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Was macht ein (akademisches) Studium aus? - Was unterscheidet "etwas studieren" von "etwas lernen"?


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  • Admin

Was bedeutet es für euch, etwas zu studieren, ein (akademisches) Studium zu betreiben. Und was ist dabei anders, als nur etwas zu lernen. Oder ist das identisch?

 

Für mich bedeutet etwas zu studieren einerseits, tief in die Materie einzusteigen. Das kann ich auch, wenn ich etwas nur lerne. Der Unterschied liegt für mich darin, dass ich wenn ich studiere auch verstehen möchte, mich kritisch mit einem Thema und den verschiedenen Meinungen dazu auseinandersetze und mir dann auch meine eigene Meinung bilde und ggf. auch äußere.

 

Wie seht ihr das?

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Für mich ist der Unterschied: Ich lese etwas und lerne dabei, wärend ich aus dem Studium mitnehme, nicht nur zu lernen, sondern auch belastbare Quelle zu identifizieren und zu hinterfragen. Ich mach d

Ich gehe zumeist nach meinem Bauchgefühl, wenn es um Sprache geht und nach meinem persönlichen Verständnis hat der Begriff Lernen etwas mit einer Praktischen Seite zu tun, also eine Sprache / Sportart

Ein akademisches Studium steht aus meiner Sicht nicht nur für eine intensive Auseinandersetzung mit einem Fachgebiet sondern insbesondere für einen wissenschaftlichen Zugang.   Als Universit

Ich finde, es ist ein fließender Übergang. Für mich bedeutet LERNEN, sich neues Wissen anzueignen. Das gelernte Wissen, verstehen und anwenden zu können (z.B. in Form einer Unterweisung bei einer Ausbildung).
 

Bei einem Studium geht es auch darum, dass man das Wissen in neuen unvertrauten Situationen anwenden kann. Das man in der Lage ist, sich selbstständig neues Wissen anzueignen um dadurch ein Problem zu lösen.
Vielleicht auch, dass man mit einem gewissen Weitblick an die Sache herangeht und so zum Beispiel auch die Auswirkungen einer Entscheidung mit berücksichtigt.

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Ich denke, das ist primär Semantik.

 

Wenn ich etwas studiere, dann betrachte ich es genau. Wenn ich einen Text lerne, ist das Ziel, den Inhalt des Textes wiedergeben zu können. Wenn ich einen Text studiere, dann betrachte ich evtl. weitere Aspekte, die über den reinen Inhalt des Textes hinausgehen - zum Beispiel Aufbau, Gliederung, Wortwahl, was wird durch Abwesenheit hervorgehoben, oder wenn es nicht um einen Text, sondern um das Thema. den Inhalt des Textes geht, dann würden beim studieren des Texts für mich auch das Nachlesen der Hintergründe (z.B. der genannten Referenzen, zeitlichen Zusammenhänge, verwandte Themen, etc) dazu gehören.

 

Ich glaube, Lernen ist für mich auf der Ebene des konkreten Stoffes, studieren schließt für mich weitere Ebenen (Metaebene, tiefere Ebenen) mit ein.

 

 

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Für mich ist das Charakteristikum eines Studiums der akademische Abschluss. Deshalb tue ich mich auch so schwer damit, wenn ILS, SGD und andere nicht-akademische Anbieter damit werben, was man bei ihnen "studieren" kann. Vielleicht hängt dieser Sprachgebrauch damit zusammen, dass im Englischen jegliche Wissensaneignung mit "to study" bezeichnet wird.

 

Typisch (aber per Definition nicht ausschlaggebend) ist für ein Studium m. E. außerdem, dass nicht nur Fachwissen, sondern auch viel Methodenwissen vermittelt wird (z. B. wissenschaftliches Schreiben, Recherche/Literatursuche, Interpretation von empirischen Daten, kritisches Hinterfragen von Einzelmeinungen u. ä.).

 

Lernen dagegen bedeutet für mich, dass ich hinterher mehr weiß/kann als vorher. Insofern kann ich theoretisch ein Studium betreiben, ohne dabei viel zu lernen (wäre aber schade um das viele Geld... 😉). Und ich kann auch ohne Studium genauso das gleiche lernen wie mit, wenn ich entsprechende Fachbücher durcharbeite - oder z. B. im Rahmen eines Zertifikatskurses.

 

 

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Der Duden gibt übrigens zwei unabhängige Wortbedeutungen für "studieren" an: bei der ersten Bedeutung liegt der Fokus auf dem Hochschulbesuch (wie ich es oben dargestellt habe), bei der zweiten auf der vertieften Auseinandersetzung mit einem Inhalt (was in die Richtung von @DerLenny und @Markus Jung geht).

 

Bearbeitet von Alanna
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Ich würde "Lernen" als übergeordneten Oberbegriff sehen: Jedes Studieren ist Lernen aber nicht jedes Lernen ist Studieren.

 

Beim akademischen Studieren zählt für mich auch einmal der institutionelle Rahmen durch eine Hochschule und der von außen gesetzte wissenschaftliche Anspruch, der als Norm für die Bewertung der eigenen Leistungen (beispielsweise in Form von Klausuren, Hausarbeiten, Thesis, etc) herangezogen wird. Und natürlich am Ende das hochoffizielle Dokument, mit dem die erworbene wissenschaftliche Kompetenz bescheinigt wird :)

Bearbeitet von psycCGN
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Ein akademisches Studium steht aus meiner Sicht nicht nur für eine intensive Auseinandersetzung mit einem Fachgebiet sondern insbesondere für einen wissenschaftlichen Zugang.

 

Als Universitätsstudium ist es forschungsorientierter. Als FH-Studium ist es zwar anwendungsbezogen, aber - wie die englische Bezeichnung University of Applied Sciences nahe legt - geht es hier eine Anwendung auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens sollen auch im FH-Studium vermittelt werden.

 

Daneben gibt es auch Studiengänge, die nicht wissenschaftlich ausgerichtet sind, z.B. künstlerische Studiengänge.

Bearbeitet von Markus Jung
Änderung auf Bitte des Autors
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Die Uni Kassel beschreibt Studium mit folgenden Worten:

 

Das Wort Studium stammt vom lateinischen Wort studere ab und bedeutet „sich um etwas bemühen, etwas eifrig betreiben, sich wissenschaftlich beschäftigen“

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Ich kann etwas studieren (also lernen, mir Wissen aneignen). Das hat für mich aber nichts mit studieren zu tun, wenn ich damit ein Studium an einer Hochschule abschliesse.

 

Deshalb dreht sich mir auch immer der Magen um, wenn es bei Fernlergängen ein "Studium" genannt wird.

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Ich gehe zumeist nach meinem Bauchgefühl, wenn es um Sprache geht und nach meinem persönlichen Verständnis hat der Begriff Lernen etwas mit einer Praktischen Seite zu tun, also eine Sprache / Sportart / handwerkliche Sache (er)lernen, jedoch im wissenschaftlichen Kontext wäre ein Studium der Sprachwissenschaften / Sportwissenschaften / Mechatronik dann das tiefere, umfassendere beschäftigen mit der Materie, auch weniger mit dem Hintergrund der direkten praktischen Umsetzung im Alltag, sondern zumeist mit einer beruflichen Komponente.

 

Aber klar, es kann auch ein Buch studiert werden, um etwas dass von großem Interesse ist herauszufinden ...

 

Spannende Frage @Markus Jung 😊

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