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Wie wichtig ist eigentlich die Bezeichnung des (Master-)Studiengangs?


Tsamda
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Hallo zusammen, 

ich habe zuletzt aus eigenem Interesse sehr viel recherchiert und viele Masterstudiengänge verglichen, mir ist dann folgendes aufgefallen:  
Ich habe zwei Studiengänge an der SRH verglichen: M.Sc Digital Marketing und M.Sc Management. 
Nun ist es so, dass im Studiengang M.Sc Management fast alle Module aus dem M.Sc Digital Marketing gewählt werden können. Nur vier Module wären dann bei beiden Studiengängen unterschiedlich (soweit ich das richtig in Erinnerung habe). 
Das liegt daran, dass die SRH den M.Sc Management sehr flexibel aufgebaut hat und man sich quasi alles selber nach eigenem Interesse zusammenstellen kann. Die beschriebene Übereinstimmung zwischen M.Sc. Management und M.Sc Digital Marketing lässt sich auch zwischen M.Sc Management und weiteren Masterstudiengängen erzeugen. 

Mich hat das erst mal begeistert, weil man sich so natürlich ein "perfektes" Masterstudium zusammenstellen kann. 
Dabei ist mir dann aber auch die o. g. Frage in den Sinn gekommen. Wie wichtig ist eigentlich die Bezeichnung des Studiengangs für spätere Jobchance etc.? 
Bei einem Studiengang "Management" würde man ja nicht zuerst an digitales Marketing denken, auch wenn die Inhalte fast gleich sind. Zumal ein Studiengang "Management" natürliche prinzipiell alles bedeuten kann und sich in einer Personalabteilung wahrscheinlich niemand die Mühe macht direkt 1:1 die belegten Module nachzuprüfen.

 

Mir ist auch bewusst, dass Jobchancen von Berufserfahrung abhängen und ich möchte diese Frage auch nicht speziell auf die SRH beziehen. Dieses Beispiel war der Auslöser für meine Überlegungen. Daher ist da ganze eher als grundsätzliche Frage zu verstehen, wie wichtig die Aussagekraft einer Studiengangsbezeichnung heutzutage ist. Das lässt sich natürlich auch andersherum betrachten, wenn man einen Studiengang studiert und die Bezeichnung niemandem etwas sagt. 

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Ich würde bei der heutigen Flut an Studiengängen immer stichpunktartig die Studienschwerpunkte in den Lebenslauf mit aufnehmen. Die Bezeichnungen der Studiengänge sind teilweise derart schwurbelig und sprachlich aufgehübscht, dass sich kaum mehr jemand etwas Konkretes darunter vorstellen kann. Und vor allem nicht weiß, welche konkreten Kenntnisse er vom Absolventen erwarten kann.

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Auf Dein Beispiel bezogen: Mit einem Abschluss in Digital Marketing wird es schwieriger, sich außerhalb des Marketingbereichs zu bewerben. Mit einem Management-Studiengang bist Du breiter aufgestellt, es ist aber ggf. erläuterungsbedürftig, wenn Du Dich darin auf Marketing spezialisiert hast und auf solche Stellen bewerben möchtest, aber das lässt sich ja im Lebenslauf mit angeben, wie @KanzlerCoaching es schon geschildert hast.

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Ich meine, dass die neue Vielfalt der Bezeichnungen in erster Linie mit dem Wunsch vieler Hochschulen zu tun hat, mit ihrem Studienangebot wahrgenommen zu werden. Gerade in Bachelorstudiengängen machen notwendige Grundlagenfächer den größten Teil des Curriculums aus, so dass da noch gar nicht so viel Spezialisierung stattfinden kann, wie mancher Titel erwarten lässt. Im Master kann das schon anders aussehen, aber auch da gibt es zum Teil sehr unterschiedliche Bezeichnungen für recht ähnliche Modulkombinationen.

 

Ich würde allgemein dazu raten, mir weniger über den Titel Gedanken zu machen als über die angebotenen Module und Inhalte. Was will ich hinter können und machen? Oder wenigstens, was interessiert mich brennend?

 

Bei der Vielzahl an neuen Titeln und Bezeichnungen halte ich es für relativ normal, dass man kurz erklären muss, womit man sich de facto beschäftigt hat. Das war übrigens eine gängige Frage in meinen Bewerbungsgesprächen: Worüber haben Sie ihre Bachelorarbeit geschrieben und warum? Warum diese und nicht jene Bindestrich-Informatik, hat mich keiner gefragt.

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Ja, verstehe, das sind alles einleuchtende Hinweise. Dass man mit einem spezifischen Master, in dem schon das Wort "Marketing" vorkommt, ziemlich festgelegt ist, sehe ich auch. Ich dachte allerdings, dass das auch ebenso ein Vorteil sein könnte, gerade im Bereich BWL. Man hebt sich natürlich mit einem so offensichtlichen Schwerpunkt etwas ab.
 

Mir fehlt einfach zu diesem Zeitpunkt die Erfahrung, um diese Situation voll durchschauen zu können 😅

Meine Befürchtung ist zudem bei einem frei wählbaren Modulkatalog, wie es bei M.Sc Management der Fall wäre, dass am Ende kein klares Profil bei rauskommt, was sich einfach erklären lässt.

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Am 6.11.2021 um 15:16 schrieb Tsamda:

Dabei ist mir dann aber auch die o. g. Frage in den Sinn gekommen. Wie wichtig ist eigentlich die Bezeichnung des Studiengangs für spätere Jobchance etc.? 
Bei einem Studiengang "Management" würde man ja nicht zuerst an digitales Marketing denken, auch wenn die Inhalte fast gleich sind. Zumal ein Studiengang "Management" natürliche prinzipiell alles bedeuten kann und sich in einer Personalabteilung wahrscheinlich niemand die Mühe macht direkt 1:1 die belegten Module nachzuprüfen.

 

Das ist eine sehr wichtige Frage. In Konzernen wirst Du ohne die passenden Stichpunkte gleich ausgesiebt. Dahingehend klingt der Mangement Studiengang interessanter. Da kann man ja noch soetwas wie Spezialisierung "Digitales Marketing" o. ä. einfach hinzufügen.

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