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Im M. Sc. Psychologie an Fernuni wechseln


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Hallo zusammen,

man liest ja häufig, dass Studenten von der Fernuni Hagen dort ihren Bachelor machen und dann entweder noch im Bachelor, spätestens jedoch für den Master an eine Präsenzuni wechseln möchten. Vielleicht kennt jemand einen umgekehrten Weg?

Ich bin derzeit an der IUBH im Bachelor Psychologie eingeschrieben und hatte eigentlich vor anschließend an der SRH Mobile University den Master zu machen und die PT-Ausbildung dann in Baden-Württemberg. Nun kam es heute in einer WhatsApp-Gruppe zu Überlegungen, ob es nicht möglich wäre, den Master an einer Fernhochschule zu beginnen, dort die klinischen Module zu absolvieren und dann an die Fernuni Hagen zu wechseln, um dort den Master abzuschließen? Hat hier jemand Erfahrung inwieweit dies dann als Zulassung für die PT-Ausbildung (z.B. in NRW oder RLP) funktionieren würde? Es wäre ja ein Uniabschluss, jedoch weiß ich nicht inwieweit es in Ordnung ist, wenn man die klinischen Module nicht in den letzten 2 Semestern abgeschlossen hat? Meint ihr das könnte Probleme geben? Mich irritiert die Formulierung im alten Psychotherapeutengesetz, dass das Fach Klinische Psychologie in der Abschlussprüfung eingeschlossen sein muss. Aber ein Absatz weiter steht, dass Masterabschlüsse gleichgestellt sind, sofern das Fach Klinische Psychologie nachweislich Gegenstand einer Prüfungsleistung ist, sodass dieser Weg ja eigentlich funktionieren müsste. Ich habe jetzt auch mal die Landesprüfungsämter in NRW und RLP angeschrieben, aber dachte ich frag trotzdem mal hier nach.

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vor 33 Minuten, NiciS schrieb:

Mich irritiert die Formulierung im alten Psychotherapeutengesetz, dass das Fach Klinische Psychologie in der Abschlussprüfung eingeschlossen sein muss.

Kann es sein, dass sich dieser Satz auf die Diplom-Psychologen bezieht?

 

vor 34 Minuten, NiciS schrieb:

Masterabschlüsse gleichgestellt sind, sofern das Fach Klinische Psychologie nachweislich Gegenstand einer Prüfungsleistung ist,

Die Prüfungsämter, allen voran das in NRW, sind eher weniger flexibel in der Handhabung, wer zur PT-Ausbildung zugelassen ist und wer nicht. Dort sind die Unis und FHs in Listen eingetragen, deren Abschlüsse den Zugang ermöglichen. Eine Hochschule, die nicht eingetragen ist, dessen Abschluss erfüllt auch nicht die Voraussetzungen für die PT-Ausbildung. Die Fernuni Hagen erfüllt aufgrund der fehlenden klinischen Module nicht die Voraussetzungen für die Zulassung. Also wird sie auch nicht in den Listen der Prüfungsämter geführt. Da hilft es dann leider auch nicht, klinische Module an einer Fernhochschule zu absolvieren, die auch nicht von den Prüfungsämtern anerkannt ist, um dann an eine nicht anerkannte Uni zu wechseln. 

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Meines Erachtens kann das oben Beschriebene nicht klappen, weil man beim Übergang private Fernhochschule zur Fernuni Hagen eine Anrechnung bereits abgelegter Leistungen beantragt, die mit den Modulen der Fernuni Hagen übereinstimmen (in Inhalt und ECTS). Da die Fernuni Hagen aber keine klinischen Module hat, werden diese nicht angerechnet, ergo erscheinen sie auch nicht im Transcript am Schluss. Man hat dann zwei Scheine an einer privaten Fernhochschule abgelegt. Punkt. Sie sind nicht Teil des Masterabschlusses.

 

Der Master der Fernuni wird dadurch nicht zu einem Master mit klinischen Inhalten. Vielmehr hat man dann zwei lose Scheine, die man möglicherweise zum Masterzeugnis dazu legen kann, wenn man sich wo bewirbt. Aber ob das jemand "als klinische Inhalte in der Abschlussprüfung" anerkennt, glaube ich nicht. Ich glaube auch nicht, dass es einen Unterschied macht, ob diese Inhalte in den letzten zwei Semestern erworben wurden oder nicht.

 

Ich denke eher, wenn jemand mit einer ähnlichen Kombi liebäugelt, dass der Wechsel von Fernuni zu staatlicher Uni mit Präsenzstudium Sinn ergeben könnte. Wobei ich mich hier vorher informieren würde, welche Module voraussichtlich vollumfänglich von der jeweiligen staatlichen Uni anerkannt werden würden und welche eher nicht, damit man nicht zu viel Zeit an der Fernuni damit verbringt, Scheine zu erlangen, die man dann sowieso nicht anrechnen lassen kann.

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Ich stimme @TomSon zu und schätze das so ein, dass der Plan leider nicht aufgeht. 

Am Ende zählt nur ein zusammenhängendes Master-Studium. Wie bereits erwähnt wurde: Wechselt man von privater Hochschule zur FUH, kann man sich an letzterer Module anrechnen lassen. Jedoch nur solche, die es auch in Hagen gibt, also inhaltlich äquivalent sind. 

Hagen hat aber keine klinischen Module, weswegen die dafür geleisteten ECTS auch nicht übernommen werden können. 

 

Was bleibt, sind dann Scheine in klinischer, die so losgelöst vom Master leider praktisch nichts bringen, da die genaue Anzahl der ECTS in klinischer für das Masterstudium festgeschrieben ist im PsychThG. Damit ist tatsächlich ein Master gemeint.  Selbst wenn Institute damit nicht so das große Problem haben, Leute auch mit externen Scheinen zuzulassen: Die LPAs werden es in aller Regel nicht tun, schon gar nicht das in NRW. Wie @psycCGN erwähnt: Dieses ist sehr rigide in der Regelkonformität. 

Würden externe Scheine ohne Wenn und Aber akzeptiert, hätten wir zudem wesentlich mehr angehende Psychotherapeuten. 

 

Am besten und risikioärmsten ist es, ein Psychostudium mit klinischem Schwerpunkt zu wählen, am besten an einer Universität. Dies geht aber auch an besagten Hochschulen - jedoch nur in bestimmten Bundesländern (Pendeln ist nicht die schlechteste Sache :)). 

LG

 

 

Bearbeitet von Vica
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