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Markus Jung

Coronavirus - Auswirkungen auf Fernstudierende

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Von einer gewissen Normalität in der Ausnahmesituation kann bei mir leider nicht die Rede sein...
Die Schulen sind noch mindestens bis 19.04. zu, daher kann ich nicht arbeiten. Sollten die Schulen anschließend weiterhin geschlossen bleiben, werde ich ALG II beantragen und hoffen müssen, dass ich als Härtefall durchgehe.
Auch meinen Hobbys kann ich aktuell nicht nachgehen. Die Jugendhäuser sind geschlossen, Bandproben sind nicht erlaubt und Konzerte gibt es aktuell natürlich auch nicht. Die Planung der neuen Aquarien- und Terrarienanlage für die neue Wohnung möchte ich aktuell auch nicht fortsetzen, da sich der Bau aufgrund der finanziellen Lage deutlich nach hinten schiebt - das macht mir einfach schlechte Laune.

Meine Präsenz-Uni geht davon aus, dass die Vorlesungen am 20.04. via E-Learning starten. Das wird sicher ganz großes Kino, bei meiner Freundin an der Präsenz-Hochschule wurde bereits gestartet und sie telefoniert nahezu täglich mit Professoren, um ihnen etwas zu erklären - von Moodle bis Skype, sie hat auch schon selbst Lehrvideos für diese Plattformen erstellt... Nebenbei muss ich an der ersten Hälfte meiner Bachelor-Arbeit arbeiten.

Mein Fernstudium in Schweden läuft erfreulicherweise ganz normal weiter und ich mache großartige Fortschritte. Wenn diese Woche wie geplant läuft, habe ich fast 20 ECTS in nur 2 Wochen erreicht (rechnerisch ganz offensichtlich unmöglich, praktisch aber wohl zu machen :D).

An der FernUni gestaltet sich die Lage unübersichtlich.
Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft möchte Nachtermine anbieten (Mitte Juni bis Mitte Juli) und bis 15.05. entscheiden, ob, wann und wo diese stattfinden. Hierdurch habe ich keine Ahnung, ob ich nun lernen soll oder nicht. Die Einsendearbeiten müssen wohl ganz normal abgegeben werden, etwas anderes habe ich nicht gefunden.

Die Fakultät für Rechtswissenschaft möchte Online-Prüfungen oder Hausarbeiten als Ersatz anbieten, das betrifft mich jedoch nicht, da ich mich nicht für eine rechtswissenschaftliche Prüfung angemeldet hatte. Jetzt könnte ich mich deswegen natürlich in den Arsch beißen. Die Einsendearbeiten müssen im Sommersemester nicht abgegeben werden.

Hinzu kommt, dass mir Arbeit und Hobbys fehlen und ich unter der "Einseitigkeit" meines Lebens in der Krise sehr leide. Aufgrund meiner frischen OP-Narbe versuche ich, ein paar Kleinigkeiten im Garten zu machen (wilde Brombeeren abschneiden), außerdem sticke ich täglich ein bisschen, spiele ein bisschen GTFO am PC, aber das hilft nur, um nicht komplett durchzudrehen. Selbstverständlich sind die Maßnahmen erforderlich und ich kann sie absolut verstehen, für mich ist es dennoch nicht einfach. Lachen musste ich letztens trotzdem, jetzt kann ich endlich nachvollziehen, welche Probleme meine Grundschullehrer und meine Eltern mit mir hatten :D Mich zu beschäftigen, ist alles andere als einfach!

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Bei mir ist aktuell irgendwie jeder Tag gleich, was ich irgendwie ein bisschen ermüdend finde. Ich genieße es zwar, mehr Zeit mit den Kindern zu haben, aber auch diese sind aufgrund der aktuellen Situation einfach unzufriedener und auch unausgelastet, wer will es Ihnen verübeln? Wir versuchen das Beste daraus zu machen und den Alltag wenigstens einigermaßen abwechslungsreich zu gestalten. Auf allen Kanälen werde ich im Moment mit hübschen Oster-Basteleien konfrontiert, solange jedoch meine Kinder in dem Alter sind, in dem sie entweder ihre Geschwister am Tisch festkleben oder alternativ den Klebstoff essen möchten, habe ich dazu nicht wirklich Lust. 🤪 
 

Mein Lernrhythmus hat sich etwas geändert. Da mein Mann zur Zeit schon morgens vor 6:00 Uhr das Haus verlässt (sonst hat er mir immer noch morgens geholfen, die Kinder „kitafertig“ zu machen), ist er entsprechend auch bereits nachmittags zu Hause und ich kann schon ab circa 15:30 Uhr bis zum Abendessen was fürs Studium tun. dadurch habe ich aktuell jeden Abend Zeit, einen Spaziergang zu machen, Switch zu spielen oder auch Fernsehen zu schauen. Ich wusste schon gar nicht mehr, wie sich solche freien Abende anfühlen!

 

Von dem Ausfall der Online-Klausuren an der IUBH war ich ja nicht betroffen, weil ich gerade erst geschrieben hatte. Jetzt sitze ich eh an meiner Fachpräsentation, aber auch die Online-Klausuren sind wohl seit heute wieder möglich (ohne Proctor-Überwachung, dafür mit Video-Aufzeichnung, die hinterher von zwei Leuten kontrolliert wird). Ich finde es ziemlich großartig, wie schnell die Hochschule da eine sinnvolle Alternative aus dem Boden gestampft hat, und ärgere mich umso mehr über die Studenten, die nach drei Tagen ohne Online-Klausur schon eine Minderung ihrer Studiengebühren durchsetzen wollten. 🙄

 

Ansonsten sind wir in der glücklichen Lage, dass uns derzeit keine finanziellen Nachteile entstehen. Ich bin eh in Elternzeit, aber selbst wenn nicht, wäre mein Job in der Apotheke im Moment wohl mehr als gesichert. Auch mein Mann wird ganz normal weiterarbeiten, denn sein Job gilt ebenfalls als systemrelevant. Dass dieses finanzielle Sicherheit nicht selbstverständlich ist, erlebe ich hier zur Zeit an jeder Ecke und sehe es ja auch hier im Forum durchaus. Umso dankbarer bin ich, dass ich mir darum keine Sorgen machen muss, grübeln tut man auch so schon genug.

Bearbeitet von Anyanka

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Und es gibt Neuigkeiten! Die rechtswissenschaftliche Fakultät der FernUni hat Online-Klausuren auf die Beine gestellt, die Ende April und Anfang Mai stattfinden. Alles wird über die Online-Klausuren laufen, außer BGB AT, dort gibt es ersatzweise eine Kurzhausarbeit über 2 Wochen.

Leider hilft mir das noch nicht so viel, da ich hauptsächlich für wirtschaftswissenschaftliche Module angemeldet war...

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Die Corona-Krise macht die Fortsetzung meines Nano Degrees erst möglich 😂.


Die vergangenen Monate war ich praktisch dauerkrank und habe nach einem beschwingten Beginn nichts mehr für das Mini- Studium getan. Eine Krankheit und Arztbesuch löst das andere ab. War ich anfangs noch entspannt bzgl Corona, bin ich jetzt auch vorsichtiger, weil diese blöde Bronchitis nicht recht verschwindet und die ständigen Nasen-/Ohren-Höhlen-Geschichten mit Halsschmerzen trotz ständigem Spülen, Inhalieren und Teetrinken usw. auch nicht. Der Kopf ist leider selten frei und aufnahmefähig. Neben den Krankheiten wohl auch, weil ich mir dauernd Sorgen um meine Eltern mache und ständig überlege, was ich noch für sie tun könnte. Die ambulanten Pflegekräfte für meinen Vater haben sogar einen Mundschutz dabei, wie ich inzwischen erfahren habe, tragen ihn aber nicht 😬. Nur wenn man sie explizit drum bittet (was hoffentlich inzwischen geschehen ist...).

 

Zurück zu meinem Nano-Studium. Ich beginne zwar praktisch von vorne. Nun habe ich aber schöne zwei Wochen Zeit mich wieder was zu tun: Ab heute bin ich für 2 Wochen in 100%er Kurzarbeit. Danach 20% mit freitags frei, immer wieder unterbrochen von 1-2 Wochen mit 100%, wenn es wie vereinbart kommen sollte.

Bearbeitet von Markus Jung
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Ich habe jetzt auch ein Video zu den Auswirkungen der Corona Pandemie auf Fernstudierende erstellt, in dem es unter anderem darum geht, wie ihr mit der Situation umgeht und welche Maßnahmen die Anbieter ergriffen haben, aber auch welche Aktionen sie anbieten.

 

 

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