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Hausarbeiten - CP-Anzahl angemessen?


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Hallo zusammen,

 

da entwickelt sich gerade in einem Blog ein Austausch über die Frage, ob man für Hausarbeiten "angemessen viele" CP's erhält. Ich finde das sehr spannend und mache dieses Thema deshalb mal separat auf.

 

Also mal ganz unabhängig von der Frage, ob eine Hausarbeit als Prüfungsformat sinnvoller bzw. lehrreicher ist als eine Klausur, Präsentation oder sonstiges: Bei 25-30 theoretisch veranschlagten Arbeitsstunden pro CP (inkl. aller "Nebenarbeiten" wie Bibliotheksbesuche o. ä.) - kommt ihr damit für eure Hausarbeitsmodule hin oder liegt ihr deutlich darüber/darunter?

 

Viele Grüße, Alanna

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Ich würde jetzt spontan und aus dem Ärmel geschüttelt sagen: Ja, komme da ungefähr hin. Habe bei meiner letzten HA definitiv den unteren Wert überschritten und war irgendwo zwischen 25 und 30 Stunden pro ECTS.

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Hui, von der Seite habe ich es noch nie betrachtet, dass die ECTS auf diese Weise berechnet werden. 
Rein interessehalber sollte man sich echt mal die Zeiten aufschreiben, die man so damit verbringt :) Schade, dass ich keine mehr habe, um das zu testen (bei der Master-Arbeit könnte ich es allerdings tun). 

Rekonstruktionsversuch:
Ich hatte für die letzte 87 Tage Zeit. Im Mittel saß ich 3 Stunden pro Tag dran, macht 261 Stunden. Geteilt durch die ECTS-Anzahl komme ich so auf 32 Stunden pro ECTS. Ich glaube, dass das so etwa in die Richtung geht. 
LG

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Ich habe ja erst eine geschrieben und leider die genaue Zahl der Stunden nicht "gemessen". Ich würde aber auf jeden Fall sagen, dass ich schon deutlich drüber lag (waren 5 ECTS, also umgerechnet 150 Stunden). Das lag aber eindeutig daran, dass ich vorher noch nie eine Hausarbeit geschrieben hatte und erstmal herausfinden musste, wie das eigentlich geht. 😅 Dadurch kam einiges dazu:

  • Einarbeitung in Citavi
  • Einarbeitung in die Online-Bibliothek (nur um herauszufinden, dass mir die nichts bringt)
  • Fahrzeiten zu 2 Hochschul-Bibliotheken (hier in der Stadt gibt es eine in der Uni und eine in der Fachhochschule, ich brauchte beide, und die liegen extrem weit auseinander)
  • Schockzustand beim ersten Betreten der Uni-Bibliothek überwinden und lernen, wie man dort überhaupt Bücher findet
  • Formatierung einer Hausarbeit lernen - wie erstellt man Inhaltsverzeichnisse, Seitenzahlen, Zeilenabstände, Formatvorlagen ...

Das eigentliche Schreiben war dann fast ein Spaziergang. Bei der nächsten Hausarbeit fallen ja viele der oben genannten Punkte ganz weg oder nehmen zumindest deutlich weniger Zeit in Anspruch. (Ich kann ja dann mal mitstoppen. 😉)

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Gute Idee mit dem Strang, hier kann man sich leichter austauschen.

 

Ich habe bis jetzt fünf Hausarbeiten geschrieben. Dafür lag ich bei dreien ganz sicher über der veranschlagten Stundenzahl. Bei der ersten, weil all die von Anyanka genannten Punkte dazu kamen (außer Citavi).

 

Die zweite war im Modul Fachdidaktik Sozialkunde und wurde benotet, also habe ich noch eine Schippe drauf gelegt.

 

Und bei der dritten hat die Themenfindung die meiste Zeit in Anspruch genommen. Dafür musste ich ja auch wieder Bibliotheksbesuche mit Literaturrecherche planen.

 

Die zwei anderen Hausarbeiten lagen vermutlich im Mittel bis oberen Bereich.

 

Das größte Problem ist meiner Meinung nach, dass man nicht generell mehr Zeit zur Verfügung hat, weil ein Modul mehr beansprucht. Man muss sich diese Zeit an anderer Stelle abknapsen.

 

 

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Ich gestehe, ich habe die Zeit nie festgehalten und ich bin jetzt bei Hausarbeit Nummer 6 glaub ich... oder Nummer 7 Ja es ist die Nummer 7. Nummer 1 ging eigentlich trotz Einarbeitungsphase in die verschiedenen Online Systeme. Was ist Wissenschaft?" war für mich ein Hauseigenes Thema, da ich mich eh schon lange mit Philosophie und Co auseinandergesetzt hatte.

Bei Sozialpolitik hab ich weit mehr als die 150 h gebraucht, aber da hatte ich auch eine Umfrage gemacht und ausgewertet, und dann Schwierigkeiten gehabt die Ergebnisse auch 10 Seiten zu komprimieren... Aber das letzte Problem hab ich eigentlich immer..

Hausarbeiten Online Marketing und Social Media Marketing je 5 Punkte, haben eindeutig länger gebraucht als die 150 h weil Wirtschaftsthemen einfach nicht meins sind.. Da hab ich mir echt schwer getan.

Aktuell sitze ich an einer Fallstudie, habe bis jetzt vielleicht mit Literatursuchen, Rausschreiben der Zitationen und grobem Entwurf 50 Stunden drangesessen, jetzt geht es ans Überarbeiten (Kürzen) und Korrektur lesen, ausbessern... Ich denke das wird mich die Woche noch mal 20 Stunden kosten ehe ich es am Samstag abgeben kann.. also brauch ich dieses mal weniger als die 150 h

Zeitmanagement war ja von der Aufgabe her für eine Woche angelegt, aber vom Inhalt kein großer Akt. 

es kommt halt auch immer drauf an, wie einem das Thema liegt und in wieviele Bücher man sich einlesen muss um es bearbeiten zu können. Wenn man ein bischen Erfahrung im Thema hat kann man weit schneller relevante Bücher identifizieren schneller Querlesen um Stellen zu finden auf die man sich stützen kann und natürlich geht das Schreiben viel schneller von der Hand. Berufsfeldentwicklung, hab ich lange gebraucht bis ich mich für ein Thema entschieden hatte, aber da kommen die Stunden eigentlich gut hin.

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Ich habe jetzt im Originalthread gelesen, dass die Kritik am Umfang der Hausarbeiten vor allem wohl daher rührt, dass diese im Vergleich zu Klausuren mehr Zeit benötigen, aber dafür verhältnismäßig wenig ECTS bringen.

 

Ich persönlich ziehe Hausarbeiten aber Klausuren vor. Ich würde nicht gerne Klausuren schreiben wollen, auch wenn dies vom Verhältnis Zeit zu ECTS günstiger ist. 

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Ja mir sind die Hausarbeiten auch lieber, aber wenn man es ernsthaft vergleicht ist eine Klausur weit weniger arbeit, das ist auch der Grund warum in Zielgruppen und Fallmanagement die meisten trotz Alternative die Klausur vorziehen. Auch wenn man da weniger für die spätere Arbeit mitnimmt.

Es wäre halt schön wenn die Mehrarbeit belohnt würde...

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vor einer Stunde, TomSon schrieb:

Ich habe jetzt im Originalthread gelesen, dass die Kritik am Umfang der Hausarbeiten vor allem wohl daher rührt, dass diese im Vergleich zu Klausuren mehr Zeit benötigen, aber dafür verhältnismäßig wenig ECTS bringen.

 

 

Ja, genau. Das ist auch meine Erfahrung, dass das Aufwand-ECTS-Verhältnis bei Klausuren deutlich günstiger ausfällt. Und ja, ich gebe zu, dass ich bei einer Wahlmöglichkeit wohl auch die Klausur vorziehen würde, eben weil ich nur die Hälfte der Zeit reinstecke.

 

Was mich dann aber zu der Frage gebracht hat, ob für Hausarbeitsmodule tendenziell zu wenige oder aber für Klausurmodule tendenziell zu viele ECTS vergeben werden (also gemessen an der theoretischen Zahl von 25-30 Std. pro ECTS). Und ich muss sagen, auch wenn ich mich über das eine oder andere "schnelle" Modul sehr freue, bestätigen mich die bisher hier geposteten Einschätzungen in meiner Vermutung, dass Hausarbeitsmodule den vorgesehenen Zeitrahmen eher treffen als Klausurmodule.

Bearbeitet von Alanna
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Hallo!

Bei mir an der Uni haben alle Module 6 ECTS, daher ist der Vergleich relativ einfach möglich.

Für eine Prüfung wende ich durchschnittlich zwischen 5 und 40 Stunden auf.

Letztens hatte ich ein Modul mit Hausarbeit, Poster, Prüfung und Präsentation und habe da mal locker 120 Stunden reinstecken müssen. Das ist mehr als das Doppelte.

Ich hasse Hausarbeiten tatsächlich wie die Pest und schreibe (oder rede) lieber Klausuren.

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