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Anrechnung von Vorleistungen in einem Mintstudiengang


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In einem anderem Thema habe ich gesehen, dass für ein Maschinenbaustudium pauschal 2 Semester angerechnet werden.

Im betriebswirtschaftlichen Bereich kann ich es ja noch einigermaßen verstehen, aber in einem Mint Studium holt man sich selbst innerhalb von wenigen Wochen mit dem Stoff ein. Vor allem im Mathematisch-technischem Bereich. 

Lass einen Industriemeister mal bitte die erste Matheklausur schreiben. Da wäre ich mal auf das Ergebnis gespannt. 

Einzelne Module kann ich auch verstehen. Wenn jetzt jemand beruflich programmiert und es dann angerechnet bekommt ok, aber 2 Semester für einen Industriemeister, lächerlich. Das ist allein schon mehr Zeit, als der Meister dauert.

Bei 2 Semestern ist ja auch Mathe 2 enthalten oder? Das heißt ein Meister kann ein ganzes Studium, ohne ein einziges Mathemodul zu machen, durchziehen? Der kann ja am Ende nicht mal die einfachsten Dinge berechnen. Sorry da fehlen mir echt die Worte....

Was haltet ihr denn so davon?

Bearbeitet von brotzeit
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  • Admin

Kannst du das bitte mal konkret machen? Was wird wo für welchen Meister und welchen Studiengang in welchem Umfang als Vorleistung anerkannt?

 

Spannend wäre dann ja die Frage, wie Studierenden mit diesen Anrechnungen im Studium zurecht kommen. Denn zum Beispiel Mathe wird ja auch später für andere und nicht anerkannte Module benötigt. Scheitern die Studierenden, die auf diesem Weg ins Studium rein gekommen sind dort wirklich?

 

Deine Pauschale Unterstellung, dass Meister ja nichtmals die einfachsten Dinge berechnen können  und die Anrechnung lächerlich wäre, bringt überhaupt nicht weiter, wirkt höchstens beleidigend für alle, die den Meister gemacht haben...

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Diploma rechnen direkt 3 Semester für Techniker an.
 

Zitat

Um 8  Uhr habe ich das erste Mail geschrieben und jetzt um 15 Uhr nach 5. Nachfrage und Diskussionen,  habe ich erfahren, dass  die bei Industriemeister Metall  2 Semester anrechnen.  Wow... "informiert sei'. 

🤘😊 puhh.

Das hatte mooroc geschrieben und es war die HFH.

 

Naja, ich bin Techniker und war/bin weit von dem entfernt was im Studium gelehrt wird. Techniker dauert 2 Jahre, Meister nur maximal 11 Monate. Woher soll bitte das Wissen kommen?

Der Meister ist auf keinen Fall lächerlich, nur die Anrechnung ist lächerlich. Ich wollte die Meister keinesfalls beleidigen, sondern nur klarstellen, dass diese Ausbildung inhaltlich nichtmal in die Nähe eines Studiums kommt. Die Unterstellung bezog sich auf das Ende des Studiums. Was hättest du berechnen können ohne die Mathemodule deines Studiums? Du hättest es ja praktisch nicht gelernt oder?
Das sind 2 verschiedene paar Stiefel. Mathematisch macht man da eher Mathe u Physik Niveau Realschule 10te Klasse. Aber maximal. Ich habe es direkt verglichen mit einem Industriemeister. Der Stoff ist auch rein praxisbezogen, ja selbst die Theorie ist Praxis und das muss ja auch so sein. Die sollen ja Arbeiten können, mit echtem Skill. Techniker ist auch so, nur mit viel mehr Theorie, die auch ausschließlich praxisbezogen ist. Der Unterschied ist, das man beim Techniker unter anderem noch allgemein-bildende Fächer hat, die beim Meister fehlen.

 

Aber mit einem Studium hat das alles nur wenig zu tun. 

 

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Moin,

ich glaube nicht, dass damit "die ersten beiden Semester" gemeint sind, sondern nur Kurse die in Summe vom Umfang 2 Semestern entsprechen.

Ich denke das kommt gut hin. Für eine normale 3-jährige Berufsausbildung bei der IHK bekommt man an der IUBH, je nach Fach yadda yadda, etwa 25 bis 30 ECTS angerechnet. Wenn man dann noch eine umfangreiche Weiterbildung draufsetzt landet man schnell bei den 40 bis 50 ECTS mit denen man 2 Semester füllen könnte.

 

vor einer Stunde hat brotzeit geschrieben:

Lass einen Industriemeister mal bitte die erste Matheklausur schreiben. Da wäre ich mal auf das Ergebnis gespannt. 

Wenn die Person einen entsprechenden Kurs anerkannt bekommen hat, hat die Person auch irgendwann einmal einen dem Inhalt und Umfang entsprechenden Kurs mit einem guten Ergebnis absolviert.

 

Aber wie gesagt, wir wissen ja nicht um welche Kurse es konkret ging. Und dann handhaben das die verschiedenen Hochschulen ja auch noch unterschiedlich. 

Bearbeitet von PVoss
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Selbst wenn du es gemacht hast, also das Modul in der beruflichen Praxis, ist es nicht das gleiche. Versuche das mal an einer staatlichen Hochschule angerechnet zu bekommen. Ich würde dort mal gerne sehen, wie man 50 Punkte bekommt. Klar kann man das machen, aber du hast am Ende den Skill nicht, der dir in dem Modul vermittelt werden soll. Der der das prüft, liest maximal die Überschriften und ist nicht vom Fach. Die betreuen doch mehrere Studiengänge. Der sieht nur, aha, die Überschrift ist gleich, also wird es angerechnet. So zumindest meine Vermutung.
Das war bei mir nämlich auch so. Zwischen Techniker und Studium sind nur die Themen, aber nicht die Tiefe deckungsgleich, wenn du verstehst was ich meine.

Ich sehe es beim Modul GL Elektrotechnik. Einem anderen Techniker wurde es anerkannt, die Prüfung hätte er aber niemals bestanden. Jetzt ist es aber abgehackt und kommt nie wieder. Das meine ich mit lächerlich.

Ich hoffe man versteht mich jetzt.
 

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Du kaufst dein Auto auch beim Händler und nicht beim Entwickler. Ich gehe nicht davon aus, dass Herr oder Frau Prof. Dr. Irgendwas sich mit den Unterlagen eines Bewerbers beschäftigt.
Sie haben ein Interesse daran, dass du das Studium bei ihnen anfängst. Was sollen die denn sonst machen, wenn die IUBH direkt 50 Punkte anrechnet. Die Leute gehen da hin, wo sie am meisten Zeit und Geld sparen. Also müssen sie nachziehen, ob es nun sinnvoll ist oder nicht.


Mal angenommen ich bin Facharbeiter und möchte den Meister oder Techniker machen. Ich habe schon Jahre Berufserfahrung und genau in dem Bereich gearbeitet. 
Kann man sich dort seine „Erfahrung“ anrechnen lassen? Nein, kann man nicht. Sie sagen, was du willst verkürzen? Mach den Platz für den nächsten frei.

 

Komischerweise geht das bei einem Studium aber schon, bei dem man sich doch denken könnte, dass der Anspruch viel höher ist. 
Ich habe das Gefühl, dass durch diesen modularen Aufbau der fehlende Skill bzw. das fehlende Wissen garnicht so sehr auffällt. Viele Module sind in sich geschlossen, wie soll man das dann bitte herausfinden, ob derjenige die Fähigkeiten hat oder nicht.

 

Vor diesem Hintergrund finde ich, dass ein Meister oder Techniker „ehrlicher“ erworben wird als ein Studium. Denn dort zählt die Meisterprüfung oder das Staatsexamen des Technikers. Jeder schreibt die gleiche Prüfung und entweder du hast es drauf, oder kannst das im folgenden Jahr wieder versuchen.

 

Ich bin sicher, der ein oder andere fühlt sich jetzt beleidigt, aber so böse ist es garnicht gemeint.

 

Denkt mal darüber nach

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vor 1 Stunde hat brotzeit geschrieben:

Du kaufst dein Auto auch beim Händler und nicht beim Entwickler. Ich gehe nicht davon aus, dass Herr oder Frau Prof. Dr. Irgendwas sich mit den Unterlagen eines Bewerbers beschäftigt.

An der IUBH werden die Anträge auf Anerkennung vom Prüfungsamt geprüft. Ich weiß jetzt nicht wer genau dort sitzt, aber es ist zumindest nicht das normale Studiensekretariat.

 

vor 1 Stunde hat brotzeit geschrieben:

Mal angenommen ich bin Facharbeiter und möchte den Meister oder Techniker machen. Ich habe schon Jahre Berufserfahrung und genau in dem Bereich gearbeitet. 
Kann man sich dort seine „Erfahrung“ anrechnen lassen? Nein, kann man nicht. Sie sagen, was du willst verkürzen? Mach den Platz für den nächsten frei.

Ja aber das sind doch andere Institutionen. Was spielt es denn für eine Rolle wie die Kammern so etwas Regeln, wenn es so ziemlich alle Hochschulen eben anders halten.

 

vor 1 Stunde hat brotzeit geschrieben:

Vor diesem Hintergrund finde ich, dass ein Meister oder Techniker „ehrlicher“ erworben wird als ein Studium. Denn dort zählt die Meisterprüfung oder das Staatsexamen des Technikers. Jeder schreibt die gleiche Prüfung und entweder du hast es drauf, oder kannst das im folgenden Jahr wieder versuchen.

Das gilt aber nur wenn deine Annahme korrekt ist, dass eben nicht besonders darauf geachtet wird, dass sich Inhalte und Umfang gleichen der Techniker-Weiterbildung und der Hochschulkurse gleichen.

Ich gehe aber sehr stark davon aus, dass diese Prüfung eben doch etwas tiefer geht als nur die Titel zu sichten.

 

 

Man muss IMO auch noch beachten, dass so ein Bachelor im Endeffekt die erste berufsqualifizierende Ausbildung für Absolventen des ersten Bildungsweges ist, während Techniker und Meister auf eine bereits bestehende Ausbildung und Berufserfahrung aufbauen.

Ich finde es eigentlich selbstverständlich, dass Kenntnisse aus diesen Weiterbildungen anerkannt werden - sofern denn Überschneidungen zum Studiengang vorhanden sind.

Wenn es bei den Kammern im Bezug auf Weiterbildungen anders geregelt wird - oder es das Konzept der Anerkennung dort gar nicht gibt... ist das meiner Meinung nach eher ein Versäumnis auf Seiten der Kammern.

Bearbeitet von PVoss
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Ich kann jetzt nur für die IUBH sprechen, aber da werden keine Semester angerechnet, sondern einzelne Module, die, wenn man ihre ECTS addiert, natürlich dem vermutlichen Zeitaufwand von x Semestern entsprechen. Dennoch höre ich auch bei uns oft "ich bin ja Erzieherin und kann daher im 3. Semester einsteigen" - was völlig irreführend und auch einfach nicht richtig ist.
Meine Erfahrung ist: die IUBH prüft sehr genau, ob die bereits bekannten Inhalte wirklich mit denen aus den angebotenen Modulen übereinstimmen (bei pauschalen Anerkennungen bestimmter Berufe ist diese Prüfung eben bereits vorab erfolgt, bei anderen Lehrberufen erfolgt sie eben erst bei Beantragung und dauert entsprechend). Ich musste meine komplette Ausbildungsordnung mit allen Inhalten besorgen und einreichen, um ein einziges Modul anerkannt zu bekommen (in dem Fall Medizin 1), und inzwischen wird dieses Modul nicht mal mehr Krankenschwestern anerkannt.
Wie es an anderen Hochschulen aussieht, mag ich natürlich nicht beurteilen, würde aber vermuten, dass auch hier die Inhalte schon genau abgeglichen werden. Es hat doch keine Hochschule Interesse daran, unseriös zu wirken. Und wenn man den Stoff, den man sich anerkennen lässt, nicht wirklich beherrscht, fällt einem dass doch gerade in MINT-Studiengängen irgendwann total auf die Füße, denn da bauen doch die Inhalte schon extrem aufeinander auf (so habe ich es bei vielen Bekannten aus diesem Fachbereich erlebt).
 

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vor 3 Stunden hat brotzeit geschrieben:

Diploma rechnen direkt 3 Semester für Techniker an.
 

Das hatte mooroc geschrieben und es war die HFH.

 

Naja, ich bin Techniker und war/bin weit von dem entfernt was im Studium gelehrt wird. Techniker dauert 2 Jahre, Meister nur maximal 11 Monate. Woher soll bitte das Wissen kommen?

Der Meister ist auf keinen Fall lächerlich, nur die Anrechnung ist lächerlich. Ich wollte die Meister keinesfalls beleidigen, sondern nur klarstellen, dass diese Ausbildung inhaltlich nichtmal in die Nähe eines Studiums kommt. Die Unterstellung bezog sich auf das Ende des Studiums. Was hättest du berechnen können ohne die Mathemodule deines Studiums? Du hättest es ja praktisch nicht gelernt oder?
Das sind 2 verschiedene paar Stiefel. Mathematisch macht man da eher Mathe u Physik Niveau Realschule 10te Klasse. Aber maximal. Ich habe es direkt verglichen mit einem Industriemeister. Der Stoff ist auch rein praxisbezogen, ja selbst die Theorie ist Praxis und das muss ja auch so sein. Die sollen ja Arbeiten können, mit echtem Skill. Techniker ist auch so, nur mit viel mehr Theorie, die auch ausschließlich praxisbezogen ist. Der Unterschied ist, das man beim Techniker unter anderem noch allgemein-bildende Fächer hat, die beim Meister fehlen.

 

Aber mit einem Studium hat das alles nur wenig zu tun. 

 

 

 

Hallo,

also vom Meister-Mathe wurde ja auch (verständlicherweise) nichts angerechnet.  Und  die 2 Semester  Anrechnung  kamen mir auch  zu grosszügig  vor. Bei weiterem Nachhaken hat sich herausgestellt, dass die 2 Semester nur bei der gestreckten Variante  angerechnet werden und in der Vollzeitvariante weniger   usw. 

Aber warum auch immer wurden   die kommunikativen  "Defizite" der Studienberatung, von manchen mit einer bizarren Trotzhaltung verteidigt. (?) 

Aber gut .... also die  2 Semester  für den  Industriemeister IHK werden bei HFH nur in der gestreckten Variante angerechnet. 

 

 

 

 

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vor 38 Minuten hat PVoss geschrieben:

Ja aber das sind doch andere Institutionen. Was spielt es denn für eine Rolle wie die Kammern so etwas Regeln, wenn es so ziemlich alle Hochschulen eben anders halten.

Ja klar. Finde ich aber trotzdem ehrlicher. Den es wird staatlich vorgeben. Im Studium wird es durch die Akkreditierung gemacht. Die schauen aber nicht wem was angerechnet wird oder? Daher wird man auch gefragt wo man studiert hat, weil es einfach nicht egal ist. 

 

Ich finde entweder entscheidet man sich für ein Studium und muss alles machen und leiden, oder man lässt  es sein. Beim Meister muss man auch alles machen, egal ob man es schon kann oder nicht. Ein Studium ist doch eine Akademische Ausbildung und wenn Inhalte angerechnet werden, sind diese in dem Bereich einfach nicht akademisch. Wenn du keine Zeit oder kein Geld für das Studium hast, dann geht es eben nicht, meine Meinung. Dinge anrechnen lassen, hat was von durchmogeln. Auch meine Meinung.
 

 

vor 41 Minuten hat Anyanka geschrieben:

Ich musste meine komplette Ausbildungsordnung mit allen Inhalten besorgen und einreichen, um ein einziges Modul anerkannt zu bekommen (in dem Fall Medizin 1), und inzwischen wird dieses Modul nicht mal mehr Krankenschwestern anerkannt

Ich hatte mich auf MINT Studiengänge bezogen. Im Ingenieurbereich kommt es darauf an technische Zusammenhänge zu verstehen. Ich wollte das nicht auf alles ausweiten. Ich kenne mich auch im nicht technischen Bereich nicht aus. Hier kenne ich nur BWL und das ist für mich Fire an forget. Das muss man nicht können, sondern nur auswendig lernen. Hier verstehe ich wiederum, warum es anerkannt wird. Wenn einem wirklich die allergleichen Inhalte wie in der Lehre schon wieder beigebracht werden. Bei AKAD werden einem in dem Bereich direkt 3 Semester angerechnet, wenn man eine kaufmännische Weiterbildung hat.
Im Ingenieurbereich ist das aber anders. Hier kann der Facharbeiter nicht das gleiche wieder Meister nicht das gleiche wie der Techniker und nicht das gleich wie der Ing. Die machen einfach grundverschiedene Dinge und daher kann ich es nicht verstehen.

Was du schreibst kann ich einfach nicht nachvollziehen, weil ich keine Ahnung davon habe.

 

 

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