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Entwicklung der größten privaten Hochschulen 2010-2021


Markus Jung
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Von @phoellermann habt ihr hier ja schon einige Male Auswertungen vorgefunden, die er zum Hochschulbereich in Deutschland gemacht hat. Nun bin ich letzte Woche bei LinkedIn über eine weitere Statistik gestolpert und habe die Erlaubnis, diese Grafik mit euch zu teilen.

 

Es geht um die Entwicklung der größten privaten Hochschulen auf Basis der Studierendenzahlen und es wurden die drei Auswertungszeiträume Wintersemester 2010/2011, 2015/2016 und 2020/2021 betrachtet. Und auch wenn viele Anbieter in allen drei Auswertungen auftauchen, hat es da doch erhebliche Veränderungen bei den Positionierungen gegeben. Allen gemeinsam ist der große Anteil der Fernstudienanbietern an den privaten Anbietern. Wobei einige davon auch andere, meist aber auch berufsbegleitende, Studienmodelle im Anbebot haben.

 

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Am 4.10.2021 um 13:27 schrieb Markus Jung:

Von @phoellermann habt ihr hier ja schon einige Male Auswertungen vorgefunden, die er zum Hochschulbereich in Deutschland gemacht hat. Nun bin ich letzte Woche bei LinkedIn über eine weitere Statistik gestolpert und habe die Erlaubnis, diese Grafik mit euch zu teilen.

 

Es geht um die Entwicklung der größten privaten Hochschulen auf Basis der Studierendenzahlen und es wurden die drei Auswertungszeiträume Wintersemester 2010/2011, 2015/2016 und 2020/2021 betrachtet. Und auch wenn viele Anbieter in allen drei Auswertungen auftauchen, hat es da doch erhebliche Veränderungen bei den Positionierungen gegeben. Allen gemeinsam ist der große Anteil der Fernstudienanbietern an den privaten Anbietern. Wobei einige davon auch andere, meist aber auch berufsbegleitende, Studienmodelle im Anbebot haben.

 

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Danke für's teilen. Fragen beantworte ich gerne. ;)

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vor 23 Minuten schrieb Vica:

Muss man sich um das Weiterbestehen anderer Hochschulen Sorgen machen, die regelmäßig nicht in diesen Top Tens aufgetaucht sind

 

Die Beschränkung solcher "Hitlisten" auf Größe und Wachstum ist sicher interessant, suggeriert aber auch, dass diese beiden Kritierien die einzigen sind, die wirklich relevant sind. Hochschulen mit Spezialisierungen fallen damit mehr oder weniger automatisch durchs Raster. Denn gegen BWL-Studiengänge, die Masse bringen, kommen inhaltlich spezialisierte Anbieter - mögen sie auch qualitativ noch so hochwertig sein - nicht an.

 

Wie gedenkt man denn mit solchen Verzerrungen umzugehen, Herr Höllermann?

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vor 38 Minuten schrieb Vica:

Muss man sich um das Weiterbestehen anderer Hochschulen Sorgen machen, die regelmäßig nicht in diesen Top Tens aufgetaucht sind?

 

Meine Hypothese wäre, dass es hier mittel- und langfristig schon zu Konsolidierungen kommen wird und auch der ein oder andere Player verschwinden oder in einem größeren aufgehen wird, wenn keine inhaltliche Spezialisierung vorgenommen wird, aus der relevante Alleinstellungsmerkmale hervorgehen. Ein bisschen BWL, Wirtschaftsinformatik und -psychologie reichen heute sicher nicht mehr.

 

Das größte Risiko für die Kleinen sehe ich in der sich verändernden Erwartungshaltung, die durch die Großen geprägt wird. Wenn man 24/7 Onlineklausuren schreiben und sich die Prüfungstermine aussuchen kann, wird z.B. die Flexibilität über die Zeit ein immer wichtigeres Entscheidungskriterium. Das kann man in anderen Lebensbereichen ja auch beobachten – heute kauft man wesentlich schneller mal Kleinkram bei Amazon ein, als dafür den Weg in den Laden auf sich zu nehmen. Entsprechend sehen unsere Innenstädte bereits aus.

 

Aber vielleicht haben wir auch schon Grenzen des Wachstums hier beobachtet. Die ganzen Diskussionen zu den durch das Wachstum erzeugten Probleme an der IU bspw. sind ja bekannt. Heute Morgen habe ich mich noch mit einem Dozenten da ausgetauscht, der gerade schwitzt, weil er nun Vorlesungen halten und überhaupt erst mal inhaltlich vorbereiten muss. Wie an einer normalen (kleinen) Hochschule eben auch. Daran sieht man ganz gut, dass die Ideen zu grenzenlosem Wachstum hier erst mal nicht kompatibel mit der Realität waren. Oder zumindest nicht jede davon.

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vor einer Stunde schrieb Vica:

Muss man sich um das Weiterbestehen anderer Hochschulen Sorgen machen, die regelmäßig nicht in diesen Top Tens aufgetaucht sind?

 

Hi Vica,

 

nein, sicherlich nicht um alle. Allerdings müssen Hochschulen für die (Re-)Akkreditierungen heutzutage strengerer Kriterien erfüllen als in der Vergangenheit. So muss eine Hochschule z.B. mindestens fünf hauptberufliche Professor:innen anstellen um Bachelor-Programme anzubieten, zehn für Masterprogramme. Das ist für kleine Hochschulen teilweise schwierig zu erreichen und führt dazu, dass diese schließen müssen (siehe z.B. https://www.forschung-und-lehre.de/recht/hochschule-klagt-gegen-befristete-anerkennung-2869/).

 

Generell können Hochschulen aber auch mit 500 oder 1000 Studierenden bestehen, wenn sie eine Nische und stabile Finanzierungsmodelle finden (z.B. gibt es viele Hochschulen, die von Unternehmensverbünden oder Stiftungen getragen werden). Aber bereits in der Vergangenheit hat es hier Übernahmen gegeben (z.B. durch die SRH), was ich im Originalbeitrag darstelle:  https://www.linkedin.com/posts/philipphoellermann_bildung-highereducation-privatehochschulen-activity-6849651152720556034-Bf_S

 

Davon abgesehen sind bei allen Hochschulen aber auch Bürgschaften hinterlegt, durch die Studierende ihr Studium selbst dann abschließen können, wenn die Hochschulen schließen müssen. Grund zur Sorge gibt es also nicht. 😉

 

Besten Gruß,

Philipp

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vor einer Stunde schrieb KanzlerCoaching:

Denn gegen BWL-Studiengänge, die Masse bringen, kommen inhaltlich spezialisierte Anbieter - mögen sie auch qualitativ noch so hochwertig sein - nicht an.

 

Quantitativ vielleicht nicht, Frau Kanzler. Aber es gibt durchaus viele "kleinere" Hochschulen, die auf Grund ihrer Spezialisierung sehr etabliert sind und auch stabil wachsen. Außerdem muss nicht jede Hochschule im gleichen Maße Größe anstreben. Die IU ist ja auch ein "Spekulationsobjekt" und wird durch Kapitalinvestoren gehalten. Wachstum spielt dann eine ganz andere Rolle als z.B. bei Stiftungshochschulen oder Hochschulen, die ein organisches Wachstum anstreben. Von Verzerrung würde ich deshalb auch nicht sprechen.

 

Die jährlich prozentual am stärksten wachsenden (CAGR) Hochschulen seit 2015 sind übrigens:

  • IU International University
  • Berlin Int. Univ. of Applied Sciences
  • Medizinische Hochschule Brandenburg
  • ESCP
  • HDBW
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"Verzerrung" in dem Sinne, dass ein Ranking nach Größe und Wachstum betrieben wird.

 

Man könnte ja auch mal untersuchen, welche Hochschulen interessante Spezialisierungen in ihrem Angebot haben und weiter entwickeln. Oder man könnte untersuchen, wie das Wachstum sich darstellt, wenn man Modethemen rausrechnet.

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vor 2 Stunden schrieb KanzlerCoaching:

Oder man könnte untersuchen, wie das Wachstum sich darstellt, wenn man Modethemen rausrechnet.

 

Puh... go ahead. Die Zahlen sind nur schwer zu bekommen, zumal ja die Frage ist: "Was ist ein Modethema?" Soziale Arbeit? Psychologie? Digitale Transformation? Nachhaltigkeit? Da traue ich mir keine - statistisch belastbare - Aussage zu. 😉

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