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Berufsbegleitendes Studium: ein Beziehungskiller?


FOM Alumni
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Als Beziehungskiller würde ich ein berufsbegleitendes Studium zwar nicht beschreiben, jedoch als eine Herausforderung für die Beziehung, aber auch für das gesamte private Leben.

 

In meiner / unserer "Langzeitbeziehung" leben wir danach, dass neben dem Leben miteinander wir beide jeweils auch wir selber mit den eigenen (vielleicht auch manchmal egoistischen) Wünschen und Bedürfnissen sein dürfen und auch sollen. Anders könnte ich eine Partnerschaft auch nicht leben. Auch ohne mein Fernstudium, einem zuvor recht intensiven Zertifikatskurs in Präsenz und meiner Stelle in Leitungsfunktion war und ist es mir wichtig, Zeit und Raum ganz für mich selbst zu haben. Das passt sehr gut zu den Bedürfnissen meines Partners, der sich stundenlang mit Dingen beschäftigt, die mich eher weniger interessieren.

 

Oft sitzen wir auch gemeinsam im gleichen Raum, obwohl jeder bei sich ist und etwas nachgeht, dem nicht gemeinsam nachgegangen wird.

 

Sicher ist es einfacher wenn eine gemeinsame Wohnung da ist, gemeinsame Zeiten und Rituale zu gestalten.

 

Ganz am Anfang einer Beziehung stelle ich es mir schwer vor, hier im Rahmen vieler Emotionen, Unsicherheiten, dem erst langsam Kennenlernen, eine gute Basis zu schaffen, mit der beide zurecht kommen. Wobei meine Beziehung mit einer Entfernung von 500 Kilometern begonnen hat und hier Verabredungen zum Telefonieren oder in Echtzeit miteinander schreiben sehr wertvoll waren zwischen den Treffen alle paar Wochen ☺️

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vor 49 Minuten schrieb FOM Alumni:

Wir liegen ca. 35km auseinander (irgendwo in der Mitte liegt die FOM :D). Sprich, man plant schon für die einfache Strecke +1h ein (deswegen würde ich solche "nur zum Essen und danach lerne ich weiter" Treffen fürs erste nicht planen wollen). Es ist aber in Planung, dass ich in Kürze (hängt natürlich auch von der BA ab) in die Innenstadt ziehe, von da sind es "nur" noch 20km (sofern sie und ich dann noch ein Thema sind, weiß man ja auch nie). Sollte das Studium nicht zu energieraubend sein, würde ich sie dann jedes Wochenende zu mir einladen.

 

35km empfinde ich als Entfernung, die man gut auch mal für ein paar Stunden fahren kann. Ich würde zwar schon schauen, dass ich vielleicht verschiedene Wege miteinander kombiniere, also beispielsweise nach der Arbeit zu ihm/ihr und dann erst nach Hause, aber es ist auch keine Entfernung, die ich als Fernbeziehung definieren würde. Da ist doch locker ein Abend die Woche und ein halber Tag am Wochenende drin?

 

vor 49 Minuten schrieb FOM Alumni:
vor 10 Stunden schrieb paulaken:

Zwei Beziehungen sind aber auch am Studium gescheitert

Das tut mir leid. Was waren konkret die Gründe? Der zeitliche Faktor? Ich hatte vor etlichen Jahren einen Trainingspartner, der sich dazwischen gestellt hatte, dass seine damalige Freundin nach dem Abi (dual) studiert, sie solle doch nur eine Lehre machen (war wahrscheinlich aus Ego-Gründen. Er hat zu der Zeit ein Handwerk gelernt). Lange hielt die Beziehung nicht mehr.

 

Ach, es gibt keinen Grund, dass es dir leid tun muss. Letztendlich zeigten sich nur unterschiedliche Werte und Lebenseinstellungen. Jemand mit 40 Jahren, davon 20 studiert ohne Abschluss und noch nicht wirklich einen Tag gearbeitet, passt eben nicht mit Vollzeitjob und Studium zusammen. Aber auch ohne Studium hätte sich diese Diskrepanz der Vorstellungen sicher irgendwann gezeigt. 

Der zweite war ein Ego-Problem, ähnlich wie dein Beispiel. Beim kennenlernen stand ich beruflich unter ihm, durch Studium und geschicktes Stellen wechseln, war ich dann plötzlich über ihm und damit kam er nicht klar. Aber auch hier gilt, ohne das Studium hätte es einen anderen Punkt der Reibung gegeben, sei es, dass ich größer war als er, sei es, dass ich besser kochen oder Auto fahren kann. Irgendwas gibt es da immer.

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@KanzlerCoaching Frau Kanzler hat es auf den Punkt gebracht. Ansonsten bin ich verwundert, dass 35 km ein Hindernis sind? Ich hatte eine Fernbeziehung , Entfernung 500 km und war fast jedes Wochenende hingefahren. Da war die Anreise länger als das "da" sein. Ich hatte zwar kein Fernstudium in der Zeit, aber mich fleißig beruflich engagiert + unter der Woche privat Fortbildung fachlicher natur absolviert. Von daher mutet das seltsam, dass man es sich bei 35 km nur so selten sieht. Aber Menschen sind anscheinend verschieden.

Bearbeitet von Muddlehead
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35 km halte ich auch für eine eher geringe Entfernung. Es gibt viele Menschen, die 35 km einfache Entfernung täglich zum Arbeitsplatz pendeln. Die schaffen es auch, diese Entfernung in täglich zu überwinden.

 

Wie viel Anstrengung man für eine Beziehung, eine Freundschaft auf sich nehmen will, ist eher eine Sache der persönlichen Entscheidung:  von Seiten des Fernstudenten und auch von Seiten von Freunden und Beziehungspartnern.

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vor 17 Stunden schrieb paulaken:

In den letzten rund 10 Jahren mit berufsbegleitendem Studium habe ich es in Beziehungen immer so gemacht:

1. klar kommunizieren: du, hör mal x, du kannst gern zum Essen zu mir kommen, aber danach muss ich lernen. Die 2h Essen gehören ganz dir, danach musst du aber wieder gehen.

So habe ich versucht mir bewusst Zeit für die Beziehung zu nehmen, aber eben auch für das Studium.

 

So isoliert betrachtet, hört sich das für mich schon heftig an: 😉

2 Stunden für Futtern, Abspülen, Poppen und dann schleich Dich. 💀

 

😄Sorry, dass tönt ja eher nach Gottesanbeterin.😄

 

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Haltet euch bitte weniger mit Entfernungsangaben auf, wichtig ist da ja eher die Zeit. So 35 km können auch schon eine Stunde Fahrtzeit sein, wie der TO ja auch eingeräumt hat. Hin und Zurück sind es dann schon 2 Stunden täglich. Das jeden Arbeitstag hat man schon 10 - 12  Stunden, also ein Viertel einer vollen Arbeitswoche.

 

Das ist schon ein nennenswertes Pensum.

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Hin-Rückfahrt 500km etwa 10-12h ;-) pro Woche. Aber ich glaube der TE wollte jetzt nicht die Gestaltung einer Beziehung von uns diskutiert bekommen.

 

Fazit: Wenn Beide wirklich wollen, killt ein Fernstudium keine Beziehung. Wenn so ein singuläres Ereignis bereits eine Herausforderung darstellt, brauchen die Beteiligten gar nicht weiter denken. Da gibt es ganz andere Hürden später.

Bearbeitet von Muddlehead
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Hallo zusammen, freut mich, dass hier wieder so zahlreich geschrieben wurde.

 

Am 16.10.2021 um 21:58 schrieb Muddlehead:

Von daher mutet das seltsam, dass man es sich bei 35 km nur so selten sieht. Aber Menschen sind anscheinend verschieden.

Am 16.10.2021 um 23:04 schrieb psycCGN:

Was spricht denn dagegen, die Kommilitonin jetzt schon jedes WE einzuladen?

Dazu muss ich erwähnen, dass sie in etwa dieselben familiären Umstände wie Userin @paulakenhat (ich weiß nicht wieso, in letzter Zeit erwischt es mich immer bei dieser Sorte von Frauen, aber auch die verdienen Liebe🙃), somit ist sie zeitlich noch etwas unflexibler als ich. 35km sind keine Weltreise, aber wenn sich die Strecke in Kürze halbiert haben sollte, ist das auch von Vorteil (aber tatsächlich, wenn es um Fernbeziehungen gehen sollte, sagen wir +100km, dann bin ich da nicht der Richtige für).

 

 

Witzigerweise, wie es in euren Vorschlägen enthalten war, haben wir heute morgen ausgemacht, dass wir den kommenden Dienstagabend bei mir in der Nähe gemeinsam Essen gehen...

vor 14 Stunden schrieb Vica:

Die ungestellte Frage ist vielleicht auch: Möchtest du überhaupt eine tiefergehende Beziehung mit mehr Nähe oder lieber ungebunden sein. Es ist auch keine Schande, keine Beziehung mit Familienaufbau etc. zu wollen. (Für dich selbst zu klären)

vor 14 Stunden schrieb Vica:

Ansonsten finde ich, solltest du diese Fragen mit deiner Partnerin diskutieren, sie da ins Vertrauen nehmen, wie deine Zukunftsplanung aussieht und wie das mit ihren zusammenpasst, nicht hier im Forum. Ein Partner ist ja kein Projekt, mit dem "umgehen" muss und sich daher an Beziehungsgestaltungen anderer orientieren könnte. Ihr selbst müsst da zu einer Lösung kommen. 

 

...um nicht nur gemeinsam den Abend zu verbringen, sondern um uns auch Gedanken darüber zu machen, wie es mit uns weitergehen soll, ob da etwas Festes draus werden soll oder wir - bedingt durch die Umstände - als gute Freunde verbleiben sollen (oder etwas dazwischen - wer weiß), so oder so, der Funke ist auf beiden Seiten übergesprungen.

 

vor 15 Stunden schrieb Muddlehead:

Aber ich glaube der TE wollte jetzt nicht die Gestaltung einer Beziehung von uns diskutiert bekommen.

Ich nehme alles auf, was ich hier mitnehmen kann 😉, wobei ich hier natürlich schon mit dem Fokus auf Beruf + Studium schreibe (wo es auch einige Parameter zum rumschrauben gibt: Arbeitszeit reduzieren, weniger Module/CP im Semester, auf 100% Fernlehre umsteigen, um so keine Lebenszeit während Fahrten verschwenden zu müssen, evtl. später Studieren und einen Masterstudiengang wählen, worin die Berufserfahrung nach dem Bachelor mit einberechnet wird, statt berufsbegleitend zu studieren nach einem Trainee / Volontariat Ausschau zu halten -> learning by doing und die Abende und Wochenenden frei zu haben etc.) und ich glaube, da kann ich mir auch einiges durch den Kopf gehen lassen. Was ich mir aktuell vorstellen kann sind 30 Std + Fernstudium, kann ich ja am Dienstag ansprechen und schauen, ob ich da Zuspruch für bekomme.

 

Am 16.10.2021 um 20:53 schrieb paulaken:

Aber auch hier gilt, ohne das Studium hätte es einen anderen Punkt der Reibung gegeben, sei es, dass ich größer war als er, sei es, dass ich besser kochen oder Auto fahren kann. Irgendwas gibt es da immer.

Zum Glück bin ich ja von sowas befreit. Ich stehe zwar finanziell besser dar (was aber vor allem bedingt durch die Umstände -> meiner Kinderlosigkeit) ist, würde sie aber mehr Taler verdienen, wäre ich der Erste, der sich mitfreuen würde^^ (und ich bin froh, dass sie nicht so grottenschlecht Gangschaltung fährt wie ich😉). Vielleicht geht es einigen darum, in der Beziehung das stärkere Glied zu sein, um den Partner von sich selbst abhängiger zu machen...

 

Am 16.10.2021 um 20:28 schrieb Herbstkind:

In meiner / unserer "Langzeitbeziehung" leben wir danach, dass neben dem Leben miteinander wir beide jeweils auch wir selber mit den eigenen (vielleicht auch manchmal egoistischen) Wünschen und Bedürfnissen sein dürfen und auch sollen. Anders könnte ich eine Partnerschaft auch nicht leben. Auch ohne mein Fernstudium, einem zuvor recht intensiven Zertifikatskurs in Präsenz und meiner Stelle in Leitungsfunktion war und ist es mir wichtig, Zeit und Raum ganz für mich selbst zu haben. Das passt sehr gut zu den Bedürfnissen meines Partners, der sich stundenlang mit Dingen beschäftigt, die mich eher weniger interessieren.

Danke für dein Einblick Herbstkind, da merkt man, wie viel Kommunikation und die Rücksicht aufeinander ausmacht. Meinen Rückzugsort sehe ich in meinen eigenen vier Wänden. Aktuell kann ich mir auch kein gemeinsames Wohnen vorstellen, was aber vor allem bedingt durch die obig genannten Umstände liegt, auf die ich keinen Einfluss habe/hatte.

 

Wenn es euch interessiert, kann ich euch auf dem Laufenden halten, wie es sich nach dem Treffen ergeben hat (ist nicht ein Tag später Communitytreffen? Sollte ichs zeitlich schaffen, können wir dort darüber quatschen, ist vielleicht klüger als in einem öffentlich einsehbarem Internetforum^^)

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