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Ist das Fernabitur überflüssig?


Markus Jung

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Wobei ich mich dann aber frage, warum das gerade beim Abi-Kurs zutrifft? Sach- und Fachkurse sowie akademischer Fernstudiengänge werden meines Empfindens nach meist viel ernsthafter angegangen als Abi-Kurse. Was man übrigens auch an den (sorry) übermässig vielen Blog-Leichen im Fernabibereich erkennen kann.

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Ja, "Verlockung" ist das richtige Wort. Meist werden die Folgen und Implikationen eben nicht bedacht.

Den Fernabikurs betrifft das vermutlich häufiger, weil das Abitur oft als Schritt in ein Studium einen neuen Lebensabschnitt einläuten soll.

Ein Fernstudium o.ä. Kurse hingegen sind meist jedoch nur "Ergänzung" zu einem sowieso schon vorhandenen Berufsweg, daher bringen sie weniger kompletten Umbruch (gedanklich!, nicht unbedingt faktisch) mit sich, als dieses "Gebilde" namens Abitur.

Wenn man sich die Einstellung der Leute ansieht, scheint das Abitur - nach wie vor - eine größere Hürde zu sein, als ein Studium selbst.

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Du machst es etwas zu einfach, es gibt noch Gründe für ein Fernabi, was mir so spontan einfällt:

1, ich möchte es neben dem Job machen.

2, ich bin zu alt um es Vollzeit zu machen, ich hätte keine Lust mich mit mitte 20 und älter noch in eine Vollzeitklasse voller Teens zusetzten.

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Benötigt man daher überhaupt noch das Abi auf dem zweiten Bildungsweg, wenn man schon im Beruf steht?

Ich denke, dass es mit Sicherheit zumindest an Relevanz verliert. Für ein Fernstudium in dem eigenen Berufsfeld braucht man es heute nicht mehr - was sich sicherlich auch statistisch niederschlägt.

Bei mir hat es einfach nicht richtig in den "Lebensweg" gepasst, so dass ich sehr froh bin, dass ich heute auch ohne Abi studieren kann.

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Du machst es etwas zu einfach, es gibt noch Gründe für ein Fernabi, was mir so spontan einfällt:

1, ich möchte es neben dem Job machen.

2, ich bin zu alt um es Vollzeit zu machen, ich hätte keine Lust mich mit mitte 20 und älter noch in eine Vollzeitklasse voller Teens zusetzten.

In diesen Fällen erfüllt man in den meisten Fällen auch die Zulassungsvoraussetzungen zum Studium ohne Abitur. Kein Fernstudium hat einen NC (oder?), also müsste jemand, der z.B. Medizin studieren möchte, so oder so an eine Präsenzuni und wäre da auch unter lauter jüngeren Leuten ...

Inés

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Dafür gibt es Abend- und Tagesschulen, wo das Durchschnittsalter je nach Region zwischen 24 und 30 liegt.

Zusätzlich gibts noch BOS, Fachoberschule für Berufausgebildete usw.

Der zweite Bildungsweg hat ein großes Angebot.

Neben dem Job machen, ist womöglich die einzige Einschränkung, ja.

Aber wie ich sagte: wer sich verändern will, macht sich lächerlich, wenn er behauptet, es könne alles so bleiben wie vorher und man könnte einfach zusätzlich was anderes "dazu addieren".

Das klappt meist nicht.

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Bei vielen Leuten (mich eingeschlossen) gibt es im Kopf so ein klassisches Bildungssystem, an dem man sich entlang hangelt. Darin kommt ein Studium an FH oder Uni eben nach dem (Fach-)Abitur, auch wenn es den Zwang dazu nicht mehr gibt.

Ich studiere jetzt auch Informatik und habe einen Studieneinstieg gewählt bei dem man kein (Fach-)Abitur benötigt. Trotzdem habe ich vorher die Fachhochschulreife gemacht, irgendwie beruhigt es einen. ;) Die aufgewendete Zeit sehe ich aber nicht als verloren an, sondern als "Vorbereitung" aufs (Fern-)Studium und das ist doch genau das, was die Bezeichnung "(Fach-)Hochschulreife" ausdrückt.

Ohne diese Vorbereitung würde ich mir deutlich schwerer tun und zwar in vielen Bereichen.

- in Mathe, da ich jetzt auf ein solides Vorwissen bauen kann

- in meiner Einschätzung des benötigten Lernaufwandes

- in meiner Zeitplanung

- in der Organisation meines Studiums

Und nicht zu leugnen ist natürlich auch der Schub fürs Selbstbewusstsein, wenn man das (Fach-)Abitur erfolgreich abschliessen kann und sich damit die Selbsteinschätzung: "Das kann ich auch, nur es hat (damals) eben nicht gepasst.", bewahrheitet.

Deshalb meine Meinung:

Formal ist das Fernabitur evtl. unnötig aber trotzdem sinnvoll. ;)

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  • 2 Wochen später...

Wie Du schon sagst Markus, wer studieren will kann das inzwischen mit sehr vielen verschiedenen Möglichkeiten tun. Wer nicht studieren will... naja was macht er mit dem Abi? Wer sich weiterbilden will liest sicher besser ein paar Bücher, als sich durch den Stoff zu quälen.

Auch wenn ich damit bereits gesagtes wiederhole: Nicht für jeden Studiengang bietet sich diese Möglichkeit. Wenn ich nicht mit meinem Job zufrieden bin und etwas verändern möchte, warum sollte ich mich dann mit einem Job zufrieden geben der mich auch nicht erfüllt nur weil ich mich sonst durch das Fernabi quälen müsste? Wer Ziele hat sieht auch den Weg.

Wie schon hier gesagt wurde: für Medizin, Jura & Co. braucht es einen exzellenten Schnitt, den man mit dem Fernabitur de facto nicht erreichen kann (von EINZELNEN Ausnahmen bitteschön abgesehen!).

Bei Medizin kenn ich mich nicht aus, für Psychologie braucht man einen exzellenten Schnitt, das stimmt. Für Jura z.B. nicht. Was mit &Co gemeint ist erschließt sich mir nicht. Architektur? Wohl nicht. Lehramt? :lol:

Und warum sollten "Ausnahmen" nicht genannt werden? Die Quote der 1ser Abiturienten im Fernlehrgang dürfte ungefähr derer der Schulabiturienten mit 1ser Schnitt entsprechen. Sind die auch Ausnahmen? Bei wieviel Prozent liegt eine Ausnahme? Und warum sollte man vor der Betrachtung von Fakten eine bestimmte Gruppe von Leuten von vornerein ausschließen? Es ist möglich und in jedem Prüfungsjahr schaffen es mehrere. Also nichts mit "de facto nicht möglich".

Ich rate grundsätzlich jedem der die Möglichkeit hat das Abitur auf einem anderen Weg zu machen dies zu tun. Meiner Meinung nach ist das Fernabitur der schwierigste Weg, aber ich verstehe nicht warum man es deshalb schlecht reden muss. Es ist eine Chance. Manche ergreifen sie, andere nicht.

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