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Das Hagener Manifest zu New Learning - Diskussion und Unterzeichnung


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  • Admin

Vielen Dank für deine Überlegungen. 

 

Ich denke auch, dass es auf die Lernform oder vielmehr die Prüfungsform ankommt. Und auch da ist ja viel in Bewegung und die reine Wissensabfrage wird zwar immer noch oft praktiziert (ist ja auch so schön einfach - besonders für die Korrektur 😉), aber vermehrt werden auch andere Prüfungsformen angeboten, bei denen es mehr um die Anwendung oder wissenschaftliche Diskussion geht.

 

Und gerade auch im akademischem Fernstudium ist oft die Rede von einer Community of Practice, zu der dann sowohl Lehrende aus auch Lernende gehören können, um sich auszutauschen.

 

 

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  • Admin

Und weiter mit der nächsten These:

Zitat

 

5. New Learning bedeutet vernetztes Lernen.

New Learning heißt für uns, Lernen vernetzt zu gestalten. Lern-Settings müssen sich an die Alltags-, Berufs- und Lebenswelt der Lernenden anschließen. Nur dann befördern sie erfahrungsbasiertes und motivierendes Lernen und schaffen emotionale und sinnliche Zugänge zum Lernen auf vielen Ebenen. Zugleich ermöglicht und erfordert New Learning neue Methoden des vernetzten Lernens, um digitale Medien didaktisch sinnvoll einzusetzen.

New Learning braucht:

  • digitale und vernetzte Lehr- und Lernkonzepte, die konsequent auf allen Bildungsebenen verankert sind und digitale und analoge Formate sinnvoll zusammendenken;
  • Zeit für den produktiven Austausch, um fundamental neue, effiziente Formen von Vernetzung und Kooperationen zu entwickeln.

 

 

Ich finde, das macht das Fernstudium schon sehr gut, da oft die berufliche Praxis mit den Inhalten des Studiums oder der Weiterbildung verknüpft wird. Aber was könnte noch mehr gehen? Was würdet ihr euch hier noch wünschen?

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  • 2 Wochen später...
  • Admin

Virtueller Kongress zum Hagener Manifest: FernUniversität lädt zur Diskussion über New Learning ein 
26.11.2020, 15:00 - 17:45 Uhr unter fernuni.de/virtueller-kongress

 

Programm
Der virtuelle Kongress greift die Forderungen des Hagener Manifests zu New Learning in unterschiedlichen Formaten auf und öffnet ein Forum für inhaltlichen Austausch. Es diskutieren Expert*innen aus Wissenschaft, Lehrpraxis und Politik:

15:00-16:00 Uhr Begrüßung und Impulse: Was heißt New Learning? Zugänge aus der Wissenschaft
16:00-16:40 Uhr Workshops: Wie wirkt New Learning? Anwendungen – Vernetzung – Initiativen (unter anderem mit Netzlehrer Bob Blume, „Bildungsquerulantin“ Anja C. Wagner und Uwe Elsholz, Professor für Lebenslanges Lernen)
16:45-17:45 Uhr Podiumsdiskussion: Was braucht New Learning? Handlungsbedarfe der Politik. FernUni-Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert im Gespräch mit Expert*innen für Bildungspolitik aus dem Deutschen Bundestag

Moderiert wird der Kongress von der Bildungs- und Wissenschaftsjournalistin Britta Mersch

 

Die  Impulsvorträge und die Podiumsdiskussion werden live auf dem YouTube-Kanal der FernUniversität gestreamt. Für die Teilnahme an den Workshops ist eine Anmeldung notwendig. Diese werden über Zoom durchgeführt.

 

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  • Admin

These 6:

 

Zitat

 

6. New Learning ermöglicht flexibles und selbstbestimmtes Lernen.

New Learning entwickelt die Lernkultur weiter: Lernen in Projekten und über digitale Formate löst den reinen Frontalunterricht nach und nach ab. Menschen lernen individuell, selbstbestimmt, teamorientiert, zeitlich und örtlich flexibel. Sie werden zugleich Teil einer unterstützenden Community, die von und miteinander in gesellschaftlicher Verantwortung lernt.

New Learning braucht:

  • eine Lernkultur, die neue Freiheiten, Kollaboration und (eigen-)verantwortliches Lernen in der Bildung stärkt;
  • institutionalisierte Bildungsstrukturen, die flexible und selbstorganisierte Formen des Lernens ermöglichen.

 

  •  

Auch hier würde ich sagen, dass es das oft im Fernstudium schon gibt - auch wenn die Kollaboration häufig wohl noch ausbaufähig ist.

 

Andere Meinungen?

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  • Admin

Und die nächste These - besteht noch weiteres Interesse an einer Diskussion? - Ansonsten stelle ich die verbleibenden Thesen in einem Rutsch ein.

 

Zitat

 

7. New Learning misst Lernerfolge an individuellen Zielen.

Wir sind überzeugt: Lernerfolge lassen sich nicht nur an Abschlüssen festmachen. Mindestens genauso wichtig ist es, lernfähig zu sein, zu bleiben und individuelle Ziele zu erreichen (zum Beispiel die Erweiterung des Qualifikationsbereiches oder persönliche Weiterentwicklung). Zu Lernprozessen gehört es dabei auch, Fehler zu machen; eine gelebte Fehlerkultur ist dem Lernerfolg zuträglich.

New Learning braucht:

  • die gesellschaftliche und bildungspolitische Anerkennung von Lernerfolgen jenseits bestehender Bildungsabschlüsse;
  • alternative, modulare Bildungsformate und Qualifizierungsnachweise, die fest im Bildungssystem eingeführt sind;
  • eine Lernkultur, die Fehler nicht als Scheitern, sondern als produktiven Aspekt von Lernprozessen begreift.

 

  •  

Fehlerkultur und individuelle Ziele gibt es im Fernstudium ja noch wenig - oder?

 

Die freiwilligen Einsendeaufgaben finde ich zum Beispiel eine sehr gute Möglichkeit, um Fehler machen zu dürfen, da es (im besten Fall) ein ausführliches Feedback gibt und oft auch eine Note, diese aber nicht in die Fachabschlussnote mit einfließt.

 

Für individuelle Ziele fallen mir jetzt keine Beispiele ein, dass ein Anbieter diese gemeinsam mit den Teilnehmern festlegen würde. Aber vielleicht gibt es das doch schon?

 

Ansonsten steht es natürlich jedem Einzelnen frei, sich selbst individuelle Lernziele festzulegen, die er neben dem formalen Abschluss erreichen möchte.

 

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Hallo

 

Zum Thema 'Fehlerkultur':

 

Ich glaube, das geht schon - wenn der Kontakt zwischen Teilnehmer und Dozent / Tutor relativ eng ist. Ähnlich wie bei den von Dir schon genannten Übungsaufgaben, machen "wir" das so, dass auch die Einsendeaufgaben zu unseren Kursen mehrmals hin und her wandern und der Lerner die Hinweise des Tutors einarbeiten kann, wenn er dies möchte. Unser Ziel ist es dabei, Fehler als einen normalen Teil des Lernprozesses zu bewerten, die  dabei helfen sollen, langfristigere (und hoffentlich ) bessere Lernerfolge zu ermöglichen.

 

Zum Thema 'individuelle Lernziele'

 

Oft kann man dies erreichen, wenn die TN Projekte bekommen, deren Ergebnisse sie in ihrem Job tatsächlich anwenden können. Bei unserem Kurs "Dozent werden" kann dies  z.B. so aussehen, dass ein TN aus dem medizinischen Bereich eine echte Unterrichtsstunde zum Thema "Schockraum-Management" vorbereitet und anschließend auch mit seinem Fern-Tutor reflektiert.

 

Ein anderes individuelles Lernziel kann aber auch darin bestehen, dass ein Teilnehmer den Kurs innerhalb von  nur vier Monaten abschließen will und mit seinem Tutor ausmacht, dass er ihm ab und zu Dampf macht. ;)

 

Anne Oppermann

(Fernstudienakademie)

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  • Admin

Vielen Dank, Anne, dass du hier erneut eure Erfahrungen als Anbieter rein bringst mit sehr schönen Beispielen. Sehr schön finde ich sie auch deshalb, weil sie deutlich machen, wie wichtig eine individuelle Betreuung durch Menschen auch in einer Welt der Digitalisierung, in der möglichst viel automatisiert und skaliert werden soll, ist.

 

 

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  • Admin

Und hier die nächste These:

 

Zitat

 

8. New Learning sieht Technologie als Chance – ohne Risiken zu ignorieren.

New Learning ist für uns untrennbar mit neuen Technologien wie Künstliche Intelligenz, Learning Analytics, Big Data und Blockchain verbunden. Sie dienen als Grundlage für intelligente und kooperative Lernumgebungen. Diese bieten neue Interaktionsformen sowie individuelle und personalisierte Möglichkeiten des Lernens – erfordern aber auch einen kritisch-reflektierten Umgang.

New Learning braucht:

  • Bildungstechnologien, welche die individuellen Stärken der Lernenden und ihre Lernkompetenz besser fördern und damit auch ihr Selbstvertrauen und ihre Selbstbestimmung stärken;
  • die systematische Gestaltung digitaler Lehre als barrierearm, diversitätssensibel und bedürfnisorientiert;
  • die kontinuierliche Bewertung und Korrektur negativer Auswirkungen, zum Beispiel von algorithmischer Befangenheit.

 

  •  

Klar bringen die neuen Technologien Chancen und auch Nutzen mit sich. Ich finde es aber auch ganz wichtig, hier die Risiken mit zu berücksichtigen und zum Beispiel die Frag zu stellen, wir sehr wir KI vertrauen und das denken unkontrolliert auslagern wollen, gerade wenn es um selbstlernende und sich immer weiter selbst entwickelnde Systeme geht, bei deinen irgendwann keiner mehr so genau weiß, was denn da genau vor sich geht.

 

Oder im Lernumfeld denke ich da an automatisierte Bewertungen von Prüfungen, nicht mehr nur im Multiple Choice Format, sondern auch von freien Texten.

 

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