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Welcher klinische Bachelor/Master für Psychologie (Neuropsychologie/GNP)?


Kaja
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Hey Leute,

Als Psychologie-Interessentin schließe ich mich auch mal dem Forum an :)

auch ich möchte im klinischen Bereich tätig werden, was nun durch die Reformierung des Gesetzes erschwert wird.

Wisst ihr welche Abschlüsse von Privaten Fhs oder Unis noch die am besten sind?😅 natürlich könnte man sich darüber streiten, ob dies der sichere Weg ist aber gerne möchte ich mich über diese Möglichkeiten informieren. 
Ansässig bin ich in NRW und generell wäre mir für den Bachelor ein Fernstudium lieber. 
 

lg Kaja :-)

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Hallo Katja,

 

derzeit ist die Tätigkeit im Allgemeinkrankenhaus / Rehakliniken durchaus ohne Approbation möglich. In der Regel ist dort aber der/die leitende Psychologe/in approbiert - einfach aufgrund der strikten Hierarchie in Kliniken und um therapeutisch arbeiten zu können.

 

Aufgrund der Reformierung des Gesetzes kann es aber durchaus sein, dass die Approbation in Zukunft wichtiger wird, besonders in Kliniken. 

 

Aktuell sind aber viele Psychologen, mit Masterabschluss, im klinischen Sektor tätig auch ohne Approbation. 

Wichtig ist es hier die jeweiligen Fach-Weiterbildungen in den Bereichen zu absolvieren bzw. werden diese vorausgesetzt, oder man erwartet, dass man diese Weiterbildungen nach Einstellung besucht. 

 

Parallel hat gerade psycCGN schon geschrieben und verweist auf die gängigen Hochschulen, deshalb verzichte ich auf eine erneute Aufzählung :) 

Bearbeitet von lash21
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vor 4 Stunden hat psycCGN geschrieben:

Ich bin auch gespannt, wie es für die "normalsterblichen" Psychologen zukünftig im Gesundheitssektor aussieht? Ich kann es absolut nicht einschätzen. Ich denke, es kann nicht schaden, wenn nach dem Studium oder bereits währenddessen eine Ausbildung zum systemischen Berater/Therapeuten gemacht wird. Eventuell solltest du dir aber vielleicht auch Alternativen anschauen, wie beispielsweise Kunst-, Musik- oder Bewegungstherapie. Für Kunsttherapie gibt es in Bonn die Alanus Hochschule, die den Bachelor in Kunsttherapie auch als Teilzeitvariante mit wenigen Präsenzphasen anbietet.

 

Wenn du im Psychologiebachelor möglichst viele ECTS im klinischen Bereich haben möchtest, wäre der Bachelor in angewandter Psychologie der DIPLOMA zu nennen. Danach kämen wohl die Bachelorprogramme in Psychologie der SRH, PFH, IU und der HFH. Die Euro-FH deckt im Bachelor auch Grundlagen der klinischen Psychologie ab, setzt aber eher anderweitig einen kleinen Schwerpunkt. Der Bachelor der FernUni Hagen beinhaltet keine Module in klinischer Psychologie.

 

Mehr fällt mir gerade spontan nicht ein :)

Hey, danke erstmal für die super ausführliche Info! :-) 

Die Frage stelle ich mir auch. Es gibt, meinen Recherchen zufolge, so oder so schon einen Mangel an Psychotherapeuten und dieser wird nun noch mehr verstärkt. Da fragt man sich, was nun aus den normal-Psychologen wird. Ich denke in Zukunft werden Psychologie-Studiengänge, die nicht zur Approbation führen weniger an Beliebtheit gewinnen. Aber wer weiß :-)

 

Die von dir aufgezählten Weiterbildungen, werde ich auf jedenfall anschauen. Tatsächlich beschäftige ich mich in meiner Freizeit viel mit künstlerischen Hobbys. Das hört sich sehr gut an. :-) 

 

Danke für die Aufzählung! Ich frage mich, ob es möglich ist mit den Bachelorabschlüssen einen Master an einer Präsenzuni zu machen, selbst wenn dieser nicht zur Approbation führt. Jedoch kann man diese aus heutigem Standpunkt nicht beurteilen. Ich werde mir dann mal die Diploma Hochschule angucken :-)

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vor 4 Stunden hat lash21 geschrieben:

Hallo Katja,

 

derzeit ist die Tätigkeit im Allgemeinkrankenhaus / Rehakliniken durchaus ohne Approbation möglich. In der Regel ist dort aber der/die leitende Psychologe/in approbiert - einfach aufgrund der strikten Hierarchie in Kliniken und um therapeutisch arbeiten zu können.

 

Aufgrund der Reformierung des Gesetzes kann es aber durchaus sein, dass die Approbation in Zukunft wichtiger wird, besonders in Kliniken. 

 

Aktuell sind aber viele Psychologen, mit Masterabschluss, im klinischen Sektor tätig auch ohne Approbation. 

Wichtig ist es hier die jeweiligen Fach-Weiterbildungen in den Bereichen zu absolvieren bzw. werden diese vorausgesetzt, oder man erwartet, dass man diese Weiterbildungen nach Einstellung besucht. 

 

Parallel hat gerade psycCGN schon geschrieben und verweist auf die gängigen Hochschulen, deshalb verzichte ich auf eine erneute Aufzählung :) 

 

Ich danke dir für die tolle Info! :-) An sich hört sich das schonmal ein wenig "erleichternd" an, auch wenn die zukünftige Beschäftigung approbationsloser Psychologen in den Sternen steht. 

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@Kaja Es gibt ja eigentlich ganz viele Psychologiestudierende, die nicht in die psychotherapeutische Richtung möchten :) Aber ich denke schon, dass jeder Platz um Approbationsmaster heiß umkämpft sein wird. Der Druck um spitzen Noten ist ja eh schon hoch. Die Novellierung des PsychThG wird sicherlich nicht für mehr Entspannung sorgen 🙈 Am Ende können die frisch Approbierten vllt. ihre ersten Patienten sein 🙄

 

Aber mal Spaß beiseite. Da es nicht mehr Psychotherapeuten geben wird, sondern eigentlich sogar noch weniger, wäre es eventuell möglich, dass die Reform für Psychologen mit den Schwerpunkten Gesundheitspsychologie, Rehabilitation und klinischer Psychologie eine positive Entwicklung bereithält.

 

ich bin mal gespannt, wie es sich bei den KJP in den nächsten Jahren/Jahrzehnten entwickeln wird. Bisher sind unter den KJP wohl 80% FH-Absolventen dabei. Wenn die zunehmend in Rente gehen, könnte es für Kinder und Jugendliche in der Versorgung schlecht aussehen. Etwa 20% der Kinder und Jugendlichen sollen angeblich von einer psychischen Störung betroffen sein. Und gerade in dem Alter haben nicht wenige psychische Störungen ihren Ursprung.

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vor 16 Stunden hat psycCGN geschrieben:

@Kaja Es gibt ja eigentlich ganz viele Psychologiestudierende, die nicht in die psychotherapeutische Richtung möchten :) Aber ich denke schon, dass jeder Platz um Approbationsmaster heiß umkämpft sein wird. Der Druck um spitzen Noten ist ja eh schon hoch. Die Novellierung des PsychThG wird sicherlich nicht für mehr Entspannung sorgen 🙈 Am Ende können die frisch Approbierten vllt. ihre ersten Patienten sein 🙄

 

Aber mal Spaß beiseite. Da es nicht mehr Psychotherapeuten geben wird, sondern eigentlich sogar noch weniger, wäre es eventuell möglich, dass die Reform für Psychologen mit den Schwerpunkten Gesundheitspsychologie, Rehabilitation und klinischer Psychologie eine positive Entwicklung bereithält.

 

ich bin mal gespannt, wie es sich bei den KJP in den nächsten Jahren/Jahrzehnten entwickeln wird. Bisher sind unter den KJP wohl 80% FH-Absolventen dabei. Wenn die zunehmend in Rente gehen, könnte es für Kinder und Jugendliche in der Versorgung schlecht aussehen. Etwa 20% der Kinder und Jugendlichen sollen angeblich von einer psychischen Störung betroffen sein. Und gerade in dem Alter haben nicht wenige psychische Störungen ihren Ursprung.


Ja das stimmt wohl :-) ich habe Wirtschaftswissenschaften studiert und fange jetzt den Master an und bin super unzufrieden im Beruf. Jetzt hab ich endlich all meinen Mut gefasst, um die Richtung zu wechseln aber komme doch jetzt zu spät an😅

ja auf jeden Fall. Es wird jetzt noch schwieriger einen Masterplatz zu bekommen. Haha, ist wohl so 😂

Das hoffe ich auch! 
 

Genau, dort sehe ich auch das Problem. Wieso sollten sich die Studierende auf die KJP Ausbildung entscheiden, wenn sie auch die PP für Erwachsene machen können. Ebenso die Ausbildung zum Neuropsychologen, die eigentlich mein Ziel war/ist 😔 aber es ist echt schade, dass durch die Novellierung die Versorgung noch mehr darunter leiden wird! 

 

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vor 17 Minuten hat Kaja geschrieben:

Ebenso die Ausbildung zum Neuropsychologen, die eigentlich mein Ziel war/ist 😔

 

Das ginge in Präsenz beispielsweise auch hier: https://www.hochschule-heidelberg.de/de/studium/masterstudium/masterpsychologie/neuropsychologie/

 

Zur Hochschule gehört ein Krankenhaus mit einer großen neurologischen Abteilung auf dem gleichen Campus, in dem man Praxis sammeln, vielleicht sogar parallel zum Studium arbeiten und Geld verdienen kann.

Den Bachelor könntest du ja vorher im Fernstudium machen. Wenn du den an der SRH machst dürfte der Übergang zum Präsenz-Master der SRH in Heidelberg umkompliziert sein. Vielleicht rufst du da in Heidelberg einfach mal an oder schreibst denen und lässt dich beraten?

Bearbeitet von LaVie
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vor 31 Minuten hat Kaja geschrieben:

Ebenso die Ausbildung zum Neuropsychologen, die eigentlich mein Ziel war/ist 😔 aber es ist echt schade, dass durch die Novellierung die Versorgung noch mehr darunter leiden wird!

 

Die Ausbildung zum Neuropsychologen kann man aber noch weiterhin machen. 🤗

 

Ich glaube, es war die GNP (Gesellschaft für Neuropsychologie e.V.), die im Zuge der Novellierung des Psychotherapeutengesetzes erreich wollte, dass die neuropsychologische Therapie als weiteres anerkanntes Richtlinienverfahren in die Psychotherapieausbildung aufgenommen wird. Das wurde allerdings abgelehnt, da neuropsychologische Therapien ja nicht die ganze Breite psychischer Störungen abdecken, wie die Psychotherapie. Also ist es weiterhin möglich, nach dem Master eine entsprechende Ausbildung zu absolvieren, für die man aber eine Stelle in einer Klinik benötigt. 

 

Edit: Wenn du dich als Neuropsychologe allerdings selbstständig machen möchtest und auch willst, dass du damit über die Krankenkassen abrechnen kannst, dann und auch nur dann, bist du auch als Neuropsychologe auf die Psychotherapieausbildung angewiesen und musst danach eine Kassenzulassung bekommen.

 

@LaVie Ich glaube, obwohl man Psychologie mit Schwerpunkt Neuropsychologie in Heidelberg studieren kann, wird es wohl trotzdem sinnvoll sein, die Ausbildung zum Klinischen Neuropsychologen (GNP) zu machen. Ich denke aber, dass man sich die Inhalte aus dem Master dann anrechnen lassen kann.

Bearbeitet von psycCGN
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vor 4 Minuten hat psycCGN geschrieben:

Ich glaube, obwohl man Psychologie mit Schwerpunkt Neuropsychologie in Heidelberg studieren kann, wird es wohl trotzdem sinnvoll sein, die Ausbildung zum Klinischen Neuropsychologen (GNP) zu machen. Ich denke aber, dass man sich die Inhalte aus dem Master dann anrechnen lassen kann.

 

Da wirst du Recht haben. Mir war nicht klar, dass es da einen Unterschied gibt. Bei euch Psychologen ist alles so kompliziert geregelt. 🙄

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