Zum Inhalt springen

Lohnt sich „Angewandte Psychologie“ - Fernstudium?


sarah_am
 Teilen

Empfohlene Beiträge

Hey Leute,

 

Mein Traum war es eigentlich schon immer Psychotherapeutin zu werden. Doch dank dee Gesetzesreform kann man mit einem 2-er Abischnitt nur an ausgewählten Privatunis studieren, wo es für mich finanziell kaum möglich ist (700€ monatliche Gebühren). 

 

Deswegen habe ich mir gedacht Angewandte Psychologie als Alternative zu studieren. In diesem Fall würde für mich aber nur der soziale Arbeitssektor in Frage kommen. Und oft ist es doch dann so, dass man solche Stellen auch als Sozialarbeiter kriegen kann.. Denkt ihr es lohnt sich trotzdem? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? 

 

Ich habe auch darüber nachgedacht Soziale Arbeit zu studieren, aber mich interessiert Psychologie einfach viiiel mehr! 

 

Ich will einfach keine falsche Entscheidung treffen. Bin auch auf die Idee gekommen erstmal kaufmännische Ausbildung zu machen nur um Geld zu sammeln und etwas in der Hand zu haben, um danach dann doch das teure Psychotherapie Studium machen zu können und damit mein Traum zu verwirklichen. Was hält ihr von dieser Idee? Denkt ihr es ist realistisch? Somit hätte ich auch schonmal eine Absicherung, da das Studium nunmal schwer ist und ich Versagensängste hab.. Gleichzeitig denke ich mir, dass die Ausbildung  dann Zeitverschwendung wäre (da es zusätzlich mich auch nicht erfüllt und nicht viel Spaß machen würde) 

 

Sorry für den langen Text. Bin einfach verzweifelt und gedanklich hin und her gerissen 🥲🥲

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Anzeige: (wird für registrierte Benutzer ausgeblendet)

Wie sieht es aus mit Fernuni Hagen Psychologie? Da zahlst du normale Gebühren und es gibt keinen NC?

 

Es gibt Berichte, dass es manche durch ein Wechsel in höheren Semester an die Präsenzuni geschafft haben. Die klinischen Module wurden nachgeholt.

Bearbeitet von Pandamond
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Da fehlen aber die klinischen Module, deswegen berechtigt es mich nicht Psychotherapeutin zu werden 😕 Deswegen frage ich mich dann wieder ob sich das Studium lohnt, da man im sozialen Sektor sonst nicht viel machen kann. Bzw für das meiste auch Soziale Arbeit- Studium ausreicht.

 

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Wenn man das Ziel der Psychotherapie hat, ist die FUH seit der Reform nicht die richtige Hochschule für einen.

vor 12 Minuten schrieb sarah_am:

 

Deswegen habe ich mir gedacht Angewandte Psychologie als Alternative zu studieren. In diesem Fall würde für mich aber nur der soziale Arbeitssektor in Frage kommen. Und oft ist es doch dann so, dass man solche Stellen auch als Sozialarbeiter kriegen kann.. Denkt ihr es lohnt sich trotzdem? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? 

Angewandte Psychologie und Soziale Arbeit sind (im beruflichen Kontext jedenfalls) 2 Paar Schuhe. Sozialarbeiter sind pädagogische Fachkräfte mit einer akademischen Ausbildung. Ohne dein Bundesland zu kennen, lehne ich mich weit aus dem Fenster und behaupte, dass der BA angewandte Psychologie dies nicht erfüllt, sprich du kannst nicht in den Betreuungsschlüssel mit einberechnet werden. Sollte sich jmd. mit solch einem Studium bei mir bewerben, kann ich ihn nur einstellen, wenn er sich dazu bereit erklärt, sich nebenbei nachqualifizieren zu lassen.

 

Wenn dich Psychotherapie interessiert (das geht neuerdings nicht mehr mit sozialer Arbeit), kannst du vielleicht angenommen werden, indem du Wartesemester sammelst und in der Zeit ein Ehrenamt erledigst (am besten in deiner gewünschten Fachrichtung). Je nach dem, kannst du dir dies auf deinen Schnitt anrechnen lassen und für einige Studiengänge ist ein Vorpraktikum sowieso nötig, das hast du damit auch erledigt. Und sollte die zwischenmenschliche Arbeit doch nicht das Richtige für dich sein, hast du es dann jedenfalls im Freiwilligendienst gemerkt und nicht erst im / nach dem Studium.

 

vor 20 Minuten schrieb sarah_am:

Gleichzeitig denke ich mir, dass die Ausbildung  dann Zeitverschwendung wäre (da es zusätzlich mich auch nicht erfüllt und nicht viel Spaß machen würde) 

Sehe ich genauso.

 

Mit Sozialer Arbeit wirst du zwar nicht (mehr) Psychotherapeutin, allerdings kannst du systemische Therapeutin werden. Dies geht übrigens mit ähnlichen Disziplinen wie der Heilpädagogik, Heilerziehungspflege und Kindheitspädagogik genauso (und selbst, wenn man es nicht mehr möchte - man ist immer noch pädagogische Fachkraft und wird erstmal immer Arbeit finden).

 

Ich bleibe dabei und empfehle dir einen Freiwilligendienst, in der Zeit kannst du auch in Ruhe nochmal schauen und musst dich nicht stressen lassen.

 

Bei Fragen zum Studium oder Berufsalltag eines Sozialarbeiters, lass es mich wissen. LG👍

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Das ist jetzt wirklich nur meine ganz persönliche Meinung:

 

Eine Ausbildung halte ich grundsätzlich für eine gute Grundlage. Damit hast du einen Abschluss, kannst erste Erfahrungen mit dem Berufsleben vorweisen und könntest sogar überlegen, danach in Teilzeit weiterzuarbeiten und dir so das Studium zu finanzieren. Und falls das mit dem Studium dann doch nicht so läuft, wie du hoffst, kannst du immer darauf zurückgreifen.

 

Wenn dich der kaufmännische Bereich gar nicht interessiert - vielleicht gibt es auch Ausbildungsberufe, an denen du mehr Spaß hättest?

 

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Das stimmt, aber dann würde ich lieber etwas Fachnahes suchen.

Bspw. (den Tipp hab ich hier schon so oft erwähnt, man könnte meinen die FHM würde mich dafür bezahlen - sollten die mal endlich machen😋) kannst du dir ein eigenes duales Studium zusammenwürfeln. Du beginnst eine schulische Ausbildung als Erzieherin. Nach 2 Jahren, wenn dein Anerkennungsjahr beginnt, kannst du an der FHM ein verkürztes Fernstudium zur Sozialpädagogin beginnen. Somit bist du in 3 Jahren Erzieherin und in 4 Jahren Sozialpädagogin.

Hätte ich diese Gelegenheit, dann hätte ich mich dafür entschieden.

 

vor 51 Minuten schrieb sarah_am:

Sorry für den langen Text. Bin einfach verzweifelt und gedanklich hin und her gerissen 🥲🥲

Und ganz ehrlich, solche Gesinnungsaufsätze sind mir lieber als ein "Bruder was kann man Fernstudium??" Nur solltest du dich deswegen nicht irre machen (lassen), ist nie ein guter Ratgeber. LG

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Eine Möglichkeit wäre auch, am STAV-Psych teilzunehmen und so zu versuchen, dein „schlechtes“ Abi auszugleichen und deine Chancen zu erhöhen, an einer Uni genommen zu werden. Ein freiwilliger Dienst ist teilweise auch gern gesehen. 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Damit sich das Studium lohnt, müsstest du wissen, was du danach damit anfangen möchtest und kannst.

 

Wenn es für dich machbar ist, würde ich dir auch eher zu einem Freiwilligendienst oder einer Ausbildung raten, damit sammelst du Wartesemester und hast eher die Chance, einen Studienplatz an einer Präsenzuni zu bekommen. Aber eben mit Verzögerung.

 

Wenn du nicht warten willst, würde ich mich aber gut informieren, was du mit dem Abschluss Angewandte Psychologie tatsächlich an Jobs machen kannst und ob sich das mit deinen Vorstellungen deckt.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Morgen,

ich würde generell empfehlen, so einen Ausbildungs-/Studienweg nicht zu sehr auf Ängsten und Befürchtungen aufzubauen. Stattdessen die Versagensängste eher mal versuchen, anzugehen, z.B. mit Hilfe eines Coaches. 

Wenn es Psychotherapie sein soll - sprich, der klinische Bereich - dann würde ich auch eine klinische Ausbildung machen, die dir später hilft. z.B. im Bereich der Pflege. Es gibt nichts Besseres als den gesamten Ablauf dort besser kennenzulernen, und man hat ein breites Basiswissen im Bereich Medikation, Stationsarbeit, Patientkollektive. Weiterhin gewöhnt man sich so an die mitunter harten Arbeitszeiten. 
Viele von uns, die nicht über den normalen Uni-Weg reinkamen, sind examinierte Kranken- und Gesundheitspfleger. 

Kaufmännische Tätigkeiten sind  halt sehr fachfremd zu Psychologie, und ich nehme an, dass da gerade während der Ausbildungszeit nicht viel bleibt, um Geld zurückzulegen. Die Approbationsausbildung für VT kostet nach dem alten System um den Dreh herum 20.000€,  Einnahmen hast du in der Zeit jedoch so um die 24.000€  (bei TP wesentlich teurer, da länger, aber die Einnahmenverhältnisse sind ähnlich) - denn gleichzeitig bist du ja in der Klinik angestellt + hast eine Ambulanzzeit, in der du verdienst.  Sehr viele Kollegen sind nach TVöD angestellt, d.h. die Ausbildung wird auf diesem Weg finanziert. Außerdem übernehmen manchmal Kliniken die Ausbildungskosten bzw. beteiligen sich daran. Man kann da nicht genau wissen, wie der Finanzweg kommt, aber der trägt sich aus den Einnahmen selbst.
Hier eine ungefähre Kostenaufstellen für VT von der Uni Münster + IPP Stand Januar 2022 (nach altem Ausbildungssystem).


Wie das bei der neuen Direktausbildung ist, von der du dann betroffen bist, weiß ich nicht. Müsste man an der Uni erfragen. 

LG

Bearbeitet von Vica
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden
 Teilen



×
×
  • Neu erstellen...