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Darf LaTeX für wissenschaftliche Arbeiten verwendet werden, oder muss es Word sein?


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Hallo zusammen!

 

Ich werde hoffentlich bald ein Informatik-Studium an der IUBH beginnen und wollte mal fragen, ob es auch möglich ist seine wissenschaftlichen Arbeiten mit LaTeX zu verfassen?

 

Vor allem bei dem Modul Wissenschaftliches Arbeiten habe ich das so mitbekommen, dass man dort seine Aufgaben in Word bearbeitet (bzw. basierend auf einer Word-Vorlage).

Kann/darf man das auch mit LaTeX machen?

 

Aus meinem Bekanntenkreis habe ich mitbekommen, dass vor allem im technischen Bereich bei wissenschaftlichen Arbeiten an (Präsenz-) Hochschulen LaTeX eigentlich der Standard ist, deshalb würde ich das auch gerne verwenden.

Auch wenn es an der IUBH nicht verpflichtend zu sein scheint.

 

Vielen Dank für euren Input!

Bearbeitet von schnitzelcoder
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Ja, natürlich. Wann immer du ein Dokument abliefern musst, ist es dir überlassen, wie du es erstellst. Wenn du dir LaTeX ans Bein binden möchtest, kannst du das also tun.

 

(Ich habe es für meine Thesis benutzt, für zehnseitige Hausarbeiten o.ä. war ich mit Word aber wesentlich schneller.)

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Ich bin zwar nicht an der IUBH aber im Bachelor, habe ich es für Thesis und umfassende Fallaufgaben benutzt. Bei mir kam es dann aber zu den Problem, dass gewählte LateX Schriftart und Schriftgröße, die eigentlich nach den Vorgaben der Hochschule eingestellt waren doch kleiner waren (trotz Faktorierung). Und das war mir auch erst aufgefallen, weil ich zur PDF noch eine Worddatei mit einreichen musste und es zu einem ehreblichen Überschreiten der vorgegebenen Seitenzahl kam. Deswegen war mir dann auch mal eine Aufgabe zurückgewiesen worden. Konnte ersteres aber Lösen durch befügen des LateX Scriptes und bei dem zweiten musste ich dann kürzen nach Word Count.

 

Jetzt im Master am der HKR dürfen wir es für alles außer Thesis da gibt es eine Wordvorlage. Bei der Länge meiner Aufgaben lohnt es sich aber nicht.

 

Aber wenn so was alles bei der IUBH egal ist, warum nicht.

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vor 5 Stunden hat emexy geschrieben:

[...]Ich hab mich dann schlussendlich dagegen entschieden, da ich einfach keinen Mehrwert drin gesehen habe. [...]

 

Es gibt jede Menge Vorteile gegenüber Word. Ich sag nur Glossar, Quellen und Referenzen jeglicher Art. Vor allem wenn Du ganze Unterabschnitte gerne verschiebst. Da gibt es gravierende Unterschiede.

Mit LaTeX muss ich mich auch nicht um Format kümmern, sondern kann mich komplett auf Inhalt fokussieren. Die Studenten, denen ich LaTeX beibringe, die vorher nichts mit zu tun hatten, konnte ich in 1-2h mit meiner Vorlage und meiner Arbeit zum Nachschlagen, alle von überzeugen. Hat keiner bereut. Ich würde NIEMALS eine Thesis mit Word schreiben. NIEMALS! Ich überlasse meinen Studenten immer es sich auszusuchen. Bei LaTeX gibt's Support, bei Word sind sie auf sich alleine gestellt.

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vor 8 Stunden hat SebastianL geschrieben:

Ich würde NIEMALS eine Thesis mit Word schreiben. NIEMALS! 

Kann nur zustimmen. Es war für die Thesis super (bis auf das Schriftgrößenproblem). Für meine Masterthesis und die Vorgaben habe ich noch keine Lösung denn es muss 1:1 der Wordvorlage in Schrift etc entsprechen. Und das habe ich bisher nicht erreichen können (habe aber auch noch 2 Jahre Zeit). Nur ohne das, wird sie nicht angenommen.

 

Ansonsten fand ich es weniger anstrengend für die Augen, konnte schneller durchschreiben. Formatierungen von Bildern und Tabellen waren sauber, alles einheitlich. 

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vor einer Stunde hat polli_on_the_go geschrieben:

Für meine Masterthesis und die Vorgaben habe ich noch keine Lösung denn es muss 1:1 der Wordvorlage in Schrift etc entsprechen.

 

Die IUBH hat auch sehr genaue Vorgaben was die Formatierung betrifft. So muss die Schrankware in Arial gesetzt sein (🤢), bestimmte Zeilenabstände, Seitenränder usw. aufweisen. Aber es gibt ja eigentlich nichts, was man mit LaTeX nicht konfigurieren bzw. über Plugins hinbiegen kann.

 

Die Formulierung "niemals Word" von Sebastian finde ich etwas hart, denn LaTeX braucht einfach eine gewisse Einarbeitungszeit und dürfte für nicht-technik-affine Menschen schwerer zu lernen sein, als die Alternativen. Auch wenn das in einem Informatik-Studiengang natürlich keine Rolle spielen sollte.

 

Die Vorteile, die mich letztlich überzeugt haben:

  • Beim Schreiben kann man sich vollständig auf den Inhalt konzentrieren und kommt gar nicht erst auf die Idee, wegen eines falsch umgebrochenen Wortes am Layout herumzufummeln.
  • Das Layout lässt sich ansonsten entsprechend jederzeit ändern. So wäre es bspw. denkbar zur Abgabe die Vorgaben der Hochschule umzusetzen, es danach aber nicht in Comic Sans oder Arial zu veröffentlichen, sondern in Computer Modern ;-).
  • Formeln, Quellcode und dergleichen lassen sich sehr einfach setzen.
  • Quellen kann man mit einem einzigen File entweder per Text-Editor oder mit diversen Anwendungen verwalten. Die brauchen aber kein Plugin wie es bei Word notwendig wird.

Wie gesagt, für eine zehnseitige Hausarbeit ist das in meinen Augen nicht notwendig – für eine längere Arbeit aber schon empfehlenswert.

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Ich kann nur von meiner eigenen Erfahrung aus den letzten Wochen meiner Bachelorarbeit (frisch abgegeben vergangenen Sonntag) berichten, dass ich absolut gar keine Probleme im Umgang mit Word hatte. Ich hatte 2-3 kleinere Formatierungsprobleme am Schluss, die ich innerhalb weniger Minuten mit bisschen Googlen lösen konnte. Selbst meine Quellcode-Schnipsel im Anhang - einfach Copy&Paste aus VSCode inkl. aller Einrückungen und Syntax Highlighting. Umgang mit Quellen war auch kein Problem mit dem Citavi Plugin.

 

Ich möchte ja den Einsatz von LaTeX nicht schlecht reden. Sehe da durchaus Vorteile von einer sauber deklarierten Formatierungsanweisung im Gegensatz zu manchen zufälligen Erscheinungen in Word. Auch die Versionierbarkeit finde ich genial. Auch beim Formelsetzen und wahrscheinlich intensiven Quellcode-Gebrauch kann ich mir schon Vorteile vorstellen. Ich habe z.B. meine ganzen Klausurzusammenfassungen in Markdown verfasst, weil ich damit schneller ohne Nutzung der Maus meinen Kram formatiert runterschreiben konnte.

 

Für mich persönlich hat sich halt einfach die Sinnhaftigkeit des Erlernen eines neuen Tools gestellt. Die Office-Tools sind selbst für mich als ITler ein täglicher Begleiter und ich komme damit auch gut klar. Des Weiteren werde ich auch weiterhin diese im beruflichen Umfeld nutzen müssen, da halt einfach alle "nicht LaTeX-affinen" Leute Word/Excel/PowerPoint nutzen. LaTeX hätte für mich einfach eine gewisse Einarbeitungszeit und sicherlich auch am Anfang eine gewisse Frusttoleranz bzgl. Problemen erfordert. Und diesen Nachteil war ich halt einfach nicht bereit einzugehen, wenn ich mit Word gut klar komme. Des Weiteren sehe ich für mich persönlich auch keinen Einsatz von LaTeX neben dem Studium, dass die Nachteile aufgewogen hätte. 

 

@SebastianL Dass du deinen Studenten schon fertige Vorlagen mit allen Formatierungsanforderungen inkl. Einweisung gibst ist halt super und erspart einem eine Menge Zeit! Leider gibt es sowas an der IUBH halt nicht bzw. wäre mir das nicht bekannt. Beispielsweise mein Betreuer-Prof (auch Informatik-Bereich) hat zum Beispiel auf ein Word-File bestanden beim Gegenlesen von einem Teilabschnitt, weil er da schnell mit der Word-Kommentarfunktion drüber gehen konnte. Hat auch wunderbar funktioniert. (Ja ich weiß, das geht auch eingeschränkt im PDF^^)

 

Ich bin halt der Meinung jeder soll das nehmen, womit er gut umgehen kann und vor allem was die konkrete Hochschule/Uni fordert. Im konkreten Fall von @schnitzelcoder finde ich es für das angesprochene Modul wahrscheinlich relevanter, die jeweiligen Inhalte zu liefern und das konkrete wissenschaftliche Arbeiten zu erlernen, als viel Zeit/Gedanken mit einer Toolauswahl zu verschwenden. Aber das ist jetzt meine persönliche Meinung - halte mittlerweile von Tooldiskussionen jeglicher Art gar nichts mehr. Jeder hat andere Arbeitsweisen, Erfahrungen und Anforderungen und verteidigt natürlich sein Mittel der Wahl.

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