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Jobperspektiven mit Mitte 40 nach dem Studium?


KriHu
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Hallo,

ich habe mich schon im Premium Forum der APOLLON sehr gut mit polly_on_the_go austauschen können. Ich habe vor Präventions- und Gesundheitsmanagement zu studieren. Nun meine allgemeine Frage hier in diesem Forum: wie schätzt ihr Jobperspektiven/ Jobwechsel mit Mitte 40 ein? Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen?

Folgendes grob zu meiner Person: Anfang 40, Abitur, im Anschluss Ausbildung zur Physio, seit 20 Jahren in diesem Beruf tätig. Ich möchte mich gerne etwas umorientieren. Wenn ich das Studium beenden werde, wäre ich fast Ende 40. Da ich aktuell 20Std/wchtl arbeite, Familie und Haushalt, würde ich die 48Monats Variante wählen.

Ist es realistisch in dem Alter noch einen Jobwechsel zu vollziehen? In meiner aktuellen Arbeitsstelle könnte ich höchstwahrscheinlich relativ wenig mit dem Studium anfangen, könnte mir aber vorstellen dort weiterhin auf Minijobbasis zu arbeiten.

Wenn ich in den letzten Wochen diverse Jobangebote durchgegangen bin, war in meiner Umgebung (Kreisstadt, nächste Großstadt ca 100km entfernt) so gut wie nichts in dem Prävi- und GMBereich zu finden, ich weiß man muss dabei auch "zwischen den Zeilen lesen". Ich bin allerdings aus familiären Gründen auch ortsgebunden. Ich habe einfach Bedenken, in meinem Alter ( und auch in diesem Bereich)  kaum Chancen zu haben. Denn immerhin kommen mit dem Studium auch Kosten auf einen zu und dies sollte sich am Ende natürlich auch rechnen, natürlich am Besten mit einer Verbesserung der aktuellen Gehaltssituation! Ich habe total Lust darauf noch einmal etwas Neues zu versuchen, das wissenschaftliche Arbeiten und der Themenkomplex reizen mich sehr.

Vielleicht gibt es hier jemand in in diesem Forum, der in einer ähnlichen Situation ist und/oder schon fertig ist und mit Mitte/Ende 40 eine Umorientierung vollzogen hat?

Über Antworten freue ich mich!

Liebe Grüße

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Grundsätzlich bin ich an Antworten ebenfalls sehr interessiert. Mir geht es da ähnlich (allerdings erst Ende 30). Ich habe beruflich schon sehr viel gemacht und arbeite seit einiger Zeit als MFA, möchte mich aber noch einmal umorientieren und sesshaft werden (nach dem ich schon als Grafiker, Model, Prof. Blogger / Gaming Journalist, Programmierer, Barista, Verkäufer / Assistenz der Geschäftsführung,… gearbeitet habe). Ich habe immer gut verdient und auch meine Ausbildungen gemacht, aber ich war halt immer sehr auf dem Sprung um neue Erfahrungen zu machen. Und jetzt mit bald 40 stelle ich mir auch die Frage wie man neu anfangen kann ohne ein zu großes Risiko einzugehen. 

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"Richtungsänderung" ist mein zweiter Vorname, und daher teile ich gerne meine generellen Erfahrungen und Gedanken, auch wenn ich zu dem speziellen Berufsfeld nichts sagen kann.

 

Eine 180°-Wende halte ich - außer bei Berufen, in denen absoluter Fachkräftemangel herrscht - für sehr schwierig. Denn letztlich ist man damit bei Bewerbungen dann auf dem gleichen Erfahrungsniveau wie jeder andere Berufsanfänger. Dass man durch ein nebenberufliches Fernstudium an sich schon einen Nachweis für Durchhaltevermögen, Zielstrebigkeit und Selbstorganisation mitbringt, ist meiner Erfahrung nach ein Pluspunkt. Trotzdem gehe ich davon aus, dass Bewerber mit Berufserfahrung bevorzugt würden.

 

Für deutlich vielversprechender halte ich eine schrittweise Änderung der beruflichen Richtung, weil man dann vorhandene Erfahrung mit neuen Inhalten kombinieren kann und sich so von den reinen Berufsanfängern abhebt. Also wenn sich zumindest Teile der alten Stellenbeschreibung auch in der neuen wiederfinden.

 

Wenn ich mich bewerbe, stelle ich mir vorher die Frage "Was bringe ich mit, das mich für diese Stelle besser geeignet macht als andere Bewerber?" Neben Erfahrung + Qualifikation kann das z. B. auch sein, dass ich das Unternehmen, die Kollegen und Abläufe bereits (z. B. durch ein Praktikum) kenne und daher weniger Einarbeitungszeit benötige.  Oder dass ich hobbymäßig/ehrenamtlich schon in dem Bereich aktiv war und dies nun auf bezahlte Art und Weise weiterführen möchte. Oder als Frau mittleren Alters tatsächlich auch das nicht mehr vorhandene Risiko, dass mein zukünftiger Arbeitgeber irgendwann eine Schwangerschaftsvertretung für mich organisieren muss...

 

Die Frage, ob du nach dem Studium eine Stelle findet wirst, kann ich dir leider nicht beantworten, dir aber vielleicht hiermit ein paar gedankliche Anregungen mit auf dem Weg geben.

 

Bearbeitet von Alanna
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Noch ein Nachtrag zum Thema "berufliche Richtungsänderungen": Ich kann sagen, dass diese mein Leben bunter und spannender machen und mich selbst insgesamt auch zufriedener - aber nicht unbedingt (finanziell) reicher. Das ist dann noch mal eine ganz andere Frage...

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Ich habe eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin absolviert und mit knapp 43 mein Studium Berufspädagogik abgeschlossen.

Es ist m.M.n. nicht unbedingt eine Frage des Alters, ob Du Perspektiven findest, sondern auch, wie das Jobangebot in Deiner Region aussieht und wohin Du mit dem Studium willst.

Ich habe in einer großen Uniklinik unter anderem in der innerbetrieblichen Fortbildung gearbeitet und dort auch viele Kontakte zum BGM gehabt. Daher habe ich mich gefragt, was Du Dir unter einer Tätigkeit dort vorstellst. Eher die Bedarfserhebung und die Organisation von Kursen? Oder eher, selbst als Dozent die Kurse zu geben?

Denn das sind Tätigkeiten, die ziemlich verschieden sind, die Du so aber auch vielleicht woanders finden könntest.

Abgesehen davon ist es so, dass diese Abteilung 2 Mitarbeiter hat auf eine Gesamtmitarbeiterzahl von fast 8000. Das zeigt, dass der Bedarf a) nicht groß ist, und b) meiner Erfahrung nach mit Mitarbeitern abgedeckt wird, die das Haus kennen (Stichwort Bedarfserhebung).

 

Böse gesagt: zu Prävention und Beratung fühlen sich viele berufen. Es gibt aber gar nicht so viele Menschen, die sich gern beraten lassen. 😉

@polli_on_the_gohat ja einen ganz eigenen beruflichen Weg gefunden mit ihrem Studium. Die Fragen, die Du Dir also auch stellen solltest, sind also:

Ist Dir der Studiengang inhaltlich so wichtig, dass es genau dieser sein muss? Auch mit der Option, Dir hinterher vielleicht einen Weg suchen musst?

Oder willst Du eher noch mal in Dich gehen und Dir erst überlegen, wohin der Weg gehen soll?

LG

 

P.S. Ich habe so ähnlich den ersten Weg beschritten. 🙂

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vor 19 Stunden hat Alanna geschrieben:

"Richtungsänderung" ist mein zweiter Vorname, und daher teile ich gerne meine generellen Erfahrungen und Gedanken, auch wenn ich zu dem speziellen Berufsfeld nichts sagen kann.

 

Eine 180°-Wende halte ich - außer bei Berufen, in denen absoluter Fachkräftemangel herrscht - für sehr schwierig. Denn letztlich ist man damit bei Bewerbungen dann auf dem gleichen Erfahrungsniveau wie jeder andere Berufsanfänger. Dass man durch ein nebenberufliches Fernstudium an sich schon einen Nachweis für Durchhaltevermögen, Zielstrebigkeit und Selbstorganisation mitbringt, ist meiner Erfahrung nach ein Pluspunkt. Trotzdem gehe ich davon aus, dass Bewerber mit Berufserfahrung bevorzugt würden.

 

Für deutlich vielversprechender halte ich eine schrittweise Änderung der beruflichen Richtung, weil man dann vorhandene Erfahrung mit neuen Inhalten kombinieren kann und sich so von den reinen Berufsanfängern abhebt. Also wenn sich zumindest Teile der alten Stellenbeschreibung auch in der neuen wiederfinden.

 

Wenn ich mich bewerbe, stelle ich mir vorher die Frage "Was bringe ich mit, das mich für diese Stelle besser geeignet macht als andere Bewerber?" Neben Erfahrung + Qualifikation kann das z. B. auch sein, dass ich das Unternehmen, die Kollegen und Abläufe bereits (z. B. durch ein Praktikum) kenne und daher weniger Einarbeitungszeit benötige.  Oder dass ich hobbymäßig/ehrenamtlich schon in dem Bereich aktiv war und dies nun auf bezahlte Art und Weise weiterführen möchte. Oder als Frau mittleren Alters tatsächlich auch das nicht mehr vorhandene Risiko, dass mein zukünftiger Arbeitgeber irgendwann eine Schwangerschaftsvertretung für mich organisieren muss...

 

Die Frage, ob du nach dem Studium eine Stelle findet wirst, kann ich dir leider nicht beantworten, dir aber vielleicht hiermit ein paar gedankliche Anregungen mit auf dem Weg geben.

 

Vielen Dank für die ausführliche Antwort und die gedanklichen Anregungen bzgl einer Bewerbung.

 

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vor 18 Stunden hat Silberpfeil geschrieben:

Ich habe eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin absolviert und mit knapp 43 mein Studium Berufspädagogik abgeschlossen.

Es ist m.M.n. nicht unbedingt eine Frage des Alters, ob Du Perspektiven findest, sondern auch, wie das Jobangebot in Deiner Region aussieht und wohin Du mit dem Studium willst.

Ich habe in einer großen Uniklinik unter anderem in der innerbetrieblichen Fortbildung gearbeitet und dort auch viele Kontakte zum BGM gehabt. Daher habe ich mich gefragt, was Du Dir unter einer Tätigkeit dort vorstellst. Eher die Bedarfserhebung und die Organisation von Kursen? Oder eher, selbst als Dozent die Kurse zu geben?

Denn das sind Tätigkeiten, die ziemlich verschieden sind, die Du so aber auch vielleicht woanders finden könntest.

Abgesehen davon ist es so, dass diese Abteilung 2 Mitarbeiter hat auf eine Gesamtmitarbeiterzahl von fast 8000. Das zeigt, dass der Bedarf a) nicht groß ist, und b) meiner Erfahrung nach mit Mitarbeitern abgedeckt wird, die das Haus kennen (Stichwort Bedarfserhebung).

 

Böse gesagt: zu Prävention und Beratung fühlen sich viele berufen. Es gibt aber gar nicht so viele Menschen, die sich gern beraten lassen. 😉

@polli_on_the_gohat ja einen ganz eigenen beruflichen Weg gefunden mit ihrem Studium. Die Fragen, die Du Dir also auch stellen solltest, sind also:

Ist Dir der Studiengang inhaltlich so wichtig, dass es genau dieser sein muss? Auch mit der Option, Dir hinterher vielleicht einen Weg suchen musst?

Oder willst Du eher noch mal in Dich gehen und Dir erst überlegen, wohin der Weg gehen soll?

LG

 

P.S. Ich habe so ähnlich den ersten Weg beschritten. 🙂

Genau, das ist auch meine Befürchtung, dass das BGM häufig durch Mitarbeiter eines Hauses abgedeckt wird und daher nicht unbedingt noch jemand von extern eingestellt werden muss, zumindest nicht für eine Vollzeitstelle. Und momentan gibt es in meiner Region tatsächlich keine Stellenausschreibung für genau BGM und Prävention. Aber das kann sich ja noch ändern... Daher auch schon im Vorfeld meine Überlegung die Tätigkeit nur in Teilzeit auszuüben und nach wie vor auf Minijibbasis in der Praxis, in der ich aktuell angestellt bin weiterzuarbeiten. Andererseits bin ich gut vernetzt und könnte mir auch eine Tätigkeit als Projektmanager in Präventions- und Gesundheitsprojekten vorstellen und dies in unterschiedlichen Firmen anbieten- auf freiberuflicher Basis. Als Dozentin für Wirbelsäulengym bin ich schon seit Jahren tätig.

Ich denke aber auch, dass sich sicher während des Studiums noch viele Ideen ergeben was ich im Anschluss damit anfangen kann, denn prinzipiell bin ich da ganz flexibel und kann natürlich von meiner aktuellen Vorstellung abrücken.

Und ja, der Studiengang ist mir inhaltlich so wichtig. Ich finde genau diese Kombination aus BGM und Prävention so ansprechend! Ich habe mich die letzten Wochen viel mit den angebotenen Fernstudiengängen beschäftigt, doch keiner hat mich persönlich so angesprochen wie dieser!

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Danke Markus auch für die Weiterleitung des Interviews! Da habe ich doch einige Parallelen zwischen oldschool1966 und mir gesehen. Auch ich habe mich- zwar nur in meinem gelernten Beruf als Physio- schon sehr viel weitergebildet. Und jetzt reizt mich einfach noch das Studium und eben nochmal ein ( hoffentlich) daraus resultierender anderer Wirkungskreis als in der freien Praxis. Das Interview hat mich auf jeden Fall nochmal dazu ermutigt, auch in meinem etwas "höheren" Alter ein Studium meistern zu können. Das Interesse und die Motivation sind auf jeden Fall schon mal ganz arg vorhanden😉 und das ist doch erstmal das Wichtigste, oder?

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