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Markus Jung

PFH schließt sich der Galileo Global Education Germany an

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Nach 25 Jahren haben sich die Gesellschafter der PFH Private Hochschule Göttingen entschlossen, sich der Galileo Global Education Germany anzuschließen, zu der unter anderem auch die Hochschule Macromedia mit dem Macromedia Fernstudium gehört.

 

Damit gibt eine der wenigen noch verbliebenen privaten Einzel-Hochschulen im Bereich des Fernstudiums ihre Unabhängigkeit auf.

 

In einer gemeinsamen Pressemitteilung von PFH und Galileo heißt es zu der Entscheidung unter anderem: 

 

Die PFH Private Hochschule Göttingen schließt sich Galileo Global Education Germany an, um sich zum Marktführer fürs Fernstudium zu entwickeln. Der Vollzug der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden.

 

Die vier verbliebenen Gründungspartner Martin Löwer, Karin Dietz, Werner Rose und Prof. Dr. Bernt R. A. Sierke haben nun nach 25 Jahren den Generationswechsel vollzogen. Galileo Global Education Germany wird die PFH bei der Entwicklung neuer Studiengänge, der Digitalisierung des Studienerlebnisses und der Gewinnung internationaler Studierender unterstützen.
"Es war schon seit langem klar, dass keiner der Gesellschafter einen Familiennachfolger stellen würde; jetzt haben wir nach einem sorgfältigen Prozess mit verschiedenen Alternativen Galileo als bevorzugten Kandidaten ausgewählt. Galileo wird aus unserer Sicht die erfolgreiche Zukunft der Hochschule auf höchstem Niveau sichern; Internationalisierung und Digitalisierung werden nun von einem Global Player mit deutlich höherer Geschwindigkeit zugunsten der Hochschule konsequent vorangetrieben", sagt Prof. Sierke aus dem Kreis der Gründungspartner.

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Ich bin erstaunt, dass es hier gar keine Reaktionen gab und möchte daher nochmal nachhaken - vielleicht lag es ja auch am Zeitpunkt der Meldung kurz vor den Weihnachtstagen.

 

Wie schätzt ihr es ein, dass jetzt ein weiterer bisher unabhängiger Anbieter sich einem größeren Verbund anschließt und allgemein den Trend, dass hinter einigen Fernhochschulen mittlerweile Investoren und große Unternehmen stecken?

 

Ist das für euch positiv, weil sich dadurch neue Möglichkeiten ergeben wie die schnelle Einführung neuer Studiengänge, oder seht ihr das eher kritisch?

 

Wie empfindet ihr das speziell als Studierende der PFH?

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Ich hab es schon in einem anderen Strang geschrieben: Ich finde es schwierig, wenn Vertragsbedingungen substanziell verändert werden und das für Studenten für ihr laufendes Studium Auswirkungen hat. Denn Entscheidungen für einen Studienanbieter und damit gegen einen anderen hat man ja aus bestimmten Gründen getroffen.

 

 

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vor 7 Stunden, Markus Jung schrieb:

Ist das für euch positiv, weil sich dadurch neue Möglichkeiten ergeben wie die schnelle Einführung neuer Studiengänge, oder seht ihr das eher kritisch?

 

Je größer eine Hochschule ist, desto mehr Absolventen erzeugt sie, desto geläufiger wird ihr Name in der Wirtschaft und im besten Fall desto besser ihre Reputation. Wenn Qualitätsanspruch und Qualitätsmanagement stimmen. Insofern kann ich so einer Marktkonsolidierung schon etwas abgewinnen.

 

Auf der anderen Seite kann man natürlich die dahinterstehenden Interessen hinterfragen. Wenn eine Hochschule faktisch ein von Finanzinvestoren gehaltenes gewinnorientiertes Unternehmen ist, dann haben diese Investoren am Ende des Tages kein Interesse am Inhalt, sondern sie möchten nach einer Zeit X ihr investiertes Kapital vervielfacht zurück bekommen. Die Frage ist, wie das gelingt und wie das die Qualität der Lehre beeinflusst.

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Ich habe weiterhin den Eindruck, dass fast alle Fernunis die gleichen oder doch sehr ähnliche Studiengänge anbieten. BWL und IT ist immer dabei, meist noch garniert mit etwas Wirtschaftsrecht und Psychologie. Danach gibt es weiterhin nur wenige Ausnahmen für weitere Fächer. Ich würde mir wünschen, dass es mehr Unis wagen auch andere Studiengänge anzubieten.

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Ich habe dazu intern gar nichts gehört und finde das recht überraschend. Weiß aber auch nicht, was ich dazu sagen könnte. Ich hätte als Leitung wohl auch den Anspruch, dass meine Hochschule kein Schattendasein führt, sondern bei den Großen mitspielt, was schließlich auch die Qualität verbessern könnte. Sofern: Nicht schlecht, wenn auch ein ehrgeiziges Ziel.  

Ich denke aber auch, dass es schwierig werden wird, wenn man mit den "üblichen Verdächtigen" ins Rennen geht, also Wirtschaft, BWL, IT und Psychologie mit den Schwerpunkten, die Hochschulen so haben: Gesundheit, Personal oder gleich Wirtschaftspsychologie. Schön wäre im Bereich Psychologie etwas, was schwerpunktsmäßig selten vertreten ist, z.B. pädagogische oder Sozialpsychologie oder kognitive. Allerdings konzentriert man sich da ohnehin auf die stark nachgefragten und das sind erstere. Die Klinische wird wohl nicht mehr lange überleben, da dank Gesetzesänderungen ein sterbender Studiengang. 
Die Gerüchteküche dazu zitier ich lieber nicht. 

 

Bleibt unterm Strich wahrscheinlich eine rein auf wirtschaftliche Studiengänge ausgelegte Hochschule. Wenn dem so wäre tritt man natürlich gegen etwas an, was auf dem Markt schon etabliert ist. Da bin ich gespannt, wie man nach oben an die Spitze kämpft. Muss man wohl einfach abwarten. Ich bin aber ohnehin dieses Jahr weg.

LG  

Bearbeitet von Vica

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Meine Hypothese: Wenn der Markt auf wenige große Anbieter zusammenschrumpft, sehe ich das Risiko, dass diese dann die Preise recht einfach in die Höhe treiben können. Und sich dann als "Nischenanbieter" mit einem etwas ausgefalleren Studiengang auf den Markt zu begeben, wird sicherlich immer schwieriger, so dass die "Großen" diktieren werden, welche Studiengänge überhaupt im Fernstudium angeboten werden.

 

Ich persönlich bin eh kein großer Fan von Massenbetrieben, sondern würde bei vergleichbarer Qualität die Variante "klein, aber fein" bevorzugen. Je größer, desto anonymer, und dann ist der einzelne Student eben doch nur noch eine Nummer. Und einzelne Studenten, die aufgrund von berechtigter Unzufriedenheit (überlange Korrekturzeiten, fehlender sonstiger Support) vorzeitig abbrechen, fallen dann gar nicht mehr ins Gewicht.

 

Mein Fazit: Ich glaube nicht, dass eine fortschreitende Zusammenlegung der Fernhochschulen für die "Verbraucher" auf lange Sicht eine vorteilhafte Entwicklung ist, und denke, dass ein gesunder Wettbewerb aus Studentensicht besser wäre.

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Am 13.1.2020 um 13:43 , KanzlerCoaching schrieb:

Ich finde es schwierig, wenn Vertragsbedingungen substanziell verändert werden und das für Studenten für ihr laufendes Studium Auswirkungen hat.

 

Für die Studierenden wird ja vermutlich zunächst alles gleich bleiben, sofern die PFH nicht in andere Strukturen von Macromedia integriert wird. Aber solche Details gilt es wohl noch abzuwarten.

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