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psychodelix

Wie groß ist die Panik bei euch aktuell wegen Corona?

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vor 2 Stunden, CrixECK schrieb:

Die Befristung ist rein psychologisch zu sehen, da ein unbestimmter Erlass in der Bevölkerung zu großer Unruhe führen würde. Keine mir bekannte Behörde glaubt wirklich, dass danach wieder Normalbetrieb laufen wird. Den Monat Mai können wir ganz sicher noch knicken, frühestens im Juni wird wieder so etwas wie Normalität einkehren können, wenn alles gut verläuft.


So wird es sein.
Ich sehe ganz häufig auch auf den Veranstaltungsseiten einen offenbar "inoffiziellen" Termin, den 15.Juni. 

Eine Kommilitonin an der PFH hat gestern berichtet, dass ihre Klausur vom Mai in den Juni hinein verlegt wurde. Jedoch weiß ich nicht, ob das für alle gilt. 

Ich bin gespannt, was sich bis dahin tut. Leider bin ich immer noch hoffnungslos optimistisch :64_zipper_mouth:. Nur viele News-Seiten in der Hoffnung, irgendwo eine gute Nachricht zu finden, spare ich mir nun, auch die Live-Streams. Ich denke, 1x Tagesschau am Abend reicht mir jetzt für das Nötigste. :)  
 

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Ich würde auch nicht hingehen! Tatsächlich habe ich selbst meine Teilnahme an einer 30er-Sause am letzten "freien" Wochenende in Österreich vor Inkrafttreten der Maßnahmen abgesagt, aus Angst. Ich gehöre selbst nämlich leider auch zur Risikogruppe. 

 

Panik habe ich keine (mit Ausnahme eines einzigen Tages letzte Woche, an dem ich mich zu sehr von der Panikmache in den diversen Social Media habe mitreißen lassen und tatsächlich einen mittelmäßigen Hamsterkauf absolviert habe), aber ich bin natürlich vorsichtig.

 

Ich bin ohnehin kein Mensch, der viele Sozialkontakte braucht, das heißt dieser Aspekt trifft mich nicht übermäßig. Natürlich fehlt mir der Kontakt zu meinen Eltern, meiner Schwester, meiner Neffen, aber im Moment finden die Familientreffen halten halt per Skype Videokonferenz statt. Meine regelmäßigen Spielerunden mit einer kleinen Gruppe Freunden organisieren wir gerade online. 

 

Viel mehr trifft mich die de facto Nicht-Machbarkeit von Vollzeitjob, Home-Schooling und Fernstudium. Meinen Sohn mit seiner Lernschwäche daheim schulisch zu betreuen, während ich eigentlich arbeiten sollte, bringt mich hart an meine Grenzen. Der Lagerkoller ebenso - ich habe ein echtes Problem damit, nicht regelmäßig me-time zu bekommen, in der ich NIEMANDEN um mich rum habe. Am ehesten bekomme ich die, wenn ich den Hund schnappe und mit ihm rausgehe - denn das darf man ja. Und meine zeitlichen Screen-Time Regeln für meine Kinder musste ich längst über Bord werfen. Mein Chef ist gsd extrem verständnisvoll und weiß, dass ich im Moment nie und nimmer "Vollzeit" arbeiten kann, ihm ist nur wichtig, dass die Arbeit gemacht ist, unabhängig von der Zeit, die ich dafür brauche.

 

Ich krieg zur Zeit SO einen Hals, wenn ich von Leuten lese, die von "Entschleunigung" während dieser Zeit schreiben... das ist mein persönliches Unwort des Jahres. Mein Tag müsste dreimal so lang sein, um allen Anforderungen des "neuen Alltags" irgendwie gerecht zu werden. (Soll kein Jammerposting sein - geht ja vielen so.)

 

 

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vor einer Stunde, PantaRheia schrieb:

Ich krieg zur Zeit SO einen Hals, wenn ich von Leuten lese, die von "Entschleunigung" während dieser Zeit schreiben... das ist mein persönliches Unwort des Jahres.

Und prompt habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich das Wort neulich in einem Titel für einen meiner Blog-Beiträge benutzt habe. 😂

 

ich kann dich aber gut verstehen. Für mich ist Entschleunigung auch ein sehr zweischneidiges Schwert. Einerseits tut es mir gut, endlich mal nicht von Termin zu Termin zu hetzen, andererseits ist da irgendwie auch eine ganz schöne Leere in mir drin zwischenzeitlich (die wiederum für eine sehr große innere Unruhe sorgt). Der geänderte Tagesrhythmus ist für mich auch anstrengend, klar läuft alles langsamer oder eben „entschleunigt“, gleichzeitig finde ich mich da aber nicht wirklich rein. Und dann sind da noch die Kinder, die unter der Situation vielleicht sogar am meisten leiden - weil sie sie am wenigsten verstehen. Da hat man dann auch noch den Anspruch, es ihnen möglichst angenehm und abwechslungsreich zu machen, und hat manchmal das Gefühl dass man daran scheitert.

 

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Ich spekuliere drauf, dass die Entscheidung, wie es weiter geht, davon abhängt, wie heftig die Wirtschaft reagiert. Aber vor Mai wird da nix passieren. Ich wüsste aber auch nicht was in September anders sein sollte, ohne Impfmittel.  Ich denke, es wird darauf hinauslaufen, sofern es die Erkenntnisse bis dahin hergeben, dass Risikogruppen isoliert, Strafen höher ausfallen und der letzte Aluhuträger eine Maske trägt / Abstand hält. Entsprechende Branchen ohne Chance auf Home Office werden wieder unter strengsten Hygienevorschriften anlaufen. Die Versorgung mit Toilettenpapier und Hefe hat sich bis dahin auch angepasst. 😉 

 

Aktuell muss allen Zeit gegeben werden sich neu einzurichten / neue Wege zu finden, um wieder halbwegs etwas Normalität zu erreichen unter neuen Bedingungen.

Bearbeitet von Muddlehead

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vor 6 Stunden, Muddlehead schrieb:

Ich wüsste aber auch nicht was in September anders sein sollte, ohne Impfmittel.

 

Ziel ist ja aktuell, die Infektionswelle zu verlangsamen und über einen längeren Zeitraum zu verteilen, so dass die Behandlungs- und insbesondere Beatmungskapazitäten ausreichend sind.

 

Ich gehe aber auch davon aus, dass noch über einen langen Zeitraum Einschränkungen notwendig sind und diese nicht aus reich wirtschaftlichen Gründen vorzeitig aufgehoben werden. Auch wenn die wirtschaftlichen Belange natürlich auch relevant sind und für viele existenzgefährdend werden können.

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So, jetzt werd ich auch mal meine 5 Cent dazu schreiben. 

 

Ich wohne ja im schönen Dreiländereck Schweiz, Deutschland und Frankreich (ich selbst wohne in der Schweiz). 

 

Im Elsass (Mulhouse etc.) ist momentan Ausnahmezustand mit vielen Erkrankten und sogar das Militär hat  ein Zelt aufgestellt. Auch bei uns in der Schweiz sind die Krankenhäuser langsam überlastet.

 

Mein Arbeitskollege, der 36 Jahre alt ist (ich würde das jetzt mal als "jung" bezeichnen) und keine Vorerkrankungen hat, ist mit Covid19 infiziert und hat gleichzeitig eine Bronchitis (vom Arzt diagnostiziert). Er hat seit Tagen sehr hohes Fieber. Der Höhepunkt kam gestern wo er 41.4 Grad Fieber hatte. Er holt mehr als 20 Mal die Minute Luft und seine Sauerstoffsättigung liegt bei ihm gerade noch so bei 90 Prozent. Ihm geht es wirklich schlecht und gestern haben wir echt gedacht, dass er stirbt. Er lebt in Frankreich im Krisengebiet, wird aber nicht im Krankenhaus behandelt weil diese überlastet sind (dafür kommt der Arzt zu ihm). In die Schweiz wo er ebenfalls krankenversichert ist, kann er nicht, weil die Grenzen zu sind. Wir haben nun unsere Personalabteilung kontaktiert um zu sehen, was man da machen kann. 

 

 

Ich wollte Euch das einfach mal berichten, dass ihr das nicht auf die leichte Schulter nehmt. Es kann auch jüngere Menschen treffen.

 

Darüberhinaus sind in meinem Umfeld auch schon viele ältere an besagtem Virus gestorben. 

 

 

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Für mich ist das alles noch sehr surreal, da ich bislang kaum davon irgendwie betroffen bin. Lange hat mein Arbeitgeber sich gegen Home Office geweigert, bin also normal zur Arbeit gegangen, da waren andere schon 2 Wochen Zuhause.

Jetzt bin ich auch im Home Office. Habe meine Eltern seit 2 Monaten nicht mehr gesehen, weil die sich verbarrikadieren. Ist aber auch gut so. Mein Vater würde es ziemlich sicher nicht überleben (Diabetis, COPD, Bluthochdruck ...), der hat schon angerufen, um über das Erbe zu reden. Ziemlich unglaublich. Meine Freunde habe ich jetzt auch seit 4 Wochen nicht mehr getroffen. Aber komme damit klar, bin gerne alleine zuhause. Ich habe also keine Kinder zu betreuen, keine Eltern im Pflegeheim, niemand bekanntes ist erkrankt, stehe nicht vor dem existenziellen Abgrund, da mein Gehalt weiter gezahlt wird und systemrelevant bin ich auch nicht. Mir gehts also gut, aber ich weiß auch, wie verflucht privilegiert meine Position ist.

Meine schlimmste Befürchtung war, meinen nicht im eigenen Haushalt lebenden Lebenspartner nicht mehr sehen zu dürfen, aber das bleibt ja erlaubt. Der ist übrigens schon sehr lange im Home Office, da sein Chef positiv getestet war. Entweder gab es keine Ansteckung oder wir haben es beide ohne Symptome jetzt durch.

Bearbeitet von unrockbar

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Panik ist das falsche Wort. Ich bin sehr besorgt.

Ich habe meine Eltern, die 700 km entfernt wohnen, seit mehr als 3 Monaten nicht gesehen. Mein Vater erhält ambulante Pflege von Pflegekräften ohne Mund/Atemschutz. Es wäre äußerst fraglich, ob er eine Infektion überleben würde. In der Familie gibt es erste Dissonanzen, weil wir Geschwister nicht die gleiche Auffassung von Schutz der Eltern haben. Die nahe wohnende Schwester und Kinder besuchen meine Eltern und halten (angeblich) 2 Meter Abstand. Da ihre (fast und erwachsenen Kinder) zurzeit bei ihren Eltern wohnen und wiederum Kontakt zu ihren außen stehenden Freunden (im Sinne von Lebenspartnern habe) und beim Wohnen hin- und herwechseln, habe ich inzwischen schlaflose Nächte. Ich wünsche mir SEHR, dass die restlichen Bundesländer die strikten Beschränkungen von Bayern übernehmen, so dass jeder nur Kontakt zu Personen im eigenen Haushalt hat. Ich kann es überhaupt nicht, warum sie das so lasch sind. 

Wenn Person A mit Person B in Kontakt ist zu zweit, und ein Tag später trifft sich B mit L, L mit Z und Z mit S, wo ist denn da bitte die Isolation?

 

Ich habe gerade erst eine heftige Bronchitis mit beginnender Lungenentzündung (bakteriell) fast hinter mir und bin deshalb nicht mehr so entspannt wie vorher bzgl. einer Erkrankung meinerseits, besonders, wenn ich den Eintrag von @Decharisma lese. Ich durfte gerade eben noch zu einem Hausarzt und habe ein wirksames Antibiotikum bekommen. 2 Tage später hätten sie mich nicht mehr reingelassen in die Praxis. Ich hätte dann alleine zuhause mit einer sich weiter entwickelnden Lungenentzündung gelegen.

Bearbeitet von Markus Jung
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vor 31 Minuten, schwedi schrieb:

In der Familie gibt es erste Dissonanzen, weil wir Geschwister nicht die gleiche Auffassung von Schutz der Eltern haben.

Ich kann gut verstehen, dass dich das unruhig macht. Ich bin da ganz auf deiner Seite und auch froh, dass meine Geschwister und ich das bei unseren Eltern ähnlich sehen. Meine Eltern sind da eher ein bisschen unvernünftig, meine Mutter zum Beispiel geht noch ganz normal einkaufen (sie hat diverse Vorerkrankungen), obwohl meine Schwester, die einigermaßen in der Nähe wohnt, ihr sicher auch Dinge besorgen würde. Und mein Vater, der seit Ewigkeiten nicht mehr bei uns war (Entfernung circa 150 km), wollte ausgerechnet jetzt kommen, um die Kinder zu sehen. Es ist zum Haare raufen. (Ich habe dann darum gebeten, dieses zu unterlassen, er hat sich auch daran gehalten, war aber glaube ich etwas beleidigt.)

 

Ich bin einfach froh, dass es bisher allen in meinem Umfeld gut geht, und kann nur hoffen, dass das auch so bleibt. Ich bin nicht besonders froh darüber, dass mein Mann immer noch ganz regulär ins Amt zum arbeiten gehen muss, aber verstehen kann ich es - gerade jetzt ist Kinderschutz besonders wichtig, wo Familien alle vermehrt „aufeinanderhocken“, in zum Teil sehr kleinen Wohnungen ohne Rückzugsmöglichkeiten für die einzelnen Personen. 😕

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Ich mache mir mehr Sorgen was NACH Corona sein wird...

  • wird mein Arbeitgeber das durchstehen?
  • bleibt beruflich bei mir alles gleich?
  • werden meine Aktien das durchhalten oder bleiben einige auf der Strecke?
  • erholt sich die Wirtschaft?

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