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Inhaltlicher / Fachlicher Anspruch der IUBH


Empfohlene Beiträge

Hallo liebe Community,

 

 

ich habe mich hier im Forum angemeldet, um eine Frage zu klären, die ich schon sehr lange mit mir rumtrage. Ich studiere derzeit Pflegepädagogik an der IUBH, bin im dritten Semester und zweifle an manchen Tagen an meiner Entscheidung.

 

Per se bin ich mit dem Konzept, dem Format und der IUBH an sich absolut zufrieden. Die Nachteile eines Fernstudiums gehe ich sehr gerne ein und die Vorteile bereichern meinen Alltag. Ich kann die vielen negativen Erfahrungen, die auf diversen Plattformen geschildert werden, absolut nicht nachvollziehen (Häufig liest es sich sowieso schnell heraus, dass die Verantwortung für die eigenen Fehler und die fehlende Auseinandersetzung mit dem Vertrag auf die IUBH abgewälzt wird). Jedoch kann ich die häufige Kritik an dem inhaltlich-fachlichen Anspruch und die Tiefe der einzelnen Module nicht wirklich evaluieren, da ich keinen Vergleich zu Präsenzstudiengängen habe. Ich persönlich fühle mich relativ gut gefordert, jedoch hatte ich an einigen Stellen den Moment doch die "Wissenschaftlichkeit" und die Anforderung hinterfragen zu müssen. 

 

Deshalb wollte ich nun die Frage an diejenigen von euch stellen, die bereits präsent studiert haben und Erfahrung mit Fernstudiengängen sowie bestenfalls der IUBH haben. Wie steht es um die Schwierigkeit, den Anspruch und die Inhalte von Fernstudiengängen bzw. der IUBH-Module im Vergleich? Mit einem Studium werde ich in der Pflegebranche absolut keine Probleme haben eine angemessene Stelle zu finden, jedoch möchte ich auch die Gewissheit haben, dass die Inhalte meines Studiums die selbe Wertigkeit und Einsetzbarkeit besitzen, wie die eines Präsenzstudiums. 

 

Ich bedanke mich bereits im Voraus und wünsche einen angenehmen Start ins Wochenende! 
 

Beste Grüße,

Alexander

Bearbeitet von Markus Jung
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vor 2 Stunden hat LexLutharx geschrieben:

jedoch möchte ich auch die Gewissheit haben, dass die Inhalte meines Studiums die selbe Wertigkeit und Einsetzbarkeit besitzen, wie die eines Präsenzstudiums. 

 

Welchen Präsenzstudiengang würdest du denn als Referenz zugrunde legen wollen?

 

Auch die Präsenzstudiengänge werden sich sich inhaltlich, von der Tiefe und den Schwerpunkten her, je nach Bundesland und Hochschule, unterscheiden. Generell solltest du dir im klaren darüber sein, dies unabhängig davon, ob es sich um einen Fern- oder Präsenzstudiengang handelt, dass ein Studiengang "Grundlagenwissen" mit Interessenschwerpunkten vermittelt. Dieses gilt es dann, mit zusätzlicher Literatur oder ergänzenden Seminaren, zu unterfüttern.

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Da mir persönlich jegliche Referenz fehlt und ich stark vermute, dass die Wenigsten hier Pflegestudiengänge absolviert haben, würde ich mich ganz im Allgemeinen über Erfahrungsberichte freuen, die die Zeit an einer Präsenzuni und im Anschluss das Fernstudium beleuchten und vice versa. Du hast natürlich Recht, dass man allgemeingültig keinen Vergleich ziehen kann, aber irgendwie hatte ich gehofft, dass mir meine Unsicherheit durch persönliche Berichte etwas genommen wird. Gerade weil die ganzen Erfahrungsberichte online nur die inhaltliche Ebene thematisieren, wenn diese missfällt. Bei dem Punkt mit dem Grundlagenwissen hast du natürlich vollkommen Recht.    

Bearbeitet von LexLutharx
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vor 9 Minuten hat LexLutharx geschrieben:

Da mir persönlich jegliche Referenz fehlt und ich stark vermute, dass die Wenigsten hier Pflegestudiengänge absolviert haben, würde ich mich ganz im Allgemeinen über Erfahrungsberichte freuen, die die Zeit an einer Präsenzuni und im Anschluss das Fernstudium beleuchten und vice versa. Du hast natürlich Recht, dass man allgemeingültig keinen Vergleich ziehen kann, aber irgendwie hatte ich gehofft, dass mir meine Unsicherheit durch persönliche Berichte etwas genommen wird. Gerade weil die ganzen Erfahrungsberichte online nur die inhaltliche Ebene thematisieren, wenn diese missfällt. Bei dem Punkt mit dem Grundlagenwissen hast du natürlich vollkommen Recht.    

 

Ich denke, wenn du diese Feststellung gemachst hast, wirst du dich vielleicht woanders leichter tun? Zum Beispiel hier? https://www.pflegestudium.de/erfahrungsberichte/ 

Vielleicht ist da ja etwas für dich dabei.

Bearbeitet von informatikerin
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vor 4 Minuten hat developer geschrieben:

Und daran würde ich mich auch orientieren: Hast du den Eindruck, dass es dir beruflich mit all deinen Vorkenntnissen und deiner Praxiserfahrung noch einmal das theoretische Fundament erweitert und ausbaut und dass du keinen "Quatsch" lernst, dann sollte dir das Bestätigung genug sein, dass du dich richtig entschieden hast.

 

Danke dir für die ausführliche Antwort! Tatsächlich habe ich mich sehr oft erwischt in der Pflegepraxis, wie mir die theoretischen Inhalte weitergeholfen haben, auch wenn es nur um das reine Verständnis ging. Auch auf meine ersten zwei Gehversuche im Unterricht an der Pflegeschule wurde ich theoretisch relativ gut vorbereitet. Ich bin nicht mit der Einstellung an die Sache gegangen, dass ich an Harvard studiere und mir persönlich sagen alle Inhalte zu. Ich bin mir nur manchmal nicht sicher, ob es nicht doch etwas zu oberflächlich ist, wie hoch der Anspruch an einer Hochschule sein muss und ob dieser von der IUBH erreicht wird. Aber hast mir auf jeden Fall ein paar gute Denkanstöße und dadurch Mut zukommen lassen! :) 

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Ich tue mich auch ein wenig schwer damit, eine solche Frage zu beantworten, da auch meine Erfahrungen begrenzt sind und ich neben den beiden Hochschulen, an denen ich Studiengänge abgeschlossen habe, die Fernuni Hagen kenne. Die drei Konzepte sind für mich schon derart verschieden, dass es für mich schwierig ist, objektiv zu vergleichen.

 

Im Vergleich zu Präsenzstudiengängen sind Fernstudiengänge insofern limitiert, als dass kein/kaum Dialog im 'Classroom' stattfindet. Nach meiner Erfahrung ist das generell so und kann nur limitiert durch Gruppenarbeiten aufgegriffen werden.

 

Zudem ist es konzeptbedingt so, dass der Konsum der Lernmaterialien in höherer Eigenverantwortung erfolgt. Man wird weniger 'geleitet' und auch weniger 'beschallt'. Das kann auch Chance sein, nicht an die Tagesform bei einer Vorlesung gebunden zu sein und sich mit speziellen Themen direkt näher befassen zu können, erfordert aber auch Disziplin und Selbstorganisationsfähigkeit. 

 

Zudem ist nicht alles, was man in einem Studiengang lernt, relevant für den eigenen Werdegang. Manches ist gar sogar 'nett mal gehört zu haben', während andere Themen dazu einladen, sich unmittelbar näher damit zu befassen. Wenn man mit ein wenig Berufserfahrung in einen Studiengang einsteigt, sehe ich es als Vorteil an, bereits gemachte Erfahrungswerte mit einfliessen zu lassen.

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Ich finde es schwierig, die Frage nach dem Anspruch von Hochschulen zu beantworten. Denn im Grunde müsste man doch bei den Fernhochschulen die Skripten inhaltlich vergleichen, zusätzlich die Pflichtlektüre, die vorausgesetzt wird. Und dann noch Klausuren und die Hausarbeiten. Da kann ja die Bearbeitung des gleichen Themas in ganz unterschiedlicher Intensität vorausgesetzt und auch benotet werden.

 

Das dann in Relation zu Präsenzhochschulen zu setzen, für die es ja Skripten in dieser Form gar nicht geben kann ... schwierig!

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Ich studiere zwar nicht an der IUBH, habe aber Berufspädagogik an der HFH studiert und arbeite auch an einer Berufsfachschule Pflege.

 

Ich glaube, was jemand lernt (ob Azubis oder man selbst als Studierender), ist nicht nur eine Frage des Angebots, also was der Lernort anbietet. Lernen ist ein aktiver Vorgang, der vom Lernenden ausgeht (das ist die Nachfrage). Niemand kann „belernt“ werden.

Entscheidend ist, was der Lernende selbst will und was er für Ziele hat. Der Lernort - Schule, Hochschule, Ausbildungsort - kann nur Rahmenbedingungen vorgeben.

 

Im Pädagogikstudium gibt es verschiedene Schwerpunkte: Natürlich die Unterrichtsplanung und Gestaltung, die Grundlagen in Psychologie und Didaktik. Aber auch wichtig ist die Reflexion darüber, welches pädagogische Grundverständnis man hat und weshalb man überhaupt meint, dass man dafür geeignet ist.

 

Ich habe Kollegen erlebt, die in Präsenz studiert haben und an denen das spurlos vorüber gegangen ist. Das ist sicherlich typbezogen und nicht abhängig vom Anspruch des Studiums. 😉

 

Die wichtigste Fragen für Dich sind: welche Ziele hast Du? Ist das Studium dabei hilfreich? Eröffnet es neue Horizonte? 
 

LG

Bearbeitet von Silberpfeil
was vergessen
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Zitat

 

Ich verstehe deine Gedanken sehr gut.

 

Prinzipiell würde ich mich der Meinung von Splash anschließen, der sehr treffende Argumente hat.

 

 Ich habe vor 15 Jahren ein Präsenzstudium gemacht. Damals war ich sehr jung, ein Stück weit naiv und habe vor lauter Respekt vor den Dozenten und Autoren von komplexen Büchern nicht viele Aussagen hinterfragt. Mittlerweile bin ich oft erstaunt über sehr unwissenschaftliche Passagen in den Skripts der iubh. Aber ich weiß, dass das kein Phänomen von Fernstudiengängen ist. Ich halte die Materialien der iubh auf keinen Fall für schwächer. Es ist einfach immer unterschiedlich. Mittlerweile lese ich deutlich mehr, sehe mir also auch die Quellen an und hinterfrage mehr. 
 

Ich halte es daher für super gut, dass du Zweifel manchmal hast und hinterfragst. Das ist extrem wichtig und spielt in einem Fernstudiengang eine genauso große Rolle wie in einem Präsenzstudiengang. Ich denke, dass das ein wichtiger Teil des Studiums ist, der einen wirklich weiterbringt. 

 

Durch die fehlende Dialoge an der iubh fehlt mir irgendwie die Transparenz dazu wer welche Meinung hat, wer was geschrieben hat. Ich bin mir bisher nie sicher, wer das Skript verfasst hat und wann und so. Bei Fragen zur Sekundärliteratur bekommt man keine Antworten und so weiter. Dadurch wird Vieles für mich sehr undurchsichtig. Vielleicht führt das auch zu Verwirrung.

 

Jedenfalls würde ich mir keine Sorgen machen, dass das Fernstudium inhaltlich und wissenschaftlich weniger gut ist, vor allen Dingen nicht, wenn du dir solche Fragen stellst und denen nachgehst.

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