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LucyInTheSky

Betriebswirtin werden! Bloß wie?

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Hallo,

 

ich bin Art Direktorin und habe einen kleinen Beherbergungsbetrieb. Diesen wollte ich vor Corona vergrößern und mich diesbezüglich weiterbilden. Deswegen bin ich seit zwei Monaten auf einer Ganztags-Hotelfachschule, wo ich innerhalb von zwei Jahren staatlich geprüfte Hotelbetriebswirtin (DQR 6) werden könnte. Da ich Kinder habe, eine Stunde einfachen Fahrtweg auf mich nehmen muss und ich privat allerlei Trouble habe, habe ich Angst, dass ich das nicht packe. Ausserdem bin ich mir seit Corona unsicher geworden, was die Fachrichtung angeht. Ich denke, der Schwerpunkt Marketing macht mittlerweile mehr Sinn für mich. Also überlege ich, die Schule abzubrechen und den Betriebswirt an einer Fernschule zu lernen und mich staatlich prüfen zu lassen. Spontan gefielen mir die Angebote von ILS. Nachdem ich zwei Tage das Internet durchrecherchiert habe, bin ich unsicher geworden, wie dieser Abschluss angesehen wird oder ob es doch die Fernuni Hagen sein sollte. Da müsste ich mich allerdings ganz neu reindenken und mich noch weiter spezialisieren. Da ich noch nicht genau weiß, was ich hinterher machen will, gefällt mir das breit gefächerte undd praxisbezogene an dem staatlich gepüften Betriebswirt eigentlich ganz gut. Ich kann. mir gut vorstellen, dass in eine Marketingabteilung gehe / Markenberatiung machen, weil ich da mit meinem jetzigen Beruf natürlich schon drin bin. Aber genau weiß ich es überhaupt nicht 😅 Wer kann mir in diesem Fall einen Tip geben?

 

Danke und liebe Grüße

Lucy

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Also dass Du Dich an der Fernuni weiter spezialiseren muesstest, sehe ich eigentlich nicht. Du wuerdest doch einen Bachelor machen, und das kaeme doch der Bachelor Wirtschaftswissenschaft in Betracht. Das ist eigentlich nicht sehr spezialisiert. Das Studium ist eigentlich gerade generalistisch ausgelegt. Es ist natuerlich ein Universitaetsstudium, damit sicher theoretischer als eine Weiterbidlung. Praktisch(er) oder theoretisch(er) ist hier eher die Entscheidung, denke ich, als spezialiert oder generalistisch. Niemand kann Dir sagen, was Du machen sollst, fuerchte ich. Verstehe ich es richtig, dass Du den Beherbungsbetrieb aufgeben moechtest und in ein Unternehmen einsteigen? Generell ist ein BWL-Studium dafuer geeignet, in einem Unternehmen anzufangen. Zusammen mit Berufserfahrung stehen die Chance m. E. nicht schlecht, wobe natuerlich Marketing ein sehr begehrtes Feld ist.

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Vielen Dank für deine Antwort. Den Beherbergungsbetrieb möchte ich behalten. Dieser läuft aber fast von alleine und lastet mich nicht aus. Vor allem reicht es finanziell nicht. Als freie Art Direktorin ist es auch nicht leicht. Deswegen würde ich mir nach dem Studium / der Schule ein weiteres selbsständiges Standbein aufmachen, meine Selbstständigkeit weiter entwickeln oder aber in einem Unternehmen einsteigen. Pivat ändert sich gerade bei mir so einigs und es ist leider nicht absehbar (eventuell Trennung, dann Umzug, vielleicht steige ich aber auch bei einem Kunden ein, der selber eine Schule hat, alles ist möglich). Von daher möchte ich so breit aufgestellt sein, wie möglich. Aber ich möchte auch realistisch sein, also, mir nicht zu viel zumuten. Und irgendwie erscheint mir ein Praxisbezug auch realistischer als zuviel Theorie. Bin knapp über 40, das kommt auch noch dazu. 😱Also, etwas ganz neues ist auch utopisch. Im Grunde wollte ich mich hier vergewissern, ob so ein staatlich geprüfter Betriebswirt, vwrmittelt duch die ILS, einen guten Ruf hat und in meinem Fall zu empfehlen wäre. Oder ob es Gegenstimmen gibt. Danke nochmal.


 

Bearbeitet von Markus Jung
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Ich habe selber mal einen Lehrgang beim ILS gemacht und war dort zufrieden. Grundsätzlich ist mir, was ILS als Anbieter angeht, nichts Negatives bekannt.

 

Das Problem ist, dass kein Lehrgang/Abschluss an sich gut oder schlecht ist, sondern immer im Zusammenhang mit dem angestrebten Verwendungszweck betrachtet werden sollte. Der geprüfte Betriebswirt ist ein nicht-akademischer Abschluss; das muss dir halt bewusst sein. Deutlich flexibler, auch im Hinblick auf eine berufliche Veränderung, wäre da m. E. ein betriebswirtschaftlicher Bachelor (mit oder ohne Spezialisierung), weil du damit in den akademischen Bereich kommst, was dir noch mal zusätzliche Türen öffnen könnte. Ob nun zwei Jahre für den Betriebswirt oder drei Jahre für den Bachelor - das wäre ja evtl. eine Überlegung wert. Du hast ja auch noch mehr als 20 Arbeitsjahre vor dir, da könnte es sich vielleicht doch lohnen, jetzt ein Jahr mehr in eine Weiterqualifizierung zu investieren.

 

Also ich würde sagen, etwas falsch machen wirst du mit dem ILS-Lehrgang vermutlich nicht. Ob das in deinem Fall die empfehlenswerteste Option ist, hängt aber maßgeblich von deinen Wünsche und Plänen ab.

Bearbeitet von Alanna

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Zuerst einmal:

 

Welche Voraussetzungen bringen Sie denn mit? Wie gewohnt sind Sie, aus Skripten und Büchern zu lernen? Wie gewohnt sind Sie, alleine zu lernen, zu selbstbestimmten Zeiten, ohne die feste Struktur einer Präsenzausbildung? Denn danach richtet sich ja auch, ob ein Studium für Sie in Frage kommt.

 

Und dann: Sie sind Anfang 40, da sollte ein qualifizierender Abschluss in erreichbarer Nähe sein. Ein Fernstudium dauert sechs Semester, das sind theoretisch drei Jahre. Mit Berufstätigkeit und Familie schafft das kaum jemand in dieser Zeit; zumindest lese ich das hier.

 

Zum Schluss die Finanzen: Ein Fernstudium an einer privaten Fernuni kostet! Ich weiß nicht, wie viel Sie für die ILS bezahlen müssten. Stellen Sie die Kosten für den Hotelfachwirt daneben, von dem Sie ja schon die ersten zwei Monate hinter sich haben.

 

Zur Akzeptanz: Ich glaube nicht, dass die Hotelfachschule weniger akzeptiert ist als der ILS-Abschluss. Oder auch umgekehrt. Ich habe in meiner Beratungstätigkeit viele Lebensläufe gesehen, in denen Ausbildungen innerhalb des Hotelfachs gemacht wurden und die dann trotz dieser "Spezialisierung" den Weg in andere Branchen gefunden haben.

 

Das wären die Punkte, die Sie bei einer Entscheidung für sich klären sollten. Und natürlich, wo Sie mit einem neuen Abschluss hin wollen beruflich. "Ins Marketing" ist da nicht konkret genug.

Bearbeitet von Markus Jung
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Nochmal zum Staatlich geprüften Betriebswirt. An ILS, SGD usw. wird auf die staatliche Prüfung vorbereitet. Ist im Prinzip wie beim Abitur. Das ist dann ein staatlicher Abschluss.

 

Es gibt natürlich auch andere Betriebswirte von VWA, ILS oder eben IWW.

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Das war auch mein Gedanke, Alanna, dass ich mit einem akademischen Abschluss flexibler bin und es mehr Möglichkeiten mit sich bringt. Aber was KanzlerCoachig sagt, sind eben auch meine Bedenken: Schaffe ich das? Es ist ja doch mehr theoretischer Stoff und man ist auch nicht so flexibel. 

Zu den Finanzen... Wenn ich es richtig verstanden habe, werden die Hälfte der Studiengebühren der ILS als Bafög übernommen. Bei der Fernuni nur bis zum Alter von 35 Jahren. Wenn dem wirklich so ist, haben sich die Überlegungen wohl erledigt. Drei Jahre Studiengebühren selbst zu bezahlen, kann ich mir nicht leisten. Ich war nur verunsichert, ob das reicht, oder ob es viel weniger Wert ist, als der Bachelor (obwohl gleiches DRQ Level). Mein Gefühl sagt mir, das sich der Titel "Staatlich geprüfte Betriebswirtin" in Zusammenhang mit Art Direktion doch ganz interessant anhört. Ich habe schon viele Stellenanzeigen, z.B. als Junior Marketing Manager gesehen, die zu mir passen würden. Ich kann mir auch gut vorstellen, in einem kleinen Unternehmen Art/Kreativ Direktorin zu sein und das Marketing mit zu übernehmen. Oder umgekehrt.

Ob ich das schaffe, so selbstständig zu lernen, ist natürlich auch interessant. Ich kann von den zwei Monaten Schule sagen, dass ich den meisten Stoff am besten gelernt habe, wenn ich ihn Zuhause alleine in Ruhe gerne habe. Der Unterricht hat mir nicht so viel gebracht.

Ach so, und die Frage war nicht, ob ich an der Hotelschule bleibe, denn der Grund, dass ich wechseln will, ist, dass es so anstrengend und zeitaufwendig ist, da jeden Tag hinzufahren, zumal ich Dinge lerne, die ich nicht brauche. Die Frage war eher, ob Staatl. Gepr. Betriebsw. oder Bachelor. Aber ich glaube, die hat sich langsam beantwortet.

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vor 10 Minuten, LucyInTheSky schrieb:

Zu den Finanzen... Wenn ich es richtig verstanden habe, werden die Hälfte der Studiengebühren der ILS als Bafög übernommen. Bei der Fernuni nur bis zum Alter von 35 Jahren. Wenn dem wirklich so ist, haben sich die Überlegungen wohl erledigt. Drei Jahre Studiengebühren selbst zu bezahlen, kann ich mir nicht leisten.

 

Vielleicht solltest du erst einmal prüfen, ob du überhaupt Bafög berechtigt bist. Da spielen in der Regel auch noch andere Faktoren als das Alter mit rein.

 

Mit einer Weiterbildung zum Staatlich geprüften Betriebswirt bist du nicht schlecht aufgestellt. Ob dir ein Bachelor in der Praxis mehr bringt, ist schwer zu beurteilen, weil dies natürlich von verschiedenen Faktoren abhängt. Da es sich beim sgB um eine Weiterbildung handelt, die in der Regel auf eine Ausbildung aufbaut und sich an Praktiker richtet, wird der direkte Praxisbezug höher sein, als beim Bachelor. Aber ein Titel ist ja auch nur ein kleiner Teil vom Ganzen. Entscheidend ist letztendlich, was du nachher damit machen willst und wie du dich dann selber verkaufst. Man könnte allerdings auch argumentieren, wenn du sowieso schon so viel Geld und Zeit investierst, du auch gleich einen Bachelor machen kannst. Vom zeitlichen Aufwand her ist das vergleichbar. 

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