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Umschulung zum FI - Anwendungsentwicklung, nebenberuflich


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Guten Tag!

 

Ich bin gelernter Großhandelskaufmann und arbeitete nach der 3 jährigen Ausbildung noch 4 Jahre im gleichen unternehmen als Festangestellter.

Mittlerweile bin ich 28, arbeitslos und auf dem Weg in die IT Branche.

Demnächst möchte ich wieder in Arbeit kommen und zugleich den eben erwähnten Weg ebnen.

 

Privat brachte ich mir zunächst HTML, CSS und JavaScript bei. Letzteres machte mir am meisten Freude.

Aktuell beginne ich mich vom Web zu entfernen und fahre mit Java fort. Ich möchte den Fachinformatiker in Anwendungsentwicklung erlangen um kompetent Fuß in dieser aufstrebenden Branche zu fassen.

 

Schnell bemerkte ich bei den Netzrecherchen, dass die meisten nebenberuflichen Angebote irgendein Zertifikat von den Anbietern enthält, aber seltenst mit einer IHK Abschlussprüfung in Verbindung stehen.

Vor allem scheint es keine Teilzeit- / Abendschule zu geben mit IHK Abschluss zum Ziel.

 

Beruflich möchte ich mich in 2, maximal 3 Jahren gänzlich der Programmierung hingeben.

 

Wie würdet Ihr vorgehen und was haltet ihr für sinnvoll?

 

Danke & Grüße

Markus

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Hallo Markus,

es gibt viele Möglichkeiten. Du könntest z.B. bei der ILS eine Weiterbildung zum Wirtschaftsinformatiker machen. Das würde auf deine kaufmännische Weiterbildung aufbauen. Die Weiterbildung ist durch die ZFU staatlich zugelassen. Auch die Themen sind sehr gut und ich konnte eine Menge lernen. Auch habe  ich einige Leute in den Seminaren kennengelernt, die dadurch einen Job in der IT Branche bekommen haben. Bis jetzt wurden alle meine Weiterbildungen vom Arbeitgeber anerkannt. 
 

Grundsätzlich bekommst du aber nur einen Einstieg. Um wirklich professionell zu arbeiten, sind praktische Erfahrungen sehr wichtig. Das heißt, Spring, Jenkins, Docker, Jira, Git etc. sind Basics die du während deiner Weiterbildung oder auch Studium nicht lernst, aber total wichtig sind um im Job zu arbeiten.

Das ist halt der große Vorteil wenn man eine Ausbildung macht, da man diese Fertigkeiten im Betrieb lernst. 

 

Deshalb kann ich dir nur ans Herz legen, sammle praktische Erfahrungen und Referenzen z.B. eigene Projekte, Mitarbeit an OpenSource Projekten oder Praktika in Firmen.

 

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vor 2 Stunden, Markus91 schrieb:

Schnell bemerkte ich bei den Netzrecherchen, dass die meisten nebenberuflichen Angebote irgendein Zertifikat von den Anbietern enthält, aber seltenst mit einer IHK Abschlussprüfung in Verbindung stehen.

Das ist richtig. Man kann keine Ausbildung in Teilzeit oder per Fernkursen machen. Da es immer noch das duale Ausbildungssystem in Deutschland gibt, muss dies zwingend vor Ort an einer Berufsschule bzw. beim Arbeitgeber erfolgen. Wer also auf eine ordentliche Ausbildung Wert legt, wird diese ganz traditionell erlangen müssen.

 

Ansonsten besteht die Möglichkeit, nach ungefähr 4,5 - 5 Jahren in einem Beruf bei der IHK die entsprechende Prüfung abzulegen, um nachträglich das IHK-Zertifikat zu erhalten und damit jemanden, der diese Ausbildung regulär abgelegt hat, gleichgestellt zu sein. Dazu muss man aber erstmal eine Stelle bekommen und dann auch ca. 5 Jahre berufstätig gewesen sein.

 

Ansonsten gibt es, wie schon von @Aramon gesagt, die Möglichkeit institutsinternte Abschlüsse zu erlangen.

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 10 Stunden, Aramon schrieb:



es gibt viele Möglichkeiten. Du könntest z.B. bei der ILS eine Weiterbildung zum Wirtschaftsinformatiker machen. Das würde auf deine kaufmännische Weiterbildung aufbauen.

 

 

Hey Aramon,

 

was bewegte dich dazu den Wirtschaftsinformatiker zu machen? Auch ein kaufmännischer Hintergrund?

Gerade diesen möchte ich so gut es geht hinter mir lassen.

 

Das Programmieren ist mir wichtig. Beim FIAE liest sich das etwas schwammig und ich bin mit Visual Basic null vertraut.

 

Beim von dir erwähnten Wirtschaftsinformatiker stehen hier meistens Python und C# im Vordergrund, was ich erst mal gut finde.

 

Außerdem sind 16 Monate (FIAE) zu 30 Monate (Wirtschaftsinformatiker) schon ein riesen Unterschied.

Das hält mich nicht davon ab sondern reizt eher vermehrt.

 

Kannst du dazu noch ein paar Worte verlieren?

Ich danke dir.

 

Markus

Bearbeitet von Markus91
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Ich habe früher eine Ausbildung zum Mediendesigner in einer Internet Agentur abgeschlossen. Meine Programmierkenntnisse habe ich mir irgendwie alles selber beigebracht. Es lief zwar irgendwie, aber der Code war alles andere als strukturiert und sauber. Das ist halt das Problem, wenn man alleine arbeitet und sich Dinge selber beibringt und irgendwie anfängt. Ich muss sagen, meine Ausbildung war nicht besonders dolle, da ich auch keinen richtigen Ausbilder hatte. Die Ausbildung habe ich zwar mit 1 abgeschossen, aber irgendwie zufrieden war ich nicht. Mein Bild von der IHK war lange Zeit auch sehr schlecht. Dies hat sich erst geändert als ich selber meinen Ausbilderschein bei der IHK gemacht habe und gesehen und gelernt habe, wie eine Ausbildung auch laufen kann. Tut mir leid, ich schweife gerade vom Thema ab...

 

Den Wirtschaftsinformatiker habe ich gemacht, weil ich die Firma gewechselt habe und keine Erfahrungen in Java hatte. Ich hatte zwar ein paar Java-Module an der IUBH erfolgreich absolviert, aber Java programmieren habe ich dort leider nicht gelernt.


Da ich bei der ILS bereits eine Weiterbildung zum Medieninformatiker abgeschlossen habe, konnte ich mir viele Inhalte anrechnen lassen. Auch waren meine Erfahrungen mit der ILS sehr gut, da man neben theoretischen Grundlagen (z.B. Software engineering) auch praktische Projekte und Aufgaben umsetzen musste. Das Wissen konnte ich auch beruflich nutzen. Anmerken möchte ich aber auch, die Anwendungen die man entwickelt, waren keine Enterprise Anwendungen, sondern einfache Desktop Anwendungen (z.B. Taschenrechner, Memory Spiel etc.) in Swing und JavaFX.
 

Anfangs war ich total stolz was ich bei dieser Weiterbildung alles in Java gelernt habe. Aber die Realität hat mich dann schnell eingeholt und mir gezeigt, was ich noch alles nicht weiß und lernen muss (z.B. maven, Tomcat etc.). Aber mein Kollege, der früher auch an der Uni unterrichtet hat, fand die Unterlagen und Aufgaben von der ILS sehr gut.
 

Dennoch finde ich es wichtig, das gelernte Wissen auch anzuwenden und darauf aufbauen. Praktische Erfahrungen, gerade auch in der Projektumsetzung im Team lernt man nicht aus Büchern.

Bearbeitet von Aramon
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  • 3 Monate später...

Hallo Aramon, hallo zusammen, hallo interessierter Leser!

 

Zunächst einmal ein herzliches Dankeschön an Dich! Deine Erfahrungsberichte zur ILS haben mir nun die letzten Zweifel genommen. Ich werde die Weiterbildung zum Fachinformatiker/in (ILS) - Weiterbildung zum Schwerpunkt Systemintegration nun absolvieren – mangels Alternative.

 

Ich hatte schon einmal vor circa 4 Jahren in einem Beitrag gefragt, ob man via Fernlehrgang eine gute Ausbildung zum Fachinformatiker mit Schwerpunkt Systemintegration machen kann, der Thread ist unter folgendem Link zu finden:

 

https://www.fernstudium-infos.de/topic/14152-fernlehrgang-fachinformatiker-systemintegration-ihk-abschluss/

 

Ich habe jetzt endlich die Zeit und den Kopf frei das Ganze endlich umzusetzen. Die verschiedenen Threads zu diesem Thema habe ich jetzt zumeist gelesen. Hier sind meine Schlussfolgerungen für alle, die sich ebenfalls für eine solche Weiterbildung interessieren und das unter den gleichen Voraussetzungen wie in meinem Fall.

 

Meine Ausgangslage: Hauptberuflich tätig, „keine“ Möglichkeit und auch nicht gewollt meinen jetzigen Beruf aufzugeben, da ich die finanzielle Verantwortung für meine Familie trage. Das heißt, ich möchte die Weiterbildung neben dem Beruf absolvieren, am Abend, in der Nacht oder am Wochenende. Deshalb kann ich keine duale Ausbildung in einem Betrieb absolvieren – mir ist klar, dass das der bessere Weg wäre, unter anderen Voraussetzungen.

 

Scheinbar ist die Fernschule ILS aktuell die beste Anlaufstelle, um ein solches Vorhaben zu realisieren – mangels Alternativen. Wichtig ist zu wissen, dass die oft genannte „Zertifizierung von der Z.F.U (staatliche Zertifizierungsstelle für Fernunterricht)“ kein Argument dafür darstellt, sondern eine Grundvoraussetzung ist, um den Lehrgang in Deutschland überhaupt anbieten zu dürfen (Danke an TomSon für die Info diesbezüglich).

 

Für alle die in Köln oder Umgebung wohnen, käme eventuell diese Weiterbildungsmöglichkeit alternativ in Frage:

 

https://www.gso-koeln.de/index.php/bildungsgaenge/fachschule

 

Fazit: Wer derzeit eine Weiterbildung in der Fachinformatik absolvieren möchte, die an die "echte" duale Ausbildung zum Fachinformatiker am ehesten herankommt – sollte dies bei der ILS machen.

 

Vielen Dank an das tolle Forum hier – und korrigiert mich gerne.

 

Ich wünsche Euch allen viel Glück und Erfolg bei eurem Vorhaben! Vielleicht läuft man sich ja eines Tages bei Fachkongressen zur IT einmal über den Weg J

Bearbeitet von Nizalanza
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Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Weiterbildung. Es gibt sicherlich viele Stimmen die sagen, eine ILS-Weiterbildung bringt nichts, mache lieber einen Bachelor-Abschluss. Aber meistens sind es Leute, die selber niemals einen Lehrgang bei der ILS gemacht haben. Meine Erfahrungen waren bis jetzt sehr positiv, auch was die Anerkennung bei Bewerbungen betrifft. In meinen Augen ist das größe Problem, dass dir die Berufserfahrung fehlt. Ohne Berufserfahrung ist es schwierig, einen Arbeitgeber zu überzeugen dich einzustellen. Deshalb meine Emfehlung an dich. Nutze die Weiterbildung im Wissen aufzubauen, aber erweitere dein Wissen und arbeite dich weiter in die Themen ein. Versuche in diesem Bereich ein Praktikum zu machen, damit bekommst du einen Fuß in die Tür, kannst praktische Referenzen aufbauen. Wenn wir mal ehrlich sind, am Ende ist jeder Abschluss Schall und Rauch wenn man das Wissen nicht wirklich verstanden und einsetzen kann.

Das man auch ohne eine entsprechende Ausbildung den Bereich wechseln kann, zeigt dir dieses Beispiel. Ich habe Felix in einem ILS-Seminar in Hamburg kennengelernt und dachte mir am Anfang, was ist das für einTyp, aber das ist eine andere Geschichte. 🙂

https://www.ils.de/referenzen/erfahrungsberichte/informatiker-felix-eisenmenger/
 

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß und Erfolg. Würde mich freuen, wieder etwas von dir zu hören. Gerade was deine Erfahrungen mit der ILS sind.

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