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Kann man mit Wirtschaftsinformatik in öffentliche Behörde (Verwaltung) einsteigen?


01-andreas
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Hallo,

 

ich arbeite in der Verwaltung im öffentlichen Dienst und frage mich, ob man im Bereich Verwaltung auch mit einem Abschluss von Wirtschaftsinformatik weiterkommt? Oder wären die Abschlüsse wie BWL oder Jura eher die richtigen Studiengänge, wenn man im öffentlichen Dienst in der Verwaltung arbeitet?

 

Verwaltungsinformatik gibt es ja sonst auch noch als Studiengang, aber nicht so häufig und als Fernstudium kaum zu finden.

Weiß jemand von euch was dazu, wie es als Wirtschaftsinformatiker ist mit Verwaltung in der Behörde?

 

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Einerseits liest man beinahe täglich, dass die öffentliche Verwaltung IT-Fachkräfte sucht und nicht bekommt. Das wird gerne damit begründet, dass die Gehälter im öffentlichen Dienst nicht mit denen der freien Wirtschaft mithalten können.

 

Ich arbeite nun in einer Region Deutschlands, wo die Löhne und Gehälter vergleichsweise niedrig sind. Hier erscheinen die Gehälter im öffentlichen Dienst zumindest für Berufseinsteiger in der IT gar nicht mal so schlecht. Vor allem, wenn man berücksichtigt, dass es da i.d.R. 30+2 Urlaubstage und Weihnachtsgeld gibt.

 

Wenn ich mich im Kollegenkreis umhöre, gibt es viele, die es mal eine Weile im öffentlichen Dienst versucht haben, aber relativ bald die Lust daran verloren haben. Die in der Wirtschaft höheren Gehälter werden in dem Zusammenhang zwar auch mal erwähnt, aber nicht an erster Stelle. Viele berichten, dass sie für sich als Informatiker in der Verwaltung keine richtigen Aufstiegschancen gesehen haben. Sie wurden als Techniker wahrgenommen. Für Führungspositionen empfahl man sich mit juristischen Kenntnissen. Ich war nicht lange genug im ÖD, um diese Einschätzung bestätigen zu können.

 

Als häufigster Grund für eine Kündigung wurde mir genannt, dass im ÖD alles quälend langsam voran ging. Und dass die Kollegen oft befürchtet haben, innerhalb weniger Jahre den Anschluss zu verlieren, weil sie mit veralteter Technologie arbeiten mussten, ohne realistische Aussicht auf Besserung. Das waren auch für mich die Gründe, warum ich es dort nicht lange ausgehalten habe.

 

Die mir bekannten IT-ler, die sich im ÖD eingerichtet haben, schätzen die vergleichsweise gute Work-Life-Balance, die viele Vorteile hat, wenn man eine Familie gründet.

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Hallo Andreas,

 

möchtest Du denn im Bereich der Wirtschaftsinformatik innerhalb des öffentlichen Dienstes arbeiten? Oder geht es Dir um den Aufstieg durch einen formalen Abschluss? Ein Studium neben dem Beruf ist sehr anstrengend, deshalb würde ich eine Fachrichtung wählen, die Dich interessiert.

 

Wenn Du im Bereich Digitalisierung arbeiten möchtest, hast Du meiner Meinung nach mit einem  Studienabschluss Wirtschaftsinformatik zusammen mit Deiner Berufserfahrung im öffentlichen Dienst ganz gute Chancen, denn die Verwaltungsprozesse sind ja auch noch voll in der Digitalisierung.

 

Viele Grüße,

Schwedi

 

 

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Hallo kurtchen,

danke für deinen Erfahrungsbericht.

 

Hallo Schwedi,

 

ja ich arbeite in der Verwaltung im öffentlichen Dienst auf einer E6 Stelle und habe Bürokaufmann gelernt. Ich möchte gerne die Möglichkeit haben, mit einem Abschluss aufsteigen zu können. So hat man hier z.B. mit einem Bachelor die Möglichkeit auf einer E11 Stelle zu landen. Das Studium wird sicherlich keine Sache sein, die man mal eben so nebenbei macht, allerdings kenne ich diese Belastung schon, da ich das Abitur 4 Jahre lang per Fernstudium neben dem Job gemacht habe. Das wäre sonst mein Plan, wieder neben dem Job etwas zu machen, damit ich nicht den Job aufgeben muss, wenn es mit dem Studium nicht klappen sollte.

 

Ich kann sonst noch sagen, dass wir hier gerade vieles auf E-Akte umstellen. Sowie es sich anhört, wären die Chancen als Wirtschaftsinformatiker vielleicht doch gut, wenn alles digitalisiert wird. Dass man mit BWL oder Jura hier auf jeden Fall gute Chancen hat, weiß ich. Wusste nur nicht, wie es wäre, wenn ich einen Abschluss in Wirtschaftsinformatik hätte. Möchte ja wenn mehrere Möglichkeiten offen haben und z.B. in der Behörde aufsteigen oder auch die Arbeitsstelle wechseln können. Möchte ja allgemein nicht eingeschränkt sein oder am Ende die lange Studienzeit bereuen.

Bearbeitet von 01-andreas
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vor 6 Minuten schrieb 01-andreas:

Hallo kurtchen,

danke für deinen Erfahrungsbericht.

 

Hallo Schwedi,

 

ja ich arbeite in der Verwaltung im öffentlichen Dienst auf einer E6 Stelle und habe Bürokaufmann gelernt. Ich möchte gerne die Möglichkeit haben, mit einem Abschluss aufsteigen zu können. So hat man hier z.B. mit einem Bachelor die Möglichkeit auf einer E11 Stelle zu landen. Das Studium wird sicherlich keine Sache sein, die man mal eben so nebenbei macht, allerdings kenne ich diese Belastung schon, da ich das Abitur 4 Jahre lang per Fernstudium neben dem Job gemacht habe. Das wäre sonst mein Plan, wieder neben dem Job etwas zu machen, damit ich nicht den Job aufgeben muss, wenn es mit dem Studium nicht klappen sollte.

 

Ich kann sonst noch sagen, dass wir hier gerade vieles auf E-Akte umstellen. Sowie es sich anhört, wären die Chancen als Wirtschaftsinformatiker vielleicht doch gut, wenn alles digitalisiert wird. Dass man mit BWL oder Jura hier auf jeden Fall gute Chancen hat, weiß ich. Wusste nur nicht, wie es wäre, wenn ich einen Abschluss in Wirtschaftsinformatik hätte. Möchte ja wenn mehrere Möglichkeiten offen haben und z.B. in der Behörde aufsteigen oder auch die Arbeitsstelle wechseln können. Möchte ja allgemein nicht eingeschränkt sein oder am Ende die lange Studienzeit bereuen.

 

Klar kann man nach einem Wirtschaftsinformatik Studium im öffentlichen Dienst einsteigen. Die Frage ist eher, ob es in deinem Ort die passenden Stellen existieren und wenn nicht, ob du bereit bist, bundesweit umzuziehen. 

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Wenn Dein Ziel ist, im ÖD zu bleiben und mit einem Bachelor Wirtschaftsinformatik von E6 auf E11 aufzusteigen, dann erscheint mir das realistisch. Freilich mit der von @Juggler95 formulierten Einschränkung, dass es vor Ort eine passende Stelle geben muss. Kommt also darauf an, ob Du irgendwo "draußen" oder in einer Großstadt mit entsprechenden Behörden lebst. (In meiner Stadt, ca. 200.000 Einwohner, sehe ich immer wieder mal entsprechende Stellenausschreibungen.)

Bearbeitet von kurtchen
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Bei mir geht es um den Ort Kiel und da sehe ich immer wieder welche Stellenausschreibungen mit Wirtschaftsinformatik oder Informatik allgemein. Dann werde ich schauen, ob bei mir in der Behörde am Ende was gehen würde, denn sie wollen mich ja beruflich unterstützen. Muss mich nur noch für das richtige Studienangebot entscheiden. Danke euch!

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Dann wäre vielleicht das Angebot von oncampus interessant. Die bieten ein Fernstudium B.Sc. Wirtschaftsinformatik mit Präsenzwochenenden an verschiedenen staatlichen FH. Unter anderem auch an der FH Kiel. Hinsichtlich der Zeiteinteilung ist man nicht so flexibel wie an privaten FHs. Dafür sind die Studiengebühren im Vergleich sehr erschwinglich. Ich fand deren Konzept damals recht attraktiv. Kam für mich nicht in Frage, weil ich da noch in Bayern gelebt habe und mir die Anfahrt zu Präsenzen im hohen Norden zu aufwendig geworden wäre. Sonst hätte ich wahrscheinlich zugegriffen.

 

 

Oncampus bietet übrigens am Standort Lübeck in ähnlichem Format auch IT-Sicherheit an. Ich könnte mir vorstellen, dass das in der näheren Zukunft in Behörden sehr gefragt sein wird. Und dass man damit in durchaus spannende Aufgabengebiete reinkommen kann.

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Ja das Angebot kenne ich. Da überlege ich zurzeit immer noch, welches Angebot ich eher annehmen sollte.

Medieninformatik oder IT-Sicherheit in Lübeck oder Wirtschaftsinformatik direkt vor Ort in Kiel oder doch eher private Fachhochschule z.B. in Hamburg, damit man deutlich flexibler ist und monatlich Prüfungen schreiben kann oder auch keine Einschreibefristen hat. Schwierig noch alles.

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Total spannende Thematik, die sich hier verfolgen lässt. Du sagst, dass Wirtschaft und Jura für die Behörden gefragt seien. Ich habe aktuell meinen Bachelor im Wirtschaftsrecht erworben und stehe aktuell vor der Entscheidung, welchen Master on top zu legen. Dass es ein Master für mich werden soll, ist klar. Nur die Richtung erscheint mir elementar als richtungsweisende Schranke für die Zukunft. Darum nehme ich auch dieses Thema auf: Mehr und mehr wird von Digitalisierung in den Jobanzeigen geschrieben. Ich für meinen Teil wäre auch gerne Teil einer Behörde, darum setze ich mich auch explizit mit dieser Thematik auseinander. Ich nehme den digitalen Wandel wahr so wie ihr und überlege deshalb auch, mich in die IT-Richtung zu spezialisieren. Nicht als jemand, der von allem ein bisschen kann, sondern um die Erwartungshaltung der kommenden Generation zu erfüllen. Um es zum Abschluss zu bringen, wer kennt interessante Master, die sich der IT-Thematik widmen und bestmöglich sinnig auf bwl/jura aufbauen und kann möglichst aus erster Hand berichten?

 

 

Beste Grüße,

Max.

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