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Teilweise schlechtere Noten, weil nicht gegendert wurde


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vor 1 Minute hat KanzlerCoaching geschrieben:

Der Arbeitsmarkt ist EIN Bereich, an dem sich Gleichstellung feststellen lässt. Aber daneben gibt es ja auch noch das private Leben - wie die Verantwortlichkeiten dort aufgeteilt sind, ob Jungs anders erzogen werden als Mädchen, sie sicher Frauen in ihrem privaten Umfeld sind.

 

Und da habe ich nicht den Eindruck, dass Frauen und Mädchen jetzt so extrem selbstbestimmt und gleichgestellt sind.

Cool. Wie lange haben Sie in der Türkei gelebt? Aber das führt zu einer Diskussion, die dem Thema des Beitrags nicht gerecht wird. Man kann viele Fragen anhand der Zahlen die ich aufgeführt habe beantworten.

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vor 3 Stunden hat Markus Jung geschrieben:

 

War es nicht schon immer so, dass die Prüfer:innen die Bewertungskriterien festlegen und dabei oft auch auf die Sprache (Rechtschreibung aber zum Beispiel auch verständliche Formulierungen) Wert gelegt wurde und diese in die Bewertung mit eingeflossen ist?

Selbstverständlich. Und dies ist auch richtig so.

 

Gendersternchen, Binnen_I, Binnen_Doppelpunkte hingegen entsprechen nicht der deutschen Sprache nach Duden. Da gemäß § 23 I VwVfG die Amtssprache deutsch ist, müssten dann in konsequenter Anwendung der Rechtslage diese Schreibweisen als Rechtschreibfehler behandelt werden. Und ja, Hochschulen fallen in die Zuständigkeit der Verwaltungsgerichtsbarkeit.

Bearbeitet von CrixECK
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Am 22.4.2021 um 14:01 hat Markus Jung geschrieben:

Ist gendern eigentlich eine rein deutsch bzw. deutschsprachige Besonderheit, oder gibt es das auch im Ausland? Englisch hat das ja weitgehend "eingebaut". Ob dadurch in englischsprachigen Ländern automatisch mehr Geschlechtergerechtigkeit herrscht bzw. sich in Texten mehr alle angesprochen fühlen?

 

In einigen Ländern wurde das gestopt. So auch in Frankreich. 

 

https://vds-ev.de/pressemitteilungen/kulturpolitische-sensation-frankreich-stoppt-gender-sprache/

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  • Community Manager
vor 3 Stunden hat CrixECK geschrieben:

Gendersternchen, Binnen_I, Binnen_Doppelpunkte hingegen entsprechen nicht der deutschen Sprache nach Duden.

 

Selbst beim Duden gibt es Veränderungen, was das Gendern angeht. Selbst wenn die von Dir genannten Konstrukte in der Tat (noch) nicht abgedeckt sind:

Und der Duden selbst auf seiner Website:

https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Geschlechtergerechter-Sprachgebrauch

 

Zitat

 

Vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckt sind Schreibweisen wie die folgenden:

  • mit Genderstern (Asterisk): Schüler*innen
  • mit Binnen-I (wortinterne Großschreibung): SchülerInnen
  • mit Gender-Gap (Unterstrich; Doppelpunkt): Schüler_innen; Schüler:innen
  • mit Schrägstrich ohne Ergänzungsstrich: Schüler/innen

Es ist zu beobachten, dass sich die Variante mit Genderstern in der Schreibpraxis immer mehr durchsetzt.

 

 

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Ein Artikel von Peter Eisenberg, ehemaliger Linguistik-Professor an der Uni Potsdam, der sehr schön beschreibt, dass grammatisches und biologisches Geschlecht mal so gar nichts miteinander zu tun haben. Aber seltsamerweise (oder eher doch ganz bewusst?) werden Linguisten (ich glaube an das generische Maskulinum im Deutschen, wie übrigens auch ganz erstaunlich viele andere Linguistinnen!) nicht gefragt in dieser Debatte... 

 

Essay - Das missbrauchte Geschlecht - Kultur - SZ.de (sueddeutsche.de)

Bearbeitet von miss_reid
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vor 3 Stunden hat miss_reid geschrieben:

dass grammatisches und biologisches Geschlecht mal so gar nichts miteinander zu tun haben.

 

Nee, es ist sicher totaler Zufall, dass man fast alle biologisch weiblichen Menschen mit "sie" und biologisch weibliche mit "er" bezeichnet. Und dass eine Person, die man als "Autorin" oder "Ärztin" bezeichnet, praktisch immer biologisch weiblich ist. Hat alles gar nichts miteinander zu tun.  🙄 

 

vor 3 Stunden hat miss_reid geschrieben:

Aber seltsamerweise (oder eher doch ganz bewusst?) werden Linguisten (ich glaube an das generische Maskulinum im Deutschen, wie übrigens auch ganz erstaunlich viele andere Linguistinnen!) nicht gefragt in dieser Debatte... 

 

Essay - Das missbrauchte Geschlecht - Kultur - SZ.de (sueddeutsche.de)

 

Ich finde es immer ein bisschen lustig, wenn man behauptet, irgendjemand werde nicht gefragt oder nicht gehört und dann teilt man einen Artikel dieser Person in einer großen überregionalen Tageszeitung...

 

Es gibt übrigens auch Linguisten, die sich für geschlechtergerechte Sprache aussprechen, den hier z.B.: https://www.tagesspiegel.de/wissen/warum-sprachwandel-notwendig-ist-der-professor-die-professor-das-professor/26155414.html 

 

(wobei dieser Artikel ziemlich ergebnisoffen und abwägend ist, aber mMn gut die Probleme des sogenannten generischen Maskulinums aufzeigt) 

 

Wie bei vielem in der Wissenschaft kann man für sehr viele Positionen Unterstützung und Ablehnung finden, daher muss man sich schon die Mühe einer eigenen Argumentation machen...

 

vor 4 Stunden hat psycCGN geschrieben:

Von daher sind die Bemühungen des Dudens, das generische Maskulinum abzuschaffen, höchst anmaßend und gehen weit über seine Kompetenzen hinaus.

 

Hast du den Artikel oben in der Welt gelesen? Darin steht klar und deutlich:

 

Zitat

Die Duden-Chefredakteurin Kathrin Kunkel-Razum weist Kritik am Gendern des Online-Wörterbuchs zurück. Anders als von sprachkonservativen Gegnern der Reform beklagt, wolle und könne der Duden das sogenannte generische Maskulinum nicht abschaffen, sagte sie dem Evangelischen Pressedienst.

[...]

Das generische Maskulinum – also die geschlechterübergreifende Verwendung der männlichen Form – sei mitnichten gestrichen, sondern lebe in den Beispielen zu den Worteinträgen weiter.

 

Abgesehen davon, dass der Duden, wie du richtig festgestellt hast, ja eh niemandem etwas vorschreiben kann (und er sich daher auch nichts dergleichen anmaßen kann), wurden einfach nur weibliche Formen und andere geschlechtergerechte Formen aufgenommen. Die sich halt immer weiter in der Sprache verbreiten und daher in einem sprachbeschreibenden Werk auch Platz finden sollten. Niemand wird daran gehindert, weiter nur maskuline Formen zu verwenden, wenn er oder sie das möchte. Hier wird das Ganze auch noch mal recht differenziert erklärt: https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/generische-verwendungsweise-maskuliner-formen

 

Da heißt es unter anderem: 

 

Zitat

Unter anderem aufgrund der beschriebenen Doppeldeutigkeit der maskulinen Form wird seit einiger Zeit über sprachliche Alternativen diskutiert, mit denen eindeutig alle Menschen angesprochen werden können.

 

"Über sprachliche Alternativen diskutiert" - Ich wüsste gar nicht, wie man das noch beschreibender und neutraler ausdrücken könnte. 

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vor 5 Minuten hat ClarissaD geschrieben:

Hast du den Artikel oben in der Welt gelesen? Darin steht klar und deutlich:

 

In der Online-Ausgabe des Dudens findet man unter "Lehrer" nur noch, dass es eine männliche Person ist. Würde man dem generischen Maskulin gerecht werden, müsste zumindest eine der Bedeutungen heißen, dass eine Person ist, die...

 

Unten in einem Kasten steht, dass die Personenbezeichnung in bestimmten Fällen genutzt wird, um Personen aller Geschlechter zu bezeichnen und dass über sprachliche Alternativen genutzt wird.

 

Also ich finde, dass damit eine grammatische Kategorie, die fester Bestandteil unserer Sprache ist, damit ziemlich ins Abseits gestellt wird. Aber das kann ja jeder für sich entscheiden :)

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