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Disqualifiziert Erfahrungswert für vernünftige Diskussionen?


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Zitat

BTW: Dein "Erfahrungswert" sei Dir unbenommen, aber letztendlich taugt es argumentativ kaum. Und oft disqualifiziert man sich dadurch sogar selbst für eine vernünftige Diskussion

entnommen hier: 

 

 

Ich habe den Beitrag abgetrennt. Ich denke das gehört, wenn eher ins interne Forum. Ich habe auch keine Lust auf ein Streitgespräch, aber sorry @WiInfo, das ist nun wirklich eine sehr seltsame Argumentation.

 

Nach der Theorie wären Menschen mit Ehrfahrungswert ungeeignet für vernünftige Diskussionen. Macht keinen Sinn oder? Denn oft bringt Erfahrung etwas in Diskussionen, was jemand mit weniger Erfahrung nicht bedacht hat (allgemein betrachtet und unabhängig vom Ursprungsthema, wo dein Zitat mir gegenüber entnommen wurde).

 

Foren, gerade wie FI, leben von diesen Erfahrungswerten. Und auch disqualifiziert es Menschen nicht für vernünftige Diskussionen. Gewinne vielleicht erst einmal ein Gefühl für die Dynamik hier. Denn du wirst bei FI bei den meisten auf langjährige Forenerfahrung treffen.

 

Meiner Meinung nach ist genau das Gegenteil zu deinem Argument der Fall. Erfahrungswert kann Diskussionen bereichern, er erlaubt einzuschätzen, wann es sinnvoll ist etwas zu sagen oder nicht, er kann auf vergangene Dynamiken zurückgreifen und noch einiges mehr. Nicht umsonst sind in vielen Berufen ja auch Menschen mit diesem zusätzlichen Erfahrungswert gefragt.

 

Ich wünsche dir natürlich dennoch Freude hier im Forum. Und solltest du für deine obige These qualifizierte Belege haben, schau ich gerne mal rein. Man lernt ja nie aus.

Bearbeitet von polli_on_the_go
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vor einer Stunde hat polli_on_the_go geschrieben:

BTW: Dein "Erfahrungswert" sei Dir unbenommen, aber letztendlich taugt es argumentativ kaum. Und oft disqualifiziert man sich dadurch sogar selbst für eine vernünftige Diskussion

Dieses Zitat von Wilnfo, polli, das Sie hier eingestellt haben, halte ich erst mal für eine ziemlich Unhöflichkeit. Klingt ja fast so als sei gemeint "Leider bist Du zu dumm für eine vernünftige Diskussion."

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 Meines Erachtens war es schon immer so, dass hochtrabende Formulierungen für kleine oder größere Gemeinheiten / Unverschämtheiten benutzt werden. Meiner Erfahrung nach nimmt das seit einigen Jahren immer mehr im geschäftlichen Diskurs zu, und zwar massiv. Natürlich auch hier in Foren.

Heute erst hatte ich eine längere Diskussion mit einem Kunden, mit dem wir schon seit längerem im Diskurs wegen Liefermodalitäten, insbesonderes mit steigenden Preisen, haben. 

Fragt er doch wirklich heute nach X-Meetings um die Schwierigkeit bei Preisen in der Beschaffung nach einem möglichen Rabatt. 🙄

Letztlich war es eine massive Unverschämtheit diese Frage - und man hätte sich eigentlich nach seinem Geisteszustand erkundigen müssen.  Aber wenn du da heutzutage die Beherrschung verlierst (einer ruhig und "vermeintlich" sachlich gestellten verpackten Unverschämtheit) - bist du der Depp. 

Gegenseitiges Mitdenken und Rücksichtnahme auf die Situation von anderen findet heutzutage immer weniger statt, egal in welcher Hinsicht. Die Ellenbogengesellschaft wächst massiv.

Eine bedenkliche Entwicklung.

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Das Problem ist wohl, dass es einige Menschen gibt, die aufgrund Ihres Lebenslaufes zwar sehr viel Erfahrung gesammelt haben - aber gepaart mit Ihrem Charakter und den gesamten Umständen, wenig bereit für eine open-minded-Diskussion sind.

Extrembeispiel wäre für mich die eigenen Väter oder Mütter. Respektable Lebensläufe, viel Erfahrung. 
Leider gibt es aber oft Situationen, wo sie nicht bereit sind, von Ihrer (eingefahrenen) Meinung abzurücken.

Insofern ging mein Post oben etwas am Thema vorbei, ja, das ist Richtig ;)

Letztlich ist für den Topic oben aber sicherlich ein gesamtheitliches Bild des Diskutanten notwendig. Es spielt sehr viel Rein. Lebenserfahrung ist ein kleinerer Teil m.E., relevant zum Topic sind für mich eher die Punkte Charakter und so weiter.

 

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vor 11 Minuten hat mac81 geschrieben:

Insofern ging mein Post oben etwas am Thema vorbei, ja, das ist Richtig ;)

Das habe ich nicht so empfunden. Es ist ja durchaus ein allgemeines Thema, auf das man an vielen Stellen trifft. 

 

Auch finde ich es durchaus wichtig für etwas wie Betriebsblindheit, wie von @PVoss angemerkt offen zu sein. Dieses Phänomen tritt ja gar nicht so selten auf. Weswegen in manchen Bereichen ja auch externe Audits etc. wichtig sind. Wenn es nur noch my way or the Highway ist ("Das war schon immer so", "Das haben wir schon immer so gemacht"), dann ist es natürlich schwierig in einen Prozess der Veränderung, Wissensgestaltung oder Wissenserweiterung zu kommen. 

 

Ich denke, dass es eine gesunde Einstellung und Ausgeglichenheit braucht. Ich finde immer ein schönes Beispiel für Erfahrungswert hier im Forum ist Frau @KanzlerCoaching. Ich kann nicht sagen, dass ich immer einer Meinung bin, aber in vielen Fragestellungen käme ich nicht mal auf die Idee Ihre unbestrittene Erfahrung und den damit Verbundenen Informations oder Diskussionsinput in Frage zu stellen. Man ist eben anderer Meinung.

 

Unabhängig von dem Auslöser finde ich die Fragestellung an sich sehr interessant. Mich hat das auch an eine Aufgabe im Bachelorstudium erinnert, in dem es darum ging Mitarbeiter eines Betriebes in BGM/BGF Maßnahmen einzubinden und zu berücksichtigen welche Problembereiche es mit älteren und langjährigen Mitarbeiter geben könnte, insbesondere im Dialog mit der Nachfolgenden Generation. Überpitzt (sehr überspitzt) lief es auf die Frage hinaus "Braucht man den noch oder kann der weg?" ("Sonderaufgaben", vorzeitiger Ruhestand, rausekeln mit unbeliebten Aufgaben, keine Verantwortung mehr geben) und damit Verbunden die Frage nach der Wertigkeit von Erfahrungsjahren.

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vor 21 Minuten hat mac81 geschrieben:

Extrembeispiel wäre für mich die eigenen Väter oder Mütter. Respektable Lebensläufe, viel Erfahrung. 
Leider gibt es aber oft Situationen, wo sie nicht bereit sind, von Ihrer (eingefahrenen) Meinung abzurücken.

 

In dem konkreten Fall könnte man allerdings auch kritisch hinterfragen, warum gerade sie von der eigenen Meinung abweichen sollen - es wäre ja auch denkbar, dass die Sprösslinge von der eigenen Meinung Abkehr nehmen😉.

 

Vermutlich hat sich meine persönliche Wahrnehmung in den vergangenen Jahren verändert. Aber ich erlebe zunehmend, dass Menschen auf ihre eigenen Meinung beharren, und die Erwartung haben, dass sich andere dieser fügen, selber aber nicht gewillt sind, ihre eigenen Ansichten in Frage zu stellen.

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vor 1 Minute hat SirAdrianFish geschrieben:

In dem konkreten Fall könnte man allerdings auch kritisch hinterfragen, warum gerade sie von der eigenen Meinung abweichen sollen - es wäre ja auch denkbar, dass die Sprösslinge von der eigenen Meinung Abkehr nehmen😉.

Zum Beispiel!

 

🙃

 

Individuelle Erfahrung ist bestimmt nicht alles und sie ist auch nicht so ohne weiteres verallgemeinerbar. Aber KEINE Erfahrung zu haben bzw. das zum Prinzip zu erheben, ist ebenso wenig zielführend.

vor 3 Minuten hat SirAdrianFish geschrieben:

 Aber ich erlebe zunehmend, dass Menschen auf ihre eigenen Meinung beharren, und die Erwartung haben, dass sich andere dieser fügen, selber aber nicht gewillt sind, ihre eigenen Ansichten in Frage zu stellen.

Ja, das erlebe ich auch und ich finde, dass das immer extremer wird. Dabei lebt eine Diskussion aus gegensätzlichen Ansichten und davon, dass man diese gegensätzlichen Ansichten in seine Argumentation aufnimmt, die inhaltlich verarbeitet und/oder widerlegt und nicht einfach als dumm oder ewig gestrig abtut.

 

Passt nicht ganz, muss ich aber an dieser Stelle mal loswerden, den Spruch:

"Man ist dann erwachsen, wenn man akzeptieren kann, dass die eigenen Eltern auch recht haben."

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vor 38 Minuten hat mac81 geschrieben:

Lebenserfahrung ist ein kleinerer Teil m.E., relevant zum Topic sind für mich eher die Punkte Charakter und so weiter.

 

Nun entwickelt sich der Charakter ja durchaus im Laufe des Lebens in die eine oder andere Richtung weiter. Insofern hat er auch mit Lebenserfahrung zu tun.

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Zitat

Politik und die IU sind einfach zwei Themen, die hier im Forum schon mal die Gemüter so hitzig werden lassen, wie die Außentemperatur. @polli_on_the_go

 entnommen hier: 

Die Nachfrage:

 

Zitat

Aber wie kommst Du hier jetzt eigentlich auf "die IU"? @WiInfo

 

scheint mir, auch wenn der gesamte Satz (also nicht selektiv) von @polli_on_the_go gelesen wurde, sehr nachvollziehbar. Deshalb verstehe ich auch diesen Teil der Reaktion darauf nicht.

 

Zitat

Man nehme nicht nur einen Teil meiner Aussage selektiv, sondern eben das, was ich gesagt habe.

 

Es wurde ja lediglich nachgefragt, wieso hier die IU ins Spiel gebracht wurde? Insbesondere wenn der*die Leser*in gar nicht weiß wie viele Themen hier im Forum die Gemüter hitzig werden lassen, könnte man selbstkritisch dazu geneigt sein, in Erfahrung zu bringen, ob hier im Thread (auch wenn sich der Satz aufs Forum bezieht) irgendeine Referenz auf die IU übersehen wurde. Oder?

 

Also warum eigentlich dann diese direktive, etwas scharf "Man nehme nicht [... ] sondern eben das, was ich gesagt habe." Reaktion?   @WiInfo bezieht sich vermutlich auf das Verstandene, und das war vermutlich eine nicht so schnell aufzulösende Referenz auf die IU.  Dass das was gesagt und dass was verstanden wird nicht identisch sind, ist bekannt. Insofern ist die Anweisung "Man nehme [...] was ich gesagt habe" auch nicht so leicht umzusetzen. :-(

 

Auch in Hinblick auf den Erfahrungswert würde ich jetzt  denken, dass sich aus der Aussage:

 

Zitat

 

BTW: Dein "Erfahrungswert" sei Dir unbenommen, aber letztendlich taugt es argumentativ kaum. Und oft disqualifiziert man sich dadurch sogar selbst für eine vernünftige Diskussion.

 

nicht sicher die Annahme ableiten lässt, dass @WiInfo der Theorie: "Menschen mit Ehrfahrungswert = ungeeignet für vernünftige Diskussionen"  anhängen würde, wie das hier als Ausgangsprämisse für diesen Thread festgestellt wurde.

 

vor 5 Stunden hat polli_on_the_go geschrieben:

Nach der Theorie wären Menschen mit Ehrfahrungswert ungeeignet für vernünftige Diskussionen.

 

Denkbar wäre auch, dass gemeint gewesen ist, dass die Bezugnahme auf einen nicht näher bestimmten "Erfahrungswert" kein prüfbares, nachvollziehbares Argument in einer Diskussion ist. (Ich habe aber tatsächlich auch nicht gesehen, dass dort wirklich eine Diskussion geführt wurde.

@polli_on_the_go hat einfach einen Vorschlag gemacht, weniger über Politik zu sprechen, was ja auch in Übereinstimmung mit den Forumsregeln ist. An anderer Stelle werden aber auch politische Positionen kundgetan. Was ich gut finde. Wissenschaftspolitik zum Beispiel spielt in Bezug auf die Erfahrungen, die Menschen im Fernstudium machen eine wichtige Rolle. Das eine lässt sich kaum vom anderen trennen.)

 

vor 5 Stunden hat polli_on_the_go geschrieben:

Gewinne vielleicht erst einmal ein Gefühl für die Dynamik hier.

 

Erstmal? Bevor was eigentlich? Es ist für mich zweifelhaft, dass @WiInfo hier dieser von @polli_on_the_go abgeleiteten Theorie über eine pauschal disqualifizierende Funktion von Erfahrungswerten anhängt. Aber das hätte auch erfragt werden können. So vielleicht:  Was meinst du eigentlich damit: "Dein "Erfahrungswert" sei Dir unbenommen, aber letztendlich taugt es argumentativ kaum. Und oft disqualifiziert man sich dadurch sogar selbst für eine vernünftige Diskussion. " 

 

Nichtsdestotrotz:

Erfahrungswissen ist meiner Ansicht nach wichtiges Wissen, ich denke aber auch es ist wichtig darüber nachzudenken wie dieses Erfahrungswissen anderen nachvollziehbar (oder wenigstens verstehbar) zugänglich gemacht werden kann. Die Einschätzung bezüglich der Frage wann eine Diskussion zu hitzig wird, kann interindividuell sehr unterschiedlich sein, entsprechend resultieren daraus dann auch sehr unterschiedliche "Erfahrungswerte".  Die einen fühlen sich durch hitzige Diskussionen belästigt, die anderen im Wort beschnitten.  Und: Erfahrungswerte beziehen sich auf die Vergangenheit, die Zukunft kann ja eine ganz andere sein. Metadiskussionen finde ich gut!

Bearbeitet von Science_Lover
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