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Frust über Coronamaßnahmen: Einfach nur Gejammer oder reicht es bald?


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vor 2 Minuten hat Silberpfeil geschrieben:

und es gibt da noch so viel, was noch kein bisschen erforscht ist. Beispiele: die Entstehung des Zytokinsturms oder der Gerinnungsprobleme, also auf welchem Weg das Virus das in Gang setzt.

Da ist ein Hausarzt m.M.n. nicht besonders seriös.

 

Diese Themen spricht der Arzt aber auch nicht an. Er gibt ja nur ganz allgemein bekannte Dinge wieder. So lange man sich nicht zu Themen äußert von denen man keine Ahnung hat, finde ich das seriöser, als wenn ein Lungenfacharzt sich zum jetzigen Zeitpunkt zum Zytokinsturm äußern würde. Man weiß, dass es das gibt, aber warum das Immunsystem so heftig reagiert weiß man noch nicht. Punkt. Fakten, einfach nur gesicherte Fakten, mehr erwarte ich gar nicht.

 

Hausarzt ist auch nicht mit Allgemeinmediziner gleichzusetzen und Allgemeinmediziner auch nicht mit inkompetent.

Die meisten Hausärzte, die in den letzten 20 Jahren eine Praxis übernommen haben, sind Internisten. Darunter viele Gastroenterologen und auch viele Kardiologen und Pneumologen. Die kommen alle aus Krankenhäusern und haben meistens auch noch sehr gute Kontakte dorthin und bekommen sehr viel mit.

Hier klingt das ein bisschen so als wenn der durchschnittliche Hausarzt nur ein halber Arzt wäre, der völlig hinterm Mond lebt. Alleine die Kassenärztlichen Vereinigungen schicken aktuell mindestens zweimal wöchentlich Bulletins zum aktuellen Wissensstand in Bezug auf Corona. Dazu noch die Fachzeitschriften und die Weiterbildungen, die PatientInnen, die man einweisen musste und die nach erfolgreicher Behandlung wieder entlassen werden konnten und regelmäßig zum Labor und zur Spiro kommen. Die Hausärzte sind diejenigen, die den Langzeitverlauf mitbekommen und diesen auch händeln müssen.

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vor 18 Minuten hat Markus Jung geschrieben:

Das geht oft gut und mitunter geht es schief.

 

Wenn das aber immer 50:50 ausgeht, dann kann ich aber auch gleich einen Affen fragen. Von ExpertInnen erwarte ich schon eine gewisse Trefferquote. Ansonsten können sie in der Thematik keine ExpertInnen sein. 😉

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Viele wollen sich impfen lassen. Nur warten alle auf den Impfstoff. Einige Mittel sind noch nicht zugelassen. Dauert alles sehr lange, bis Impfzentren und Hausärzte das impfen können.

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vor 23 Minuten hat developer geschrieben:

Die Bottom Line ist doch diese: Da, wo sich mehrere Menschen gemeinsam über längere Zeit in geschlossenen Räumen aufhalten, haben wir ein Problem. Ganz egal, ob das ein Büro, eine Kita oder eine Schule ist. Wir können uns gerne versuchen einzureden, dass das alles kein Problem ist und sich das theoretisch mit AHA+L doch alles in den Griff bekommen lässt. Kostet dann halt nur noch einige Monate, viele Menschenleben und langfristig Erkrankte und auch irre viel Geld mehr.

 

Diese Erkenntnis ist doch viel zu simpel.

Lass es uns doch nochmal ein paar Monate mit Masken in Fußgängerzonen, am Elbstrand und in Parks probieren. Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen ist bestimmt auch nicht kontraproduktiv. Und dann machen wir noch ne Ausgangssperre damit es bei all den Einschränkungen abends wenigstens wieder ein bisschen gesellig wird.

Ist übrigens sehr "amüsant" momentan zwischen 20:30 Uhr und 21:00 Uhr in Hamburg mit dem ÖPNV zu fahren. Endlich wieder volle Busse und Bahnen.

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vor 32 Minuten hat developer geschrieben:

Die neu eingeführten Selbsttests führen alle Kinder zeitgleich im Klassenraum durch. D.h. sie alle ziehen sich die Masken gleichzeitig herunter. Zitat eines Bekannten mit Kind in einer anderen Schule: "Das Testen ist ganz einfach, Papa. Man muss das so lange machen, bis es kitzelt in der Nase. Das hat gut geklappt, bei uns allen hat es gekitzelt und wir haben ganz viel geniest."

 

Stimmt. Diesen Aspekt habe ich gar nicht bedacht, dass das dann synchron läuft. Bisher war ich dagegen, dass die Kinder zu Hause getestet werden - vor allem, weil ich Bedenken habe, dass viele Eltern das dann gar nicht oder nicht sorgfältig durchführen. Aber diese "Corona-Party" im Klassenraum ist dann wohl noch deutlich bedenklicher. - Könnte vielleicht zumindest im Freien vor Schulbeginn durchgeführt werden? Dann könnten positiv getetete Schüler:innen auch gleich nach Hause geschickt werden, bevor sich ihre Viren weiter ausbreiten können.

 

Zitat

Wenn das aber immer 50:50 ausgeht, dann kann ich aber auch gleich einen Affen fragen. 

 

Ja, wenn es so wäre, dann könntest Du einen Affen fragen oder auch eine Münze werfen. Hast Du diesen Eindruck bei den Experteneinschätzungen? - Ich habe einen anderen. 

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vor 1 Minute hat Markus Jung geschrieben:

Ja, wenn es so wäre, dann könntest Du einen Affen fragen oder auch eine Münze werfen. Hast Du diesen Eindruck bei den Experteneinschätzungen?

 

Ich hab es nicht ausgewertet, aber vom Gefühl her würde ich sagen, dass die die 50 Prozent Trefferquote nicht mal erreichen.

 

Die Prognose des RKI vom 12. März sah übrigens so aus:

 

"Für die Woche ab dem 12. April schätzt das RKI dann eine Sieben-Tage-Inzidenz im Bereich zwischen 220 und mehr als 500, wie sich aus einer Grafik in dem Lagebricht ablesen lässt. Die mittlere Schätzung liegt bei 350 pro 100.000 Menschen. Das würde mehr als 40.000 gemeldeten Neuninfektionen pro Tag entsprechen."

 

Bei im Vergleich zu Mitte März gleichbleibenden Einschränkungen wohlgemerkt. So wie es auch der Fall war.

Ostern hätten wir mehr Infizierte als an Weihnachten haben sollen.

Die geben eine riesige Spanne zwischen 220 und 500 als Erwartungswert an und schaffen es selbst damit noch völlig daneben zu liegen. Chapeau.

 

Also ich glaube nicht, dass ein Affe so schlecht abschneiden würde.

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vor 23 Minuten hat Markus Jung geschrieben:

Stimmt. Diesen Aspekt habe ich gar nicht bedacht, dass das dann synchron läuft. Bisher war ich dagegen, dass die Kinder zu Hause getestet werden - vor allem, weil ich Bedenken habe, dass viele Eltern das dann gar nicht oder nicht sorgfältig durchführen. Aber diese "Corona-Party" im Klassenraum ist dann wohl noch deutlich bedenklicher. - Könnte vielleicht zumindest im Freien vor Schulbeginn durchgeführt werden? Dann könnten positiv getetete Schüler:innen auch gleich nach Hause geschickt werden, bevor sich ihre Viren weiter ausbreiten können.

 

Da kommt ja noch ein anderer Aspekt hinzu – der Umgang mit positiven Ergebnissen. Im besten Fall beweist die Lehrkraft Fingerspitzengefühl, aber gegenüber der Klasse ist das Kind trotzdem erst mal stigmatisiert. Es wird dann ja auch gleich "abgesondert".

 

Dazu kommt, dass die Selbsttests nicht ideal sind. Sie erkennen mit guter Wahrscheinlichkeit Infektionen zu Beginn der Symptome, aber nicht in den 2-3 Tagen, die man bereits infektiös davor rumläuft. Drosten hat das in seiner selbstbeherrschten Art am Dienstag so formuliert, dass das trotzdem okay ist, wenn zweimal jede Woche getestet wird, weil dann eben der erste Test falsch-negativ ist, sich Cluster durch Folge-Infektionen in der Klasse aber dann beim nächsten Mal erkennen lassen. Darauf könne man ja reagieren, indem man die Klasse geschlossen in Quarantäne schickt (und natürlich alle testet).

 

Tatsache ist derzeit hier: Durch das Tragen der Maske gelten weder Lehrkräfte noch Kinder als Kontakte 1. Grades. Wenn also der Schnelltest in der Schule bei meinem Kind anschlägt, wird es "abgeführt", für den Rest geht der Unterricht weiter.

 

Muss ich noch erwähnen, dass in diesem Bundesland niemand weiß, ob und wie viele positive Fälle es bei den Schultestungen in dieser Woche gegeben hat?

 

🤡

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vor 36 Minuten hat LaVie geschrieben:

Ist übrigens sehr "amüsant" momentan zwischen 20:30 Uhr und 21:00 Uhr in Hamburg mit dem ÖPNV zu fahren. Endlich wieder volle Busse und Bahnen.

 

Ich glaube, viele können die Transferleistung schon erbringen, zu erkennen, dass es nicht darum geht, sie zu Hause einzusperren, sondern Zusammenkünfte zu reduzieren bzw. idealerweise zu vermeiden. Und ich habe schon den Eindruck, dass das Wirkung zeigt. Ich kann mich bspw. an kein so ruhiges Silvester erinnern ... d.h. doch, vor 10 Jahren in Paris, aber die haben da auch Feuerwerksverbot ;-).

 

Ob es verhältnismäßig ist, darf man diskutieren und gern auch vom Bundesverfassungsgericht klären lassen. Denn es ist ganz klar eine krasse Einschränkung.

 

(Ich meine mich zu erinnern, dass es Erhebungen anhand der Mobilitätsdaten gibt, wann es am effektivsten wäre. Und da ist gerade die Nachtzeit eher irrelevant, da die meisten Bewegungen davor und danach stattfinden.)

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