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Hey,

 

ich bin zur Zeit dabei meinen weiteren beruflichen Lebensverlauf zu planen.

Ich arbeite im Moment im sozialen Bereich, da ich nach meiner Fachhochschulreife berufsbegleitend Sozialpädagogik studiert habe. Arbeite nun schon eine Weile in dem Bereich und hab in den Jahren nach meinem Studium klar gemerkt, das dies nicht der Bereich ist in dem ich den Rest meines Lebens arbeiten möchte (aufgrund psychischer und physicher Belastungen). Ich wollte nach meinem Fachabi damals schon ursprünglich Informatik studieren, bin durch mein FSJ aber damals erstmals im sozialen Bereich gelandet, und hab jetzt ingesamt 8 Jahren nach meinem Abi gearbeitet.

 

Nun stellt sich mir die Frage wie mir der Einstieg am besten in den Bereich der IT gelingt. Der Bereich in den ich möchte ist die IT Sicherheit. Für mich ist klar das ich eine Ausbildung/Studium machen möchte.

Inhaltlich interssiert mich ein Studium mehr. Da mir die Berufserfahrung fehlt, würde ich mich eher für ein duales Studium bewerben, da ich hier nebenbei erste Arbeitserfahrungen im IT Bereich sammeln kann. Das hab ich damals schon bei meinem sozialen Studium so gehandhabt, daher weiß ich ungefähr was an Belastungen auf mich zukommt. Auch ist mir klar das ich während des Studiums finanzielle Einbußen haben werde, was ich aber überbbrücken kann. Bin noch alleinlebend ohne Kinder, hätte also die nötigen Kapazitäten frei.

Oder eben ein Fernstudium. Hier hab ich aber nicht die direkte Möglichkeit Praxiserfahrung zu sammeln, da müsste ich nebenher Praktika machen bzw. nach ein paar Semestern evtl. ein Werkstudentenjob. Da ich aus München komme, besteht auch die Möglichkeit eine Tätigkeit zu finden, da sich hier relativ viele Tech Unternehmen befinden.

 

 

 

Meine Frage ist ob dies alles überhaupt Sinn macht, da ich in einen Bereich wechsel in dem ich noch keine Erfahrungen vorweisen kann. Auch meine beruflichen Vorerfahrungen bzw. mein Studium bringen mir im IT Bereich eher weniger.

Privat interssiert es mich auf jeden Fall sehr, hab auch schon hobbymäßig erste Programmierkenntnis erworben (Python)
Allerdings bin ich ja mittlerweile schon 28, wär also erst mit 31 oder später fertig.

 

Würde mich sehr über ein paar Tipps bzw. Meinungen freuen, wie ich villt. in diesem Bereich mit meinen Rahmenbedingungen Fuß fassen könnte :)

 

 

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Hey,

 

IT-Sicherheit ist schon ein sehr spezieller Bereich, in dem es am Ende des Tages wahrscheinlich noch mehr auf Erfahrungswissen ankommt, als anderswo ohnehin schon. Wenn du für dich noch andere Bereiche in Erwägung ziehen könntest, wie beispielsweise "nur" Software-Entwicklung, könnte dir der Einstieg  dort – auch für Werkstudentenstellen – evtl. leichter gelingen. Wenn du einmal drin bist, kannst du dich ja über die Jahre spezialisieren.

 

Was die Vorgehensweise angeht, hast du recht, dass du Praxiswissen brauchst – da führt kein Weg dran vorbei. Dennoch halte ich, gerade weil du das jetzt noch nicht hast und dann auch in 3-5 Jahren nur in überschaubarem Grad haben wirst, "die Qualität des Signals" Hochschulabschluss für wichtig. Du hast eine der weltweiten Top-Universitäten für Informatik vor der Haustür, insofern würde ich mir stark überlegen, einen Bachelor dort zu machen (es gibt übrigens auch ein Modul IT-Sicherheit). Das dürfte dir nachher sicher die ein oder andere Tür mehr öffnen, als wenn du nur mit einem Bachelor von einer Wald-und-Wiesen-Hochschule daherkommst. Auch eröffnet es dir die Möglichkeit, direkt Kontakte zu Kommilitonen, Profs und auch Unternehmen zu knüpfen – etwas, das im Fernstudium z.B. grundsätzlich sehr schwierig ist.

 

Die Praxiserfahrung kannst du dir parallel über Werkstudentenjobs holen. Da sind Stundensätze von 20-30 EUR in München grundsätzlich möglich, womit du bei 20h außerhalb der Semesterferien schon mal eine Art Grundsicherung hättest ;-).

 

Wenn dir das gar nicht zusagt, könnte ich mir auch vorstellen, dass es klappen könnte, wenn du ein Unternehmen findest, bei dem du von Beginn an in dem Bereich arbeiten bzw. dich einarbeiten könntest. Das könnte bspw. ein auf IT-Sicherheit spezialisierter Dienstleister sein, bei dem du zu arbeiten beginnst, während du parallel studierst. Das müsste formal kein duales Studium sein, sondern könnte auch ein Fernstudium werden. Dann ist zwar besagtes Signal durch das Papier, auf dem der BSc steht, am Ende schwächer, aber du hättest 3+ Jahre echte Praxiserfahrung + theoretisches Wissen + deinen ohnehin vorhandenen Lebenslauf.

 

Dein Alter sehe ich übrigens nicht als Problem.

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Vergessen, zu meinem zweiten Vorschlag: Wenn das für dich in Frage käme, würde ich an deiner Stelle einfach mal Firmen recherchieren und denen eine Initiativ-Bewerbung über den Zaun werfen. Solche Stellen werden ja nicht aktiv ausgeschrieben. Aber der Personalmangel ist real und für die Unternehmen, die die Ressourcen (Zeit + Geld) haben, eigene Leute auszubilden, könnte das eine ziemlich spannende Sache sein. Denn wo sonst findet man Einsteiger mit Lebenserfahrung und einem so klaren Ziel vor Augen.

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Vielen Dank für deinen Input!

An die Uni kann ich vorerst nicht, da ich nur ein Fachabitur hab.

 

Ein weiterer Nebenbereich der mich in Richtung IT interssiert wäre ein IT Berater, das entsprechende Studium wäre Wirtschaftsinformatik. Damit wäre ich zumindestens breiter aufgestellt, und könnte mich ggf. durch Zusatzqualifikationen im Bereich IT Sicherheit weiterbilden.

 

Als IT Berater hat man auf der anderen Seite viel Kundenkontakt, und hilft ihnen bei IT Problemen/Fragen. In diesem Bereich könnte ich evlt. von meinem SozPäd Studium profitieren, da man ja dort auch lernt Leuten bei ihren Problemen zu helfen. Das ist jetzt natürlich stark verkürzt bzw. vereinfacht, aber in diesem Bereich erscheint mir mein erster Bachelor etwas hilfreicher als komplett ohne Kundenkontakt.

 

Was würde euch den zielführender erscheinen? Bin im Moment einfach mal am brainstormen was meine besten Möglichkeiten sind :)

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Moin,

 

der Sicherheits-Bereich wird von sehr vielen erst einmal falsch eingeschätzt. Da würde ich jedem raten erst einmal eine grundelegenden IT-Ausbildung (IHK oder Studium) zu absolvieren, um sich das Themengebiet mit etwas mehr Hintergrundwissen ansehen und bewerten zu können.

 

In die Beratung zu gehen ist keine schlechte Idee. Unter IT-Berater könne aber verschiedene Tätigkeiten fallen. Das geht vom Bodyleasing, bei dem man nur in der externen Firma sitzt und Code tippt, bis zur tatsächlichen Beratertätigkeit bei dem man mit den Stakeholdern eines Projektes am Tisch sitzt und tagelang Anforderungen aufnimmt um die Spezifikationen zu schreiben.

"Bei Problemen zu helfen" - ist für einen Berater keine passende Formulierung. Entweder man entwickelt, oder man plant. Man ist dabei aber kein "besserer Supportmitarbeiter".

 

Wirtschaftsinformatik ist auf jeden Fall eine gute Idee, damit stehen dir im Endeffekt die meisten Möglichkeiten offen.

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vor 30 Minuten hat Tech9 geschrieben:

An die Uni kann ich vorerst nicht, da ich nur ein Fachabitur hab.

 

Lies noch mal nach, ich denke das stimmt nicht. Mit Hochschulabschluss hast du in Bayern die Allgemeine Hochschulreife.

 

vor 30 Minuten hat Tech9 geschrieben:

Ein weiterer Nebenbereich der mich in Richtung IT interssiert wäre ein IT Berater, das entsprechende Studium wäre Wirtschaftsinformatik.

 

Ich bin seit 20 Jahren in der IT und weiß nicht recht, was ein IT-Berater sein soll oder was er so macht. Alles sehr schwammig. Wenn du allgemein Beratung meinst, dann kann das wie von @PVoss geschrieben praktische jede Tätigkeit umfassen. Aber auch da wäre ein umfassendes Informatik-Studium zusammen mit deinem Sozialpädagogik-Abschluss sicher schon mal eine gute Basis, wenn nicht sogar die bessere. Ich habe selbst Wirtschaftsinformatik studiert. Das ist in der Regel sehr BWL-lastig. Da läufst du Gefahr, nachher mit 1/3 Sozialpädagogik, 1/3 BWL und 1/3 Informatik dazustehen. Für eine Schnitstellenfunktion (Projektmanagement etc.) sicher nicht schlecht, aber schon auch sehr weit weg von einer Spezialisierung wie IT-Sicherheit, deinem Plan A.

Bearbeitet von developer
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Wie würdest du dir denn deinen künftigen Arbeitsalltag vorstellen? Irgendwie hast du jetzt schon ein breites Spektrum der IT in deinen Posts genannt, von python programmieren bis zum Berater. 

 

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Inzwischen gibt es berufsbegleitende Studiengänge mit dem fachlichen Schwerpunkt IT-Sicherheit. Ein Beispiel wäre der Online-Studiengang B.Sc. IT-Sicherheit der TH Lübeck. Da 20% Präsenzanteil vorgesehen ist, ist das natürlich eher was für Leute, die in Norddeutschland leben. Aber auch in anderen Regionen Deutschlands gibt es inhaltlich ähnliche Studienangebote.

 

Ein Alter von Anfang 30 sollte für einen Wechsel vom Sozial- in den IT-Bereich jedenfalls noch kein Hindernis sein.

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Hallo! 🙂

 

Ich habe eine Ausbildung im medizinischen Bereich gemacht und arbeite da auch seit 10 Jahren. Aus ähnlichen Gründen wie du studiere ich jetzt Informatik an der iubh. Ich habe auch keine beruflichen IT-Erfahrungen. So wie du habe ich privat mit Python gespielt. Ich bin ein paar Jahre älter als du.

 

Ich bin erst am Ende des ersten Semesters. Bisher liegen mir die Inhalte und ich habe Spaß an dem Studium. Bevor es losging, habe ich ganz viel Mathe aufgefrischt. Ich schreibe keine Einsen, macht aber nichts. Bisher habe ich jede Prüfung bestanden und ich werde bestimmt noch besser.

 

Es ist zu erwähnen, dass mein Freund als Softwareentwickler arbeitet und mein Vater Informatiker ist. Ich habe also auch viel Unterstützung.

 

Da ich weiterhin eine halbe Stelle in meinem bisherigen Beruf habe, geht es mit der Finanzierung und der Zeit. Ohne meinen Freund wäre es aber nicht machbar. Es ist auf jeden Fall ein volles Programm jetzt, mehr als ein 40-Stunden-Job auf jeden Fall.

 

Je mehr ich studiere, desto unzufriedener werde ich mit meinem Job. Ich bin mir ziemlich sicher, das Richtige mit dem Studium gewählt zu haben. Denn ich bin ein sehr strukturierter und organisierter Mensch und komme sehr gut mit komplexen Sachverhalten zurecht. Mein Kopf ist sehr leistungsfähig, stelle ich fest, wenn es um Ordnung und Muster geht. Mein Job verlangt mir permanent das Gegenteil ab und ich leide zunehmend darunter. Da werde ich immer weniger leistungsfähig. Je mehr ich im Studium über Unternehmen und Softwareentwicklung lerne, desto schwieriger ist meine Arbeit zu ertragen. Das ist eigentlich das Schwierigste im Moment für mich.

 

Neben dem Studium lerne ich aus dem Bereich Medizinische Informatik. Ich hatte mir vorgenommen, da später hinzuwollen. Ich kann mir mittlerweile aber auch andere Sachen vorstellen, da ich mehr weiß mittlerweile was man alles mit der Informatik machen kann.

 

Wie der Berufseinstieg gelingen wird, kann ich mir auch noch nicht vorstellen. Nächste Veranstaltung wird Java und ich hoffe so schnell so viel zu lernen, dass ich bald (auch schon während meines Studiums) den Job wechseln kann.

 

Also mein Fazit: Klar, es ist machbar! Fordernd, aber machbar. Es kann ja nur besser werden. Und zurück geht es auf gar keinen Fall mehr. Zu spät ist es auch nie. Ich habe schon vor noch mindestens 35 Jahre zu arbeiten und ganz sicher nicht so wie bisher. Identifikation mit der Arbeit ist sehr wichtig für mich. Ich identifiziere mich schon jetzt mehr mit der Informatik als mit dem anderen Beruf. Das muss halt Jeder selbst rausfinden. Und dann - warum nicht?
 

 

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Hey, ich war letztes Jahr in einer ähnlichen/gleichen Situation wie du(28, Ausbildung im medizinischen Bereich) und wollte einen Jobwechsel. Habe mich dann kurzerhand für das Studium IT-Sicherheit an der Wilhelm-Büchner Hochschule eingeschrieben. Ich blogge hier auf Fernstuduim-finos aktiv über meinen Werdegang, schau gerne mal nach, vllt hilft es dir.

 

Was ich bestätigen kann, das mir die Praxis auf jedenfall irgendwo fehlt im Fernstudium. Was aber, so denke ich, normal ist schließlich musst du erst bestimmte Kompetenzen erlernen, damit du mehrwert bietest für eine Firma.

Bearbeitet von JonasWBH
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