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Live-Interview mit Prof. Moskaliuk zum Fernstudium der ISM


Empfohlene Beiträge

Am 23.6.2021 um 14:20 hat DerLenny geschrieben:


Mein einziger Kritikpunkt wäre, dass Lerntypen angesprochen wurden. Hier muss ich dann immer wieder Grimassen unterdrücken. Ich verstehe wirklich nicht, warum dies immer wieder thematisiert wird, obwohl es keinerlei Evidenz für das Vorhandensein dieser Lerntypen gibt. Ich finde nicht, dass eine Hochschule diesem Mythos in irgendeiner Form unterstützen sollte. 

 

Danke für das Feedback. Ja! Die Unterscheidung in Lerntypen, wie sie Frederic Vester vorschlägt (darauf wird meistens Bezug genommen) ist empirisch tatsächlich nicht haltbar. Ich arbeite eher mit dem Modell der Lernstile von Kolb. Er unterscheidet Divergierer, Assilimierer, Konvergierer und Akkommodierer. Das Modell ist auch schon über 30 Jahre alt, kognitionspsychologisch aber gut fundiert. Die Grundidee: Für erfolgreiches Lernen müssen alle vier Prozesse jeweils nacheinander durchlaufen werden. Die meisten Personen haben nun eine Präferenz für einen bestimmten Lernstil, deshalb lässt sich das Modell zur Reflexion nutzen. Wenn ich nämlich einen der Prozessteile "besonders ungern durchlaufe" (oder anders formuliert: Er nicht meinem präferierten Lernstil entspricht), dann mache ich mir das Lernen unnötig schwer. Vielleicht mache ich da mal ein Video zu ;-)   

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Das war wirklich interessant, was Sie über das Konzept des Studienganges erzählt haben. Vor allem die Pläne, die Studenten miteinander und den Mitarbeitern, die den Studiengang betreuen, untereinander ins Gespräch und die fachliche Diskussion zu bringen.

 

Meiner (altmodischen?) Meinung nach gehört der Diskurs ja elementar zu einem Studium dazu. Ich kann eine Bibliothek voller Fachliteratur lesen - ohne diesen Diskurs ist für mich ein Studium unvollständig.

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Am 23.6.2021 um 10:28 hat KanzlerCoaching geschrieben:

Und vor allem: wie die Akzeptanz der Studenten sein wird. Denn wenn gemeinsame Zeiten vor dem PC zum Konzept gehören, dann schränkt es ja die viel beschworene Flexibilität ein. Allerdings zugunsten eines echten Erlebnisses von einem Hochschulstudium, wenn es gelingt.

 

Ich bin überzeugt, dass Hochschulbildung nicht nur im Selbststudium funktionieren kann, sondern auch den (synchronen) Austausch braucht. Hier werden wir besonders im Austausch mit unseren Studierenden sein, wie sich das gut organisieren lässt und unterschiedlich Anforderungen berücksichtigt. Meine Erfahrung ist: Wenn es gelingt, die wertvolle synchrone Zeit tatsächlich als "hochwertige" Zeit zu gestalten, die inspiriert und mich weiterbringt, sind verzichten Teilnehmenden gerne auch etwas Flexibilität – zumal ja der Rest des Studiums bis hin zu den Prüfungen zeitlich komplett flexibel ist. 

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vor 3 Minuten hat KanzlerCoaching geschrieben:

ohne diesen Diskurs ist für mich ein Studium unvollständig.

 

100% meine Meinung ;-) insbesondere, weil die Kompetenz, die wir Studierenden vermitteln möchten ja nicht nur das Wissen ist, sondern vor allem, diese Wissen dann auch "auf die Straße zu bringen" – und das bedeutet immer, im Diskurs mit anderen zu sein. Das ist deshalb ein Kompetenzziel des Studiums. Vielleicht noch als Ergänzung: Der Diskurs muss nicht immer synchron sein (also alle zur gleichen Zeit am gleichen, wenn auch virtuellem, Ort), ein Teil lässt sich auch asynchron abbilden z.B. über die Modulforen  oder die E-Portfolio-Aufgaben, die Reflexion anregen und damit erster Schritt zum Diskurs sind.

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Hier hat sich noch ein interessanter weitergehender Austausch zu Lerntypen und Lernstilen ergeben, der aber vom eigentlichen Interview ein Stück weit weg ist und auch anbieterübergreifend interessant ist. Daher habe ich die Beiträge in ein eigenes Thema im allgemeinen Forum verschoben:

 

 

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