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Verwirrung durch "Bachelor (professional)"


Lutzbutz
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vor einer Stunde hat Muddlehead geschrieben:

Raider heisst jetzt Twix, sonst ändert sich nix.

 

Na das freut die betroffenen Fachkräfte und der Rubel rollt dank Verwirrung/Entwirrung im Namenschaos automatisch. Jetzt hat es die Wirtschaft endlich verstanden.

Nein, Raider heißt jetzt AUCH Twix

 

Da sollte es auch keine Verwirrung geben. Ein Meisterbrief wird weiterhin deutlich gekennzeichnet. Es soll eine berechtigte Würdigung der Leistung der beruflichen Bildung im Gesamtkontext der hollistischen Wirtschaft sein (im Trend der Akademisierung). Ja, die einzelnen Kammern nutzen das auch für Ihr Marketing. Was ich auch nicht als weiter schlimm betrachte, da die berufliche Bildung nicht zwangsläufig  schlechtere Karrierechancen bietet was die vollen und lukrativen Auftragsbücher und der Mangel an Handwerker oftmals zeigen.

 

Ein Personaler der das nicht unterscheiden kann hat nach meiner persönlichen Meinung nach die falsche Tätigkeit oder ging einfach nicht mit der Zeit. Spätestens bei der Zeugnisübergabe MUSS es ja auffallen sogar wenn man keine Ahnung hat von der Materie hat. 

 

Eine korrekte Berufsbezeichnung/-Titelbezeichnung sollte im allgemeinen immer angewendet werden. 

 

 

 

 

Screenshot_20210310_085050.jpg

Bearbeitet von Thomas1993
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vor 24 Minuten hat SebastianL geschrieben:

Ich finde das total "piep"! Es blickt doch da keiner durch der sich nicht tief mit dem Thema beschäftigt. Meint ihr wirklich die HR-Abteilungen können noch differenzieren was der Unterschied zwischen Bachelor und Bachelor Professional ist?...

Ich bitte dich, ass ist ja so als ob du

  • mich fragen würdest, ob ich Scrum, PMP, IPMA oder Prince2 noch unterscheiden kann
  • einen Informatiker fragen würdest, ob er Win 7 noch von Win 10 unterscheiden kann
  • einen Entwickler fragen würdest, ob er C# noch von Python unterscheiden kann

Natürlich werden die das wissen und zu vermutlich über 90 % auch kennen und wissen. 

 

Die Frage ist nur, ob im Ausland das so bekannt ist, aber eigene Fachkräfte optimal zu vermarkten, halte ich für absolut gerechtfertigt, da unsere Meister und Betriebswirte auch wirklich Top ausgebildet sind!

 

Im Vergleich zu vielen anderen Nationen ;)

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@HeinerTown Das was Du beschreibst ist Theorie und Praxis. In der Theorie stimme ich Dir zu, in der Praxis können in Deinem Beispiel wenige den Unterschied zwischen PMP und IPMA unterscheiden. Beides Projektmanagement Zertifizierungen. Ich kenne sogar eine Person, die hat IPMA-D gemacht und ich fragte diese, ob er/sie die C-Zertifizierung irgendwann machen will und diese mich mit Kulleraugen angesehen hat und echt gefragt hat was das ist, er/sie ist ja schon IPMA Zertifiziert. Und so ist es auch mit den HR-Abteilungen. Nicht alle HR'ler machen das Vollzeit sich um genau das zu kümmern. Ich bin gerade zufällig für ein System zuständig, das die Zertifikate und Nachweise verwaltet. Das ist ein riesiges Thema und Du glaubst gar nicht, wieviele (Anzahl) und unterschiedliche, sowie vermeindlich gleiche es gibt. Ich rede da mit den HR'lern und die sagen, Anhand der schieren Menge kann das keiner mehr unterscheiden. Die Mitarbeiter erzählen ihnen hier alles von gleichwertig bis equivalent. Und das ist auch ein Randthema meiner Promotion, das ist definitiv ein Thema. Von dem her stimme ich Dir deiner Argumentation zu, in der Theorie ist das so, in der Praxis nicht.

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vor 31 Minuten hat SebastianL geschrieben:

Vielleicht bin ich hier auch ein "korinthenkacker" :-). Aber aus meiner Sicht, sind das die wenigsten! Die IHK möchte einfach verkaufen auf Kosten der Leute, die den schwierigeren Weg gegenangen sind. Das gleiche Spiel ist ja auch mit FH und Uni und Abgrenzung. Ich fand das früher gut mit dem "(FH)" hinter der Bezeichnung, was ja viele auch teilweise weggelassen haben.

 

Und bzgl. der Werbung von der IHK sieht man schon, dass selbst die das Professional weg lassen!

Auch hier möchte ich eine Lanze für unsere Meister brechen: 

 

Du bist vielleicht kein Korinthenkacker, definitv bist du sehr ungerecht und auch extrem unfair.

 

Unsere Meister haben in ihrem Berufsleben:

  • 3 Jahre eine Ausbildung unter schwierigsten Umständen gemacht, es sind oft kleine Betriebe und die Lehrlinge müssen manchmal auch einiges ertragen. Lehrjahre sind absolut keine Herrenjahre. Der Schulstoff ist vielleicht nicht hart, aber die Bedingungen und manchmal auch der Umgang!
  • 2-3 Jahre für die Meisterausbildung (die wenigsten schaffen es im Sprinter Modus), die du in der Abend und Samstag Schule neben dem Beruf ausüben musst. Das ist für dieses Klientel mit Sicherheit nicht viel leichter, als für mich oder dich einen akademischen Grad zu erlangen. 
  • 2-3 Jahre für den Betriebswirt, die du auch neben dem Beruf ausüben musst. Wir reden hier sehr oft von Menschen, die in der Schule wenig Motivation fanden und oft nach dem Haupt- bzw. Realschulabschluss den beruflichen Weg eingeschlagen sind. Den fällt es nicht in die Wiege und sie müssen wirklich hart ackern, um in diese Themen reinzukommen.

Um einen Master Professional zu erhalten, musst du also 7-10 Jahre deines Lebens mit einem Studium eines nicht akademischen Abschlusses verbringen. Das ist nicht der leichtere Weg, das finde ich schon arrogant, das ist ein anderer Weg.

 

Es gibt Länder, da studiert man 4 Semester an einer Universität und kann dann abgehen, um seinen Abschluss zu erhalten. Vergleichbar mit unserem Techniker. Sie haben dann keinen Bachelor, aber eine meisterähnliche Ausbildung, die sie hier natürlich auch mit ihrer Berufserfahrung anerkennen lassen möchten.

 

Ich sehe in der Bezeichnung natürlich auch einen Trick der Kammern, die sie für ihre Marketingzwecke sehr gut ausnutzen können, aber wirklich schlimm ist es jetzt auch nicht.

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vor 16 Stunden hat ExReWe87 geschrieben:

Sollte ich mir irgendwann nochmal einfallen lassen, eine weitere IHK Weiterbildung anzustreben, dann muss ich meinen Wohnsitz oder Arbeitgeber vorher wechseln. In Duisburg mache ich keinen Abschluss mehr. 

 

Nach dem Bilanzbuchhalter kommt jetzt noch das letzte Drittel meines Studiums dran, damit ich einen etwas breiter aufgestellten Abschluss habe. 

 

Das trifft eigentlich nur zu, wenn du nach der neuen Prüfungsordnung deine Prüfung abgelegt hast. Rückwirkend wird der Titel nicht vergeben und darf nicht geführt werden. Es zählt also das, was auf deinem Zeugnis drauf steht. Bei mir im deutschen "geprüfter Bilanzbuchhalter" oder im engl. "Bachelor Professional of Accounting"

Ich müsste nochmal nachsehen, habe 2013 meinen geprüften Wirtschaftsfachwirten IHK gemacht und ich meine mich zu erinnern, dass dort sowas wie Bachelor Professional steht ...

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vor 4 Minuten hat SebastianL geschrieben:

@HeinerTown Das was Du beschreibst ist Theorie und Praxis. In der Theorie stimme ich Dir zu, in der Praxis können in Deinem Beispiel wenige den Unterschied zwischen PMP und IPMA unterscheiden. Beides Projektmanagement Zertifizierungen. Ich kenne sogar eine Person, die hat IPMA-D gemacht und ich fragte diese, ob er/sie die C-Zertifizierung irgendwann machen will und diese mich mit Kulleraugen angesehen hat und echt gefragt hat was das ist, er/sie ist ja schon IPMA Zertifiziert. Und so ist es auch mit den HR-Abteilungen. Nicht alle HR'ler machen das Vollzeit sich um genau das zu kümmern. Ich bin gerade zufällig für ein System zuständig, das die Zertifikate und Nachweise verwaltet. Das ist ein riesiges Thema und Du glaubst gar nicht, wieviele (Anzahl) und unterschiedliche, sowie vermeindlich gleiche es gibt. Ich rede da mit den HR'lern und die sagen, Anhand der schieren Menge kann das keiner mehr unterscheiden. Die Mitarbeiter erzählen ihnen hier alles von gleichwertig bis equivalent. Und das ist auch ein Randthema meiner Promotion, das ist definitiv ein Thema. Von dem her stimme ich Dir deiner Argumentation zu, in der Theorie ist das so, in der Praxis nicht.

Jetzt kennst du 2 und jeder der den D macht, bekommt eine intensive Schulung wie es weiter geht und welche Möglichkeiten es noch gibt. Der Zufall will es, ich kenne viele, sehr sehr viele PM, da ich mich aus dem Pool der PM's lange bedienen konnte. Bis heute ist mir noch keiner entgegen gekommen, der den Unterschied nicht kannte.

 

Wenn du von deinen Problemen in den HR Abteilungen berichtest, dann glaube ich dir natürlich (es sollte au keinen Fall anders rüber kommen), da habe ich einfach glück gehabt, bisher in den richtigen Unternehmen gearbeitet zu haben.

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@HeinerTownAlles gut, wir diskutieren ja nur unsere Gedanken, gerne auch kritisch. Ich stelle NICHT den Menschen ihren Abschluss in Frage, ich stelle in Frage oder Kritisiere die Bezeichnung. Warum muss das "Ding" Bachelor heissen und Verwirrung stiften? Ein Meister ist ein geschützter Titel und der ist doch schon sehr anerkannt und wertvoll in Deutschland, warum muss man hier das Wort "Bachelor" einführen? Bachelor und Meister passen für mich Worttechnisch nicht zusammen, entweder Meister oder Junggeselle, aber nicht beides?! Wenn Bachelor, dann durchgängig wieder Bachelor (FH, Uni, IHK) wäre auch top. So ist das aus meiner Sicht aber nicht gut und wie gesagt, ich kritisiere die Bezeichnung, nicht die würdigung und stimme Dir in Deinem Beitrag auch voll zu bzgl. des schwierigen Werdegangs.

 

Nachtrag: Und ich kritisiere das die IHK hier in ihrer Werbung selbst das "Professional" weg lässt und noch Werbung macht "Bachelor ohne Uni" und das man davon ausgehen kann, das Träger das "Professional" weg lassen. Das ist einfach nicht richtig und von der IHK auch ein falsches Signal in Bezug auf Vorbildfunktion.

Bearbeitet von SebastianL
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Ich sehe es wie @SebastianL: Die Leute werden irgendwann darauf pochen, dass sie einen Bachelor haben. Das "Professional" wird dann nur als ein unbedeutender Zusatz mitlaufen, den man herunterspielen wird. "Gleicher Wortlaut, gleicher Abschluss" wird es dann heißen.

 

Im übrigen möchte ich damit gar nicht sagen, dass das eine schlechte Entwicklung ist. Ob das irgendwas verwässert oder nicht, das wird sich ja erstmal zeigen müssen. Ich möchte das bewusst wertfrei hier stehen lassen. Ich habe aber viel mit Menschen zu tun und erlebe einfach, wie die ticken. Und da ist es bei solchen missverständlichen Bezeichnungen der kürzeste und direkteste Schritt, Schlussfolgerungen zu ziehen, die so nicht korrekt sind. Erlebe ich immer wieder in einem anderen Kontext (Psychologe - Psychiater - Psychotherapeut). Die Leute blicken da einfach nicht durch.

 

Es ist meines Erachtens auch relativ unwichtig, ob die Personaler das schon irgendwie auseinanderhalten werden oder nicht. Die Leute werden ja von der IHK "geködert". Die werden diese Abschlüsse erwerben und sich damit in den Arbeitsmarkt stürzen. Es mag auch so sein, dass die Leute JETZT noch relativ aufgeklärt sind, aber wie man an der Werbung der IHK sieht, wird ja gezielt versucht, den Wert des Bachelor Professional dem eines akademischen Abschlusses gleichzustellen. Insofern ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich eine große Menge an Absolventen hinstellt und auch überzeugt davon ist, einen "richtigen" Bachelor zu haben. Sobald das der Fall ist, ändert sich die Wahrnehmung bezüglich der Wertigkeit... und alles andere werden wir dann erleben.

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