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Warum psychologischer Psychotherapeut werden?


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vor 3 Stunden hat psycCGN geschrieben:

 

Nein. Therapie als Heilkunde durch Psychiater und Therapie als Heilkunde durch Therapeuten kann man doch nicht vergleichen mit dem Verhältnis Arzt - Krankenpfleger. Also diese Aussage ist ausgemachter Unsinn.

 

 

Ein Psychiater darf Medikamente verschreiben, weil diese Person ein Arzt ist. Ein psychologischer Psychotherapeut darf keine Medikamente verschreiben, weil diese Person ein Psychologe ist. Ein ärztlicher Psychotherapeut darf Medikamente verschreiben, weil diese Person ein Arzt ist. Das Verschreiben von Medikamenten ist keine Sache einer anspruchsvolleren Ausbildung sondern es ist eine Sache, welche Grundqualifikation man erworben hat. Du vergleichst hier gerade Äpfel mit Birnen.

 

 

Also den kürzeren, einfacheren aber auch sehr einseitigen und absolut nicht ganzheitlichen Weg gehen, weil man deiner Meinung nach eine anspruchsvollere Ausbildung gemacht hat. Hier nochmal: was für ein ausgemachter Unsinn. 

 

 

Nein. Manche Leute bevorzugen ja auch den Zugang über die Psyche und das Arbeiten mit der Psyche und dem Unterbewussten, weshalb man sich dann für Psychologie entscheidet statt für Medizin.

 

Es tut mir leid, aber die gleiche begrenzte Sichtweise aus dem Urpsungspost spiegelt sich meiner Meinung nach auch in deinem jetzigen Post wieder. Das ist so eine Sache, dass man eigentlich nur die Einstellungen und Meinungen zulässt, die in das eigene Weltbild hineinpassen.


Und was darf dann ein Psychiater nicht, was ein Psychotherapeut darf?

 

Ich würde es verstehen, wenn man als Psychotherapeut Arbeit ausüben darf, die man als Psychiater nicht darf. Das würde das Berufsbild abgrenzen. Aber die Befähigung des Psychotherapeuten ist eben eingeschränkter als beim Psychiater.
 

Jedoch darf ein Psychiater oder ärztlicher Psychotherapeut dasselbe Berufsbild ausüben wie ein Psychotherapeut und darüber hinaus noch andere Privilegien. Und für den Therapeuten bleiben diese Möglichkeiten verschlossen. Innerhalb der Facharztausbildung wird natürlich auch das arbeiten mit der Psyche behandelt wie im Psychologiestudium.

 

Es gibt daher wirklich keinen erklärbaren Grund, Psychologie statt Medizin zu studieren, wenn man Therapeut werden möchte (außer Gründe wie das Abitur war zu schlecht, oder man musste anfangs nicht, was man werden wollte).

 

Psychotherapeut = Ich darf therapieren

Psychiater = Ich darf therapieren und Medikamente verschreiben

 

Ausbildung Psychotherapeut: Ich verdiene kaum Geld, muss mir noch einen Kredit finanzieren

Facharztausbildung: Ich verdiene überdurchschnittlich gut.
 

Mit gesundem Menschenverstand mache ich natürlich die Ausbildung, mit der ich später mehr Möglichkeiten habe.


Dass man als Psychotherapeut sich mehr mit der Psyche des Menschen auskennt als Psychiater ist völliger Quatsch. Auch die Facharztausbildung behandelt die Themen in gleicher Weise, deshalb ist auch die Befähigung zur Therapie vorhanden.

 

Und bitte: Es gibt kaum Kliniken, in der Psychotherapeuten mehr verdienen als Psychiater. In den meisten Kliniken sind die Oberärzte die Führungskraft und die Psychotherapeuten arbeiten darunter. Wir reden hier über Tendenzen, klar gibt es in Sonderfällen Psychotherapeuten, die aufgrund ihrer Berufsjahre besser verdienen als ein frisch gebackener Psychiater. Aber es gibt auch in Sonderfällen auch Krankenschwestern, die mehr als Ärzte verdienen.

 

Zum Teil merkt man hier, dass man mit Studierenden von privaten FHs argumentieren muss 

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Nein. Therapie als Heilkunde durch Psychiater und Therapie als Heilkunde durch Therapeuten kann man doch nicht vergleichen mit dem Verhältnis Arzt - Krankenpfleger. Also diese Aussage ist ausgemachter

Ich habe jetzt gerade wirklich überlegt, ob ich auf diesen Blödsinn überhaupt antworten soll. Ich schaue mir ja dein ewiges Promoten von Nahrungsergänzungsmitteln hier jetzt schon eine ganze Weile an.

Ich glaube fast, dieses Forum ist die falsche Anlaufstelle für deine Fragen. Viele Fernstudenten stehen schon im Beruf und haben sich ihr Leben bereits entsprechend eingerichtet. Es ist dann nicht so

Fotos

vor 1 Stunde hat ClarissaD geschrieben:

Die Argumentation ist unlogisch, also einerseits ist die Psychiater-Ausbildung anspruchsvoller, aber andererseits wählen so viele die psychologische Therapeuten-Ausbildung, weil sie so anspruchsvoll ist? Also ist sie nun anspruchsvoll oder nicht?

 

Das mit dem Realschulabschluss macht auch keinen Sinn. Wenn die Ausbildung nur einen Realschulabschluss voraussetzen würde, dann wäre Psychotherapeut überhaupt kein akademischer Beruf und dementsprechend gäbe es auch gar keine "Nachfrage" von Akademikern (denn diejenigen, die den Beruf ausüben, wären ja keine Akademiker). Aber es hat durchaus (inhaltliche) Gründe, warum es eben doch ein akademischer Beruf ist, die Ausbildung ist nicht aus Jux und Dollerei so lang.

 

"Minderwertige" und "höherwertige" Studiengänge gibt es - das kann ich dir wirklich, wirklich versichern - nur in deinem Kopf. In der Realität sind das keine sinnvollen Kategorien.

Was stimmt ist, dass die Gehaltsaussichten als Psychiater höher sein können (nicht müssen!) als als psychologischer Psychotherapeut. Das bewegt sich allerdings auf einem ziemlich hohen Niveau, also aus dem Grund kein psychologischer Psychotherapeut zu werden, weil Psychiater unter Umständen noch besser verdienen, wäre aus meiner Sicht ziemlicher Humbug. 

Außerdem gibt es ja auch noch einen Unterschied zwischen Psychiatern (Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie) und ärztlichen Psychotherapeuten (die sind meist Fachärzte für Psychosomatik). Erstere verschreiben in der Realität tatsächlich oft eher Medikamente oder machen kürzere psychotherapeutische Interventionen. Letztere arbeiten meist hauptsächlich psychotherapeutisch, also sehr ähnlich wie psychologische Psychotherapeuten. 


Natürlich gibt es höherwertige und weniger wertige Ausbildungen, bzw anspruchsvolle und weniger anspruchsvolle Ausbildung und Tätigkeiten. Was glaubst du denn, warum viele Pflegekräfte / Sanitäter später Medizin studieren wollen? Der umgekehrte Weg, dass ein Arzt sich entscheidet, seinen Beruf niederzulegen und eine Ausbildung zum Pflegepersonal zu machen, weil ihm die Arbeit mehr fordert und erfüllen würde, ist so gut wie nicht existent.

Ich weiß, dass das Thema heikel ist und doof ist anzusprechen, aber so ist eben unsere Welt.

 

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vor einer Stunde hat Silberpfeil geschrieben:


Bei der Argumentation frage ich mich ernsthaft, ob Du je eine Klinik von innen gesehen hast.

 

Viele Pflegefachkräfte haben mittlerweile mindestens einen Bachelorabschluss. 

Es geht zwischen Ärzten und Pflegepersonal nicht um eine Hierarchie, und ganz sicher auch nicht zwischen Psychiatern und Psychotherapeuten.

 

In einer Klinik (und generell bei der Behandlung von Patienten) geht es um den Patienten. Wer meint, dort einen Wettbewerb um Status eröffnen zu müssen, wird sich ganz schnell erschrecken...


Das ist schön, dass viele Pflegekräfte einen Bachelor haben. Trotzdem ändert es nichts, dass sie dieselbe Arbeit tun. 
Ein Krankenpfleger bleibt Krankenpfleger, auch wenn er Pflegemanagement studiert hat. Eine Zahnarzthelferin bleibt Zahnarzthelferin, auch wenn sie Dentalhygiene studiert hat.

 

Die Aussage, dass es im Beruf in der Klinik nur um den Patienten geht, ist extrem engstirnig. Klar steht der Patient im Vordergrund, trotzdem gibt es noch eine Hierarchie. Und die ist z.T extremer als in der Wirtschaft. 
 

Der Arzt sagt dem Krankenpfleger was zu tun ist, nicht andersrum. Der Oberarzt sagt den Fachärtzen was zu tun ist, nicht andersrum. Der Chefarzt sagt den Oberärzten was zu tun ist, nicht andersrum.

 

Wer wie ich in der Klinik bereits gearbeitet hat, weiß, dass die Realität anders als das Wunschdenken ist.

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Auch dies Antwort finde ich sehr arrogant. Sie zeugt für mich von wenig Wertschätzung anderen Menschen gegenüber, keine guten Voraussetzungen für einen zukünftigen Arzt.

 

Sorry, das bezieht sich auf Dein oben erwähntes Zitat.

Bearbeitet von SabiS
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vor 5 Minuten hat SabiS geschrieben:

Das impliziert ja, dass der Beruf des Arztes anspruchsvoller als der einer Pflegefachkraft ist.

 

Da muss ich als Krankenschwester mit zahlreichen Fachweiterbildungen aber sofort deutlich widersprechen.

 

Es sind einfach zwei verschiedene Berufsfelder, die miteinander zusammen arbeiten. Weder das eine noch das andere ist anspruchsvoller. 

Wenn Du Deine Meinung den pflegenden Kollegen mit ihrem großen Fachwissen gegenüber nicht grundlegend änderst, wirst Du leider in der klinischen Praxisarbeit scheitern. Du wärst nicht der erste. Zum Glück findet man in den Krankenhäusern nicht mehr so viele solcher jungen Ärzte.

 

Zusammenarbeit ist alles in der Medizin.

 


Wenn der Job einer Pflegekraft genauso anspruchsvoll wie der Job eines Arztes ist, warum werden dann beide Jobs nicht gleich vergütet?

 

Warum muss der Arzt 6 Jahre + 5 Jahre Facharztausbildung leisten, das Pflegepersonal nur eine 3 jährige Ausbildung?

 

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