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Industriemeister vs Bachelor


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Es kommt also sehr aufs Alter an. Bist du 25, stehen dir noch alle Wege offen. Bist du 40 bringt dir ein Meister vermutlich mehr als das Studium. Um den Bachelor in 3 Jahren zu machen, müsstest du kündigen. In Teilzeit wiederum musst du mit guten 6 Jahren rechnen.

 

Ich kann den Vorschlag vom Betrieb verstehen. Die Maschinen werden komplexer, weswegen du ggf. Kenntnisse in E-Technik, SPS und Co. brauchst. Die meisten Informatik-Studiengänge werdeb weit weg von deinen Arbeitsinhalten sein (Mathematik, Datenbanken, Objektorientiere Programmierung..). Dein Betrieb wünscht sich also eine Fortbildung mit mehr Maschinenbezug und einen Meister kann man immer gebrauchen, zumindest kenne ich fast niemanden, der diesen heutzutage noch macht. 

 

Bearbeitet von NixKlappt
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Dein Beitrag hat mich auf die Seite geführt. Die bieten auch ein Maschinenbau-Informatik an mit Industrie 4.0 das passt eigentlich dann vorne und hinten. Werde mir mal das modulhandbuch holen, is

Denkt an die Zukunft. Bei der Industrie 4.0 oder allgemein Digitalisierung braucht niemand mehr einen Meister. Da sind andere Qualifikationen gefragt. Wenn dir der Bachelor zu schwer sein sollte, mach

Eine Sache, die man sich meiner Meinung nach als wichtigsten "Vorkurs"  aneignen sollte, ist: "Jeder Jeck is anners".   Anders ausgedrückt: es werden Ihnen Leute begegnen, die an Themen läss

vor 5 Minuten, NixKlappt schrieb:

Es kommt also sehr aufs Alter an. Bist du 25, stehen dir noch alle Wege offen. Bist du 40 bringt dir ein Meister vermutlich mehr als das Studium. Um den Bachelor in 3 Jahren zu machen, müsstest du kündigen. In Teilzeit wiederum musst du mit guten 6 Jahren rechnen.

 

 

Genau deshalb meine Frage, wie alt Sie sind, Tobias.

 

Eine weitere Empfehlung wäre, sich mal mit Kollegen aus der IT zu unterhalten, was sie denn so machen den lieben langen Tag, welche Aufgaben sie zu bearbeiten haben. Die meisten (fast alle) Unternehmen kaufen nämlich ihre Software ein, in den Maschinen in der Produktion ist die zugehörige Software Teil des Produktes Maschine. Da wird nichts neu entwickelt und/oder programmiert.

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Sehe ich anders. Ein Meister legt dich auf einen Bereich fest, der Bachelor dauert vielleicht etwas länger (und vermutlich keine 6 Jahre) , aber das Alter spielt keine Rolle. In der IT herrscht ein starker Fachkräftemangel. Da wird es eher leichter nach dem Studium einen entsprechenden Job zu bekommen. 

Dein Chef möchte dich in seinem Bereich halten und nicht an eine andere Abteilung verlieren. Deswegen ist seine Meinung sehr subjektiv gefärbt. 

Die Frage ist aber, ob das für dich das richtige ist. 

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Das stimmt so nicht. Tobias kommt nicht aus einer IT-nahen Arbeitsumgebung. Er ist im Moment Anwender. Wenn er (um mal eine Zahl zu nennen) mit Mitte 40 und einem Bachelor ohne einschlägige Berufserfahrung auf den Arbeitsmarkt kommt, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit niemand um ihn reißen, wenn er nicht im jetzigen Unternehmen wechseln kann.

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vor 1 Minute, paulaken schrieb:

Sehe ich anders. Ein Meister legt dich auf einen Bereich fest, der Bachelor dauert vielleicht etwas länger (und vermutlich keine 6 Jahre) , aber das Alter spielt keine Rolle. In der IT herrscht ein starker Fachkräftemangel. Da wird es eher leichter nach dem Studium einen entsprechenden Job zu bekommen. 

Dein Chef möchte dich in seinem Bereich halten und nicht an eine andere Abteilung verlieren. Deswegen ist seine Meinung sehr subjektiv gefärbt. 

Die Frage ist aber, ob das für dich das richtige ist. 

Das Wort "Fachkräftemangel" ist unglücklich formuliert. Ich kenne genug Ingenieure, die jammern, dass sie als Ingenieure weniger verdienen als vorher mit ihren Schichtzulagen.

Auch in der IT ist das Gehaltsgefüge sehr durchwachsen. Projektleiter, Führungskräfte, Senior-Entwickler etc. werden immer gesucht. "Normale" Entwickler hingegen werden nicht einfach nur aufgrund eines Studiums eingestellt, sondern die fachlichen Fragen werden in Vorstellungsgesprächen immer detaillierter. Zudem nehmen Unternehmen nicht unbedingt einen 45-Jährigen, wenn es genug jüngere Kandidaten gibt.

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vor 11 Minuten, KanzlerCoaching schrieb:

Das stimmt so nicht. Tobias kommt nicht aus einer IT-nahen Arbeitsumgebung. Er ist im Moment Anwender. Wenn er (um mal eine Zahl zu nennen) mit Mitte 40 und einem Bachelor ohne einschlägige Berufserfahrung auf den Arbeitsmarkt kommt, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit niemand um ihn reißen, wenn er nicht im jetzigen Unternehmen wechseln kann.

 

Jede SPS-Steuerung ist zu gewissen Anteilen auch Individualsoftware. Die wird häufig nicht in in dem einsetzenden Unternehmen angepasst, aber es gibt entsprechende Dienstleister. 

 

Die Frage ist eher, was TobiasK wirklich will. Ist er bereit das Risiko einzugehen und das Unternehmen zu verlassen? Ist seine Vorstellung von den Aufgaben in der IT korrekt? Ist er bereit für sein Ziel zu kämpfen, auch wenn es Rückschläge gibt? 

Bearbeitet von paulaken
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vor 1 Minute, paulaken schrieb:

Ich arbeite im IT-Bereich und denke, ich kann es beurteilen. 

Ich wähle selbst Bewerber aus, führe Vorstellungsgespräche und das für zwei Standorte, einen im Westen, einen in der Mitte. 

 

Das ist ja schön, dass Sie in Ihrem Unternehmen so agieren. Ich bekomme über Xing und meine Gruppe dort durchaus andere Informationen. Der Markt scheint also nicht überall gleich zu reagieren.

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vor 4 Minuten, paulaken schrieb:

Ich arbeite im IT-Bereich und denke, ich kann es beurteilen. 

Ich wähle selbst Bewerber aus, führe Vorstellungsgespräche und das für zwei Standorte, einen im Westen, einen in der Mitte. 

Wann kommt das wohl sehr auf die Branche an.. Selbst bei 3-4 Jahre Vollzeitstudium kann er erst mal nur gewisse Grundlagen, keine relevante Berufserfahrung, kaum Programmierkenntnisse und hat mit Pech noch schlechte Noten. Würdest du so einen Bewerber für z.B. 50k Jahresgehalt wirklich einstellen?

Ich stelle Azubis/Studenten ein, nehme auch mal "etwas ältere". Je älter, desto schwieriger tun sich die Leute mit einer zweiten Ausbildung. Weil sie sehr konkrete Vorstellungen haben (sie wollen sich ja verbessern) und merken, dass ein Bürojob nun mal nicht so spannend ist, wie sie sich das vorgestellt hatten und auch finanziell am Ende nicht das bei rumkommt, was sie sich vorstellen.

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vor 29 Minuten, paulaken schrieb:

Ein Meister legt dich auf einen Bereich fest, der Bachelor dauert vielleicht etwas länger (und vermutlich keine 6 Jahre) , aber das Alter spielt keine Rolle. In der IT herrscht ein starker Fachkräftemangel. Da wird es eher leichter nach dem Studium einen entsprechenden Job zu bekommen. 

 

Ich denke, Altersdiskriminierung ist real. Aber davon abgesehen gehe ich mit. Die Tendenz ist doch hier glasklar: von vormals 40 Arbeitern sind noch 6 übrig. Die Meisterstelle wackelt in dem Moment, in dem die Kisten noch autonomer, die Technik noch komplexer und die manuellen Tätigkeiten noch geringer werden. Ich würde mich, wenn ich die Option hätte, nicht auf eine Blue-Collar-Karriere verlassen, sondern mir mehr Optionen öffnen.

 

@TobiasK Ich glaube, da bist du schon auf dem richtigen Pfad.

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