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Betreuungsschlüssel


KanzlerCoaching
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Wie genau wird Betreuung definiert? 

Ist damit das betreuen der Abschlussarbeiten gemeint? 

Weil ansonsten arbeiten Studierende ja auch an Präsenzhochschulen eigenständig. Sie gehen in Vorlesungen (oder auch nicht) und besuchen Übungen, die meistens rar sind (natürlich Unterschiede pro Studiengang und Hochschule).

Ich glaube auch dass manche Personaler ein falsches Bild von Präsenzlehre haben. Dass man dort viel Interaktion hat oder Diskussionen führt, entspricht meiner Meinung nach nicht der Realität. Meistens sind es (völlig) überfüllte Hörsäle und auch leider überlaufenen Seminare/Übungen/Tutorien.

Wenn ich sehe dass die LMU in diesem oder anderen Rankings auf Platz 1 steht, denke ich, bezieht sich das eher auf die Forschung.

Die meisten Studiengänge sind ein harter (Konkurrenz-)kampf mit nahezu eigenständigen Arbeiten und Lernen. Bei den Studiengängen BWL und Jura sind es zwischen 800-1000 Personen pro Vorlesungen und 200 pro Seminar oder Übung.  Klar profitieren leistungsstarke Studierende von der Reputation der Universität im Bezug auf Praktika. Wenn man dort BWL studiert, ist es sicher realistischer zu Roland Berger oder McKinsey zu kommen als das an der SRH Fernhochschule der Fall ist.

(Ist wahrscheinlich etwas Off-Topic zu den eigentlichen Überlegungen von Frau Kanzler aber sind allgemeine Gedanken, da ich die LMU gut kenne)

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vor 16 Minuten schrieb KanzlerCoaching:

Wenn das so wäre, könnte man Studieninteressierten ein paar renommierte Fachbücher in die Hand drücken und dann, wenn sie die durchgearbeitet haben, mit ein paar Klausuren das Wissen abprüfen.

 

Ein Großteil meines bisherigen Studentenlebens ist im Prinzip genauso abgelaufen (überwiegend mit Studienbriefen, aber teilweise auch tatsächlich nur mit einem Verweis auf bestimmte Buchkapitel). Das heißt natürlich nicht, dass es nicht auch anders/besser geht. Für mich ist das halt der Normalzustand, und da ich keine Präsenzerfahrung und damit keinen Vergleich habe, habe ich auch nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt.

 

Bearbeitet von Alanna
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vor 3 Minuten schrieb KanzlerCoaching:

Na ja, der Kursbetreuer ist ja nicht die Person, die für die inhaltliche Ausgestaltung des Studienfaches grade steht.

Bei der iu sind die Skriptautoren externe Personen. Anteilig sind dies der/die KursbetreuerIn oder der/die Modulverantwortliche.

Da der Autor der Skripte jedoch nicht genannt wird, ist dies nicht offensichtlich, und wird nur dann offenbar, wenn der Autor sich zu erkennen gibt. Generell sollte man jedoch davon ausgehen können, dass die betreuende Person in der Lage ist, die Inhalte des Skriptes zu beurteilen. Wobei es auch hier Unterschiede gibt, was die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Lehrmaterial gibt. Oftmals scheint die Kenntnis des Skripts bei den Studierenden höher zu sein als bei den BetreuerInnen. Ich führe dies darauf zurück, dass diese aufgrund des größeren Wissens weniger auf das Skript zurückgreifen müssen.

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An der AKAD ist das stark Modulabhängig, wie viele Studenten sich einen Dozenten/Lehrbeauftragten teilen. Leider kann man nicht herausfinden, in wie vielen Modulen ein Dozent involviert ist. 

 

Aktuell sind z.B. in den folgende Modulen X Studenten angemeldet. Angemeldet bedeutet, dass man das Modul freigeschaltet hat und dies bleibt bis zum Abschluss des Moduls so. Es können maximal 5 Module gleichzeitig aktiviert werden. 

 

Buchführung >100

Statistik >100

Grundlagen des Marketingmanagements >200

Grundlagen des Vertragsrechts >50

Grundlagen des Produktions- und Materialmanagements >100

Grundlagen des Personalmanagements >150

 

Dies sind aber recht allgemeine Fächer. Ich würde auch vermuten, dass man hier keine Studenten aus dem Bereich Technik oder Informatik finden würde. Ich vermute das wird getrennt.

 

Jetzt zu den Studiengang spezifischen Modulen

Besteuerung von Kapital- und Personengesellschaften <5

Internes Kontrollsystem und Risikomanagement <5

Internationale Rechnungslegung <5

 

Je spezieller die Module sind, desto kleiner ist der Betreuungsschlüssel. @brotzeit Wird bei dir sicherlich ähnlich aussehen.

 

 

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vor einer Stunde schrieb Alanna:

An der SRH nicht, zumindest nicht durchgängig.

Ich kann jetzt auch nicht für alle Module sprechen. Aber es gibt für viele Module in meinem Studiengang Sprechstunden, die man tatsächlich vorher buchen muss (so wie die Teilnahme an Online-Vorlesungen oder Seminaren). Dabei schickt man dem Dozenten / Modulbetreuer vorher seine Fragen per E-Mail, erscheint zur vereinbarten Zeit und erhält dann die Antwort auf die Frage. Meist sind noch andere Studierende anwesend, die ebenfalls Fragen per E-Mail gestellt und sich angemeldet haben. Allerdings wird die Sprechstunde nicht automatisch beendet, wenn die per E-Mail gestellten Fragen beantwortet sind, sondern man erhält dann - bei aufkommenden weiteren Fragen - auch die Gelegenheit, diese zu stellen.

 

Darüber hinaus habe ich die Erfahrung gemacht, dass man Dozenten und Modulbetreuer auch ganz unbürokratisch per E-Mail um ein Telefonat bitten kann, um wichtige Fragen zu klären. Das habe ich schon zwei oder drei Mal in Anspruch genommen, war absolut problemlos.

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vor 2 Stunden schrieb KanzlerCoaching:

Grade für Fernstudenten wäre der Betreuungsschlüssel, wäre er bekannt, ein wesentliches Entscheidungskriterium für oder gegen eine Hochschule, nicht wahr?

Würde ich so pauschal jetzt nicht sagen - ich denke da gibt es wesentlich wichtigere Kriterien, angefangen beim Preis bis zur Akkreditierung (oder auch Seriösität) bis hin zu "bringt mit der Studiengang überhaupt was?".

 

Ein "Betreuungsschlüssel" klingt für einen Fernstudienanfänger wahrscheinlich auch erstmal auch ein bisschen abstrakt denke ich. Es wäre aber interessant wie da die Meinung ist von Beteiligten, ob das Betreuungangebot in Sachen Fernstudium verbesserungswürdig ist. Ein Fernstudium wird von aussen wohl auch oft mit einer "One-Man/Women-Heldentat" verglichen bei der man komplett auf sich alleine gestellt ist.

Bearbeitet von TheHumanHunter
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vor 31 Minuten schrieb ExReWe87:

Je spezieller die Module sind, desto kleiner ist der Betreuungsschlüssel. @brotzeit Wird bei dir sicherlich ähnlich aussehen

Ganz genau. In den Modulen des zweiten/dritten Semesters waren das vielleicht im Durchschnitt 50 Studierende pro Modul. Mein aktuelles haben 15 Personen aktiviert, was aber nicht heisst dass sie es gerade wirklich bearbeiten.

 

Sprechstunden gibt es bei meinen Dozenten, ist aber unnötig weil man sie direkt anschreiben kann, teilweise auch per WA.

 

Ich hatte bis jetzt gefühlt 5 Dozenten in 15 Modulen. Die Meisten betreuen mehrere Module gleichzeitig und sind noch an anderen Hochschulen. Die Reaktionsgeschwindigkeit schwankt deshalb auch sehr. Wie vor mir bereits erwähnt, kennen einige von ihnen die Heftinhalte nicht.

 

Es könnten, wenn es nach mir geht, deutlich mehr Betreuer sein.

Bearbeitet von brotzeit
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Was ich mir schon öfter gedacht habe, es wäre toll wenn in manchen Modulen Studierende aus höheren Semestern als Tutoren agieren würden. Die wissen ja in der Regel worauf es ankommt und könnten auch gleich bei der Prüfungsvorbereitung unterstützen.

Ich meine offiziell und nicht gratis. Auch nicht verpflichtend für jedes Modul, sondern nur dann wenn es sich ergibt.

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vor 2 Stunden schrieb KanzlerCoaching:

Na ja, der Kursbetreuer ist ja nicht die Person, die für die inhaltliche Ausgestaltung des Studienfaches grade steht. [...]

An der Uni steht ja ein Fach in engem Zusammenhang mit dem dafür zuständigen Prof.

In einigen Modulen war es schon ein Prof., der die tutorielle Betreuung übernommen hat. Oder die Professoren waren die Autoren des Studienbriefes.

 

Mal zum Vergleich: Als ich 1993 angefangen habe, an einer Präsenzuni zu studieren, habe ich die Lehre leider nicht so positiv erlebt. Die Professoren haben ihre Vorlesungen natürlich selbst gehalten, aber besonders interaktiv war das nicht. Dafür waren die Hörsäle zu überlaufen. In manchen Vorlesungen konnte man froh sein, wenn man einen Platz im Hörsaal bekam und das ganze nicht an einem Bildschirm im Gang verfolgen musste. Auch Seminare und Übungen  waren völlig überlaufen, wenn man denn das Glück hatte, überhaupt einen Platz zu bekommen. In einem Pflichtseminar hieß es im ersten Semester "Erstis raus". Im zweiten Semester musste man auch gehen. Ab dem dritten Semester durften wir dann unsere Studierendenausweise in einen Hut werfen, um an einer Verlosung um die Plätze teilzunehmen. Um eine Hausarbeit schreiben zu dürfen, musste man in die Sprechstunde vom Prof. kommen. Da durfte man Woche für Woche im Gang sitzen und unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen, weil man nicht dran kam; zu viele Leute.

 

Im Vergleich dazu empfand ich die Qualität der Lehre an meinen Fernhochschulen als paradiesisch.

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vor 3 Stunden schrieb KanzlerCoaching:

Ich glaube nicht, dass beim Ranking ausschließlich die Professoren in die Berechnung mit eingeflossen sind.

Ihr Glaube täuscht sie hier.

 

vor 3 Stunden schrieb KanzlerCoaching:

Müsste man aber nachprüfen.

Sollte man 🙃

 

Back on Topic:

An Universitäten(*) lagen die Studierenden pro Betreuer im Jahr 2019 zwischen 12,5 (Thüringen) und 23,9 (NRW), Durchschnitt 15.

An Fachhochschulen(*) lagen die Studierenden pro Betreuer im Jahr 2019 zwischen 17,9 (BW) und 54 (Thüringen), Durchschnitt 38.
(*) ohne Humanmedizin

 

Das sollte helfen die Betreuerrelationen der einzelnen Universitäten und Hochschulen einschätzen zu können.

 

Würde ja die Statistiken posten, aber der Studierenden Account verbietet eine Weitergabe der Grafiken.

Ist aber auch nicht ganz so tragisch, die Informationen für die Bundesländer und die einzelnen Hochschulen sind gut auffindbar.

 

Aus Sicht des anfangs zitierten Posts ist noch anzumerken, dass die Betreuerrelation zu 4,5% in die Gesamtwertung einfließt, also nur einen kleinen Einfluss auf das Ranking hat. Warum dies im Artikel bei den einzelnen Hochschulen herausgestellt wird, dürfte weniger an der Relevanz, sondern eher an der Einfachheit des Vergleichs liegen.

Der stärkste Einzelfaktor für das Ranking ist die Anzahl der Zitationen auf von der Universität herausgebrachte Artikel (30%).

33% ergeben sich aus Umfragen zur Reputation der Lehre und Forschung der Hochschule.

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