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Die Werbung der Fernanbieter: Psychotherapie


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hallo zusammen

mir ist aufgefallen, dass viele einschlägige anbieter (hfh, pfh etc.) damit werben, dass man sich bis zum beginn des eintretens des psych.therapeuten gesetzes einschreiben kann um noch den "alten weg" zu beschreiten. meiner meinung nach ist das etwas irreführend:

1. um in den neuen master zu kommen braucht man im bachelor 6 lp in medizin: grundlagen der medizin für therapeuten, grundlagen der pharmakologie für therapeuten ( siehe approbationsordnung) . Diese bieten alle fernanbieter nicht an.

2. es gibt zwar eine übergangsregelung für alle, die vor dem 1.sep sich einschreiben, es wird aber verschwiegen, dass die ausbildungsinstitute bald nur noch teilnehmer aufnehmen, die nach der neuen regelung studieren.

 

ich erbitte mir da klarheit bzw. wird einem bewusst, dass die privaten fernhochschulen auch geld verdienen wollen und infos streuen, die an der realität vlt scheitern.

vlt interessiert manche, dass man an einigen unis in teilzeit studieren kann. vlt können manche beruf und uni dadurch vereinen, wäre ja eine option.

freue mich auf antworten und anregungen!

 

Bearbeitet von oliver_44
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Mit dem „alten Weg“ ist gemeint, dass man 3 Jahre Bachelor, 2 Jahre Master und dann im Anschluss die 3-jährige Therapeutenausbildung in Vollzeit macht. Das hat erstmal nix mit dem neuen Master zu tun.

 

Woher nimmst du die Gewissheit, dass die Institute bald nur noch Teilnehmer aufnehmen, die nach dem neuen System studiert haben? Hast du da eine Quelle?

 

An welchen Präsenzunis kann man denn Psychologie in Teilzeit studieren? Zumindest an den Unis in meinem Umkreis (Rheinland-Pfalz/Saarland) ist mir dies nicht bekannt.

Viele Studenten sind ja auch ortsgebunden, da ist das nicht so leicht mit Präsenzstudium fernab der Heimat.

 

Also ich sehe nicht, dass z.B. die HFH Infos streut, die an der Realität scheitern...

Bearbeitet von Moondance
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Hallo,

mit dem alten Weg ist es, wie @Moondance sagt.

Allerdings müsste damit eigentlich spätestens dieses Wintersemester Schluss sein, weil ab 1.9.2020 das neue PsychThG in Kraft tritt und wer sich bis dahin nicht eingeschrieben hat, kann seinen Weg eigentlich nicht mehr auf dem alten Weg bestreiten. 

Es wäre gut, wenn du noch ein paar Links zu deinen Infos setzt, dann kann man evtl. mal schauen, wie das gemeint ist :)

LG

Bearbeitet von Vica
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Hi

In berlin ist es möglich in teilzeit zu studieren. Was ich meinte ist, dass in der approbationsordnung (öffentlich per download) 6 lp medizin im bachelor gefordert werden. Darauf weisen die privaten anbieter nicht hin, denke ich. In mehreren artikeln wurde darauf hingewiesen, dass es zweifelhaft ist bis wann ausbildungsinstitute noch nach dem alten weg aufnehmen. Habe ein klares ja oder nein nicht gefunden...meinte eher, dass es da vlt probleme geben kann.

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vor 20 Minuten, oliver_44 schrieb:

Was ich meinte ist, dass in der approbationsordnung (öffentlich per download) 6 lp medizin im bachelor gefordert werden. Darauf weisen die privaten anbieter nicht hin, denke ich. In mehreren artikeln wurde darauf hingewiesen, dass es zweifelhaft ist bis wann ausbildungsinstitute noch nach dem alten weg aufnehmen. Habe ein klares ja oder nein nicht gefunden...meinte eher, dass es da vlt probleme geben kann.


Medizin bzw. Pharmakologie ist kein Pflichtgegenstand des Curriculums des bis jetzt gültigen BSc Psychologie. 
Hier ist z.B. der BSc-Psychologie-Verlaufsplan der FUH:
https://www.ewi-psy.fu-berlin.de/einrichtungen/serviceeinrichtungen/studienbuero_psy/bachelor_science/Studienverlauf-BSC-2013-_online_.pdf 

Was du gesehen hast, ist entweder ein Wahlmodul oder Teil des neues BSc Psychotherapie, wie er ab 1.09.2020 in Kraft tritt. Dort ist Medizin/Pharma enthalten, weil dieser Studiengang zusammen mit seinem Master ja die Therapeutenausbildung ersetzt. 
Wer auf dem alten Weg die Therapieausbildung macht, hat dort Medizin/Pharma. 

Es gibt den Direktstudiengang Psychotherapie aber noch nicht im Fernstudium, sondern nur Psychologie. 

LG

Bearbeitet von Vica
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vor 27 Minuten, oliver_44 schrieb:

Habe ein klares ja oder nein nicht gefunden...meinte eher, dass es da vlt probleme geben kann.

Da stimme ich zu. Probleme kann es geben. Manche Institute schließen ihre Ausbildung früher für die alte Ausbildungsordnung und manche Institute wollen sie bei genügend Bewerbern bis zum Ende durchziehen. Hier ist dann eigene Recherche gefragt, wenn man kurz vor dem Abschluss des Masters in Psychologie ist.

 

vor 30 Minuten, oliver_44 schrieb:

Was ich meinte ist, dass in der approbationsordnung (öffentlich per download) 6 lp medizin im bachelor gefordert werden.

@Moondance und @Vica sind darauf ja schon eingegangen. Ich glaube, du verwechselst den polyvalenten Bachelor der neuen Ausbildungsordnung mit dem bisherigen Psychologiebachelor der noch aktuellen Ausbildungsordnung.

 

vor 8 Stunden, oliver_44 schrieb:

mir ist aufgefallen, dass viele einschlägige anbieter (hfh, pfh etc.) damit werben, dass man sich bis zum beginn des eintretens des psych.therapeuten gesetzes einschreiben kann um noch den "alten weg" zu beschreiten.

Wenn man sich jetzt einschreibt und sich ordentlich reinhängt, damit man in der Regelstudienzeit fertig wird, wäre es mit den oben genannten Einschränkungen sicherlich noch möglich, einen Ausbildungsplatz nach der alten Ausbildungsordnung zu finden. Rein rechtlich gesehen führen die Hochschulen die Leute nicht in die Irre. Und man kann hier eigentlich weder der Politik (wenn man mal von der Diskussion absieht, ob der eingeschlagene Weg wirklich so sinnvoll ist) noch den Ausbildungsinstituten einen Vorwurf machen. Je weniger Bewerber es für die alte Ausbildungsordnung werden, desto weniger ökonomisch ist es für die Institute, die Ausbildung anzubieten. Und wenn die Politik jedem geeigneten Bewerber die Ausbildung bis zum letzten Stichtag zusagt, müsste sie dafür die Kosten decken und naja... wo soll das Geld herkommen? Bleibt nur zu hoffen, dass es nette Ausbildungsinstitute gibt, die miteinander kooperieren und Gruppen zusammenlegen, damit die alte Ausbildungsordnung so lange wie möglich angeboten werden kann. 

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Ja es stimmt. Ich bezog mich auf den neuen bachelor.

vor 1 Stunde, Vica schrieb:

Dort ist Medizin/Pharma enthalten, weil dieser Studiengang zusammen mit seinem Master ja die Therapeutenausbildung ersetzt

Er ersetzt die ausbildung nicht, er ist vorraussetzung. Nach dem studium muss man ja die fachausbildung machen. Aber ich glaub das weisst du ja, lg

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vor 8 Minuten, oliver_44 schrieb:

Er ersetzt die ausbildung nicht, er ist vorraussetzung. Nach dem studium muss man ja die fachausbildung machen. Aber ich glaub das weisst du ja, lg

Im Grund kann man schon sagen, dass der neue Bachelor und Master die derzeitige Ausbildung ersetzen. Mit Abschluss des Masters erhält man ja die Approbation. Die Fachkunde erwirbt man in einer Weiterbildung. Das ist keine Ausbildung 🤪

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vor 12 Minuten, oliver_44 schrieb:

Aber erst mit der fachkunde kann man mit den kassen abrechnen.

Ich gehe davon aus, dass man erst eine Kassenzulassung benötigt, um mit den Kassen abrechnen zu können.

 

Davor kann man aber sicher in einer Klinik unterkommen usw. Das ist ja bei Ärzten erstmal nicht anders. Die können mit Erhalt der Approbation überhaupt erst angestellt werden, unterstehen aber der genaueren Beobachtung von Kollegen, Ober- bzw. Chefärzten. Solange sie keine Fachärzte sind, dürfen sie in einem bestimmten Fachgebiet gar nicht alleine tätig werden (bzw. eben nur unter einem anderen Facharzt) und mit der Kasse rechnet die Klinik ab bzw. die Praxis, in der sie angestellt sind.

 

Oder ist dein Ziel sofort das Eröffnen einer eigenen (Privat)Praxis?

Bearbeitet von TomSon
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