motivieren können und vor allem ein Rezept gegen Durchhänger parat haben.  Einteilung, Planung und genau Eingrenzung finde ich hier wichtiger als bei allen anderen Fernstudien. 

Sollte sich dem ganzen auch eher auf die japanische Weise annähern: Mit Staunen und Zittern. ;) 

Ich würde immer das gemeinschaftiche Lernen vorziehen, zB Abendgymnasium oder Abitur-online, wo du ja mindestens die Hälfte in Präsenzphasen vor Ort ableisten musst. 
Aber sowas ist natürlich höchst individuell. 

LG 


 

Bearbeitet von Vica

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