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Erfahrungen mit Web- und Medieninformatik oder Wirtschaftsinformatik?


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Hallo,

 

hat jemand Erfahrungen mit einem der beiden (Bachelor-)Studiengängen Web- und Medieninformatik bzw. Wirtschaftsinformatik?

 

Ich finde - zumindest theoretisch - gut, dass es mehrere Prüfungsformen gibt und nur relativ wenig Klausuren geschrieben werden müssen und habe mir das Modulhandbuch zum neuen Studiengang Web- und Medieninformatik durchgesehen und es wirkt für mich relativ ‚unstrukturiert‘. Schon alleine, dass im Modul „Mathematik“ für 6 CP eine Hälfte Mathe und eine Hälfte Statistik versteckt ist (thematisch aber schon trotzdem recht viel?!). Es XML auch als eigenes Modul gibt, obwohl es auch Webprogrammierung als Modul gibt - mit genauso einer Fülle an „Stichworten“ zum Inhalt:

 

- XHTML
- CSS
- JavaScript
- XML
- PHP
- JSP
- ASP.NET - Ajax

 

Und dort ist XML auch schon enthalten... Mir ist schon klar, dass in der Webprogrammierung einiges aufeinander aufbaut bzw. mehrere Sprachen gemeinsam genutzt werden, aber diese Inhaltsangabe verwirrt mich. Ich fände es schon toll, wenn viel programmiert wird/ein großer Anwendungsbezug hergestellt wird...

 

Lange Rede, kurzer Sinn - gibt’s Studierende mit Hintergrundinfos?

 

Wie sind die Studienbriefe? 

 

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Diese Studiengänge sind an der SRH Riedlingen noch recht neu. Allerdings existierten sie vorher in anderer Form, denn sie wurden von Springer Campus in Zusammenarbeit mit der staatlichen FH Dortmund angeboten, die damals auch die Abschlüsse verlieh. Ich habe von September 2015 bis Dezember 2019 den Studiengang Web- und Medieninformatik studiert und konnte noch in Dortmund abschließen.

 

Über den Verlauf meines Studiums habe ich einen Blog verfasst, den du hier findest. Die Änderungen, die sich mit der Übernahme durch die SRH Riedlingen ergeben haben, kenne ich natürlich nicht aus eigener Anschauung. Mir scheint aber, dass die SRH einige Module übernommen hat, so dass manche meiner Modulberichte noch einigermaßen aktuell sein könnten.

 

Bei Springer gab es zu jedem Modul ein Lehrbuch, das 1:1 auch in der Lernplattform aufbereitet war. So konnte man z.B. im Bus im Lehrbuch lesen und zu Hause am Rechner nahtlos an der gleichen Stelle am Bildschirm weiterarbeiten.

 

Ich fand, das Studium vermittelte gute Grundlagen in der Programmierung (durchgehend am Beispiel der Sprache Java). Auch den Bereich Softwaretechnik fand ich gut abgedeckt. Im Bereich Webinformatik lag der Schwerpunkt klar auf serverseitiger Programmierung. Das Thema Front-End fand ich dagegen nicht gut abgedeckt. Näheres findest Du in meinen Blogbeiträgen.

 

Du hattest konkret nach den Modulen "Webprogrammierung" und "XML" gefragt. Das Modul "Webprogrammierung" war für unsere Wirtschaftsinformatiker das einzige Modul, dass sich mit dem Thema beschäftigte. Insofern ging es darum, einen Überblick zu vermitteln. Es war nicht so, dass man am Ende Javascript oder PHP konnte. Für uns Webinformatiker gab es dann Module, die einige dieser Themen ausführlicher behandelten. Das Modul "XML" ist ein Beispiel dafür.

 

Insgesamt fand ich das Curriculum im Vergleich zu anderen FHs schon recht praxisbezogen. Die Kommilitonen haben natürlich immer geklagt, dass sie lieber dieses oder jenes aktuelle Framework lernen würden oder statt Java lieber in Sprache XY programmieren würden, die sie auf der Arbeit verwenden. Aber in einem Studium geht es eigentlich um das Vermitteln von übergeordneten Konzepten mit längerer Halbwertszeit. Sprachen und Frameworks lernst Du, wann und wie Du sie brauchst.

 

Dass Statistik nun anscheinend in ein anderes Mathemodul integriert wurde, finde ich nicht so gut. Wir hatten dafür ein eigenes Modul von 5 ECTS und insgesamt hatten wir 20 ECTS Mathematik. Die Klage, die ganze Mathematik brauche man in der Praxis doch nie wieder, habe ich im Studium oft gehört. Rückblickend würde ich mir wünschen, ich hätte mehr Mathematik belegen können. Was man modellieren kann, kann man auch programmieren. Insbesondere Statistik halte ich für sehr wichtig.

Bearbeitet von kurtchen
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