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Master - Ja/Nein - eure Entscheidungsprozesse


Muddlehead
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vor 31 Minuten schrieb Muddlehead:


wie baut du sowas neben  beruflicher weiterbildung ein ohne das es keine belastung ist? Mit familie ist da sicherlich mehrheitlich die erwartung dass die freizeit dafür aufgewendet wird?  Das mit dem Abbrechen mag ich kaum glauben ;-).

 

Ich denke, es ist schon möglich. Kinder liegen ja irgendwann im Bett und schlafen, oder sind früh morgens wach und der Partner ist dankbar, dass jemand mit den Kindern aufsteht. Das wäre z.B. ein Zeitfenster, was ich nutzen würde. Die Kinder sind morgens irgendwann satt und spielen, da kann man nebenbei ein wenig lernen. Klar, hochkonzentriertes geht da nicht, aber ein paar Fakten ins Hirn bringen, vielleicht schon.

Schwierig wird es natürlich, wenn man einen Partner hat, der erwartet, dass man jede freie Minute gemeinsam vor dem Fernseher verbringt und sauer reagiert, wenn es mal nicht so ist. Aber warum kann man da keine gemeinsame Lösung finden? Zwei Abende die Woche gehören nur dem Partner, die anderen drei dem Studium, der Samstag bleibt für die Familie frei, dafür ist der Sonntag beispielsweise auch mit Studium gefüllt (es müssen ja keine 12h Sessions sein). So kann man sicherlich beides recht gut miteinander verbinden, auch wenn das Studium dadurch länger dauert.

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vor einer Stunde schrieb Muddlehead:

wie baut du sowas neben  beruflicher weiterbildung ein ohne das es keine belastung ist?

 

Ich wollte gerade antworten, dass ich klassische berufliche Weiterbildung über irgendwelche Zertifikate usw. usf. nicht mache. Aber dann sind mir die zwei Vertriebs-Bücher auf meinem Schreibtisch eingefallen, die ich in den nächsten Wochen mal lesen und anwenden lernen muss. Ich schätze, das fällt weitgehend unter berufliche Weiterbildung – und ja, das wird schwierig. Zeitlich wird es aber funktionieren, weil ich das eine Thema einfach in die normale Arbeitszeit legen kann.

 

Das Problem ist eher, das abzugrenzen. Wenn ich mich da neu einarbeite, hört ja das Nachdenken darüber nicht mit dem Weglegen des Buches auf. Und wenn ich ein Studienthema "fast prüfungsreif" habe, dann geht mir das auch erst nach der Prüfung aus dem Kopf. Das ist dann vorübergehend schon etwas belastend.

 

vor einer Stunde schrieb Muddlehead:

Mit familie ist da sicherlich mehrheitlich die erwartung dass die freizeit dafür aufgewendet wird?

 

Meine Kinder sind ein bisschen größer als deines, da ist ja auch vieles im Fluss. Mit einem muss ich demnächst 2x die Woche zum Sportverein. 2x1,5h mitten in meiner eigentlichen Arbeitszeit – ich werd's versuchen zum Lernen zu nutzen ;-).

 

Ansonsten mache ich das ähnlich, wie paulaken es beschrieben hat. Mein Schlafrhythmus war immer schon anders als der der anderen, so dass ich die letzten Stunden des Tages so gut wie immer für mich habe. Und da ich inzwischen methodisch ziemlich effizient bin, reicht mir das – jedenfalls für die Lernfächer – aus.

 

Ich muss aber dazu sagen, dass ich da keine regelmäßigen Verpflichtungen habe. Bis vor der Pandemie habe ich bspw. noch nen Mannschaftssport betrieben, bei dem 2x in der Woche abends 2-3 Stunden für das Training draufgingen. Wenn so etwas auch wieder dazukäme, wäre es sicher schwieriger.

 

Und am Ende läuft es wohl genau auf so etwas hinaus – die Opportunitätskosten sind real ... aber das weißt du ja ;-).

 

Du hast zwar nicht nach Tipps gefragt, aber ich geb dir trotzdem einen: Mach die Thesis fertig und dann mach ne Pause über ein paar Monate. Schau, wie du "mit dieser Leere" und der freien Zeit klarkommst. Falls die Wiedereingliederung klappt, super. Und falls nicht, hast du auch für den Master noch mal nen anderen Drive und wenigstens ein Teil der permanenten Zweifel ist erst mal erledigt.

Bearbeitet von developer
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Ich bin 49 und das Thema Weiterbildung brauche ich nicht zwingend für meinen Job. Weiter nach oben werde ich nicht mehr kommen, weder mit Master noch einem Doktor, geschweige denn mit dem Betriebswirt. Ich müsste vermutlich die Firma wechseln, aber das will ich nicht. Ich will aber in meinem jetzigen Job einige Aspekte besser verstehen und dafür ist es extrem hilfreich.

 

Aber warum tu ich mir den Stress an? Erstens lerne ich inzwischen wirklich gerne. Es macht Spaß und erfüllt einen schon irgendwie. Und gerade in meinem Alter ist Erfüllung sehr wichtig. Dazu habe ich 3 Kinder (15, 16, 17) und sie sollen sehen

--> lernen macht Spaß, ich muss es nicht, ich mach es weil es Spaß macht.

--> lernen geht auch im hohen Alter

--> investiere stets in dich selbst

--> lass dir von niemandem sagen, was du nicht kannst

--> mach worauf du Lust hast, aber mit Plan 

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vor 17 Stunden schrieb Muddlehead:

Theoretisch hat man mit 40 die Lebensmitte erreicht und die Karrieristen unter uns bereits eine Menge Zeit in den Beruf gesteckt. Mich bewegen da so Denkansätze wie „wirklich noch mehr lebenszeit investieren statt zu „leben“?“.

 

Bei mir gehört das Thema "Weiterbildung/Fernstudium" schon so viele Jahre zu meinem Leben, dass ich es mir ohne gar nicht wirklich vorstellen könnte. Die Frage war also weniger das "ob", sondern das "was" und "wann".

 

Ich habe schon immer von einem Masterabschluss geträumt. Trotzdem hätte ich das nicht um jeden Preis durchgezogen und habe die ersten beiden Versuche auch jeweils schon vor der ersten Modulprüfung wieder beendet, weil es dann doch nicht das Richtige war. Die Entscheidung für meinen jetzigen Masterstudiengang war eine Mischung aus "Ich will einen Master", "Ich finde die Inhalte spannend" und "Ich möchte meine beruflichen Chancen verbessern". Wobei Letzteres weniger auf Gehalt und Hierarchie abzielte als auf eine größere Breite und Einsetzbarkeit. 40 Jahre im (mehr oder weniger) gleichen Job wären mein persönlicher Albtraum!

 

Karrieristin? Na ja, ich arbeite schon eine ganze Weile in Teilzeit, um mir u. a. den Spaß eines halbwegs stressfreien Studiums zu ermöglichen. Außerdem ist mir die zeitliche Flexibilität und Dehnbarkeit der Studienzeit extrem wichtig. Das ist meine Art dafür zu sorgen, dass neben Job und Studium auch noch genug Zeit zum Leben bleibt...

 

PS: Ein Studium abzubrechen, ist zwar kein tolles Gefühl, aber 40 Jahre lang "hätte, hätte, Fahrradkette" stelle ich mir tausendmal schlimmer vor.

 

Bearbeitet von Alanna
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Eine Beobachtung, die ich in den letzten Jahren gemacht habe: Wenn bis dato beruflich erfolgreiche Menschen in ihren 50ern von der Karriereleiter fallen, dann spielt ihr 20-30 Jahre zuvor abgeschlossenes Studium bei der anschließenden Neuorientierung so gut wie keine Rolle mehr. Was dann zählt ist neben Vitamin B vor allem die tatsächliche Expertise, die für Unternehmen verwertbar sein muss, damit man "employable" bleibt.

 

Will sagen: Zu weit vorausschauend und sozusagen als Altersvorsorge sollte man so ein Studium auch nicht begreifen. Denn es setzt einfach vieles zu schnell Staub an. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber ich denke das gilt von Sozialer Arbeit über Ingenieurwesen bis hin zur Informatik. Vor allem dann, wenn Studiengänge eher praxisorientiert sind.

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vor 9 Minuten schrieb developer:

Will sagen: Zu weit vorausschauend und sozusagen als Altersvorsorge sollte man so ein Studium auch nicht begreifen. Denn es setzt einfach vieles zu schnell Staub an. 

Absolut. Aber das ist eben auch ein Argument für lebenslanges Lernen.

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