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Verwirrung durch "Bachelor (professional)"


Lutzbutz

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Als ich gestern und heute morgen mit Anrechnungsanträgen beschäftigt war, ist mir dieses Thema wieder in den Sinn gekommen und ich hab mir mal die Curricula der IHK für Industriemeister, Techniker, Fachwirt und Betriebswirt angeguckt und mal ein bisschen rumgerechnet.

 

Vorweg: Uni, nicht FH. Wäre aber hier an der FH identisch. Zumindest in den Bereichen BWL, WiIng, Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik sind die Uni- und FH-Curricula hier zum Verwechseln ähnlich.

 

Bei WiIng komme ich hier bei Ausbildung + Fachwirt + Betriebswirt auf anrechenbare 36 CP.

Bei BWL komme ich bei Ausbildung + Fachwirt + Betriebswirt auf anrechenbare 48 CP.

Bei E-Technik/Maschinenbau/Mechatronik komme ich bei Ausbildung + Industriemeister + Betriebswirt auf anrechenbare 18 CP.

In der Kombination Ausbildung + Techniker sind es schon 30 CP, mit Betriebswirt 36 CP.

 

Den Unterschied zwischen Meister und Industriemeister hab ich jetzt nicht herausgearbeitet.

Die Ersparnis läge hier in Präsenz an Uni und FH also bei knapp über 1/2 Semester bis hin zu knapp über 1 1/2 Semestern. Wie da andere Hochschulen 2 oder gar 3 Semester herausholen kann ich nicht nachvollziehen. 4 Semester sind schon laut Gesetz deutschlandweit nicht möglich, weil bei 90 angerechneten CP Schluss ist.

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Ich finde diese Disussion etwas seltsam. Jede Ausbildung hat seine Daseinsberechtigung. Scheine sind relativ, es zählt die persönlichkeit und das Wissen, egal wie man es erlangt hat. Ich hatte früher Hauptschule und war richtig gut mit 18 Software zu schreiben um mich selbständig zu machen und hatte mir das alles selbst beigebracht. Rückwirkend war ich schneller und motivierter als "jeder Studierte" beim programmieren, mir haben aber Basics und konzeptionelles Wissen gefehlt. Ich hatte immer try&error gemacht und aus meinen Fehlern immer wieder gelernt. Für Prototypen bauen war ich einer der Besten, für produktives Rückwirkend eher weniger, weil ich einfach machte und die Konzepte im Kopf behielt, statt sie zu Papier zu bringen. Heute gehe ich ganz anders ran an Software. Was ich sagen will ist, es muss nicht nur ein Schein sein, es kann auch "Training on the Job" dazu führen, das man seinen Job auch sehr gut machen kann. Den reinen Papiervergleich kann man nicht machen, weil man die Menschen dahinter und das nicht belegte Wissen in Papierform nicht berücksichtigt. Es kann also durchaus sein, das ein Techniker in einem Bereich deutlich besser ist als ein Bachelor. Manchmal ist einfach machen auch besser als studenlang konzepte schreiben. Was bringt mir ein Promovierter der nur labbert aber keinen Mehrwert bringt und dagegen einer ohne Ausbildung der Arbeit wegschafft? Da nehme ich doch letzteres. Wir in Deutschland neigen dazu uns in hirarchien einzuordnen, wer ist besser und wer steht über wem. Ich mag es eher platt und die Zukunft ist keine Hirarchie sondern Schwarmintelligenz.

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vor 16 Minuten hat SebastianL geschrieben:

Wir in Deutschland neigen dazu uns in hirarchien einzuordnen, wer ist besser und wer steht über wem.

 

Meine Intention war das definitiv nicht.

Ich wollte nur mal gucken ob und wie ich auch bei uns auf 2 bis 3 Semester käme.

Völlig ohne Bewertung!

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vor 56 Minuten hat LaVie geschrieben:

 

Meine Intention war das definitiv nicht.

Ich wollte nur mal gucken ob und wie ich auch bei uns auf 2 bis 3 Semester käme.

Völlig ohne Bewertung!

Hab dich nicht mit gemeint - war ohne jemanden speziell zu adressieren, war eher so mein Gefühl beim überfliegen und auch nicht auf die Kommentare bezogen.

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vor 4 Stunden hat SebastianL geschrieben:

Es kann also durchaus sein, das ein Techniker in einem Bereich deutlich besser ist als ein Bachelor.

Und trotzdem wird er einfach deutlich schlechter bezahlt als eben dieser. Ich habe manchmal das Gefühl, dass hier der ein oder andere denkt die Leute machen diese Fortbildungen nur zur Freude. 
Wenn jemand seinen Meister o.ä. macht, möchte man i.d.R. auch den Verdienst verbessern. Wenn du mir sagst eine Tätigkeit besser als ein Bachelor machen zu können, mich aber trotzdem schlechter bezahlst, kannst du dir das Lob in die Haare schmieren. (Nicht persönlich gemeint). Das ist leider die Realität. Vielleicht sollte man nicht nur Quoten für Frauen einführen, sondern auch für beruflich Qualifizierte. Viele Tätigkeiten kann ein beruflich Qualifizierter genau so machen, was aber nicht anerkannt und passieren wird. Klar reden sich Akademiker leicht, denn die haben das Problem schließlich nicht. Vielleicht kommt es auch wieder nur auf die Branche an. 
Ich studiere auch nicht nur zum Spaß, sondern weil mit einer beruflichen Qualifikation nicht mehr viel zu machen ist. Meinungen über Leute zu äußern, obwohl man selber nicht betroffen ist kann man mit der Talkshow zum Rassismus mit Thomas Gottschalk usw. vergleichen. Dort wurde auch kein betroffener eingeladen. Da frage ich mich, was das soll. 

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vor 29 Minuten hat brotzeit geschrieben:

Wenn du mir sagst eine Tätigkeit besser als ein Bachelor machen zu können, mich aber trotzdem schlechter bezahlst, kannst du dir das Lob in die Haare schmieren. 

Mühsiger Ansatz. Unternehmen zahlen das, was sie zahlen müssen um eine benötigte Qualifikation decken zu können. Wenn du die gleiche Qualifikation mitbringst wie ein Bachelor, dann musst du das auch entsprechend belegen und argumentieren. Und selbst dann ist durch den unterschiedlichen Background die Qualifikation niemals objektiv gleich.

Einem Studierten unterstellt man allgemein pauschal, dass dieser sich flexibler und autark in neue Themen einarbeiten kann, wohin ein Facharbeiter eher Anleitung benötigt. 

 

Im öD ist das ja noch extremer und selbst meine BU die ich gerade abgeschlossen habe unterscheidet nicht nur in Studiert /nicht studiert, sondern sogar in Bachelor / Master... 

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vor 45 Minuten hat Steffen85 geschrieben:

Mühsiger Ansatz.

Du hast recht. Trotzdem ist es so, meiner Meinung nach. Außerdem spreche ich nicht von Facharbeitern, sondern von bereits beruflich weiterqualizierten. Mich stört das "Von oben herab" einiger Personen, die meinen loben zu müssen, aber wehe so jemand wird zur Konkurrenz, dann ist man plötzlich garnicht mehr so gleich. Dieses gehäuchelte Verhalten nervt mich ungemein. Mir ist schon klar, dass sich dies nicht ändern wird. Eine Fortbildung ist nichts mehr Wert und ein Akademiker wird einen beruflich Qualifzierten niemals als ebenbürdig anerkennen. Personen die solche Dinge entscheiden haben meistens selbst studiert und es ist wie bei den Politikern. Eine Krähe pickt der anderen kein Auge aus. So ist das halt.

In diesem Forum wird meine Meinung nicht sehr beliebt sein und es ist mir ziemlich egal. Leute diskutieren über Themen, die sie selbst nicht betreffen und klopfen sich gegenseitig auf die Schulter, weil sie denken etwas sehr intelligentes zum Besten gegeben zu haben. Die Realität sieht oft aber anders aus oder wird einfach ignoriert.

Bearbeitet von brotzeit
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Fernstudium Buchhaltung / Bachelor Accounting & Taxation | AKAD hier werden 90CP als zulässige Maximum über den IHK Abschluss gepr. Bilanzbuchhalter/in angerechnet. 

Wenn man die Inhalte vom Bachelor und Bilanzbuchhalter vergleicht, dass finde ich das eine faire Bewertung. 

 

Ist die Frage, ob es diese Kombination für andere Studiengänge gibt, die die Vorqualifikation eines Meisters/Fachwirts oder ähnliches so gewichten. Also außerhalb der AKAD Anrechnung IHK-Abschlüsse für das Fernstudium | AKAD

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vor 3 Stunden hat brotzeit geschrieben:

Du hast recht. Trotzdem ist es so, meiner Meinung nach. Außerdem spreche ich nicht von Facharbeitern, sondern von bereits beruflich weiterqualizierten. Mich stört das "Von oben herab" einiger Personen, die meinen loben zu müssen, aber wehe so jemand wird zur Konkurrenz, dann ist man plötzlich garnicht mehr so gleich. Dieses gehäuchelte Verhalten nervt mich ungemein. Mir ist schon klar, dass sich dies nicht ändern wird. Eine Fortbildung ist nichts mehr Wert und ein Akademiker wird einen beruflich Qualifzierten niemals als ebenbürdig anerkennen. Personen die solche Dinge entscheiden haben meistens selbst studiert und es ist wie bei den Politikern. Eine Krähe pickt der anderen kein Auge aus. So ist das halt.

In diesem Forum wird meine Meinung nicht sehr beliebt sein und es ist mir ziemlich egal. Leute diskutieren über Themen, die sie selbst nicht betreffen und klopfen sich gegenseitig auf die Schulter, weil sie denken etwas sehr intelligentes zum Besten gegeben zu haben. Die Realität sieht oft aber anders aus oder wird einfach ignoriert.


Ich habe bis jetzt überwiegend in mittelständischen Unternehmen gearbeitet. In unserer IT-Abteilung arbeiten Personen mit IHK-Abschluss (z.B. Fachinformatiker) und Personen mit Studium-Abschluss (Diplom, Bachelor und Master). Unser Abteilungsleiter hat z.B. nicht studiert und hat in einem anderen Bereich gelernt. Trotzdem begegnen wir uns alle auf Augenhöhe und es werden keine Unterschiede zwischen Akademiker und Nichtakademiker gemacht.

Beobachen konnte ich allerdings, dass einige Kollegen unterscheiden, in welchem Bereich jemand arbeitet. Ein IT-Support Mitarbeiter (ob studiert oder nicht) befindet sich in vielen Köpfen weiter unten als ein Admin oder Software Entwickler.

Bezüglich Weiterbildung bin ich der Meinung. Weiterbildung zahlt sich immer aus, egal ob akademisch oder nicht. Solange man das Wissen auch beruflich anwenden kann, ist es eigentlich egal woher man das Wissen hat. Am Ende zählt was man kann und nicht das was auf dem Papier steht. Gerade in der heutigen Zeit gehört lebenslanges Lernen einfach dazu. Viele Wege führen zum Ziel. Bezüglich Gehalt möchte ich folgenden Link posten: https://www.dihk.de/de/themen-und-positionen/fachkraefte/berufliche-weiterbildung-zahlt-sich-aus
 

Bearbeitet von Aramon
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