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Fernstudientag 2021 am 28. Januar


Markus Jung
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Auch im diesen Jahr wird vom Bundesverbande der Fernstudienanbieter wieder ein Fernstudientag organisiert. In 2021 noch mehr als sonst mit vielen digitalen Veranstaltungen. Aktionstag ist Donnerstag, der 28. Januar 2021.

 

Alle Veranstaltungen sind hier zu finden: https://fernstudientag.de/veranstaltungsliste/

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Zum Start des Fernstudientages wird es eine Auftaktveranstaltung geben, zu der der Bundesverband der Fernstudienanbieter zusammen mit der der Deutschen Gesellschaft für Berufliche Bildung (DGBB) einlädt.

 

Dazu heißt es in einer Mitteilung unter anderem:

 

Auftaktveranstaltung: „Digital Lernen! Erfolgreich. nachhaltig. zukunftsorientiert.“

 

In einem Impulsvortrag wird Dr. Lutz Goertz, Leiter Bildungsforschung am mmb Institut – Gesellschaft für Medien- und Kompetenzforschung mbH, verraten, warum digitales Lernen so erfolgreich ist. Gestützt werden seine Aussagen durch Studienergebnisse und Erhebungen des Institutes, das sich selbst als Denkwerkstatt und Impulsgeber für die Innovation von Bildung und Lernen versteht.

 

Im Anschluss erwartet die Teilnehmer ein Expertenbeitrag von Merle Losem, Vorstandsmitglied und Vorsitzende des Arbeitskreises Pädagogik im Bundesverband der Fernstudienanbieter. Sie widmet sich der praxisbezogenen Seite des Themas und beleuchtet den Unterschied eines digitalen Seminars im Vergleich zu einem Präsenzseminar. Dabei wird sie konkret darauf hinweisen, was in der Umsetzung zu beachten ist, damit das Lernen Spaß macht, interessant bleibt und die Lernziele erreicht werden können. „Es reicht bei weitem nicht, Präsenzseminare 1:1 in Online-Seminare umzuwandeln“, bringt es die Expertin für berufliche Weiterbildung auf den Punkt.

 

Moderiert wird die Veranstaltung samt anschließendem Austausch mit zwei begeisterten Fernstudierenden von Prof. Dr. Ronny Fürst, Vizepräsident für Digitale Bildung im Bundesverband der Fernstudienanbieter und Geschäftsführer und Kanzler der AKAD University.

 

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

 

Datum und Uhrzeit: 28. Januar 2021 von 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr

 

Weitere Infos: https://fernstudientag.de/auftaktveranstaltung 

Anmeldung: https://www.trainahead.de/dgbb/bundesweiter-fernstudientag

 

An dieser Veranstaltung werde ich auch selbst teilnehmen. Vielleicht treffe ich dort ja einige von euch?

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  • 2 Wochen später...
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Dr. Monika Hackel, Abteilungsleiterin "Struktur und Ordnung in der Berufsbildung" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), hat ein Grußwort zum Fernstudientag geschickt. Sie hat sich selbst mit einem Fernkurs der sgd auf die Abitur-Nichtschülerprüfung vorbereitet und später an der FernUni Hagen studiert und promoviert.

 

 

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Mein Bericht zur Auftaktveranstaltung: „Digital Lernen! Erfolgreich. nachhaltig. zukunftsorientiert.“

 

Einige Notizen, die ich mir während des Webinars gemacht habe (nicht vollständig und auch keine Gewähr, dass alles korrekt wiedergegeben ist):

  • Mehr als 300 Teilnehmer bei Zoom
  • Begrüßung durch Prof. Fürst, Geschäftsführer und Kanzler der  AKAD University sowie Vizepräsident für Digitale Bildung im Bundesverband der Fernstudienanbieter
  • Dr. Lutz Goertz, Leiter Bildungsforschung am mmb Institut (https://www.mmb-institut.de/) – Gesellschaft für Medien- und Kompetenzforschung - Impulsvortrag
    • Privatwirtschaftliches Institut
    • Viele Studien für verschiedene Auftraggeber
    • Überblick digitale Lernformen
    • Trends: Klassiker und Innovationen (Zahlen aus 2019, neue folgen in Kürze)
      • Videos haben eine große Bedeutung
      • Ebenso Micro Learning, Blended Learning und mobile Anwendungen sowie virtuelle Klassenräume und Webinare
      • Serious Games stehen auf dem letzten Platz - sehr aufwändig in der Produktion
      • Mögliche Entwicklungen:
        • Virtual Reality, Augmented Reality
        • E-Coaching, auch mit Hilfe von Avataren - bis hin zu KI
    • Kleine Umfrage unter den Teilnehmern: 44 Prozent bringt ein Webinar mehr als ein Präsenzseminar, 56 Prozent bringt ein Präsenzseminar mehr als ein Webinar
    • Weitere Umfrage: 89 Prozent denken, dass auch nach Corona verstärkt Digitale Lernzwerkzeuge zum Einsatz kommen werden
    • Der Monitor Digitale Bildung (2017)
      • Kann bei der Bertelsmann Stiftung kostenlos heruntergeladen werden
      • Bewertung des digitalen Lernens durch die Lernenden
      • Digitale Medien gewünscht, aber auch weiter klassische wie die Tafel
  • Merle Losem, Vorstandsmitglied und Vorsitzende des Arbeitskreises Pädagogik im Bundesverband der Fernstudienanbieter und Geschäftsführerin der DGBB - Deutsche Gesellschaft für berufliche Bildung - Podiumsdiskussion mit den Studierenden Julia Kaboth (Teilnehmerin Psychologischer Berater ALH Akademie) und Johannes Weber (Teilnehmer am Kurs Sommelière an der Deutschen Hotelakademie DHA) sowie Cindy Jenoure (Sportbetriebswirtin, Absolventin der Deutschen Sportakademie DSA)
    • Johannes Weber hat sich besonders aufgrund der Flexibilität neben dem Job für den Fernkurs entschieden. Wenig Aufwand für Präsenzseminare, die es ebenfalls gibt. Bei den virtuellen Veranstaltungen hat dann jeder die Weine bei sich und es wird dann gemeinsam vor dem Bildschirm verkostet und bewertet, unterstützt durch den Dozenten. 
    • Julia Kaboth, Seminare wurden wegen Corona von Präsenz auf digital umgestellt. Sie hat den Eindruck, dass sie dadurch keine Nachteile hatte und es auch eine gute Zusammenarbeit und Austausch in der Gruppe gab, Nutzung von Breakout-Räumen. Es gab auch Einzelarbeit/Selbstreflexion, die dann später präsentiert wurde. Webinare hätte es auch sonst gegeben, ergänzend zu den Präsenzangeboten. Gerade die zwischenmenschlichen Begegnungen, wie sie sonst in den Pausen etc. stattfinden haben gefehlt, es war ein (guter) Kompromiss.
    • Cindy Jenoure ist schon fertig und hat teilweise aus dem Iran und anderen Ländern studiert. Deshalb war es ihr auch wichtig, dass es möglichst wenig Präsenzen vor Ort gab. Die Betreuung hat trotz Zeitverschiebung gut geklappt. Trotz der Entfernung war es ihr wichtig, auch die Papierstudienhefte zu erhalten. Der Versand hat auch meistens geklappt. Die Bedienung der technischen Plattformen war für sie problemlos, obwohl sie damit vorher nur wenig Erfahrung hatte.

War eine interessante Veranstaltung und mir hat der Mix der Teilnehmer aus Anbieter, externer Stelle und Teilnehmern gefallen, auch wenn diese jetzt alle von einem Anbieter waren. Die Studienergebnisse, gerade aus 2017, fand ich schon recht alt, gerade bei der schnelllebigen Digitalisierung, wo es besonders spannend wird, wie sich das durch Corona verändert hat und weiter verändern wird, auch über die Pandemie hinaus.

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Ich habe bei einer Veranstaltung der IUBH teilgenommen und mir den Unterschied zwischen den Studiengängen Psychologie und Angewandte Psychologie erklären lassen. Das war sehr interessant, der Studiengang Angewandte Psychologie an der IUBH gefällt mir tatsächlich sehr gut!

 

Und ich habe bei der Rabattaktion des DeLSt zugeschlagen und werde dort ab dem 1.2.21 den Lehrgang zur Geprüften Wirtschaftsfachwirtin (IHK) belegen/testen.

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Der Bundesverband der Fernstudienanbieter hat anlässlich des Fernstudientags eine Pressemittelung veröffentlicht, in der ein  kritischer Blick auf die Entwicklung des deutschen Weiterbildungsmarktes geworfen wird. Insbesondere wird eine Qualitätskontrolle gefordert mit einer durchgängigen Kontrolle aller Angebote durch die ZFU, welche unter das Fernunterrichtsschutzgesetz fallen.

 

Hier die Meldung im kompletten Wortlaut:

 

Fernunterricht boomt: Jetzt gilt es, die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Marktes zu beachten!

Anlässlich des Bundesweiten Fernstudientages wirft der Bundesverband der Fernstudienanbieter einen kritischen Blick auf die Entwicklung des deutschen (Weiter-)Bildungsmarktes. Die Nachfrage nach digitalen Qualifizierungsangeboten wächst kontinuierlich und zahlreiche neue Unternehmen entdecken aktuell den Fernstudienmarkt für sich. Nicht immer werden dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen eingehalten. Verbandspräsident Mirco Fretter befürchtet einen Qualitätsverlust von Bildungsangeboten bei einer unreglementierten Marktentwicklung.

COVID-19 hat das gesellschaftliche Leben auf der ganzen Welt plötzlich und maßgeblich verändert. Viele Wirtschaftszweige wurden in den vergangenen Monaten nahezu zum Stillstand verdammt. Gleichzeitig wurde der Ruf nach digitalen Angeboten und Lösungen immer lauter, um die Folgen der Krise abzufangen, und legte sprichwörtlich den Finger in eine Wunde. Denn zeitgleich wurden auch die gravierenden politischen und behördlichen Versäumnisse rund um die Digitalisierung in Deutschland sichtbar. Die Pandemie wurde zum ungewollten Stresstest und Beschleuniger der digitalen Entwicklungen aller Lebensbereiche – von der Wirtschaft über die Bildung bis hinein ins Privatleben. Und das mit den immer wiederkehrenden gleichen Problemen: Deutschland fehlt es an einer ausreichenden Netzabdeckung und an qualifizierten Fachkräften, die eine erfolgreiche Transformation gewährleisten könnten.

Massive Umbrüche erlebte und erlebt dadurch auch der deutsche Weiterbildungsmarkt. Dies zeigen u.a. die ersten Ergebnisse der wbmonitor-Umfrage 2020 des Bundes­instituts für Berufsbildung (BIBB) und des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung – Leib­niz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE), die vor allem die Lage von Anbietern im Präsenzbetrieb umreißen: Konnten mit Beginn des ersten Lockdowns durchschnittlich nur noch vier von zehn bereits laufenden Weiterbildungsveranstaltungen (41 %) fortgesetzt werden, mussten sogar weit über 70 Prozent der geplanten Angebote verschoben oder ersatzlos gestrichen werden. Die noch geretteten Veranstaltungen wurden in den virtuellen Raum verlagert. „Doch funktioniert auch dies nicht ohne Weiteres. Denn erfolgreicher Online- oder Distanzlehre müssen fundierte Konzepte zugrunde liegen“, weiß Mirco Fretter, Präsident des Bundesverbandes der Fernstudienanbieter. „Lehr- und Lernmaterialien müssen anders aufbereitet werden und auch die didaktischen Anforderungen an Dozenten in einem Präsenzseminar unterscheiden sich maßgeblich von denen eines Kollegen in der digitalen Lehre.“

Nachhaltige Bildung braucht Lernerfolgskontrollen

So ist es für den Verbandspräsidenten auch nicht weiter verwunderlich, dass das sogenannte Homeschooling in Deutschland in weiten Teilen misslingt. „Denn erfolgreicher Fernunterricht ist eben weit mehr als die Übertragung eines Arbeitsblattes via E-Mail oder WhatsApp an den Schüler“, schmunzelt Fretter. Der funktionierende Einsatz der richtigen Hard- und Software sei sicherlich wichtig, mache aber allein noch lange keinen guten Fernunterricht aus. Es bedarf durchdachter und speziell auf die Zielgruppe entwickelter Lehr- und Lernpfade. „Um es auf den Punkt zu bringen: Homeschooling und Zoomveranstaltungen sind kein Fernunterricht!“, stellt er klar.

Denn was Fernunterricht per Definition ist, ist in Deutschland sogar gesetzlich niedergeschrieben. Demnach handelt es sich im Sinne des Gesetzes konkret um Fernunterricht, wenn der Kontakt zwischen Lehrenden und Lernenden überwiegend asynchron erfolgt und es eine Art Lernerfolgskontrolle für den Teilnehmer gibt. Diese kann in Form von Prüfungen oder speziellen Aufgabenstellungen erfolgen und kennzeichnet die Nachhaltigkeit der Methode. Denn eine Lernerfolgskontrolle ist die einzige Möglichkeit zu prüfen, ob Wissen über eine Qualifizierungsmaßnahme auch tatsächlich vermittelt werden konnte und schließlich zu einer Transferleistung führt. „Und genau das unterscheidet den zertifizierten Fernunterricht von anderen Online-Angeboten, bei denen der Teilnehmer im besten Fall zwar aufmerksam konsumiert, das Gehörte, Gesehene oder Gelesene aber zu keinem Zeitpunkt anwenden muss“, macht Mirco Fretter deutlich.

Das Fernunterrichtsschutzgesetz – mehr als nur Verbraucherschutz

Niedergeschrieben ist diese Definition von Fernunterricht im Fernunterrichtsschutzgesetz (kurz FernUSG), das der Regulierung und Kontrolle des Fernstudienmarktes dienen soll. Es wurde bereits 1977 verabschiedet mit dem Ziel, dem Verbraucher Sicherheit über die Qualität von Bildungsangeboten im Fernunterricht zu geben. Das heißt, alle Fernunterrichtsangebote, die der beruflichen Weiterbildung dienen, müssen laut FernUSG von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen sein. Die Behörde prüft nicht nur Inhalt und Struktur des Angebotes, sondern auch die Eignung des Lehrgangs zum Erreichen des versprochenen Bildungsziels. „Das ZFU-Siegel ist somit ein entscheidendes Qualitätsmerkmal und steht für zuverlässigen Verbraucherschutz“, informiert Fretter.

Geprüfte Qualität

„Die Mitglieder unseres Verbandes gehen bezüglich der Qualität von Weiterbildungsangeboten aber auch noch einen Schritt weiter und verpflichten sich bei Eintritt der Einhaltung spezieller Qualitätsstandards, die noch einmal über gesetzliche Mindestanforderungen hinausgehen.“

Wer sich für ein akademisches Fernstudium entscheidet, das auf einen Bachelor-, Master- oder MBA-Abschluss vorbereitet, sollte auf die staatliche Anerkennung der Hochschule achten. Neben der staatlichen Zulassung dienen Akkreditierungen der Qualitätssicherung von akademischen Bachelor- und Master-Studiengängen. Sie zeigen Interessierten, ob das ausgewählte Fernstudium den Qualitätsstandards entspricht. Zuständig für die Akkreditierung von Studiengängen oder Hochschulen sind verschiedene Akkreditierungsagenturen. Darüber hinaus nutzen auch zahlreiche private Fernhochschulen zusätzlich das ZFU-Siegel als Qualitätsmerkmal und lassen ihre Studienangebote von der Behörde überprüfen.

Zudem seien viele Bildungsanbieter, die dem Bundesverband der Fernstudienanbieter angehören, nach der DIN ISO 29990 oder anderen Normen zertifiziert. „Hierbei handelt es sich um Bildungsnormen, die international gültige Standards in der Aus- und Weiterbildung bescheinigen. Sie gewährleisten klar geregelte Abläufe auf Seiten des Anbieters, eine Steigerung der pädagogischen Vielfalt, mehr Service und Transparenz für den Lerner und somit letztlich zufriedenere Kunden. Für den Lerner bedeutet das, dass Institute, die dieses Siegel tragen, Bildungsangebote noch kundenorientierter entwickeln“, führt der Verbandspräsident weiter aus.

Fernstudienangebote werden immer beliebter

Immer mehr Menschen nutzen derzeit Fernlehrangebote für ihre Aus- und Weiterbildung. So zeigt sich in diesem Segment des Weiterbildungsmarktes ein anderes und viel positiveres Stimmungsbild, als eingangs beschrieben. „Fernunterricht hat sich als krisensicher erwiesen“, begründet Mirco Fretter diesen Trend. „Der Studienbetrieb an Fernschulen und Fernhochschulen konnte während des ersten Lockdowns und auch aktuell aufrechterhalten werden.“ Und nicht nur das - durch die Corona-Pandemie ist in den vergangenen Monaten die Nachfrage nach Fernstudienangeboten noch einmal signifikant angestiegen. Viele Berufstätige haben im Homeoffice festgestellt, was Fernstudierende schon lange wissen: nämlich, wie gut Arbeit und Kommunikation auch über die Distanz funktionieren. Sie nutzen nun diese Erkenntnis für ihre berufliche Weiterentwicklung, indem sie sich für ein Fernstudium entscheiden. Allein fünf der größten Fernstudienanbieter im Bundesverband verzeichneten im Jahr 2020 durchschnittlich eine gestiegene Nachfrage von mehr als 30 Prozent auf ihre Studienangebote.

Bei einem derartigen Nachfragehoch ist es naheliegend, dass viele neue Bildungsanbieter den Fernstudienmarkt für sich entdecken – sei es aus Alternativlosigkeit, da Präsenzveranstaltungen aktuell kaum angeboten werden können oder einfach, um als neue Player von einem zukunftsorientierten Markt zu profitieren. „Natürlich begrüßen wir diese Expansion und freuen uns, dass Fernunterricht mit seinen digitalen Elementen derzeit einen regelrechten Boom erlebt“, so Fretter. Doch gilt es hierbei im Sinne des Verbraucherschutzes auch ganz genau zu schauen, wer und was sich hinter den Angeboten verbirgt. „Denn auch auf dem Fernstudienmarkt gilt: ‚Es ist nicht alles Gold, was glänzt!‘ Und nur, weil mit dem Schlagwort ,Fernstudium‘ geworben wird, entspricht die Qualität der Inhalte leider nicht immer definierten Branchen-Standards“, warnt Fretter.

Forderung des Verbandes: Qualität statt Wildwuchs

 „Dabei ist das Regelwerk für den Fernstudienmarkt durch das Fernunterrichtsschutzgesetz, die ZFU als Aufsichtsbehörde und Akkreditierungsagenturen eigentlich klar definiert“, resümiert Fretter. Und doch gibt es immer wieder Mitbewerber, die diese Zulassungspflichten nicht kennen oder im schlimmsten Fall sogar ignorieren. „Bestehende Regularien greifen anscheinend unzulänglich und die Einhaltung von Gesetzen wird nicht final verfolgt“, bemängelt Fretter. Daher fordert der Verband eine striktere Überprüfung des Fernstudienmarktes durch Bund und Länder und eine Stärkung der ZFU als Hüterin des Fernunterrichtsschutzgesetzes. Mehr als 500.000 Menschen nutzen jährlich bundesweit diese zukunftsorientierte Form der Wissensvermittlung für ihre persönliche Weiterbildung und machen Fernunterricht und Fernstudium somit zu einer immer stärker werdenden Säule der Erwachsenenbildung. Viele weitere Lerner kommen aktuell hinzu, sammeln Erfahrungen mit den digitalen Elementen der Methode in Job und Privatleben und entdecken Fernunterricht samt seinen Möglichkeiten, die er für die persönliche und berufliche Entwicklung bereithält. „Um ihnen auch weiterhin die hohe Qualität von Bildungsabschlüssen im Fernunterricht garantieren zu können, muss die Einhaltung von Gesetzen und definierten Standards strenger geprüft werden“, mahnt Mirco Fretter.

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