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Doch lieber eine berufliche Weiterqualifizierung als den Bachelor?


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Es geht im Artikel um die Bologna-Reform und darum, ob sie dem Ansehen höherer berufsbezogener Qualifikation geschadet hat oder nicht. Die Untersuchung kommt zu folgenden Ergebnissen:

 

"Haben also alle gewonnen von dieser Reform? Halls Studie zeigt, dass das nicht der Fall ist. Der Vergleich der beiden Abschlusskohorten vor und nach Bologna verweise nämlich auf sinkende Bildungserträge der Akademiker, nicht der beruflich Ausgebildeten: Die spätere Kohorte erreiche seltener als die vor Bologna hoch qualifizierte Tätigkeiten. Damit haben sich auch die Lohnprämien gegenüber dual Ausgebildeten verringert, so Hall. Im Vergleich zu dual Ausgebildeten haben akademisch Qualifizierte der Abschlusskohorte 2006-2017 (also mehrheitlich Bachelor) eine geringere Chance auf eine hoch qualifizierte Tätigkeit als jene der Kohorte 1994-2005.

 

Bologna, könnte man aus diesen Ergebnissen schlussfolgern, hatte also zwei Gewinner und einen Verlierer. Gewonnen haben diejenigen, die mit einem Masterabschluss ihre privilegierte Position auf dem Arbeitsmarkt behaupten konnten. Gewonnen haben auch die solide höher Ausgebildeten des dualen Systems, die ihre Stellung auf dem Arbeitsmarkt nicht nur verteidigen konnten, sondern sie gegenüber den Verlierern der Reform sogar noch verbessern konnten."

 

Bologna-Reform: Verlierer ist nur der Bachelor-Abschluss (faz.net)

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Die ganze Formulierung ist natuerlich schon deswegen fragwuerdig, weil es den Bachelor vorher gar nicht gab, er also eigentlich nichts verlieren konnte. Umgekehrt zeigt sich, dass der Master genauso gut dasteht wie der (Uni-)Diplomer, wer also in der Vergangenheit ein (Uni-)Diplom gemacht haette, der kann einfach den Master machen (laut Artikel werden sehr pauschal alle Akademiker in einen Topf geworfen, genaues bezueglich Uni/FH kann man also nicht sagen). Und der Bachelor bietet eben auch manchem Moeglichkeiten, die so schlecht nicht sind, und die es vorher nicht gegeben hat.

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Haben Sie den ganzen Artikel gelesen oder nur den Teil, den ich zitiert habe?

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Aus der im Kommentar in der FAZ zitierten Studie:

 

Zitat

Einschränkend ist zu sagen, dass der Difference-in-Difference-Ansatz mit Querschnittsdaten und Interaktionseffekten auf Basis regressionsanalytischer Verfahren umgesetzt wurde. Es kann dabei nicht ausgeschlossen werden, dass andere Einflussfaktoren als der Bologna-Prozess, die die Bildungsgruppen unterschiedlich betreffen, für die aufgezeigten Muster verantwortlich sind.

 

Andere Einflussfaktoren gab und gibt es nun reichlich. Vor 20 Jahren hatten wir in Teilen Deutschlands eine offizielle Arbeitslosenquote von 25% oder höher. Heute tut man sich über alle Branchen hinweg extrem schwer, überhaupt jemanden dazu zu motivieren, sich auf eine ausgeschriebene (Ausbildungs-)Stelle zu bewerben – ganz gleich ob im Handwerk, in der Pflege oder der Verwaltung und völlig egal ob in Görlitz oder in Aachen.

 

Das allein sollte schon genügen, um wie auch immer qualifizierten Arbeitnehmern eine hervorragende Verhandlungsposition auch in Gehaltsfragen zu ermöglichen.

Bearbeitet von Explorer
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Die im Thread-Titel implizit gestellte Frage ist ja, ob es besser ist, eine Ausbildung zu machen als einen Bachelor-Abschluss. Aber genau das wird in dem Artikel nicht beantwortet, weil nur die Ausbildungskohorten untereinander und die Bachelor-Absolventen mit den Vor-Bologna-Akademikern (mit Diplom/Magister) verglichen werden.

Diese Kernaussage des Artikels, dass Bachelor-Absolventen schlechtere Chancen haben als Diplom-, Magister- und Masterabsolventen, finde ich nicht sehr überraschend. Sie sind ja auch schlechter ausgebildet.

Und ich stimme @stefhk3 zu, im Grunde ist die Formulierung eh wenig sinnvoll, weil es den Bachelor vorher nicht gab. Es scheint hier eher eine neue Kategorie von Absolventen entstanden zu sein, die mit den vorher bestehenden nicht deckungsgleich ist.

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