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Teilweise schlechtere Noten, weil nicht gegendert wurde


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Ich habe nochmal über das Thema zur gendergerechten Sprache nachgedacht, als ich vorhin einen kleinen Text gelesen habe. Was ich hier schon einmal schrieb, kann ich eigentlich bestätigen. Wenn ich einen Sachtext lese und darin von Besuchern, Klienten und Patienten die Rede ist, dann denke ich dabei abstrakt an Menschen. Ich würde mal behaupten, ich benutze meine Ressourcen, um beim Inhalt des Textes zu bleiben, anstatt mir vorstellen, ob es bei den Patienten mehr um Männer oder mehr um Frauen geht. 

 

In dem Moment, in dem ich aber gefragt werde, zu wieviel Prozent es sich um Männer und Frauen handelt, da beginne ich, mir durch Kontextinformationen vorstellen, wie die Geschlechter verteilt sind. Repräsentationen werden aktiviert, die unter anderem auch mit sprachlichen Strukturen in Einklang stehen. Und dabei kann das generative Maskulinum in dem Moment wirklich dazu beitragen, dass tendenziell mehr an Männer gedacht wird. Von daher würde ich zunächst jeder Studie zu gendergerechter Sprache misstrauen, die damit arbeitet 1) explizit zu fragen, um welchen Anteil Männer und Frauen es sich handelt und 2) Texte und Sätze benutzt, die nicht zum Ziel haben, ein bestimmtes Geschlecht anzusprechen oder bei den Rezipienten das Gefühl wecken sollen, sich angesprochen zu fühlen. Eventuell könnte hierfür ja vielleicht ein experimentelles Priming-Design aus der Psychologie verwendet werden, um zu untersuchen, ob es in bestimmten Textsorten einen Unterschied in der Aktivierung von Repräsentationen "männlich" und "weiblich" unter den Bedingungen "generatives Maskulinum" und "gendergerechte Sprache" gibt oder nicht.

 

Ich würde hier also auch differenzieren, welches Ziel ein Text verfolgt. Und hier kann es durchaus sinnvoll sein, meinetwegen bei Jobanzeigen nicht nur von Mitarbeitern zu sprechen sondern von Mitarbeiter*innen. Wobei mir hierbei das "Mitarbeiter (m/w/d)" sogar besser gefällt (ein anderes Beispiel wäre sicherlich besser geeignet)

 

Und um es nochmal zu sagen: Ich habe nichts gegen gendern, wenn darum gebeten wird oder wenn es als eine Art Netiquette angesehen wird. Nur diese Zwangsauferlegung, wie bei der Uni Kassel, geht mir gegen den Strich. Genauso auch die Bestrebungen des Dudens, das generative Maskulinum abzuschaffen, wozu der Duden gar nicht berechtigt ist. Und ich stelle in Frage, ob ein explizites Gendern mit Sternchen, Doppelpunkt oder was auch immer wirklich in allen Texten zielführend und sinnstiftend ist. 

Bearbeitet von psycCGN
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vor 32 Minuten hat developer geschrieben:

Wenn die Linke (hier im weitesten Sinne) eines schon immer wunderbar konnte, dann sich komplett selbst zu zerlegen.

 

Ich bin eigentlich ziemlich weit links, sogar Genosse der taz, auch wenn ich sie selbst nur noch seltenst lese.

Vor 3 Jahren war ich auf der Genossenschaftsversammlung, wo es unter anderem auch um das Thema gendergerechte Sprache in der taz ging. Man darf sicherlich davon ausgehen, dass 99 Prozent der Genossenschaftsmitglieder links sind. Trotzdem ging das da so hoch her und man war so dermaßen unterschiedlicher Meinung, dass ich zwischendurch mal gecheckt habe, ob die Notausgangstür auch wirklich zu öffnen ist...

 

Ach so, falls es jemanden interessiert. Sie war natürlich abgeschlossen...

Bearbeitet von LaVie
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vor einer Stunde hat LaVie geschrieben:

Nervt und ärgert mich übrigens kolossal, dass so viele irgendwelche WhatsApp- und Facebook-Gruppen anlegen, obwohl man im Web Campus auch ohne dass die Hochschule was mitbekommt miteinander kommunizieren kann und für alles andere Foren hat.

 

Ist halt damals aus der Not entstanden, weil die IU alles kann, nur nicht Communities managen oder kommunizieren, weswegen Infos schneller über solche Kanäle kamen als von der IU selbst ;-). Lässt sich schwer wieder abschalten, da sich nichts verbessert hat.

 

Ich bin bei dem gendergeraffel Sache raus (weder pro noch con). Ich frag mich immer, ob man die Energie nicht in wirklich wichtige Themen investieren kann.

Bearbeitet von Muddlehead
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vor 6 Minuten hat Muddlehead geschrieben:

ch frag mich immer, ob man die Energie nicht in wirklich wichtige Themen investieren kann.

 

Ja. Bei mir wäre die Energie in die Einsendeaufgabe besser investiert. Aber das hier ist erfolgreiche Prokrastination 🙈

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vor 11 Minuten hat Muddlehead geschrieben:

 

Ist halt damals aus der Not entstanden, weil die IU alles kann, nur nicht Communities managen oder kommunizieren, weswegen Infos schneller über solche Kanäle kamen als von der IU selbst ;-). Lässt sich schwer wieder abschalten, da sich nichts verbessert hat.

 

Ich bin bei dem gendergeraffel Sache raus (weder pro noch negativ). Ich frag mich immer, ob man die Energie nicht in wirklich wichtige Themen investieren kann.

Das ist in der Tat auch immer wieder ein heißes Thema, da gibt es (muss ich mal raussuchen) noch ne alten Thread zu. Tatsächlich liegt ein Blogbeitrag im Mentoringblog dazu noch auf Eis.

 

 

 

okay ne war nen eigener alter Blog (aber ich bin mir sicher, dass das irgrndwo zwischen 2013 und jetzt mal ausgiebiger Thema war..Finde nur nichts ;)

 

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  • Admin

Die Zeit verwendet in ihrem Morgennewsletter eine ganz neue Schreibweise. Erst dachte ich, dass irgendwas mit der Darstellung des eingestellten Zeichensatzes nicht stimmen würde, aber das ist wohl bewusst. 

 

Es wird auch ein Doppelpunkt verwendet, aber über dem i, also zum Beispiel:

 

"Mehr Impfstoff und mitimpfende Hausärztïnnen."

 

Ich wüsste gar nicht, wie ich das normal auf der Tastatur eingeben sollte. Ist euch das schon anderswo begegnet?

 

 

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vor 19 Minuten hat Markus Jung geschrieben:

Ich wüsste gar nicht, wie ich das normal auf der Tastatur eingeben sollte. Ist euch das schon anderswo begegnet?

 

Sonderzeichen, würde ich annehmen. In der Zeichentabelle heißt es "kleines i mit Diärese": ï. Auf der Tastatur die Alt-Taste gedrückt halten und im Nummerblock 0239 eingeben.

 

Allerdings finde ich diese selbstgestrickten Lösungen jetzt auch nicht das Gelbe vom Ei. Der eine macht ein Sternchen, der andere schreibt nur noch die weibliche Form, andere machen dann dieses komische i. Jetzt wäre es dann doch mal an der Zeit für eine offizielle Variante.

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Wenn die vermeintliche Gleichberechtigung in der deutschen Sprache durchgesetzt wird, dann hätte ich auch gerne eine Anpassung bei Wörtern wie "die Person" oder "die Koryphäe" 🤣 

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