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michael1983

Reduzierung der Arbeitszeit

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Die Frage die sich mir stellt, wirst du mit deinen 30 Stunden auch gesetzlich/sozialversicherungstechnisch als Teilzeit eignestuft? Das bedeutet dann natürlich weniger Punkte in der Rentenkasse.

es spielt (für die Rentenversicherung) keine Rolle, ob man "Vollzeit" oder "Teilzeit" beschäftigt ist - die spätere Rente bemisst sich nach den Versicherungsmonaten (Monate die "mit Entgelt belegt" sind) und aus dem gemeldeten Entgelt (umgerechnet auf die Entgeltpunkte)

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Ich will keine Karriere, wo ich pro Woche 60 Stunden arbeiten muss und nach 30,40 Jahren Burnout habe oder nach einem Herzanfall tot umfalle - ich denke einfach, dass das Leben nicht nur zum arbeiten da ist.

Ich denke nicht, dass das was Du beschreibst eine Karriere ist. Die meisten Leute die so lange arbeiten sind keineswegs so lange produktiv und das Burnout ist auch eher die Folge davon, dass man nicht das arbeitet was einem Spass macht.

Teilzeit arbeiten ist also auch nur die eine Seite der Medaille, deswegen hat man nicht automatisch mehr Freizeit oder Zufriedenheit. Immerhin hat man "Rüstzeiten" und auf der anderen Seite kürzt sich in den seltensten Fällen der Arbeitsaufwand um 30%

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Hallo,

zum gesetzlichen Teilzeitanspruch darf ich die Quelle ergänzen:

§ 8 Teilzeit- und Befristungsgesetz:

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/tzbfg/gesamt.pdf

Als Personalleiter gebe ich aber einen Tipp ab: Wer gleich mit der Gesetzeskeule vorspricht und Teilzeit "beansprucht" hat meist mit irritierten Blicken zu rechnen. Man sollte daran denken, dass es aber dann auch keinen Weg zurück in die Vollzeit gibt. § 9 sicher nur einen Vorrang, aber keinen Anspruch auf die Rückkehr zur Vollzeit.

Somit kann es passieren, dass man plötzlich nach dem Studium nicht in die Vollzeit zurückkommt und dann ein langes Gesicht bekommt. Strategisch besser ist, mit dem Vorgesetzten und Personalleiter frühzeitig zu sprechen und die Teilzeitwünsche möglichst per Vereinbarung zu regeln, denn hier lässt sich dann auch die Rückkehr zur Vollzeit vereinbaren.

Erst wenn es einvernehmlich keine Lösung gibt, würde ich abwägen und erst dann mit dem Gesetz vorstellig werden.

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Hallo,

als BR Mitglied würde auch ich raten, nicht mit der Gesetzeskeule zu drohen. Vorab beraten lassen und dann einen Antrag auf Teilzeit stellen. Am besten mit einem Gesprächswunsch, wie die neue Arbeitswoche gestaltet werden soll.

Auch Tarifverträge geben Auskunft, ab wann der Wunsch nach einer Teilzeitstelle geäußert werden kann, zudem mit welcher Vorlauffrist.

Ebenso würde ich den geänderten Arbeitsvertrag befristen lassen, damit Du wieder zur Vollzeitstelle zurück kannst. Die Befristung läßt sich jährlich verlängern (so wird es wenigstens bei uns gemacht)

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Hallo zusammen,

auch ich interessiere mich für das Thema "Arbeitszeitreduzierung".

Ist es möglich bzw. üblich mit dem Arbeitgeber einen Vertrag auszuhandeln bei dem die Arbeitszeit z.B. für 4 Jahre um 20% gesenkt wird und danach automatisch auf 100% erhöht wird? Oder wird für die Arbeitszeiterhöhung in der Regel nach 4 Jahren ein neuer Vertrag ausgehandelt?

Freue mich über euer Feedback!

Grüße

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Ist es möglich bzw. üblich mit dem Arbeitgeber einen Vertrag auszuhandeln bei dem die Arbeitszeit z.B. für 4 Jahre um 20% gesenkt wird und danach automatisch auf 100% erhöht wird?

Möglich ist das, ja,

ich hab z.B. eine Vereinbarung, in der steht, dass die Verringerung der Arbeitszeit von x bis y begrenzt ist. Einzelvertraglich kann man sehr viel regeln.

Ob das "üblich" ist: ich denke eher nein, meine "Teilzeitkollegen" haben fast alle "Dauerteilzeit".

Ich hab mehrere Monate diplomatische Verhandlungen mit meinen Chefs hinter mir.

Und meinen Chefs wars lieber, die Teilzeitvereinbarung zeitlich zu begrenzen.

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Hallo,

nochmals vielen Dank für die rege Beteiligung am Thema.

Mit der Gesetzeskeule werde ich auf keinen Fall starten - ich werde erst ein persönliches Gespräch mit meinem Chef vorschieben und dann das Ganze erst offiziell weitergeben.

Sollten meine Vorgesetzten nicht mitspielen, werde ich eher kündigen und meine Überstunden abfeiern - das würde für die Firma bedeuten, das quasi sofort mein Arbeitsplatz frei würde, dadurch habe ich schon ein (wenn auch eher kleines) Druckmittel in der Hand.

Geringerer Verdienst und dadurch auch geringere Rente ist mir schon klar - aber damit kann ich leben.

Ich habe auch überlegt, erst das Studium und dann den Ironman zu machen - aber auch ich werde nicht jünger und wenn in ein paar Jahren Familie, Kinder hinzukommen, ist das Ganze noch schwerer zu realisieren.

Viele Grüße

Michael

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Technik Master

AW: Reduzierung der Arbeitszeit

Wie geht es jetzt weiter?

sehr interessant.

Gute Frage :)

In den letzten Wochen hat sich bei mir einiges getan.

Ich habe völlig unverhofft ein Stellenangebot als Gruppenleiter im Bereich der mech. Konstruktion erhalten und zwar genau in dem Bereich, wo ich am liebsten arbeiten würde. Zudem würde sich mein Gehalt um gut 60% steigern! Hier steht nun noch ein weiteres Gespräch aus und dann bekomme ich Bescheid, ob ich die Stelle bekomme oder nicht.

Das wäre wirklich ein Angebot, zu dem ich nicht nein sagen könnte und wäre wahrscheinlich eine einmalige Chance. Mit gerade mal 28 Jahren könnte ich ein richtiges Ausrufezeichen in meinen Lebenslauf setzen!

Sollte das klappen und ich mich dort durchsetzen, könnte ich mir in zwei, drei Jahren hier in meiner Region quasi jede Firma aussuchen und mir ständen alle Türen offen.

Ist schon komisch, jetzt plant man sein ganzes Leben zu ändern und dann gibt ein unerwarteter Wink plötzlich wieder eine ganz andere Richtung vor.

Wenn es dort funktioniert, muss ich nur leider mein Ironman-Ziel verschieben, bzw. runterschrauben. Das ist der einzige Punkt, der mich an dieser Sache stört....

Sollte es nicht klappen, werde ich den Ironman-Plan durchziehen.

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