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Markus Jung

Coronavirus - Auswirkungen auf Fernstudierende

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Bei der Apollon alle sind alle Präsenzen an allen Standorten vom 16.03.  bis zum 18.04. abgesagt

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Hallo!
Nach der Schock-Meldung der FernUni heute Mittag jetzt noch einmal ausführlich...
Ursprünglich dachte ich: Hände waschen, Abstand halten, wenn wir uns alle daran halten, dann wird Corona schon vorbeigehen. Da hatte ich noch keine Ahnung, dass Corona anderthalb Wochen später quasi mein gesamtes Leben betrifft! So sieht es bei mir aktuell aus:

Uni Hohenheim: Vorlesungsbeginn verschiebt sich auf frühestens 20. April - nicht ganz so schlimm, da ich lediglich Zusatz-Module machen und Module aus dem Master vorziehen wollte. Jetzt muss ich hoffen, dass die Hochschulen nicht ganz geschlossen werden und ich meine Bachelor-Arbeit problemlos Anfang April anfangen kann.

FernUni Hagen: Die Präsenz-Veranstaltungen betreffen mich nicht, allerdings wurden auch alle Prüfungen abgesagt. Das Lernen in diesem Semester hätte ich mir daher getrost komplett sparen können. Selbst wenn die FernUni Ersatztermine vor dem nächsten Prüfungszeitraum anbietet, wird es für mich während der Bachelor-Arbeit schwierig, auch noch Prüfungen zu schreiben.

Uni Stockholm: Noch "schwebt" die Exkursion. Allerdings hat mein Department aktuell alle Exkursionen verboten und bis wann das Verbot gilt steht in den Sternen. Daher gehe ich zum aktuellen Zeitpunkt nicht davon aus, dass sie stattfinden wird. Ticket umsonst gekauft, die Uni bietet allerdings eine Teilnahme im nächsten Jahr mit bezahltem Ticket an (was meinen Zeitplan im nächsten Jahr wiederum komplett durcheinander wirbelt).

Job: Nachdem bereits diverse Termine abgesagt wurden, stimmt BW morgen über eine Schließung der Schulen ab. Sollte das passieren, gibt es im 1. Job gar keine Termine mehr und im 2. Job können wir auch alles dicht machen. Sprich: Ich gehe pleite und zwar innerhalb weniger Wochen komplett. Ich habe keinen Anspruch auf Unterstützung und keine Ahnung, wie ich das bewerkstelligen soll.

Hobby: Bis auf ein Konzert wurden alle abgesagt, beim letzten bin ich auch nicht sicher, ob das stattfinden wird...

Privatleben: Ich darf meine Mutter nicht mehr besuchen, da das Wohnheim ein Besuchsverbot verhängt hat.

 

Corona ruiniert mich also völlig, ich bin am Ende mit meinem Latein.

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vor 31 Minuten, Azurit schrieb:

Nachdem bereits diverse Termine abgesagt wurden, stimmt BW morgen über eine Schließung der Schulen ab. Sollte das passieren, gibt es im 1. Job gar keine Termine mehr und im 2. Job können wir auch alles dicht machen. Sprich: Ich gehe pleite und zwar innerhalb weniger Wochen komplett. Ich habe keinen Anspruch auf Unterstützung und keine Ahnung, wie ich das bewerkstelligen soll.

Das ist ja echt der Supergau. Natürlich ist das mit den Schulen schon irgendwie verständlich, aber da sieht man mal, was da alles dranhängt und wie viele Leute es auch ohne gesundheitliche Auswirkungen betrifft.
Ich kann Dir nur die Daumen drücken, dass Du irgendeinen Ausweg findest, kenne mich aber zu wenig aus, um Dir irgendwelche Tipps zu geben. Es ist bitter. Sehr.

 

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Gast

Ich muss gestehen, ich verstehe (momentan) nicht, was da vor sich geht. Ich habe den Eindruck, die Welt da draußen steht Kopf und verfällt in Massenpanik.

Kann mir das jemand erklären? Ich begreife es nicht. 

 

Die FernUni Hagen sagt sämtliche Veranstaltungen ab.

(Vor drei Tagen konnte ich noch problemlos eine Prüfung in HH schreiben.)

 

Zur selben Zeit informiert die Medizinische Fakultät der Uni HH in einem Newsletter ihre Medizinstudenten zuerst über die Aufnahme von Corona-Patienten in die Uniklinik und erklärt im Anschluss, dass das Sommersemester wie geplant stattfinden soll (Unterrichtsort ist dieses Klinikgelände).

Gleichzeitig ruft die Gesundheitsbehörde HH dazu auf, persönliche Besuche in Krankenhäusern usw. auf das Notwendigste zu reduzieren.

Bearbeitet von Gast

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Die Präsenztermine bei der Diploma finden übrigens weiterhin statt. Man soll auf Abstand und Hygiene achten, aber sie sehen noch keinen Grund dafür abzusagen.

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vor 46 Minuten, Lernfrosch schrieb:

Ich muss gestehen, ich verstehe (momentan) nicht, was da vor sich geht. Ich habe den Eindruck, die Welt da draußen steht Kopf und verfällt in Massenpanik.

Kann mir das jemand erklären? Ich begreife es nicht. 

 

Diesen Artikel fand ich ziemlich informativ. Er hat mich jedenfalls davon überzeugt, dass das alles nicht so harmlos ist, wie ich zuerst dachte: https://medium.com/@tomaspueyo/coronavirus-act-today-or-people-will-die-f4d3d9cd99ca

 

Ultrakurzform: Die exponentielle Ansteckungsrate könnte in recht kurzer Zeit dazu führen, dass das Gesundheitssystem an seine Grenzen gerät (gerade schon in Italien zu sehen). Dann ist mit deutlich mehr Todesfällen zu rechnen. Um das zu verhindern, muss möglichst schnell "social distancing" betrieben werden, und das heißt: Möglichst viele Leute müssen ihren Kontakt zu anderen möglichst stark reduzieren.

 

Und wie oben schon geschrieben wurde, herrscht bei der Epidemiebekämpfung in Deutschland der Föderalismus. Daher gibt es, zumindest bisher, kein einheitliche Vorgehen. Im Moment entscheiden das Unis, Städte, Schulen usw. noch selbst, ob und was abgesagt wird.

Bearbeitet von ClarissaD

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Gast
vor einer Stunde, ClarissaD schrieb:

Ultrakurzform: Die exponentielle Ansteckungsrate könnte (...)

Das ist der Punkt, den ich nicht verstehe.

Warum wird mit einer Exponentialfunktion modelliert?

Ich bin der Meinung, dass eine Exponentialfunktion die Sache nicht vollständig erfassen kann. Ich denke, dass die grundlegende Modellierung einer Sigmoidfunktion bedarf und man die einzelnen Teilaspekte einer Virenverbreitung (und bereits begonnener Maßnahmen) aufdröseln und als weitere Funktionen beschrieben müsste, die mit dem (dynamischen) Grundmodell kombiniert werden müssten.

Ich meine, ein differenzierteres Modell (differenziert jetzt nicht unbedingt nur im mathematischen Sinn) würde den Sachverhalt aufgrund der biologischen Verortung besser beschreiben. Es gäbe zwar eine Phase exponentiell-ähnlichen Wachstums. Es wäre aber dennoch kein "exponentielles zu Wachstum zu stoppen", wie man es so oft liest; von Interesse wäre der Zeitpunkt t, an dem der Wendepunkt liegt.

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vor 21 Stunden, Lernfrosch schrieb:

Das ist der Punkt, den ich nicht verstehe.

Warum wird mit einer Exponentialfunktion modelliert?

 

Also ehrlich -  erwartest du darauf jetzt wirklich eine Antwort von mir? Ich bin weder Virologin noch Mathematikerin und kann das nicht beantworten. Mir erschien es einleuchtend, dass eine Exponentialfunktion entsteht, wenn jeder Erkrankte mehr als eine weitere Person ansteckt (im Moment offenbar 2 bis 3 andere Personen). Die bisherigen Ausbreitungen sehen für mich außerdem aus wie Exponentialfunktionen. Für weitere Fachsimpeleien dazu fühle ich mich nicht kompetent.

Bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gekürzt

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Gast

Das sind doch keine mathematischen Modelle aus dem WHO-Elfenbeinturm, sondern Abbildungen der Realität, siehe Diagramm unten (aktueller Stand laut zeit.de).

 

In Italien kann man sich gerade anschauen, was passiert, wenn es völlig außer Kontrolle gerät. Die hatten heute den 1.000 Todesfall.

 

Empfehlenswert auch dieses Interview: https://www.nytimes.com/2020/03/04/health/coronavirus-china-aylward.html

 

Milde Fälle sind kein Schnupfen, sondern gehen bis zur Lungenentzündung.

 

Bleibt gesund. 

 

image.png

Bearbeitet von Gast

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Also ich geh morgen jedenfalls nochmal einkaufen, man weiß ja nie. Klingt so, dass ab nächster Woche die Schulen, Kitas dicht machen (In Bayern zumindest).

Man macht sich solange über die Hamsterkäufe anderer lustig, bis man selbst im leeren Supermarkt steht. 

 

Interessant fand ich die heutige PK mit Merkel, Söder, Tschentscher ( https://youtu.be/VrXLrUzwoHg?t=212 )

(z.B. Wo immer es möglich ist, soll auf Sozialkontakte verzichtet werden)

 

Bleibt gesund, dem schließe ich mich an.

 

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