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Metal_Rex

Welches Studium kann mich mehr erfüllen?

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Geschrieben (bearbeitet)

Guten Tag,

Ich heiße Kevin, bin 28 und arbeite seit 3 Jahren als Lagerist. Ich möchte euch hiermit einmal um Rat bitten um mich beruflich weiterzuentwickeln oder ggf. neu anzufangen.

 

Kurz zusammen gefasst lief es bisher wie folgt ab: Abi, freiwilliger Wehrdienst, abgebr. Elektrotechnikstudium, Kfm. Ausbildung in Spedition, 3 Jahre Arbeit. Allerdings muss ich nach all der Zeit sagen, dass es mir zu wenig ist und ich mir denke, „das soll es jetzt gewesen sein?“. Ich glaube mir fehlt bisher an dem Ganzen die Erfüllung. Paletten, Container oder LKW hin und her zu schieben fühlt sich so leer an und am Ende des Tages hat man irgendwie „nichts“ gemacht.

 

Jetzt dachte ich nochmal daran den Bachelor im Fernstudium während der Arbeit zu machen. Dabei geht es mir in erster Linie darum, meinen Interessen zu verfolgen und einen persönlichen Nutzen daraus zu haben bzw. das es eben erfüllend ist. Aber auch das Ansehen, der Verdienst (mit 40K – 50K wäre ich schon zufrieden) und weniger stupide Arbeit und mehr Entscheidungen treffen zu dürfen sind für mich wichtig.

Ich finde es z.B. erfüllend Leute mit Medien zu unterhalten. Wenn jemanden z.B. ein Film oder Spiel gefällt (so wie ich es auch empfinde). Oder jemand ist von meinen Bildern, Fotos etc. angetan. Genauso finde ich das helfen oder beraten von Familien o.ä. wichtig. Genauso war ich immer von Hilfsprojekten fasziniert um den Leuten Freude zu bereiten.

 

Dabei bin ich nochmal den Großteil meiner Schulzeit, Studienzeit, Ausbildungszeit und Freizeit durchgegangen und habe folgend aufgeschrieben, in welchen Bereichen ich meine Stärken oder Interessen sehe:

- Fremdsprachen: Englisch und Französisch hatte ich in der Schule. Hätte aber auch gerne Chinesisch und Japanisch gelernt. Dazu hat mich immer die Kultur und die Unterschiede der Länder interessiert.

- Kunst: Ich bin gar nicht so ein Fan der Kunst sondern mehr des Design aber hatte trotzdem immer Spaß an dem Fach auch wenn zum Abi hin mehr Theorie eingeflossen ist. Dabei bin ich an Zeichnungen. Comics, Illustrationen, Fotografie und Film sehr interessiert. Immer wenn ich etwas davon sehe bin ich beeindruckt wie es gemacht wurde und denke mir: Warum kann ich das nicht auch so gut und damit sogar arbeiten?

- Programmieren: Hatte HTML und CSS mal in der 7. Klasse als AG gewählt. Habe meine Computer immer selbst zusammen gebaut, weil ich so Kosten sparen konnte und mir immer dachte, „das kannst du auch selber“. Habe mich mit Linux beschäftigt. Hatte den meisten Spaß im Elektrotechnik Studium mit dem Fach Programmieren (C und C++). Während der Ausbildung waren viele erstaunt wieso ich Excel verstanden habe obwohl es mir leicht viel.

- Wirtschaft: Hier gefällt mir, dass die Mathematik greifbar ist und man etwas damit anfangen kann. Hier muss man sich nicht fragen wofür man das braucht nur leider findet es in meiner Arbeit keine Anwendung. Buchhaltung hat mir in der Ausbildung sehr gefallen genauso wie die Kosten-und Leistungsrechnung. Genauso wie Mitarbeiterplanung, wann ich wen wo wie einsetze etc.

 

Gibt es da ein Studium das den Querschnitt daraus bildet? Dachte an so etwas wie UX-Design, Game Design, Mediendesign, E-Commerce oder auch soziale Arbeit.

 

Ich könnte noch mehr schreiben aber ich warte erst mal eure Fragen und Antworten ab.

Bearbeitet von Metal_Rex

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Herzlich willkommen hier im Forum!

Also meiner Meinung nach wird es mit Kunst/Kultur oder Fremdsprachen (die du erst lernen musst!) als Fachfremder ohne Berufserfahrung extrem schwer Geld zu verdienen. Also arbeiten kann man schon in dem Bereich - aber Geld verdienen? Bedenke bitte auch, dass Du für ein solches Studium (egal welches!) mindestens 5 Jahre rechnen musst - wenn Du Gas gibst. Realistisch sind eher 6 oder 7 Jahre. Und dann trittst Du in Konkurrenz zu Personen die Anfang 20 sind... Ich will nicht sagen, dass Du keine Chande hast. Aber das Risiko nach 6 harten Jahren keinen Job damit zu finden wäre mir persönlich einfach zu groß.

 

Ich denke, der Studiengang "Wirtschaftsinformatik" bedient sowohl dein wirtschaftliches Interesse als auch dein Interesse an programmieren (wobei Informatik eben viel mehr ist als "nur" programmieren). Damit hast Du viele Möglichkeiten und kannst ggf. in Bereiche wie E-Commerce einsteigen.

 

Und das beste: Es gibt diesen Studiengang an der FernUni in Hagen, d.h. für relativ kleines Geld.

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Meine Tochter hatte auch das Problem „Was studieren?“. Wir haben eine Menge Test gemacht, aber ein Test ist besonders gut:

https://www.studieren-studium.com/welches_studium_test

 

Du kannst im ersten Schritt den kostenlosen Test machen, dort gibst 5 Studiengänge an und machst die diversen Test. Anschliessend bekommst die Top100 der passenden Studiengänge angezeigt, wobei alle Namen bis auf deine 5 gewählte ausgeblendet sind. Du kannst für einmalig  12 Euro alles frei schalten. 

Ich finde es lohnt sich, das hat meiner Tochter sehr geholfen. 

Und nein, ich bin weder der Betreiber noch habe ich irgendwas mit diesem Angebot am Hut.

 

Gruss

 

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vor einer Stunde, CrixECK schrieb:

wobei Informatik eben viel mehr ist als "nur" programmieren

Deswegen habe ich das Gefühl ist ein Informatik Studium nicht für mich geeignet. Habe auch ein YT Video gesehen in dem jemand von seinem Medieninformatik Studium erzählt hat und das hörte sich trotz Medien sehr nach Informatik und Mathe an. Wahrscheinlich ist da eine FIAE Ausbildung passender oder es müsste speziell ein Studium um App-Entwicklung (z.B. WHB FernUni) sein o.ä.

 

vor einer Stunde, CrixECK schrieb:

Also meiner Meinung nach wird es mit Kunst/Kultur oder Fremdsprachen (die du erst lernen musst!) als Fachfremder ohne Berufserfahrung extrem schwer Geld zu verdienen.

Deswegen hatte ich damals eben gedacht: "Studier Elektrotechnik da verdienste gut und wird gesucht". Bringt eben dann leider nicht viel wenn Interesse/Kenntnisse fehlen oder das Studium persönlich nicht machbar ist. In BWL Studiengänge sind ja auch Englischkurse dabei. 

 

vor 32 Minuten, Kryptobox schrieb:

Wir haben eine Menge Test gemacht, aber ein Test ist besonders gut:

https://www.studieren-studium.com/welches_studium_test

Und ich dachte ich hätte schon jeden Test der letztens Jahre gemacht :D Aber der schein sehr ausführlich und aufschlussreich zu sein.

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vor 1 Stunde, Metal_Rex schrieb:

Deswegen habe ich das Gefühl ist ein Informatik Studium nicht für mich geeignet. Habe auch ein YT Video gesehen in dem jemand von seinem Medieninformatik Studium erzählt hat und das hörte sich trotz Medien sehr nach Informatik und Mathe an.

 

 In BWL Studiengänge sind ja auch Englischkurse dabei.

Also in Hagen muss man für BWL kein englisches Modul belegen, wenn man es nicht will.

 

Und im Wirtschaftsinformatik Bachelor der FernUni (https://www.fernuni-hagen.de/wirtschaftswissenschaft/studium/bachelor_winf/index.shtml) ist jetzt kein dramatisches Mathewissen erforderlich, das über Dein Abitur hinausgeht. "Algo Mathe" ist sicherlich das anspruchsvollste Modul in dem Studiengang, der Rest in wirklich nichts dramatisches (und Algo Mathe könnte man zur Not sogar durch andere Module ausgleichen). Ich habe dort einige Module abgeschlossen (im Rahmen meiner Studiengänge) und fand gerade die IT-Module sehr angenehm.

 

Den Test zu machen, den Kryptobox vorschlägt, ist aber in jedem Fall eine gute Idee!

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Bei deiner Bewertung würde ich an deiner Stelle auch eine Fachwirt-Fortbildung in Betracht ziehen. Es baut auf deine bestehende Ausbildung auf und entspricht auch dem DQR 6 und ist in der Wirtschaft sehr angesehen. 40.000-50.000 Euro wirst du damit auch erzielen können. 
 

Ich finde es schwierig, durch ein Fernstudium oder einen Fernlehrgang in einen ganz anderen Beruf zu wechseln. Es fehlt dir einfach die Berufserfahrung. Selbst wenn du einen Job bekommst, am Anfang wird dir sicherlich niemand ein hohes Gehalt zahlen. Das gebe ich einfach zu bedenken. Was mich etwas wundert, warum arbeitest du mit einer kaufmännischen Ausbildung im Lager?!

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Geschrieben (bearbeitet)

Hallo,

ich kann mich meinen "Vorrednern" nur anschließen: Wing.

 

Vor vielen Jahren machte ich mal einen Test auf was-studiere-ich.de.
Lustigerweise hat dieser Test meine Interessen genau getroffen.

 

So, nun zu deinen (humorvolle Interpretation):

 

Fremdsprachen: Chinesisch oder Japanisch, dann kannst du deine Freizeit für die nächsten Jahre so ziemlich vergessen und wirst immer noch nichts verstehen. Nach einem Studium wie in "Internationale Wirtschaftssprachen" kannst du vieleicht einen ausländischen Gast mal vom Flughafen abholen. Aber man kann ja nie wissen, 加油

 

Kunst: Haben viele Frauen gemacht, die jetzt auf bestimmten chat websites streamen.

 

Programmieren: Wie du gemerkt haben wirst, das ist im Grunde genommen leicht. Sich nach dem Abi und etwas Studium mit Hauptschülern in MS Excel zu messen ist auch nicht grade fair :) Du wirst nach deinem Studium sicherlich nicht mit App Entwicklern aus Indien in Konkurenz treten wollen (schau mal auf Freelancer Websiten nach). Big Data scheint aber interessant zu sein - nach einem Studium in Statistik.

 

Wirtschaft: Ja, Wing-Studiengang, unter höchstmöglicher Anrechnung von ECTS - falls genug vorhanden, dass sich das lohnt und den technischen Teil abdeckt.

 

Weitere Möglichkeit: abhängig von Finanzen und Lebensstil, du müsstest die Zugangsvorraussetzungen für eine staatliche Fachschule (s.g. Betriebswirt) erfüllen. Unter 30 elternloses BaföG, darüber Aufstiegsbafög. Danach auf diesen Abschluss ein Aufbaustudium.
 

Bearbeitet von Suzubaru
schlimmste Grammatikfehler beseitigt, ungewollt zweideutige Formulierung geändert

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Welche Gründe haben zum Abbruch deines ersten Studiums geführt?

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vor 2 Stunden, Aramon schrieb:

Bei deiner Bewertung würde ich an deiner Stelle auch eine Fachwirt-Fortbildung in Betracht ziehen.

Hatte ich auch schon in Betracht gezogen, zumal man dies wohl anscheinend in Vollzeit innerhalb von 3-6 Monaten über die Bühne bringen kann. Aber ja viele Wege führen nach Rom.

 

vor 3 Stunden, CrixECK schrieb:

Und im Wirtschaftsinformatik Bachelor

Daran habe ich auch überlegt. Immerhin etwas worin ich schon arbeite und etwas was mich Interessiert.

 

vor 2 Stunden, Aramon schrieb:

Was mich etwas wundert, warum arbeitest du mit einer kaufmännischen Ausbildung im Lager?!

Meine Jobangebote waren nicht gut vergütet und so bin ich eben dort hinein gerutscht. Auch eher etwas für gelernte Lageristen ist es aber nicht fern von meinem Beruf. Mittlerweile ist es aber für mein Vorhaben aber zeitlich gesehen eine gute Stelle, da ich sofern ich möchte meine Arbeitszeit herabstufen kann.

 

vor 2 Stunden, Suzubaru schrieb:

Kunst: Haben viele Frauen gemacht, die jetzt auf bestimmten chat websites streamen.

Ja das stimmt leider. Und etwas was mir ein wenig sorgen machen würde. Denn ansonsten finde ich so etwas wie Design, etc. echt interessant aber beruflich halt doch schwierig. Man kann natürlich argumentieren, das man nicht unbedingt der Karriere wegen studieren muss sondern des Spaßes und Interesses aber am Ende wollen alle auch davon leben. Aber ansonsten kann man ja noch Pädagogik dran hängen und Berufsschullehrer werden wie ich es so häufig in der Berufsschule hatte :D 

 

vor 2 Stunden, Suzubaru schrieb:

 

Weitere Möglichkeit: abhängig von Finanzen und Lebensstil, du müsstest die Zugangsvorraussetzungen für eine staatliche Fachschule (s.g. Betriebswirt) erfüllen. Unter 30 elternloses BaföG, darüber Aufstiegsbafög. Danach auf diesen Abschluss ein Aufbaustudium.

Auch ein weg. Wobei ich mich dann frage, warum erst 2 Jahre Betriebswirt lernen wenn das Studium 3,5 dauert. Aber ich verstehe den Gedankenweg, weil ich diesen selber angewendet habe. Nach meinem Studienabbruch wollte ich auch eine Ausbildung machen, damit ich was in der Hand habe, bevor ich noch 5 mal das Studium wechsel um das richtige zu finden und dann 6 Jahre Student bin. Ich bekomme aber erstmal kein Bafög mehr da, mein Vermögen zu hoch ist aber gut man kann ja bis 7500€ abspecken.

 

vor einer Stunde, Muddlehead schrieb:

Welche Gründe haben zum Abbruch deines ersten Studiums geführt?

Zum einen hatte ich Probleme überhaupt mit Mathe mit zu kommen. Ich war dort bereits seit einem Jahr aus der Schule raus und war selber nur ein 3er GK Matheschüler. Hohe Mathematik war für mich sehr abstrakt wogegen ich mit KLR, Rechnungswesen etc. aus der Ausbildung etwas machen konnte und wusste wofür es ist. Hier habe ich natürlich zu wenig vorarbeit betrieben und das "nächst Beste Studium" ausgesucht.

Bearbeitet von Metal_Rex

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