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Azurit

Wie vertreibt ihr euch die Zeit während der Krise?

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Hallo!

Wie vertreibt ihr euch die Zeit während der Krise? Ich dachte eigentlich, ich hätte ausreichend zu tun (Bachelor-Arbeit an der Präsenz-Uni, Fernstudium an der FernUni Hagen und der Uni Stockholm, lernen für die Heilpraktiker-Prüfung, Arabisch und Russisch lernen mit den Unterlagen der Hochschule Dalarna...), um die ganze Krise zu überstehen und sicher auch darüber hinaus. Allerdings merke ich langsam, dass ich nicht den ganzen Tag lernen kann, ich brauche mehr Abwechslung und habe schon einen halben Lagerkoller...

Da die Schulen geschlossen sind, kann ich weder in Job 1 noch in Job 2 arbeiten. Job 3, für den ich Mitte März den Vertrag unterschreiben wollte, konnte mich aufgrund der Krise und Schließung doch nicht einstellen. Proben mit der Band sind verboten (Proberaum befindet sich in einer geschlossenen Jugendeinrichtung).
Gerne würde ich mir einen anderen Job besorgen oder ehrenamtlich beim Einkauf o.Ä. helfen, leider bin ich letzte Woche operiert worden und darf daher nicht körperlich arbeiten. Sport und Musik zu Hause fallen daher auch flach. Genauso wie Großputz im Haushalt.

Mein Leben ist quasi - außer dem Studium - komplett "abgesagt" und das belastet mich sehr. Auf der Suche nach einer Beschäftigung wollte ich basteln, z.B. ein Modellbau-Schiff oder Diamond Painting. Beides ist entweder aufgrund der Kosten oder aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht möglich. Computerspiele nutze ich eher während dem Lernen (um meinen Freunden den Stoff zu erklären) und Filme, Serien und Co. sind so überhaupt nicht mein Ding. Auch an meinem eigentlichen Hobby (Anlagenplanung Aquarien und Terrarien) habe ich momentan keinen Spaß, da sich der Bau der neuen Anlage in der neuen Wohnung durch fehlende Einnahmen stark verzögern wird.


Ich suche also nach tollen Ideen und Anregungen. Gerne könnt ihr auch erzählen, was ihr sonst so macht, auch wenn ich das nicht machen darf. Wenn die Krise noch länger dauert, darf ich mich währenddessen auch wieder bewegen ;)

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Backen, Gartenarbeit, Schränke entrümpeln ... das steht bei mir so auf dem Tagesplan, wenn die Kinderbespaßung es zulässt. Yoga, wenn ich mich danach fühle (im Momemt komischerweise eher selten). 
Wäre Meditation vielleicht was für Dich? Da gibt es ja gute Apps inzwischen, Headspace zum Beispiel.

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Wir machen Folgendes:

- Kleine Videos über den Alltag zu Hause drehen...im Stil einer kleinen Doku mit Videotagebüchern, Interviews usw. Schneide ich wöchentlich zusammen und schicke sie an die Familie. Auch sehr hilfreich für die Master-Arbeit als Quelle. Leider hab ich noch keine wirklich gute App gefunden, die dabei hilft, Videos zu schneiden, mit Effekten (kein Slapstick) zu versehen usw. Wenn einer eine weiß, gerne melden!
- Backen 
- Ausmisten 
- Kleine WA-Videos an Freunde/Bekannte schicken oder eben Video-Telefonieren 
- Kinder-Beschäftigungen, Vorlesen, Malen, Basteln (mindestens 1 große Sache am Tag) usw. 
- Gymondo App...3x anstrengender Sport, 3x sehr ruhiger (also insgesamt 6 Tage). Der Ruhigere bringt mehr. Mit der Disziplin wackelt es etwas.
- Unsere beiden sehr alten Nachbarinnen sitzen in Quarantäne bei ihrer Cousine in der Stadt fest, wo sie sie besucht haben. Also kümmern wir uns um deren Wohnung. Putzen dort und kümmern uns um deren Post. 
- YouTube
- Netflix, Disney +, Amazon Prime 
- Spotify
- Musikstunde mit den Kindern...zum Glück hatten wir das E-Piano kurz vorher angeschafft. Nun haben wir Zeit, drauf zu spielen. 
- Ich überlege, einen Kurs bei Laudius (Schreibkurs) zu buchen. Um den schleich ich schon lange rum, war aber eigentlich für die Zeit nach dem Master geplant.
- Diverse Bücher lesen 
- Arbeite mit einer anderen Autorin und einem Illustrator an einem Vorlese-Geschichten-Projekt für die Kinder des Viertels in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten. 

- In einem Zimmer die Möbel rauswerfen, Streichen + ein Spielzimmer draus machen (wer weiß, wie lange das noch geht hier). 

- Mein Mann muss noch regulär arbeiten und gilt als systemrelevant, kann aber ab Montag ins Home Office
- Am Montag beginnt mein Praktikum für 3 Monate, also versuche ich, die verbleibende freie Zeit noch zu genießen.

Sorry, was wirklich Inspirierendes ist hier nicht dabei, fürchte ich - es ist das, was alle gerade machen. Wenn die Bude ein bisschen größer wäre und die Möglichkeit zur Abgrenzung gegeben wäre, würde ich wohl etwas machen, wofür ich seit Jahren brenne, aber keine Zeit finde: Meinen Graphik Novel weiterführen. Mein Wacom ruft schon. Und wohl auch das Buchprojekt. Was ich auch gerne machen würde: Gartenarbeit. Aber unsere winzige Stadtwohnung hat leider keinen, nicht mal einen Balkon, so dass man ein paar Pflänzchen ziehen könnte :smile: 

@Azurit bei deinen Interessen, aber wenig Bewegungsmöglichkeiten...wäre es keine Option einen wissenschaftlichen Blog zu betreiben? Oder vielleicht ein Buch-Projekt über diese Themen?

LG

Bearbeitet von Vica

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- Gartenarbeit (kommt sonst immer zu kurz), dabei kann man sich hervorragend mit den Nachbarn unterhalten (Anteil ist größer als die Arbeit 😃).

 

- Kochen. Auch dafür ist sonst zu wenig Zeit.

 

- Laufen gehen in der Feldmark. Wobei es in den letzten Tagen zu kalt ist, aber mir fehlt das Fitnessstudio sehr.

 

- WhatsApp, Skype, soziale Netzwerke.

 

- Studium.

 

- Krimis lesen. 😉

 

Aber ich kann Dich gut verstehen. Mir fiel schon nach drei Tagen Homeoffice  die Decke auf den Kopf, deshalb gehe ich ab 1.4. wieder arbeiten.

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Wissen Sie, was ich bei all der Unsicherheit, die uns wohl alle zur Zeit umtreibt, witzig finde?

 

Ich lese bei Fernstudenten eigentlich fast immer, dass sie über einen Mangel an Zeit klagen: fehlende Zeit fürs Studium, für die Familie, für die Entspannung ...

 

Jetzt haben wir grade mal ein paar Tage ganz offizielle Beschränkungen unserer Bewegungsfreiheit und schwupps! stellt hier ein Mitglied der Community die Frage, wie man sich in dieser Situation die Zeit vertreibt.

 

(Ich lebe übrigens fast so weiter wie bisher …, nur eben ohne Aktivitäten draußen oder mit anderen!)

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Ich arbeite jetzt vollständig (statt wie sonst teilweise) im Home-Office, daher habe ich nicht so viel mehr Zeit als sonst. Habe mir aber schon Gedanken gemacht (und manches ausprobiert):

- "Post-apokalyptische" Skills ausbauen: Essen einkochen, Fahrräder reparieren, Kleidung nähen.... Dank youtube kann man sich ja vieles selbst beibringen.

- Online-Jobsuche: Recherchieren, welche Jobs es mittlerweile alle online gibt und darüber nachdenken, was man selbst kann, das man auch online anbieten kann. (Und sich evtl. natürlich auch bewerben.)

- Online-Hauspartys, Brettspielabende etc. Videotelefonie ist schon mal schön, aber es macht auch Spaß, mit motivierten Freunden auszuprobieren, was da noch alles geht. Vorteil: Die meisten sitzen eh zu Hause und freuen sich über Ablenkung.

- Online-Kultur: Theater, Orchester usw. versuchen gerade, einen Teil ihres Angebots ins Internet zu verlegen. Hier z.B. ein Artikel dazu: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.theater-im-online-streaming-grosse-dramen-aus-stuttgart-und-der-ganzen-welt.cbb092dd-91dd-473b-aba1-8420b986eab3.html Und hier ein Pianist, der über Twitter nun "Hauskonzerte" veranstaltet: https://twitter.com/igorpianist?ref_src=twsrc^google|twcamp^serp|twgr^author

- Selbst künstlerisch tätig sein: Als Musiker bist du da ja auch schon drauf gekommen ;) 

- Selbst einen Blog, Youtube-Kanal o.ä. starten zu einem Thema, das einem am Herzen liegt

 

Und eher "psychologisch":

- Tagebuch schreiben

- Liste von Dingen anlegen, die man machen will, wenn es wieder geht

- "sich besinnen" und über grundsätzliche Lebensthemen nachdenken: läuft das Leben in die richtige Richtung, was will man vielleicht ändern, welche Ziele ist man bisher noch nicht angegangen... (würde ich allerdings nur empfehlen, wenn man durch die aktuelle Situation nicht zu gestresst oder belastet ist)

 

Bearbeitet von ClarissaD

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Hallo!

Meditation ist leider überhaupt nichts für mich, das habe ich mal wegen meinem ADS ausprobiert.

Tatsächlich könnte ich meine(n) Blog(s) hier mal weiterführen bzw. anfangen, aber mich noch mehr mit dem Studium zu beschäftigen, wenn mich das gerade sowieso schon nervt... Allerdings kam mir hierdurch eine Idee, ich könnte eine Facebook-Gruppe für Fischhaltung in Nano-Aquarien gründen oder eine Facebook-Seite zu meinen Haustieren, das könnte unter Umständen ganz nett werden :) Außer meinen Blogs hier bin ich eher nicht so der Typ für Blogs oder Schreiben, ich habe als Kind schon Bücher getippt (weil ich Schriftstellerin werden wollte) und war 5 Jahre im Journalismus.

Kochen ist eine gute Idee. Das mache ich zwar täglich, aber ich könnte ja auch einfach so mal wieder ein 3-Gänge-Menü für zwei auffahren. Ich bin zwar nicht so der Romantik-Typ, aber essen tu ich furchtbar gerne :D

Handarbeit ist eigentlich auch eine gute Idee. Da kam ich noch gar nicht drauf, obwohl mir das als Kind viel Spaß gemacht hat. Vor allem Häkeln habe ich immer geliebt, vielleicht lässt sich da ja etwas tolles für die Wohnung machen, was mich erstmal über meine Aquarien- und Terrarien-Anlagen-Trauer wegkommen lässt.

 

@KanzlerCoaching: Auch wenn ich oft im Stress war, war ich mit meinem Leben vor der Krise sehr zufrieden. Ich konnte sehr selbstbestimmt meine Zeit einteilen und mir so alles sehr abwechslungsreich gestalten. "Entspannung" ist leider so überhaupt nicht mein Ding, ich brauche etwas zu tun! Und durch die Krise fehlt mir nun leider komplett die Abwechslung - es ist nicht so, dass ich nichts zu tun hätte (versteht sich bei der Menge an Zeug von selbst!), aber es geht halt alles in die gleiche Richtung (lernen). Der Titel ist diesbezüglich vielleicht ein bisschen falsch gewählt, das tut mir leid! Es müsste wohl eher heißen: Wie schafft ihr euch Abwechslung während der Krise?

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Wir gehen eigentlich furchtbar gerne auf Konzerte, und mein Mann ist hobbymäßiger Musiker und hat oft Gigs. Weil uns das natürlich fehlt, schauen wir uns abends jetzt häufig ganze Konzerte bei YouTube an. Vorwiegend solche, die viel zu groß und überfüllt sind und als Stream mehr Spaß machen. 🙂🤘

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vor 53 Minuten, Azurit schrieb:

ich könnte eine Facebook-Gruppe für Fischhaltung in Nano-Aquarien gründen

Mein Mann und ich haben früher immer von einem Nanobecken mit Garnelen geträumt, ist irgendwie immer auf der Strecke geblieben. Solltest du tatsächlich so eine Gruppe gründen, würde ich mich über den Link freuen, interessiert mich einfach mal so. 😄

 

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vor 10 Stunden, KanzlerCoaching schrieb:

Ich lese bei Fernstudenten eigentlich fast immer, dass sie über einen Mangel an Zeit klagen: fehlende Zeit fürs Studium, für die Familie, für die Entspannung ...

 

Jetzt haben wir grade mal ein paar Tage ganz offizielle Beschränkungen unserer Bewegungsfreiheit und schwupps! stellt hier ein Mitglied der Community die Frage, wie man sich in dieser Situation die Zeit vertreibt.

 

Das finde ich jetzt weniger erstaunlich. Man munkelt schließlich, Leute seien unterschiedlich und hätten auch unterschiedliche Lebenssituationen.

Manch einer hat vielleicht einen stressigen Alltag und freut sich, dass er in der "Zwangspause" jetzt zur Ruhe kommt. Manch anderer hat jetzt vielleicht gerade viel Stress - besonders Eltern kleiner Kinder, die nebenbei noch Vollzeit im Homeoffice arbeiten sollen, beneide ich gerade nicht. Und manch anderer braucht vielleicht viele soziale Kontakte und einen ausgefüllten Alltag und fällt jetzt eher in ein Loch. Zumal Azurit ja auch geschrieben hat, dass sie gerade auch noch körperlich eingeschränkt ist.

Wer in der Situation gerade wenig Opfer bringen oder seinen Alltag kaum ändern muss, darf sich glücklich schätzen. Das trifft aber nicht auf alle zu.

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