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Ouppss meine Dozentin steht im Verdacht im großen Stil Plagiate zu fabrizieren...


Empfohlene Beiträge

Jetzt hat Science_Lover geschrieben:

Die HSF hat mit der Entstehung der Arbeiten nichts zu tun, vermutlich ist sie formal gar nicht zuständig für die Aufklärung, sondern eher selbst getäuscht worden.

Unabhaengig von einer formalen Zustaendigkeit fuer die Arbeiten (das waere ja die promovierende Hochschule fuer die Dissertation, die Verlage/editorial boards fuer die Zeitschriften, jedenfalls theoretisch) sollte aber die HSF auch ein Interesse daran haben, etwas zu unternehmen. Wegen Rufschaedigung, Qualitaetssicherung usw. Letztlich handelt es sich hier ja um nicht akzeptables Verhalten ausserhalb des Dienstes, das aber einen Einfluss darauf hat. Ich weiss nicht, ob es da Urteile usw gibt, aber vergleichbar waere das mit einem Polizisten, der ausserhalb der Dienstzeit klaut (oder schlimmeres). Ich schaetze, da droht Dienstentlassung, auch wenn es nicht im Dienst war.

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Hallo lieber Beitrag-Autor (m/w/d) und Community,

da hier etwas gefühlt einseitig und überwiegend subjektiv gepostet wird, habe ich mich dazu entschlossen meine Gedanken mit Euch zu teilen:

Mir stellen sich folgende rhetorische Fragen zu diesem Beitrag:

- Auf welche Seite wird bzgl. der Anschuldigungen verwiesen? Handelt es sich um eine seriöse Seite oder um ein „kollboratives Projekt“ (1.)? Der geschriebene Artikel auf den sich diese wohl unbelegte Anschuldigung bezieht hat mehrere Autoren (m/w/d), nicht nur den einen auf den sich der Beitrag bezieht.

- Welche Intention verfolgt die Headline des Beitrages – wirkt diese nicht eher wie ein „Framing“ (2.)?

- Was genau bedeutet die in der Headline genutzte Formulierung „im großen Stil“? Ab wann kann von „im großen Stil“ gesprochen werden (wird dies noch definiert) und muss hierfür auch konkret ein Nachweis erfolgen oder wird dies nur behauptet?

- Welcher Kontext liegt dem Beitrag-Autor (m/w/d) zugrunde? Gab es einen konkreten Anlass für diesen, speziell nach diesem Dozidierenden (m/d/w) im Internet zu suchen oder tat er dies generell für alle Dozidierende mit demselben Aufwand?  Ist der Studierende somit mit der Hochschule an sich, mit dem Dozidierenden konkret oder mit beiden nicht zufrieden?

- Was ist die Intention/Motivation hinter der Formulierung der Headline/des Beitrages? Liegt dem Studierenden (m/w/d) eine Angst zugrunde? Und wenn ja, was sind die befürchteten Konsequenzen die er erwartet, wenn diese/r Dozidierende korrigiert? Was könnte schlimmstenfalls die Folge hieraus für den Studierenden (m/d/w) sein?

- Wurden diese Fragen unterstützend vom Portal oder System an den Studierenden (m/w/d) gestellt, um besser die Frage konkretisieren zu können? Gibt es einen Admin der hier im Portal ggf. entsprechend unterstützt?  

- Cui bono? Wer profitiert von einem in dieser Weise formulierten Beitrag? Konnte durch diesen Beitrag eine konkrete Hilfestellung dem Studierenden (m/w/d) gegeben werden bzw. welchen positiven oder negativen Effekt hat dieser Beitrag nun für wen erzielt oder ist dieser nur für den Dozidierenden (m/d/w) vermeintlich schädlich?

- Als letzte Überlegung auf die im Beitrag ff. aufgeworfene Frage, weshalb der Dozidierende oder die Hochschule nicht Stellung nimmt, stellt sich mir die Gegenfrage, ob es nicht evtl. aufgrund des hier zwar nicht benannten Kontextes ggf. jedoch möglich ist, dass bereits (aufgrund des Modules, Prüfungsform Hausarbeit und den spezifischen Formulierungen) bekannt oder zu vermuten ist, um wem es sich bei dem  Studierenden (m/w/d) handelt, und dass das möglicherweise dahinterliegende Thema/die Differenzen bereits offiziell und seitens des Dozidierenden oder der Hochschule geklärt wurde/n?

Machen diese Fragen nicht Sinn ebenfalls berücksichtigt zu werden, um eine objektive und konkrete Hilfestellung für den Beitrag-Autor (m/w/d) geben zu können?

Quellverweise:

  1. ) https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/was-wollen-die-plagiatsjaeger-von-vroniplag-wiki-16241691.html

  2. ) https://lexikon.stangl.eu/18977/framing

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@Science_Lover

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Jetzt ist vieles deutlicher geworden.

 

Auch Deine weiteren Fragen finde ich sehr interessant.

 

Zitat

Befördern die zum Teil prekären Arbeitsbedingungen (oft sind Dozierende nur über Honorrarstellen beschäftigt) wissenschaftliches Fehlverhalten? Inwiefern trägt eine mangelnde akademische Selbstverwaltung und eine primäre Ausrichtung an ökonomischen Zielen zur Ignoranz wissenschaftlicher Werte bei?

Es scheint für Anbieter oft sehr schwierig zu sein gute Dozenten zu finden. Aus vorhergehenden Fernlehrgängen kenne ich wirklich einige Top-Dozenten mit viel Engagement und Freude an der Lehre. Bei anderen Fächern war das nicht so und Dozenten wurden häufig ausgetauscht.

 

 

Zitat

Wenn nicht, wie gelingt mit einem dort erworbenen Bachelor der Übergang an echte Einrichtungen des Wissenschaftssysten? Oder geht es ohnehin immer nur um eine Berufsausbildung mit Sternchen?

Viele mögen bzw. "wollen" es anders sehen als ich. In meinen Augen ist aber in der Tat die "Berufsausbildung mit Sternchen" (schöner Begriff übrigens) der Zweck des Bachelor und ein Ziel der Bologna Reformen. Da sehe ich beim Bachelor zunehmend weniger akademischen Anspruch als z.B. beim alten Diplom. Diese Entwicklung finde ich persönlich jetzt nicht gut, aber es war halt so gewollt.

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vor 3 Stunden hat Dozent_1234567 geschrieben:

Machen diese Fragen nicht Sinn ebenfalls berücksichtigt zu werden, um eine objektive und konkrete Hilfestellung für den Beitrag-Autor (m/w/d) geben zu können?

 

Nicht alle Deiner "rhetorische Fragen" machen Sinn aus Sicht des OP und der Community. Zugegeben hat der OP am Anfang nur sehr allgemein gesprochen und Details vermutlich zum Schutz der Anonymität der Dozentin und/oder seiner Person erst spät erwähnt. Man kann ja auch klar herauslesen, dass da auch eine Entwicklung über das Thema hinweg stattgefunden hat.

 

Letztendlich spielt die von Dir anscheinend angezweifelte Seriosität von kollaborativen Plattformen wie VroniPlag genauso wenig eine Rolle wie die Motivation des OP für eine "objektive und konkrete Hilfestellung" an den OP. 

 

Das sind eher andere Themen (die woanders auch durchaus diskussionswürdig wären). Der Fokus liegt hier IMHO aber eher auf wissenschaftliches Fehlverhalten von Dozenten und wie man damit umgehen soll.

 

Ich sehe auch nicht, dass hier "einseitig und überwiegend subjektiv" gepostet wurde. Es gibt hier viele Nachfragen und Ideen aus allen Richtungen zu lesen.

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vor 17 Stunden hat Science_Lover geschrieben:

Bedarf es denn jetzt überhaupt noch weiterer Infos zur Identifizierung des konkreten Falls?

Ich kenne den Namen der betreffenden Person nicht. Wenn Sie mir (im Vertrauen und nicht öffentlich) den Namen nennen möchten, könnte ich abgleichen, ob es sich um dieselbe Person handelt. Ich weiß auch nicht, ob die "Arbeiten" bereits durch die Plagiatssoftware geprüft wurden.

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Am 24.6.2021 um 02:46 hat Dozent_1234567 geschrieben:

Der geschriebene Artikel auf den sich diese wohl unbelegte Anschuldigung bezieht hat mehrere Autoren (m/w/d), nicht nur den einen auf den sich der Beitrag bezieht.

 

Richtig recherchiert. Für einen der vermutlich plagiierten Artikel sind mehrere Autor*innen gelistet. Welche Rolle spielt das? Der Artikel wurde nahezu komplett aus einer deutschen Qualifikationsarbeit übersetzt. Beide Autor*innen tragen selbstverständlich für dieses Fehlverhalten gleichermaßen volle Verantwortung.

 

Am 24.6.2021 um 02:46 hat Dozent_1234567 geschrieben:

Gab es einen konkreten Anlass für diesen, speziell nach diesem Dozidierenden (m/d/w) im Internet zu suchen oder tat er dies generell für alle Dozidierende mit demselben Aufwand?  Ist der Studierende somit mit der Hochschule an sich, mit dem Dozidierenden konkret oder mit beiden nicht zufrieden?

 

Wissenschaftliche Artikel und auch Dissertationen sind öffentlich um kritisch bewertet zu werden. Es wäre traurig anzunehmen, wenn eine Auseinandersetzung mit diesem Material nur infolge einer Unzufriedenheit stattfinden würde. Aber es sollte verständlich sein, dass die Entdeckung mehrerer umfänglicher Plagiate in den Arbeiten einer Dozierenden zu Unzufriedenheit bei Studierenden führt. Hier sollten Ursache und Wirkung nicht vertauscht werden, nicht die Unzufriedenheit der Studierenden führt zum Plagiat.

 

Und ja, ich überfliege bei Interesse und wenn leicht zugänglich den wissenschaftlichen Output aller Dozierenden. Einen ähnlichen Fall von Fehlverhalten habe ich an der HSF nicht entdeckt. Idealerweise leistet eine Dissertation einen eigenständigen wissenschaftlichen Beitrag, es ist wünschenswert, dass diese oft mit viel Aufwand erstellten Arbeiten gelesen werden, von Studierenden, Kolleg*innen und dem Rest der wissenschaftlichen Community.

Am 24.6.2021 um 02:46 hat Dozent_1234567 geschrieben:

Gibt es einen Admin der hier im Portal ggf. entsprechend unterstützt?  

 

Das glaube ich nicht. Ich erlebe Markus hier als sehr diplomatisch, dass hier ungerechtfertigte Anschuldigungen durch ihn gepushed werden, scheint mir sehr sehr unwahrscheinlich. Aber möglich ist alles.

Am 24.6.2021 um 02:46 hat Dozent_1234567 geschrieben:

Liegt dem Studierenden (m/w/d) eine Angst zugrunde?

Was ist damit gemeint?

 

Am 24.6.2021 um 02:46 hat Dozent_1234567 geschrieben:

, dass bereits (aufgrund des Modules, Prüfungsform Hausarbeit und den spezifischen Formulierungen) bekannt oder zu vermuten ist, um wem es sich bei dem  Studierenden (m/w/d) handelt, und dass das möglicherweise dahinterliegende Thema/die Differenzen bereits offiziell und seitens des Dozidierenden oder der Hochschule geklärt wurde/n?

Interessante These. Wenn eine Dozentin (oder spezifische Formulierung: "Dozidierende")  deutschen Abschlussarbeiten in Auszügen übersetzt und in Predatory Journals veröffentlicht und wenn diese Dozentin auch ihre Dissertation nahezu komplett aus einer deutschen Masterarbeit übersetzt (die Dokumentation, Gegenüberstellung von Quelle und Plagiat, sind für jede Person frei zugänglich) dann sollte dieses Thena konkret angegangen werden. Es ist mir auch nicht als legitimes Mittel zur Vermeidung wissenschaftlichen Fehlverhaltens bekannt, vermeintlich dahinter liegende Themen zwischen Studierenden und Hochschule zu klären? Diese Themen in den Vordergrund zu schieben, könnte aber eine Verteidugungsstrategie sein.

 

Am 24.6.2021 um 02:46 hat Dozent_1234567 geschrieben:

Handelt es sich um eine seriöse Seite oder um ein „kollboratives Projekt“ (1.)?

Diese Frage muss eigentlich nicht beantwortet werden. Dort wird dokumentiert und  nicht geurteilt. Basierend auf der Dokumentation kann sich jede*r ein persönliches, für die vermeintliche Plagiatorin zunächst folgenloses Urteil  bilden. Jede*r Studentin, die das Modul "Wissenschaftliches Arbeiten" abgeschlossen hat, sollte zumindest grob darüber urteilen können ob hier aus deutschen Abschlussarbeiten übersetzt wurde ohne die Quelle anzugeben oder nicht.

 

Am 24.6.2021 um 02:46 hat Dozent_1234567 geschrieben:

Machen diese Fragen nicht Sinn ebenfalls berücksichtigt zu werden, um eine objektive und konkrete Hilfestellung für den Beitrag-Autor (m/w/d) geben zu können?

Dass die aufgeworfenen Fragen konkret dem eigentlichen Anliegen, nämlich transparent und konsequent mit groben wissenschaftlichen Fehlverhalten umzugehen zuträglich sind, erscheint sehr zweifelhaft. Eher lenken diese Fragen vom Kern der Sache, nämlich dem wissenschaftlichen Fehlverhalten ab.

 

Schönen Sonntag.

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vor 2 Minuten hat Science_Lover geschrieben:
Am 24.6.2021 um 02:46 hat Dozent_1234567 geschrieben:

Gibt es einen Admin der hier im Portal ggf. entsprechend unterstützt?  

 

Das glaube ich nicht. Ich erlebe Markus hier als sehr diplomatisch, dass hier ungerechtfertigte Anschuldigungen durch ihn gepushed werden, scheint mir sehr sehr unwahrscheinlich. Aber möglich ist alles.

 

Ich kenne die Plattform und Herrn Jung nun seit mindestens 10 Jahren. In dieser Zeit habe ich nicht ein einziges Mal erlebt, dass Herr Jung irgendwelche Angriffe auf irgendeinen User dieser Community unterstützt hat: weder auf private User noch auf Anbieter von Studien oder Weiterbildungen.

 

Im Gegenteil: Wenn ein Anbieter hier Diskussionen um sein Produkt nicht mitbekommt, wird er eingeladen von Herrn Jung, Stellung zu nehmen.

 

Ihre zitierte Anmerkung - Vermutung? Unterstellung? Frage? - ist also völlig aus der Luft gegriffen!

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Das ist ziemlich deutlich nur eine Frage.

Dazu auch aus dem Zusammenhang gerissen, dass man gar nicht erkennt zu was die Unterstützung erfolgen würde... Mir scheinen gerade beide Parteien nicht ganz ehrliche Diskussionen führen zu wollen.

Bearbeitet von PVoss
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Was heisst hier Parteien? Wir sind hier nicht vor Gericht. Und was heisst "nur eine Frage"? Der Benutzer DozentX kleidet seine gesamten Unterstellungen in Frageform. Das macht sie aber nicht besser. Schon die "Andeutung" Vroniplag sei nicht serioes, ist Unsinn. Und ob es anonym ist oder nicht, ist vollkommen egal. Es werden oeffentlich zugaengliche Tatsachen festgestellt. Und Vroniplag hat uebrigens bisher immer korrekt berichtet. Das gilt auch z. B. fuer den Falle Giffey, wie wir zwischenzeitlich wissen. Es gibt Faelle, in denen aufgrund der festgestellten Tatsachen keine Aktionen folgten (etwa weil in der Slowakei alles egal ist, solange das Geld fliest, oder in der Medizin die Massstaebe einfach unterirdisch sind), das macht aber nicht die Tatsachen falsch. Und Vroniplag (auch wenn das manche nicht verstehen wollen), entscheidet nicht ueber Konsquenzen oder strebt solche an, Vroniplag dokumentiert.

Die anderen Andeutungen sind aehnlich haltlos. Wenn eine Dozentin an einer Hochschule Uebersetzungen von Arbeiten anderer als ihre eigenen ausgibt, ist das nicht ok. Da ist es auch egal, ob der Student "Differenzen mit der Hochschule" hat oder aehnlichen Schmu.

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