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Allgemeine Frage zum Aufwand beim Fernstudium von privater und staatlicher Hochschule


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Hallo,

 

mir ist aufgefallen, dass einige Studenten bei einer privaten Fernhochschule (FH) beim Fernstudium in Teilzeitvariante mit 4 Jahren Laufzeit pro Tag mit 2 Stunden Lernzeit auskommen und trotzdem neben ihrem Vollzeitjob zügig fertig werden. Wieso haben die Studenten z.B. bei der FernUni Hagen sehr große Probleme überhaupt neben dem Vollzeitjob das Teilzeitstudium in 6 Jahren mit 2 Modulen pro Semester zu schaffen. Im Internet habe ich schon mal Kommentare gelesen wie "Wenn man Berufstätiger ist, sollte man privat studieren, damit man zügig zum Abschluss kommt. FernUni Hagen würde ich nicht empfehlen, da brauchst du ewig"

 

Kann es sein, dass man allgemein beim privaten Fernstudium-Anbieter mit weniger Aufwand auskommt und dadurch "entspannter" bzw. zügiger zum Abschluss kommt, auch wenn man in Vollzeit arbeitet? Mein Eindruck ist, dass der Aufwand bei den privat Anbieter deutlich geringer ist als bei den staatlichen, obwohl man bei beiden Hochschularten pro Semester 30 CP hat. Verstehe das nicht so ganz. 

 

Hier sind ja sicherlich Leute, die beim privaten Anbieter ein Fernstudium gemacht haben. Kann jemand mal was dazu sagen, vielleicht liege ich ja mit meinem Gefühl auch ganz falsch.

Bearbeitet von 01-andreas
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Bei dem, was ich hier so lese und was ich hier und da mal von Bekannten höre, würde ich mir diesbezüglich keine Sorgen machen :)

Es spielt sicher auch eine Rolle, dass man in Hagen nur einen Klausurtermin pro Semester hat. Wenn man den nicht wahrnehmen kann, kann man erst ein Jahr später das Modul beenden. (Das können aber Stud

Ich beziehe mich ebenfalls auf Psychologie und würde das Studium an der FUH insgesamt als "theoretischer" bezeichnen. Den wissenschaftlichen Anspruch an mich als Studenten empfinde ich dagegen nun in

Die Frage wurde hier schon oft diskutiert. Letztlich spielt es sicher eine Rolle, dass man bei den privaten die Dinge "mundgerecht" serviert bekommt. Das schliesst dann auch Dinge wie das organisatorische ein. Auf deer anderen Seite geht es da auch nicht von selbst. Letztlich hat man mehrere Faktoren, neben dem genannten duerften dazu auch gehoeren, dass wegen der hoeheren Kosten weniger Leute anfangen, die es "mal probieren wollen". Wer dabei ist, zieht es dann auch durch, oder bricht eher frueh ab. In Hagen bleiben viele immatrikuliert, obwohl sie schon seit x Semestern gar keine Pruefung mehr gemacht haben. Diejenigen, die frueh abbrechen, zaehlen bei den privaten oft nicht in die offizielle Statistik und auch nicht in die subjektive - die Abbrecher treiben sich nicht in Studentenforen rum. Schliesslich spielt die Fachauswahl eine Rolle, in Hagen gibt es auch Geschichte usw. Da wird dann auch fuer die Bildung studiert, und natuerlich kommt es dann weniger auf dem Abschluss an. Das scheidet bei den privaten wegen des Preises und der Fachauswahl eher aus.

Insofern: Die privaten moegen es etwas einfacher machen, wahrscheinlich auch inhaltlich. Aber wer ueberhaupt abschliessen will und das auch noch schnell, muss sich auch reinknieen.

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Es spielt sicher auch eine Rolle, dass man in Hagen nur einen Klausurtermin pro Semester hat. Wenn man den nicht wahrnehmen kann, kann man erst ein Jahr später das Modul beenden. (Das können aber Studierende der FU besser beschreiben als ich).

 

Beim Studium neben dem Beruf sind Flexibilität und Vereinbarkeit mit Beruf und Privatleben entscheidende Faktoren. Und genau das sind die „Serviceleistungen“ der privaten Hochschulen.
Ich selbst könnte nur mit großem zeitlichen Aufwand an einer staatlichen Hochschule studieren. Da nehme ich lieber die höheren Kosten in Kauf. Zumindest in meinem Studienfach unterscheiden sich die Inhalte nicht. Das habe ich bei verschiedenen Vergleichen mit verschiedenen Hochschulen/Universitäten herausgefunden. 

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Ohne Erfahrung mit der FU Hagen gemacht zu haben, stimme ich dem Erstredner (falls hier während ich tippe noch weitere Antworten kommen - ich hab die noch nicht gesehen) zu. Hagen kann sich aufgrund der Staatlichkeit mehr Spaßstudenten erlauben (ok hier habe ich auch gelesen wie Masterabsolventen dennoch ein Zweitstudium - in meinen Augen Spaßstudium, da bezahlt dich am Ende niemand extra für 2 Masterabschlüsse - an der iu machen, wird aber die Seltenheit sein), einige Studienfächer sind etwas am Arbeitsmarkt vorbei (Philosophie, "Geschichte Europas"), sowas sehe ich an Privat(fern)hochschulen eher seltener, was sich evtl. zusätzlich auf die Abbrecherzahlen auswirken kann.

Da ich selbst noch an der FOM studiere kann ich definitiv sagen, dass (in meinem Fall jedenfalls) die privaten Hochschulen den Studis einiges an Bürokratie abnehmen, den Eindruck habe ich nicht von der FU Hagen (sie wird ja auch nicht von den Beiträgen der Studis finanziert und ist auch nicht auf deren positive Mundpropaganda angewiesen).

Ich hatte damals überlegt einen Hagen Master zu machen, allerdings hatte der Standort bei mir in der Nähe (ohne für mich ersichtlichen Grund) geschlossen, bis zum nächsten Standort (Neuss) dürfte ich 2 Stunden länger unterwegs sein, was ich als potentieller Studi ziemlich ärgerlich finde (ich mich somit auch dagegen entschieden habe).

Die Abbrecherzahlen bei der FOM sind übrigens bei ~20%, falls ich's richtig im Kopf haben sollte. Mit uns fingen damals ca 20 Medizinpädagogen an zu studieren, das letzte Mal als ich geschaut hatte waren es noch 8 (da wird da aktuelle Weltgeschehen evtl. auch verstärkten Einfluss gehabt haben und noch haben werden). Dazu darf man nicht vergessen, dass die FOM eine etwas andere Zielgruppe anspricht (Berufstätige), die evtl. bereits Mitten im Leben stehen und einen Abbruch verkraften könnten.

 

Ich weiß nicht wie die Vernetzung bei der FU Hagen ist, allerdings hast du einen höheren sozialen Druck das Studium durchzuziehen, wenn du deine Kommilitonen kennst und nicht anonym vor dich hinstudierst.

 

Über den Anspruch kann ich nicht berichten, kann mir allerdings vorstellen, dass es im Vergleich zu den (privaten!) FernFHs wissenschaftlicher ist (die Studiengänge dort sind ja auch weniger praxisorientiert) und ein Auge weniger zugedrückt wird. Vor allem der Mint Bereich wird erst Recht trockener sein, da es keine Praxis- / Labortage beinhaltet.

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Kommt es nicht eher auf den Studiengang an, ob es praktisch orientiert oder eher wissenschaftlicher zugeht? Medizin, Lehramt und Jura beispielsweise sind ja recht praktisch orientierte Studiengänge und diese werden zumeist an Unis angeboten. Erziehungswissenschaften an Unis dagegen ist recht wissenschaftsorientiert. Was Psychologie angeht, kann ich gerade nicht unbedingt behaupten, dass es an FHs mega praktisch orientiert ist. Außerdem wird hier ebenso Literatur verwendet, wie sie auch für Unis vorgesehen ist.

 

Aber ich glaube, ich würde mich an FernUni Hagen mit diesen 15 ECTS-Modulen schwer tun. Das ist dann schon ein ganzer Batzen, den man für eine Klausur in so einem Modul lernen muss. Für Hausarbeiten hat man auch nicht viel Zeit. Ist man Vollzeit berufstätig, kann man dadurch sicherlich leichter ins Trubeln geraten.

Bearbeitet von psycCGN
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Ich habe vor der FU Hagen (Psychologie) an einer privaten Hochschule mit fünf Tagen Präsenz im Monat studiert und kenne beides.

An der privaten Hochschule gab es Referate, Powerpoint-Präsentationen, Klausuren und Hausarbeiten. In Hagen nur MC-Klausuren. Auch war in Hagen der Stoffumfang mit 15 ETCS höher, als an der privaten Hochschule mit 5-10 ETCS.

 

Hagen ist auf jeden Fall sehr wissenschaftlich ausgerichtet und meiner Meinung nach weniger anwendungsbezogen, als manche private Hochschule.

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Ich beziehe mich ebenfalls auf Psychologie und würde das Studium an der FUH insgesamt als "theoretischer" bezeichnen. Den wissenschaftlichen Anspruch an mich als Studenten empfinde ich dagegen nun in meinem "privaten" Master als höher, weil hier von mir diverse Hausarbeiten mit einem durchaus hohen Anspruch an das wissenschaftliche Arbeiten gefordert werden. Da hat mir das Auswendiglernen für die FUH-MC-Klausuren zum Teil deutlich weniger Kopfzerbrechen bereitet.

 

Insbesondere das starre Semestermodell der FUH würde ich als Hemmschuh beim Studientempo sehen. Mir ging es jedenfalls so, dass ich bei der Belegung eines einzelnen 15-ECTS-Moduls durchaus teilweise schon nach vier oder fünf Monaten klausurbereit hätte sein können, während die Vollzeitbelegung von zwei Modulen für mich (zu) stressig war und nicht nach einer Wiederholung geschrien hat.

 

Bei meinem Ausflug in die Rechtswissenschaften durfte ich auch die Prüfungsform "(Kurz-)Hausarbeit" ausprobieren. Hierbei war der Bearbeitungszeitraum ganz genau vorgegeben - so was kann sich je nach den beruflichen Gegebenheiten ganz schnell zu einer logistischen Herausforderung entwickeln.

 

Bei den Privaten ist das einfach deutlich flexibler. Du legst deine Modulprüfung ab, wenn du dich dafür bereit fühlst, und kannst auch je nach Stimmungslage mal kurzfristig ein Modul beseite legen und dafür mit einem anderen starten. Das finde ich für die Motivation und damit auch für die Studiengeschwindigkeit sehr zuträglich.

Bearbeitet von Alanna
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Es wurd zwar bereits gesagt aber ich würd mich da nochmal zu äußern: 

 

An einer staatl. Hochschule werden die Klausurtermine meist in 2 Wochen gequetscht. Bei einer Aufteilung von 5ECTS per Modul bei 30ECTS pro Semester musst du dann im schlimmsten Fall 6 Klausuren ablegen innerhalb von 2 Wochen.

 

Das ist auch so schon nicht für jedermann, da zumal Module auch zum Ausfiltern missbraucht werden und unnötig aufgeblasen werden. Mit dem Workload haben die meisten Studis schon genug Probleme. (An dieser Stelle offtopic: Bonuspunkte wenn der Prof seine Arbeit an Hiwis abwälzt und vorgibt an irgendwas zu Forschen - Schneeballsystem halt).

 

Jetzt kommt noch die Sache hinzu, dass du berufstätig bist. Stell dir vor, du arbeitest 8 Stunden, pendelst noch 1-2 und musst dich dann wer weiß wie lange für 6 Klausuren vorbereiten, die je nach Prof, künstlich aufgeblasen oder einfach nur kacke zum lernen sein können. Und nebenbei hast du dann noch ein privatleben das nicht zu vernachlässigen ist - (schließlich machst du den ganzen Kram vor Allem deshalb, um ein besseres Privatleben führen zu können). Wenn du nicht Big Brain Nostradamus bist, dann wirds sehr schwer. Resultat: Du schiebst Klausuren in nächste Semester, heißt, du wirst nie fertig.

 

Stattdessen kannst du an privaten Hochschulen deine Klausurtermine frei belegen (ob du jetzt nen Tag später deinen Termin legst weil alle Termine weg sind - du hast dein eigenes Tempo. Da kannste dann z.B. ne Klausur jeden Monat (oder 2) ablegen. Da wirst du halt viel schneller fertig.

 

Wie die Lehrinhalte nun aufbereitet sind, da kann man lange drüber streiten - ist ja aber eigentlich egal da spätestens wenn man was nicht versteht und man weitere Literatur hinzuzieht - dann hat man dieselbe basis hat wie jeder andere auch. 

 

Die möglichkeit Klausurtermine frei belegen zu können ist nicht unterschätzen. Wenn der Abschluss nun zu mehr Gehalt führt, hast du die Kohle eher raus als wenn du länger an der FU Hagen oder sonst an einer staatl. Hochschule rumeierst. 

 

Keine Ahnung aber was leute studieren wenn sie täglich mit 2h lernzeit auskommen. 

Bearbeitet von TransAm8
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Hallo,

 

ja bei meinem Beispiel mit 2 Std Lernzeit pro Tag geht es um eine Studentin, die bei der HFH Psychologie studiert. Als sie sagte, dass sie Abitur hat, habe ich mich schon gewundert, warum sie eher die teure Variante (HFH, private FH) nimmt. Ist ja schon ein Unterschied, ob man für eine private FH 12000€ zahlt oder insgesamt 2040€ für FernUni Hagen.

 

Die Flexibilität mit den Klausuren und Modulen finde ich bei den privaten Anbieter natürlich auch klasse.

Ich persönlich schwanke zurzeit noch zwischen Oncampus und SRH Fernhochschule mit Medieninformatik. Finde ich bei beiden interessant, Pluspunkt sehe ich bei SRH noch wegen der Flexibilität, dafür ist der Preis höher. Ich habe noch immer ein bisschen "Angst", dass die privaten Abschlüssen einen nicht so weit bringen, wenn man sich beruflich umorientiert und auf eine neue Stelle bewirbt. Zum Glück habe ich aber noch etwas Zeit.

Bearbeitet von 01-andreas
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